2. Laubacher Orgelwettbewerb

Hilbrands @, Sonntag, 28. September 2014, 18:46 (vor 4424 Tagen)

An diesem Wochenende fand der 2. Laubacher Orgelwettbewerb statt. Gewinner waren Hermann Wilhelmi aus Laubach (1.), Miriam Schulz aus Bensheim (2.) und meine Wenigkeit (3.). Juroren waren u.a. Gerd Wachowski/Frankfurt und Prof. Hans-Jürgen Kaiser/Mainz sowie Stefan Göttelmann/Heidelberg. Stockmeier hatte abgesagt, wohl zur Erleichterung aller, die vor zwei Jahren der stundenlangen Grundsatzdiskussionen mit ihm über Interpretationen leid waren. M.W. ist dies der einzige Wettbewerb für nebenberufliche Organisten. Eingeladen waren Organisten in der EKHN (man musste aber kein Mitglied der EKHN sein ;-). Schön, dass auf diese Weise auch mal die vielen Nebenberuflichen ins Blickfeld kamen (immerhin 3.300 in der EKHN).

Wir haben die Orgel hier früher schon mal diskutiert. Die vielen Achtfüße von Beck und Wagner weisen auf thüringischen Einfluss. Nach der Restaurierung und dem Umbau 2008/10 durch Förster & Nicolaus vielleicht eine der schönsten Barockorgeln in Hessen. Da nur noch neun Register von ursprünglich II/P/21 erhalten waren, wurde die Erweiterung um ein drittes Manual (1965) beibehalten, aber ganz im Stil von Beck/Wagner mit einer Fantasiedisposition auf dem Echowerk "rekonstruiert" (III/P/28, fünf weitere Register sind zum Ausbau vorbereitet, u.a. eine Trompete 8' im Pedal, siehe Disposition). Laubach ist gewiss eine Reise wert, auch die Stadtkirche ist fantastisch.
Erschöpft und erleichtert grüßt
Walter

2. Laubacher Orgelwettbewerb

hintersatz, Montag, 29. September 2014, 09:00 (vor 4423 Tagen) @ Hilbrands

Wir haben die Orgel hier früher schon mal diskutiert.

Die deutlich höhere Grundstimmung von 466Hz dürfte den "Gästen" allerdings so manche Schwierigkeiten bereitet haben..:-)

2. Laubacher Orgelwettbewerb

jrbecker @, Montag, 29. September 2014, 09:39 (vor 4423 Tagen) @ hintersatz

Wir haben die Orgel hier früher schon mal diskutiert.

Die deutlich höhere Grundstimmung von 466Hz dürfte den "Gästen" allerdings so manche Schwierigkeiten bereitet haben..:-)

Nein, das denke ich nicht wirklich. Denn unter den Spielhilfen befindet sich eine Transponiervorrichtung für das ganze Instrument. Du kannst die ganze Orgel einen Halbton tiefer spielen.

Ich weiß nicht, wie es beim Wettbewerb gehandhabt wurde, aber ich vermute einmal, dass es keine Vorgabe gab, in welcher Stimmung zu spielen war...?!?

LG
Jörg

2. Laubacher Orgelwettbewerb

jrbecker @, Montag, 29. September 2014, 09:59 (vor 4423 Tagen) @ Hilbrands

An diesem Wochenende fand der 2. Laubacher Orgelwettbewerb statt.

Warum habe ich eigentlich die Ausschreibung dazu verpasst?!? ... Nächstes Mal muss ich wohl besser aufpassen...

Gewinner waren Hermann Wilhelmi aus Laubach (1.), Miriam Schulz aus Bensheim (2.) und meine Wenigkeit (3.).

Herzlichen Glückwunsch allen dreien!

Wir haben die Orgel hier früher schon mal diskutiert. Die vielen Achtfüße von Beck und Wagner weisen auf thüringischen Einfluss. Nach der Restaurierung und dem Umbau 2008/10 durch Förster & Nicolaus vielleicht eine der schönsten Barockorgeln in Hessen. Da nur noch neun Register von ursprünglich II/P/21 erhalten waren, ...

