Immer wieder spannend wenn Extreme aufeinander rauschen.
Dieser spätere aufgehellte Orgeltyp tut der manchmal schwer durchsichtigen Reger Musik ganz gut. Für mein empfinden etwas zu rasch gespielt.
Inferno in Douai, CD aus Douai
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Dienstag, 30. September 2014, 13:45 (vor 4422 Tagen) @ stein
Hallo,
mit dem Tempo kann ich mich anfreunden. Imposant das Ganze!
Wer die Orgel auf CD hören möchte, hat jetzt Gelegenheit bei Aeolus: "...et aprês César Franck?" heißt eine Anthologie von Stücken in der Nachfolge Francks aus den Federn von Guy Ropartz, Lacroix, Berthier, d'Indy, Tournemire und Krieger. Kürt Lueders spielt. Sehr geschmackvoll und tonschön. Unbedingt empfehlenswert.
Gruß Clemens Schäfer
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Piano heißt nicht schwach sondern leise, Forte nicht laut sondern kräftig (Artur Rubinstein)
CD aus Douai, weitere Aufnahmen
Karsten
, Sonntag, 23. Juli 2017, 11:25 (vor 3395 Tagen) @ Clemens Schäfer
Hallo,
mit dem Tempo kann ich mich anfreunden. Imposant das Ganze!
Wer die Orgel auf CD hören möchte, hat jetzt Gelegenheit bei Aeolus: "...et aprês César Franck?" heißt eine Anthologie von Stücken in der Nachfolge Francks aus den Federn von Guy Ropartz, Lacroix, Berthier, d'Indy, Tournemire und Krieger. Kürt Lueders spielt. Sehr geschmackvoll und tonschön. Unbedingt empfehlenswert.
Gruß Clemens Schäfer
Hallo,
ebenfalls zwei neuere CDs an dieser Orgel sind 2914 und 2016 von Editions Hortus herausgegeben worden:
Les Musiciens et la Grande Guerre vol. 9
Marcel Dupré
Vêpres
Vincent Genvrin, Orgel
HORTUS 709, DDD, 2014
T.T. 58'35
http://www.editionshortus.com/catalogue_fiche.php?prod_id=84
Ich würde diese Aufnahme nicht als Referenzeinspielung der Versetten nennen, aber es sir dennoch ein sehr schönes und kurzweiliges Klangportrait der Orgel. Warum gerade dieses Opus in der verdienstvollen Reihe "Les Musiciens et la Grande Guerre", erschließt sich Dank der Hinweise des Labels: Die Orgel in Douai war für Russland bestimmt, aber der Ausbruch des Krieges verhinderte die Lieferung; zum anderen war der legendäre Besuch Claude Johnson in Notre-Dame, während dem er Dupré improvisieren hörte und den beginn von Duprés internationaler Karriere darstellte, wenige Monate nach dem feierlichen Te Deum zum Kriegsende.
Ermend Bonnal
Media vita
Vincent Grappy, Orgel; Christophe Giovaninetti, Violine
HORTUS 132, DDD, 2016
http://www.editionshortus.com/catalogue_fiche.php?prod_id=176
(ausgezeichnet mit "5 Diapasons")
Die Ermend-Bonnal-Aufnahme von Jean-Pierre Lecaudey an der Adema-Orgel in der St.Bavo-Kathedrale zu Harlem (Pavane, 1995) ist leider lange vergriffen. Dies ist eine schöne Neuaufnahme.
Gruß
Karsten
Ermend-Bonnal
Willscher, Sonntag, 23. Juli 2017, 12:06 (vor 3395 Tagen) @ Karsten
Ermend Bonnal
Media vita
Vincent Grappy, Orgel; Christophe Giovaninetti, Violine
HORTUS 132, DDD, 2016
http://www.editionshortus.com/catalogue_fiche.php?prod_id=176
(ausgezeichnet mit "5 Diapasons")Die Ermend-Bonnal-Aufnahme von Jean-Pierre Lecaudey an der Adema-Orgel in der St.Bavo-Kathedrale zu Harlem (Pavane, 1995) ist leider lange vergriffen. Dies ist eine schöne Neuaufnahme.
Gruß
Karsten
Für Ermend-Bonnal kann man gar nicht genug Werbung machen. Das ist impressionistische Orgelmusik vom Feinsten. Verwunderlich, daß er so wenig gespielt wird. Denn es gibt ja durchaus kleinere Stücke (und technisch relativ einfach zu bewältigen), die sowohl für das Konzert als auch für die Liturgie geeignet und dankbar sind.
Gruß
Andreas
Ermend-Bonnal
stein
, Montag, 24. Juli 2017, 14:47 (vor 3394 Tagen) @ Willscher
Für Ermend-Bonnal kann man gar nicht genug Werbung machen. Das ist impressionistische Orgelmusik vom Feinsten. Verwunderlich, daß er so wenig gespielt wird. Denn es gibt ja durchaus kleinere Stücke (und technisch relativ einfach zu bewältigen), die sowohl für das Konzert als auch für die Liturgie geeignet und dankbar sind.
