Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Hallo Freunde,
ich weiß, man soll hier nicht dauernd nach Dispos fragen - aber es handelt sich um einen "Notfall"- ich soll da bei ner Hochzeit einspringen, und bin bisher im Netz nicht fündig geworden außer nem Bild, die Orgeldatenbank Bayern schweigt sich auch aus, ausser der Info, dass die Kiste von Schuster ist. Der Prospekt sieht irgendwie nach Prinzipal 4' Basis aus (wenn das nicht ein Rückpositiv ist, was ich hoffe, denn dann wär ja noch mehr dahinter..)
Also, wer zumindest Manual- und Registerzahl für mich hat, das würde schon helfen. Dispo wäre natürlich top,falls sich jemand erbarmt!Biete auch andere Dispo im Tausch ;o))
Mit kollegialem Gruß
Stefan
![[image]](images/uploaded/20140908185701540dfbfda6b26.jpg)
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
nach dem Foto in Wiki zu urteilen, wird sich wohl hinter dem Brüstungspositiv keine Kathedralorgel verstecken, allenfalls ein 16'-Subbass. Werk nach meiner Liste wie Orgeldatenbank: Schuster 1962. Manuale: ??
LG
Thomas
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Hallo Freunde,
ich weiß, man soll hier nicht dauernd nach Dispos fragen - aber es handelt sich um einen "Notfall"- ich soll da bei ner Hochzeit einspringen, und bin bisher im Netz nicht fündig geworden außer nem Bild, die Orgeldatenbank Bayern schweigt sich auch aus, ausser der Info, dass die Kiste von Schuster ist. Der Prospekt sieht irgendwie nach Prinzipal 4' Basis aus (wenn das nicht ein Rückpositiv ist, was ich hoffe, denn dann wär ja noch mehr dahinter..)
Also, wer zumindest Manual- und Registerzahl für mich hat, das würde schon helfen. Dispo wäre natürlich top,falls sich jemand erbarmt!Biete auch andere Dispo im Tausch ;o))
Mit kollegialem Gruß
Stefan
...wäre nicht die hübsche barock anmutende Deckenmalerei, würde man das Ding eher in einer Friedhofskapelle dritter Klasse verorten....
skeptische Grüße,
Wolfgang....
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
nach dem Foto in Wiki zu urteilen, wird sich wohl hinter dem Brüstungspositiv keine Kathedralorgel verstecken, allenfalls ein 16'-Subbass. Werk nach meiner Liste wie Orgeldatenbank: Schuster 1962. Manuale: ??
LG
Thomas
Weisels Datenbank nennt Schuster, 1961, I/7 ...
LG
Jörg
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Hallo Freunde,
ich weiß, man soll hier nicht dauernd nach Dispos fragen - aber es handelt sich um einen "Notfall"-
Wieso sollte man das hier nicht sollen-dürfen...?
Ist doch hier die ideale Plattform, um Orgelweisheiten zu erfahren :-)
Und hier findet sich meistens jemand, der mit nützlichen Informationen weiterhelfen kann: das ist doch das Schöne an diesem Forum!
Gruss TH
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Hallo Freunde,
ich weiß, man soll hier nicht dauernd nach Dispos fragen - aber es handelt sich um einen "Notfall"-
Wieso sollte man das hier nicht sollen-dürfen...?
...
... das habe ich mich allerdings auch gefragt...
LG
Jörg
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Das war ein höfliches Zeichen der Bescheidenheit.
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
...wäre nicht die hübsche barock anmutende Deckenmalerei, würde man das Ding eher in einer Friedhofskapelle dritter Klasse verorten....
*lach* was kennst Du denn für Friedhofskapellen? Hier spielt allenfalls noch der tragbare CD-Player!
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
... oder DJ Gruftie...
Ok - sorry: böse!
;-) TH
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
*lach* was kennst Du denn für Friedhofskapellen? Hier spielt allenfalls noch der tragbare CD-Player!
Dann mal herzliches Beileid. In HH steht in mancher Kapelle manch nettes Instrument.
So Tonndorf: Beckerath, 5 Reg., geteilte Laden + Pedal Subbaß 16.
Da gibt es manchmal auch Konzerte........
Gruß
Andreas
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
die Vorgängerorgel war von Max Maerz aus dem Jahre 1878, ebenfalls I/7. Es wird sich also nicht viel geändert haben.
Thomas
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
die Vorgängerorgel war von Max Maerz aus dem Jahre 1878, ebenfalls I/7. Es wird sich also nicht viel geändert haben.
Thomas
Oh - das glaube ich allerdings doch! Die Maerz-Orgel dürfte einen romantischen Sound und bestimmt einen Principal 8' gehabt haben - beides würde ich bei einer Schuster-Orgel aus den 1960ern mal lieber nicht erwarten...
Jörg
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Danke, ich nehme an das ist aus der ODB bayern ( die mir auch vorliegt)? also ich wette dass da von Maerz nicht viel übrig ist...viele grüsse an thomas- ich hab vor jahren mal eine taufe in pasing gespielt und da hingen die meisten grossen Pfeifen schon übelst da...Schuster XXL sozusagen, was jetzt wieder die Verbindung mit Bayrischzell ergibt(Schuster mini) :-)
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Ich meinte auch nur die Anzahl der Register, nicht den Klang -sorry.