Hier haben wir es mal wieder mit dem Sprachgebrauch: Kann man bei 9 erhaltenen historischen Registern von 33 (im endgültigen Ausbauzustand) noch einer "Barockorgel" sprechen? Für mich ist der Anteil F&N hier ja überwiegend, von daher sehe ich sie als eine Orgel im barocken Stil unter Einbindung historischen Materials. Es wurde ja auch in den drei ursprünglich historisch vorhandenen Werken (HW, OW, Ped) jeweils schon etwas ergänzt, die originale Heinemann-Disposition ist am Spieltisch meiner Erinnerung nach nicht kenntlich gemacht...

Hier einmal der Vergleich die Vertragsdispo nach Ars Organi

Heinemann1747

Haupt-Manual
Quinta thoena 16'
Principal 8'
Gedackt 8'
Fleut: Travers 8'
Viola di Gamba 8'
Octav 4'
Rohr-Fleute 4'
Sesquialter II
Mixtur V
Trompette 8'

Unter-Manual
Musicalisch Gedackt 8'
Quinta Thoena 8' [sic!]
Principal 4'
Fleute douce 4'
Octav 2'
Cymbal III

Pedal
Principal-Baß 16'
Sub-Baß 16'
Violon-Baß 16'
Octav-Baß 8'
Posaunen Baß 16'

wurde die Erweiterung um ein drittes Manual (1965) beibehalten, aber ganz im Stil von Beck/Wagner mit einer Fantasiedisposition auf dem Echowerk "rekonstruiert" (III/P/28, fünf weitere Register sind zum Ausbau vorbereitet, u.a. eine Trompete 8' im Pedal, siehe Disposition).

Die Trompete im Pedal wäre schon seeehr hilfreich...

Laubach ist gewiss eine Reise wert, auch die Stadtkirche ist fantastisch.

Das auf jeden Fall: Stadt, Schloss(park), Kirche und Orgel sind absolut sehenswert!

Erschöpft und erleichtert grüßt
Walter


Ebenfalls grüßt
Jörg


P.S.: Was habt ihr denn eigentlich vorgetragen?

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Hilbrands @, Montag, 29. September 2014, 10:29 (vor 4423 Tagen) @ jrbecker

P.S.: Was habt ihr denn eigentlich vorgetragen?

Alle nötigen Infos im Flyer.
In der ersten Runde: "Wer nur den lieben Gott" (Orgelbüchlein) + freies Stück und Choral eigener Wahl.
In der zweiten Runde: Buxtehude C-dur BuXWV 137 + freies Stück + einer von drei vorgegebenen Chorälen.
Gruß, Walter

2. Laubacher Orgelwettbewerb

jrbecker @, Montag, 29. September 2014, 13:12 (vor 4423 Tagen) @ Hilbrands

P.S.: Was habt ihr denn eigentlich vorgetragen?


Alle nötigen Infos im Flyer.
In der ersten Runde: "Wer nur den lieben Gott" (Orgelbüchlein) + freies Stück und Choral eigener Wahl.
In der zweiten Runde: Buxtehude C-dur BuXWV 137 + freies Stück + einer von drei vorgegebenen Chorälen.
Gruß, Walter

Um die rot markierten Sachen wäre es mir gegangen, den Flyer hatte ich nach Ablauf der Anmeldefrist schon einmal gefunden...

Trotzdem Danke nochmal für den Link!

LG
Jörg

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Hilbrands @, Montag, 29. September 2014, 19:07 (vor 4423 Tagen) @ jrbecker

Um die rot markierten Sachen wäre es mir gegangen, den Flyer hatte ich nach Ablauf der Anmeldefrist schon einmal gefunden...