Ja.
Ermend-Bonnal
Karsten
, Montag, 24. Juli 2017, 14:52 (vor 3394 Tagen) @ Willscher
Für Ermend-Bonnal kann man gar nicht genug Werbung machen. Das ist impressionistische Orgelmusik vom Feinsten. Verwunderlich, daß er so wenig gespielt wird. Denn es gibt ja durchaus kleinere Stücke (und technisch relativ einfach zu bewältigen), die sowohl für das Konzert als auch für die Liturgie geeignet und dankbar sind.
Angesichts dessen, dass diese kleineren Stücke erst vor 10 Jahren im Druck erschienen, ist das nun wirklich nicht verwunderlich. Und es gibt ja dutzende Alternativen...
Gruß
Karsten
Ermend-Bonnal
Friedrich
, Montag, 24. Juli 2017, 17:02 (vor 3394 Tagen) @ Willscher
Die Paysages Euskariennes gehören zur residenten Grundausstattung meines iPods bzw. iPhones. Ohne verlasse ich das Haus nie. Ausgezeichnete Musik, herrlich transparent und poetisch, stellt jeden Dupré in den Schatten. M. E.
Viele Grüße
Friedrich
CD aus Douai, weitere Aufnahmen
stein
, Montag, 24. Juli 2017, 14:56 (vor 3394 Tagen) @ Karsten
Ich würde diese Aufnahme nicht als Referenzeinspielung der Versetten nennen, aber es sir dennoch ein sehr schönes und kurzweiliges Klangportrait der Orgel. Warum gerade dieses Opus in der verdienstvollen Reihe "Les Musiciens et la Grande Guerre", erschließt sich Dank der Hinweise des Labels: Die Orgel in Douai war für Russland bestimmt, aber der Ausbruch des Krieges verhinderte die Lieferung; zum anderen war der legendäre Besuch Claude Johnson in Notre-Dame, während dem er Dupré improvisieren hörte und den beginn von Duprés internationaler Karriere darstellte, wenige Monate nach dem feierlichen Te Deum zum Kriegsende.
Das letzte Flûte harmonique Heft der ACC Gesellschaft widmet sich dieser späten Orgel von Mutin fast gänzlich. Die technischen Probleme durch Konzeption, Veränderungen, Modernisierungen, mässigen Restaurationen, ziehen sich wie ein roter Faden, vermutlich ungewollt, durch das ganze Heft. Jetzt scheint eine riesige teure Renovierung anzustehen und man weiss nicht so recht wie. Das war mein Eindruck beim lesen.
Klanglich muss die Orgel sehr ansprechend sein.
CD aus Douai, weitere Aufnahmen
Karsten
, Montag, 24. Juli 2017, 15:08 (vor 3394 Tagen) @ stein
Das letzte Flûte harmonique Heft der ACC Gesellschaft widmet sich dieser späten Orgel von Mutin fast gänzlich. Die technischen Probleme durch Konzeption, Veränderungen, Modernisierungen, mässigen Restaurationen, ziehen sich wie ein roter Faden, vermutlich ungewollt, durch das ganze Heft. Jetzt scheint eine riesige teure Renovierung anzustehen und man weiss nicht so recht wie. Das war mein Eindruck beim lesen.
Klanglich muss die Orgel sehr ansprechend sein.
Eine erfolgreiche Restaurierung wäre der Orgel in der Tat zu wünschen. Schade, dass da vieles nicht optimal gelaufen ist. Klanglich sit die Orgel - zumindest zahlreichen CD-Aufnahmen nach - wirklich beeindruckend.
http://orgues-douai.eu/saint-pierre-grand-orgue/
Gruß
Karsten
Inferno in Douai
Werni
, Samstag, 11. Oktober 2014, 22:07 (vor 4411 Tagen) @ stein
Hallo,
ich denke, das dieses Tempo absolut angemessen ist.
Die Interpretation erinnert mich wohltuend an Werner Jacob, der ein ähnliches Tempo bevorzugte. Gerade die Anfangssequenz sollte für mein (subjektives) Empfinden durchaus eruptiv und brutal gespielt werden - das, so meine Meinung - entspricht den musikalischen Empfindungen eines Max Reger, wie ich es vermute, wenn ich mich in seine Geisteswelt begebe.
Gerne räume ich noch ein, dass ich aus technischen Gründen op. 57 niemals spielen werden könnte.
Meine lieben berühmten Kollegen werden das alles sicher anders sehen, aber Werner Jacob war der Organist, der mir anhand seiner Reger-Interpretationen einen Weg zeigte, Reger zu begreifen. Übrigens war Jacob von ähnlich barocker Statur wie Reger (ich glaube gehört zu haben, auch recht genussfreudig)
Gerhard Wernecke