Stefan Madrzak in St. Andreas, Düsseldorf-Altstadt

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Montag, 08. September 2014, 13:13 (vor 4438 Tagen)

Hallo Forum,

mit Stefan Madrzak scheint uns ein Spezialist für Kirmesmusik unter besonderer Berücksichtigung des Soester Kirmesliedes heranzuwachsen. Jedenfalls bot er auch bei seinem zweiten Auftritt in der Sonntagsorgel von St. Andreas (07.09.2014) wieder Musik dieses Art und verkaufte seine CD’s - im Programmzettel hatte er mit Sternchen vermerken lassen, welches der gespielten Werke auf welcher CD zu finden sei.

Nun ist Kirmes in Düsseldorf längst vorbei und selbst in der Schützen-seeligen Nachbarstadt Neuss befindet man sich in der Jahreszeit nach dem Schützenfest. Mußte der Kirmes-Gag also wirklich wiederholt werden? Material gibt es leider genug.

Den Auftakt machte eine Fanfare von Lemmens. Dann folgten Willschers Beethoven und Mozarts Changes. Im Alla Turka gab es als Mittelteil das Soester Kirmeslied.

Unbekannt und hörenswert war eine Miniatur von Fritz Spindler (1817-1905) “Schmetterling” op. 66. Am Ende Gigouts Grand Choeur Dialogué incl. Soester Kirmeslied.

Das war alles sauber gemacht - kein Zweifel. Und unterhaltsam sind Lemmens, Willscher, Gárdonyi usw. ja immer. Aber reicht das? Nun, vielleicht wollen die Veranstalter der Sonntagsorgel auch nicht mehr. Da gab es allerdings Zeiten, in denen z.B. ein großes Symphonisches Stück oder ein 94. Psalm geboten wurden. Deshalb kamen nicht weniger Hörer. Freilich gab es seinerzeit auch Programmankündigungen mit Werken. Heute muß man sich auf eine Programmlotterie einlassen und nicht selten mit Unterhaltungsniveau vorlieb nehmen. Ob das die Zukunft der Sonntagsorgel ist? Nach meiner Überzeugung will Publikum gefordert werden.

Gruß Clemens Schäfer

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Piano heißt nicht schwach sondern leise, Forte nicht laut sondern kräftig (Artur Rubinstein)

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