Da gab es absolut keine Vorgaben. Ich hatte keinen Nerv, mich bei den Mitbewerbern reinzusetzen, sodass ich gar nicht im Einzelnen sagen kann, wer was gespielt hat. Ich selbst habe in der ersten Runde von Bruhns das "kleine" Präludium e-moll und in der 2. Runde Bachs P&F c-Moll BWV 549 gespielt. Jemand anderes Bachs "Feuerwehr-C-Dur" BWV 531, Mendelssohns Vater-unser-Sonate, eine Rheinberger-Sonate oder auch aus Boellmanns Suite Gothique. Also ein ganz breites Spektrum.
Beste Grüße,
Walter

2. Laubacher Orgelwettbewerb

jrbecker @, Dienstag, 30. September 2014, 09:49 (vor 4422 Tagen) @ Hilbrands

Um die rot markierten Sachen wäre es mir gegangen, den Flyer hatte ich nach Ablauf der Anmeldefrist schon einmal gefunden...


Da gab es absolut keine Vorgaben. Ich hatte keinen Nerv, mich bei den Mitbewerbern reinzusetzen, sodass ich gar nicht im Einzelnen sagen kann, wer was gespielt hat. Ich selbst habe in der ersten Runde von Bruhns das "kleine" Präludium e-moll und in der 2. Runde Bachs P&F c-Moll BWV 549 gespielt. Jemand anderes Bachs "Feuerwehr-C-Dur" BWV 531, Mendelssohns Vater-unser-Sonate, eine Rheinberger-Sonate oder auch aus Boellmanns Suite Gothique. Also ein ganz breites Spektrum.
Beste Grüße,
Walter

Vielen Dank, genau das wollte ich einmal wissen. (Fast) alles Stücke, die ich auch schon gespielt habe, und alles Stücke, die für den eingeladenen Ausbildungsstand "machbar" sind ... :-)

Ich frage so genau danach, weil ich auch in diesem Bereich mal eine interessante Erfahrung gemacht habe: Ich habe - vor etwa 25 Jahren, nachdem ich meine C-Prüfung schon hatte und keinen festen Orgelunterricht mehr wahrnahm - mal an "Jugend musiziert" teilgenommen, der Regionalwettbewerb wurde damals in Kassel in der Adventskirche ausgetragen. Wir waren glaube ich zu viert oder fünft, ich war der Älteste, für mich war es vom Alter her die letzte "Chance" dort teilzunehmen, die übrigen Teilnehmer waren teilweise deutlich jünger. Alle anderen hatten auch ihren Orgellehrer dabei, ich - der ja keinen mehr hatte - hatte mich vorbereitet, indem ich noch einmal drei, vier Einzelstunden bei der damaligen Kantorin der Elisabethkirche in Marburg genommen hatte. Auswendig weiß ich nicht mehr komplett, was ich gespielt habe, aber BuxWV 137 war dabei, Kauffmanns "Es spricht der Unweisen Mund wohl" und - das werde ich nie vergessen - Sweelincks "Mein junges Leben hat ein End" ... ein manualiter-Stück! Ich weiß auch nicht mehr im Einzelnen, was die anderen gespielt haben, aber eines weiß ich gewiss: ALLE anderen spielten die Litanies.

Nach der Wertung wurde neben der Platzierung eine Einstufung in "Leistungsstufe" (à la Schulnoten) von der Jury bekanntgegeben und siehe da: Alle Teilnehmer landeten in der Leistungsstufe "2", was dafür sorgte, dass die Orgellehrer der anderen wütende Proteste in Richtung Jury schleuderten und ich beim anschließenden gemeinsamen Imbiß relativ alleine dastand... Die Jury - so der Vorwurf - habe wohl bei der Einstufung nicht die Schwierigkeit der vorgetragenen Stücke berücksichtigt. Dass ein Teilnehmer mit einem "Pipifax-"manualiter-Renaissance-Liedchen dieselbe Leistungsstufe erreichen konnte, wie die übrigen Absolventen, die ja schließlich mit den Litanies eines der bedeutendsten Meisterwerke schlechthin vorgetragen hätten, konnte keiner Nachvollziehen...

Wer weiß, vielleicht ist ja einer der damaligen Mitwettbewerber heute hier unter den Foristen?!?

LG
Jörg

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Evacuant, Dienstag, 30. September 2014, 10:56 (vor 4422 Tagen) @ jrbecker

Dass ein Teilnehmer mit einem "Pipifax-"manualiter-Renaissance-Liedchen dieselbe Leistungsstufe erreichen konnte, wie die übrigen Absolventen, die ja schließlich mit den Litanies eines der bedeutendsten Meisterwerke schlechthin vorgetragen hätten, konnte keiner Nachvollziehen...