Ob Maerz da einen 8' Principal untergebracht hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
LG Thomas
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Das gilt auch für Düsseldorf: meine Datensammlung listet 10 Friedhofskapellen mit Orgeln, davon sind 6 2-manualig. Es gibt auch Friedhofskapellen ohne Instrumente oder mit Elektronium.
Hier in Wassenberg steht in der Kapelle des Waldfriedhofs Bergstraße ebenfalls
ein Elektronium, das wird aber nur bei evangelischen Beerdigungen gebraucht.
Katholische Beerdigungen kommen ganz ohne musikalische Begleitung aus, weswegen
die Kapellen auf den durchweg katholischen Friedhöfen in den Stadtteilen gar kein Instrument haben.
Gruß
Frank
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Eine romantische Orgel ohne mindestens eine 8' Basis? Da würd ich wohl eher nen Besen fressen. Dafür gab es dann keine 2' sondern Super I.
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Eine romantische Orgel ohne mindestens eine 8' Basis? Da würd ich wohl eher nen Besen fressen. Dafür gab es dann keine 2' sondern Super I.
....und wenn du eine Maerz von 1878 mit Super I findest, fresse ich eine Besen. Bei uns (Altbaiern) tickten die Uhren noch ein wenig anders als im Rest des deutschen Kaiserreichs. Bei 7 Registern war der Principal 8 bis ca. 1880 keine Selbstverständlichkeit, ein Blick in die Orgeldatenbank Bayern genügt um das zu bestätigen. Auch die Schleiflade war bis ca. 1880 noch üblich, selbst in den 1870ern wurden hierzulande Orgeln mit "barocker" Disposition, Schleifladen und kurzer Oktave gebaut. Super und Subkoppeln kamen erst relativ spät. Ich habe ziemlich viele mechanische Orgeln aus dieser Zeit gespielt und mir ist keine einzige Sub, oder Superkoppel begegnet. Selbst bei pneumatischen Trakturen, waren solche Koppeln (gegen die allgemeine Regel) nicht zwangsweise vorhanden.
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
danke, stein, ich hätte es nicht besser ausdrücken können!genau so ist es..
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Aber wie Du siehst:
"Bescheidenheit ist eine Zier - doch weiter kommt man ohne ihr..."
Orgelinfo gesucht- Bayrischzell St. Margareth
Sanft anfangen und nachher auf den Putz hauen!
Des Rätsels Lösung, war: Bayrischzell St. Margareth
Hier die Auflösung des Orgelrätsels, die sich mir auch erst unmittelbar vor der Trauung selbst erschloß:
Die gute Nachricht: es sind ein paar mehr Register als in der Vorgängerorgel.
Die Disposition: II/11 mit mechanischer Traktur und Schleifladen
1.Manual: Gedeckt 8', Praestant 4', Quintade 4', Waldflöte 2', Mixtur [4f.] 1 1/3'
2.Manual: Spitzflöte 8', Hohlflöte 4', Prinzipal 2', Terzian 1 3/5'[+1 1/3']
Pedal: Subbaß 16'[Holz], Oktavbaß 8'[Zink, zT gekröpft]
Wie Thomas schon richtig vermutete, steht an der Emporen-Rückwand das Pedal.
Das Instrument ist auf der 2.Empore, weshalb man da kaum Platz hat, und ist bis auf die Prospektseite rundherum von Holzplatten (immerhin lackiert!) im Schusterschen Barockstil umgeben. Das hat für den Organisten allerdings den Vorteil, daß einen die Register nicht so direkt anplärren.Quintade in 4' Lage ist natürlich wieder ein besonderes Schmankerl dieser Epoche..
Das 2.Manual ist am weitesten vom Prospekt weshalb es eine gewisse Echowirkung erfährt, man kann also durchaus auch mal ein concerto spielen.
Wie üblich: in den oberen Lagen fehlt das Fundament. Aber insgesamt relativ brauchbar und im Urzustand erhalten (das wird sicher mal noch wertvoll!). Das Gebläse ist erstaunlich leise.
Hier Bilder:
![[image]](images/uploaded/201409290702515429041bd27e7.jpg)
![[image]](images/uploaded/201409290703185429043633d36.jpg)
![[image]](images/uploaded/20140929070519542904af4fcf7.jpg)
![[image]](images/uploaded/20140929070547542904cb07304.jpg)
![[image]](images/uploaded/20140929070609542904e10a73e.jpg)
![[image]](images/uploaded/20140929071022542905de30fef.jpg)
Des Rätsels Lösung, war: Bayrischzell St. Margareth
Wie üblich: in den oberen Lagen fehlt das Fundament. Aber insgesamt relativ brauchbar und im Urzustand erhalten (das wird sicher mal noch wertvoll!).
Zumindest wenn es den historischen Heizstrahler überlebt.