Des Rätsels Lösung, war: Bayrischzell St. Margareth

fluteceleste @, Montag, 29. September 2014, 09:10 (vor 4420 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von fluteceleste, Montag, 29. September 2014, 09:17

Hier die Auflösung des Orgelrätsels, die sich mir auch erst unmittelbar vor der Trauung selbst erschloß:
Die gute Nachricht: es sind ein paar mehr Register als in der Vorgängerorgel.
Die Disposition: II/11 mit mechanischer Traktur und Schleifladen
1.Manual: Gedeckt 8', Praestant 4', Quintade 4', Waldflöte 2', Mixtur [4f.] 1 1/3'
2.Manual: Spitzflöte 8', Hohlflöte 4', Prinzipal 2', Terzian 1 3/5'[+1 1/3']
Pedal: Subbaß 16'[Holz], Oktavbaß 8'[Zink, zT gekröpft]

Wie Thomas schon richtig vermutete, steht an der Emporen-Rückwand das Pedal.
Das Instrument ist auf der 2.Empore, weshalb man da kaum Platz hat, und ist bis auf die Prospektseite rundherum von Holzplatten (immerhin lackiert!) im Schusterschen Barockstil umgeben. Das hat für den Organisten allerdings den Vorteil, daß einen die Register nicht so direkt anplärren.Quintade in 4' Lage ist natürlich wieder ein besonderes Schmankerl dieser Epoche..
Das 2.Manual ist am weitesten vom Prospekt weshalb es eine gewisse Echowirkung erfährt, man kann also durchaus auch mal ein concerto spielen.
Wie üblich: in den oberen Lagen fehlt das Fundament. Aber insgesamt relativ brauchbar und im Urzustand erhalten (das wird sicher mal noch wertvoll!). Das Gebläse ist erstaunlich leise.

Hier Bilder:
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