Die Sweelinck-Variationen technisch sauber und musikalisch überzeugend hinzubekommen, ist allerdings überhaupt nicht "Pipifax".

Die Litanies sind auf weite Strecken technisch gesehen "Pipifax", bis auf die eine berühmte sauschwere Stelle (und vielleicht noch die Quinten irgendwo auf der zweiten Seite). Schwierig ist es allerdings, Tempi, Rhythmus und Artikulation so hinzubekommen, dass sie zum Raum und zur Orgel passen und das Stück mit der richtigen Energie rüberbringen. Ich habe schon zu viele Litanies gehört, die irgendwie runtergewurschtelt wurden und wo die "berühmte Stelle" dann krachend in den Sand gesetzt wurde. Da hätte ich als Juror auch keinen Bock drauf und würde einen fein gespielten Sweelinck hundertmal vorziehen.

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Friedrich @, Dienstag, 30. September 2014, 12:07 (vor 4422 Tagen) @ Evacuant

… und würde einen fein gespielten Sweelinck hundertmal vorziehen.

… der nach letzten Erkenntnissen wahrscheinlich ein Praetorius (Johann) ist.

Aber ja, das »junge Leben« ist ein großartiges Stück, das man erst einmal großartig spielen können muss. Als ich im JuMu-Alter war, hätte ich ehrlich gesagt eher dazu geneigt, es musikalisch zu unterschätzen (»Gedudel!«), und wäre wohl eher auf die Litanies eingestiegen (»Krach. Geil!«).

Viele Grüße
Friedrich

2. Laubacher Orgelwettbewerb

nokuhn, Dienstag, 30. September 2014, 22:00 (vor 4422 Tagen) @ jrbecker

Hallo Herr Becker,

tja. Wenn vor Jahren Sweelink (und seine Epoche!) als "pipifax" dargestellt wurden, laesst dies fuer die nachfolgende Erziehung des musikalischen Nachwuchses nichts wirklich Gutes erhoffen.

Viele Gruesse

Norbert Kuhn

2. Laubacher Orgelwettbewerb

jrbecker @, Dienstag, 30. September 2014, 22:20 (vor 4422 Tagen) @ nokuhn

Hallo Herr Becker,

tja. Wenn vor Jahren Sweelink (und seine Epoche!) als "pipifax" dargestellt wurden, laesst dies fuer die nachfolgende Erziehung des musikalischen Nachwuchses nichts wirklich Gutes erhoffen.

Viele Gruesse

Norbert Kuhn

Hallo Herr Kuhn

... halt im Vergleich zu den Litanies wurde es so dargestellt. Und ich denke, dass es eben deshalb so dargestellt wurde, weil es eben manualiter auszuführen ist und damit subjektiv eben schonmal leichter sein muss als ein pedaliter auszuführendes Stück und weil es dadurch eben auch keiner Orgelausbildung bedarf, dieses Stück zu spielen. Ich überspitze mal: Das Stück hätte jeder Pianist auch im Klavierfach spielen können... Schon allein deshalb meinte die Konkurrenz wohl, eine Gleichsetzung auf dieselbe Stufe sei unangebracht gewesen...

Beste Grüße
Jörg R. Becker

2. Laubacher Orgelwettbewerb

hardy @, Montag, 29. September 2014, 21:43 (vor 4423 Tagen) @ Hilbrands

Auch von mir herzlichen Glückwunsch!
Hardy

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Dorforganist, Montag, 29. September 2014, 11:19 (vor 4423 Tagen) @ jrbecker

Warum habe ich eigentlich die Ausschreibung dazu verpasst?!? ... Nächstes Mal muss ich wohl besser aufpassen...

Also Jörg, das hätte Dir ja wirklich nicht passieren dürfen:

"Der Laubacher Orgelwettbewerb hat eine langjährige Tradition. Erstmalig wurde er im „Jahr der Kirchenmusik“ 2012 für nebenberufliche Organisten und Organistinnen
ausgeschrieben und wird seither zweijährig durchgeführt."

Bei dieser "langjährigen Tradition" hätte Dir der Termin schon mal unterkommen müssen...

2. Laubacher Orgelwettbewerb

elsenp @, Montag, 29. September 2014, 11:33 (vor 4423 Tagen) @ Hilbrands

An diesem Wochenende fand der 2. Laubacher Orgelwettbewerb statt. Gewinner waren Hermann Wilhelmi aus Laubach (1.), Miriam Schulz aus Bensheim (2.) und meine Wenigkeit (3.).

Ich zitiere den Text aus der Einladungsbroschüre: "Eingeladen sind Musikerinnen und Musiker unserer Landeskirche, die maximal die C-Prüfung haben. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Studierende der Kirchenmusik oder mit Hauptfach Orgel sind nicht zugelassen."

In der Biografie des 1. Preisträgers, Hermann Wilhelmi aus Laubach, liest man:
"Hermann Wilhelmi (geb. 1962 in Laubach) ist Oberstudienrat für Musik und Mathematik an der Liebigschule in Gießen und Dozent der Chorleiterschule Marburg des hessischen Sängerbundes. [...] Er machte eine fundierte Gesangsausbildung bei Eldemira Calomfirescu vom Stadttheater Giessen, begleitete dreimal erste Bundespreisträger am Klavier, korrepetierte u.a. bei der Internationalen Opernwerkstatt in Laubach und den Festspielen in Bad Hersfeld und konzertiert regelmäßig auch solistisch an der Orgel und am Klavier."

Also ist ein Musiklehrer am Gymnasium mit 2. Staatsexamen, der solistisch an der Orgel regelmäßig konzertiert gleichzusetzen mit einem Nebenamtler, der "maximal die C-Prüfung" haben darf? Etwa ungleiche Bedingungen in meinen Augen...

Gruß
Peter

2. Laubacher Orgelwettbewerb

MAT @, Montag, 29. September 2014, 13:28 (vor 4423 Tagen) @ elsenp

Das ist in der Tat bemerkenswert.

--
Gruß
MAT

2. Laubacher Orgelwettbewerb

stein @, Montag, 29. September 2014, 14:54 (vor 4423 Tagen) @ elsenp

Er scheint ja nicht einmal einen C-Schein zu haben.
Von daher ist ja alles in Ordnung. Ich sehe da kein Problem.
Die Mathematikkenntnisse wird er sicherlich geschickt genutzt haben.
Man sollte ihn lediglich des Dopingverdachtes überprüfen.

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Karsten @, Montag, 29. September 2014, 16:41 (vor 4423 Tagen) @ stein

Er scheint ja nicht einmal einen C-Schein zu haben.
Von daher ist ja alles in Ordnung. Ich sehe da kein Problem.
Die Mathematikkenntnisse wird er sicherlich geschickt genutzt haben.
Man sollte ihn lediglich des Dopingverdachtes überprüfen.

Man müsste eigentlich in wolchen Fällen bei der Bewerbung nach den Instrumenten fragen, die im Rahmen des Lehramtsstudiums belegt hat. Stark vereinfacht gesagt, wird in einigen Bundesländern/Bistümern der Abschluss im rahemn des Lehramtsstudiums im Hauptfach Orgel mit dem B-Examen gleichgesetzt...

Gruß
Karsten

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Hilbrands @, Donnerstag, 02. Oktober 2014, 23:18 (vor 4420 Tagen) @ Karsten

Er scheint ja nicht einmal einen C-Schein zu haben.
Von daher ist ja alles in Ordnung. Ich sehe da kein Problem.


Im Nachhinein waren die Verantwortlichen tatsächlich nicht ganz zufrieden mit den Zulassungskriterien. Zukünftig sollen Menschen, die ein Tasteninstrument studiert haben, nicht zugelassen werden.
Also Jörg: Noch ein Grund mehr, sich nächstes Mal anzumelden!
Gruß,
Walter

2. Laubacher Orgelwettbewerb

quintade, Donnerstag, 17. Januar 2019, 18:15 (vor 2852 Tagen) @ stein

Die Mathematikkenntnisse wird er sicherlich geschickt genutzt haben.

Hmm. Wenn man erstmal alle theoretisch möglichen Registerkombinationen ausprobieren muss (ist das n! ? —keine Wiederholungen, Reihenfolge egal) und sich dann noch entscheiden..

Man sollte ihn lediglich des Dopingverdachtes überprüfen.

Sind Betablocker erlaubt? Verbreitet wohl durchaus...

2. Laubacher Orgelwettbewerb

quintade, Donnerstag, 17. Januar 2019, 18:39 (vor 2852 Tagen) @ quintade

alle theoretisch möglichen Registerkombinationen ausprobieren muss (ist das n! ? —keine Wiederholungen, Reihenfolge egal)

Nee, kann nicht sein: 2!=2, man hat aber 3 Möglichkeiten.

2. Laubacher Orgelwettbewerb

JSBach @, Donnerstag, 17. Januar 2019, 19:03 (vor 2852 Tagen) @ quintade

2^n bzw. (2^n) - 1

für jedes Register gibt es zwei Zustände (an und aus) und keine Register zählt nicht wirklich als Registrierung

damit kommt man für n = 2 auf 2^2 - 1 = 3 wie Quintade schon schrieb

2. Laubacher Orgelwettbewerb

quintade, Donnerstag, 17. Januar 2019, 19:43 (vor 2852 Tagen) @ JSBach

Danke! Kann man (unmathematisch) sagen: bei der Fakultät geht es um Möglichkeiten der Reihenfolge/Anordnung, hier dagegen um Kombinationsmöglichkeiten, die immer Multiplikation der einzelnen Möglichkeiten sind?

2. Laubacher Orgelwettbewerb

JSBach @, Donnerstag, 17. Januar 2019, 20:00 (vor 2852 Tagen) @ quintade

n! ist die Anzahl der Möglichkeiten, n Gegenstände in einer Reihe anzuordnen, genau

Bei Kombinationen wird dann im Allgemeinen multipliziert, wobei das natürlich noch beliebig kompliziert werden kann ;)

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Nachthorn, Donnerstag, 17. Januar 2019, 20:47 (vor 2852 Tagen) @ JSBach

Warum wird hier eine olle Kamelle von 2014 wieder aufgewärmt? Gibt es neue Erkenntnisse oder geht es nur um die Kalkulation der Kombinationsmöglichkeiten, was mathematisch ja auch eine olle Kamelle ist?

theoretische Anzahl Registerkombinationen, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

quintade, Donnerstag, 17. Januar 2019, 20:52 (vor 2852 Tagen) @ Nachthorn

Warum wird hier eine olle Kamelle von 2014 wieder aufgewärmt? Gibt es neue Erkenntnisse oder geht es nur um die Kalkulation der Kombinationsmöglichkeiten, was mathematisch ja auch eine olle Kamelle ist?

Sorry, war mir zumindest neu. Einfach überlesen :) (Betreff hätte ich aber wirklich anpassen können)

2. Laubacher Orgelwettbewerb

fluteceleste @, Dienstag, 30. September 2014, 15:40 (vor 4422 Tagen) @ Hilbrands

...mittlerweile ist die Seite auch aktualisiert worden: klick

2. Laubacher Orgelwettbewerb

Hilbrands @, Mittwoch, 01. Oktober 2014, 08:25 (vor 4421 Tagen) @ fluteceleste

Die Langversion ist allerdings etwas versteckt...

Stockmeier, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

quintade, Freitag, 18. Januar 2019, 00:00 (vor 2852 Tagen) @ Hilbrands
bearbeitet von quintade, Freitag, 18. Januar 2019, 00:11

Stockmeier hatte abgesagt, wohl zur Erleichterung aller, die vor zwei Jahren der stundenlangen Grundsatzdiskussionen mit ihm über Interpretationen leid waren.

Also er ist ja nun tot, darf man trotzdem fragen, was er wie haben wollte? Diskussionen über Interprationen sind ja erstmal nicht verkehrt. Ich finde es bewundernswert, wieviel er spielen konnte, hatte allerdings mal in seinen Bach reingehört und fand das schon recht langweilig und steif. Ich nehme aber an, er wollte das so, vielleicht hat er da ja Argumente?
Grüße

edit: und natürlich auch Komponist mit ziemlich moderner Tonsprache: "Sängerin hört..in Kathedrale" oder so hatte ich mehrfach gehört, erinnere mich aber nicht mehr wirklich daran

Stockmeier, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

Karsten @, Freitag, 18. Januar 2019, 00:13 (vor 2852 Tagen) @ quintade

Stockmeier hatte abgesagt, wohl zur Erleichterung aller, die vor zwei Jahren der stundenlangen Grundsatzdiskussionen mit ihm über Interpretationen leid waren.


Also er ist ja nun tot, darf man trotzdem fragen, was er wie haben wollte? Diskussionen über Interprationen sind ja erstmal nicht verkehrt.

Nein, Diskussionen über Interpretationen sind nicht verkehrt, vor allem in einer Jury.
Was ich aus dem Statement herauslese, ist, dass Stockmeier wohl mit ausgedehnten Grundsatzdiskussionen (Betonung auf Grundsatz) eine Entscheidungsfindung der Jury eher blockiert als gefördert hat. Stockmeier gehörte ja auch zu einer Generation, in der Musik und Interpretation sehr stark von bestimmten Dogmen bestimmt war. Und wenn dann bei einem Wettbewerb ein Fass wie etwa "Wie muss man Bach artikulieren?" aufgemacht wird...

Gruß
Karsten

Stockmeier, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Freitag, 18. Januar 2019, 09:27 (vor 2851 Tagen) @ Karsten

"Stockmeier gehörte ja auch zu einer Generation, in der Musik und Interpretation sehr stark von bestimmten Dogmen bestimmt war."


Nicht nur Musik und Interpretation, wie man so hört. Freundlich ausgedrückt. Aber von Toten ...

Stockmeier, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

hardy @, Freitag, 18. Januar 2019, 12:49 (vor 2851 Tagen) @ quintade

Habe die Noten davon, willst du sie haben oder sonst jemand? (Tänzerin heißt das wohl)
Gruß Hardy

Stockmeier, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

quintade, Freitag, 18. Januar 2019, 13:08 (vor 2851 Tagen) @ hardy

Habe die Noten davon, willst du sie haben oder sonst jemand? (Tänzerin heißt das wohl)

Danke! Ich fürchte allerdings, meine Fähigkeiten reichen dafür hinten und vorne nicht. Kathedrale (und Zeit) hab ich auch nicht... Da lasse ich lieber Fähigeren den Vortritt.
Grüße

Stockmeier, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

quintade, Freitag, 18. Januar 2019, 13:37 (vor 2851 Tagen) @ quintade

PS
Bei dieserart Neuer Musik würde man sich allerdings allgemein wünschen, dass das ganze (nur) elektronisch beziehbar ist. Die Raubkopiergefahr geht doch mangels allgemeinem Interesse gegen Null und man würde sich so viele Unkosten und Frust sparen (Lagerhaltung, Versand). Von Bornefeld sind übrigens tatsächlich alle Werke gedruckt erhältlich, z.T. in Überformaten und handschriftlich..

Stockmeier, war:2. Laubacher Orgelwettbewerb

Bariolage, Freitag, 18. Januar 2019, 17:09 (vor 2851 Tagen) @ quintade

...hatte allerdings mal in seinen Bach reingehört und fand das schon recht langweilig und steif. Ich nehme aber an, er wollte das so, vielleicht hat er da ja Argumente?

Also, als Stockmeier-Enkelschüler muss ich dazu einmal ganz klar sagen: das war nie 'recht langweilig', sondern stinklangweilig. Ich war regelrecht erschrocken, als ich die Bachaufnahmen vor zwölf Jahren noch einmal angehört habe. Schade, weil technisch hatte er keine Probleme.
Wie schrieb Adorno: Wer Bach entromantisiert, der entmusikalisiert ihn.

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