Unbekannter Orgelbauer

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Montag, 01. September 2014, 12:53 (vor 4446 Tagen) @ kjz1

Ich habe soeben eine Rückmeldung von der Firma Späth erhalten. Der Spieltisch sei eigentlich kein typischer Späth Spieltisch. Desweiteren ist in der Späth Opusliste das Baujahr einer Orgel für die Gemeinde Großrosseln mit 1932 angegeben und da wurden sicher noch keine solchen Kupferpfeifen im Prospekt verwendet.
Eine andere Quelle besagt, dass die Orgel erst "anfang der 60er Jahre erstanden werden konnte". Die Aussage lässt die Vermutung zu, dass das Instrument hier vielleicht gebraucht erworben wurde.

Jedenfalls ist bis auf eine einzige Kirche bei allen anderen Gotteshäusern der Gemeinde Großrosseln gesichert, dass nirgends Späth stand. Diese Kirche im Nachbardorf wurde zufällig im Jahre 1960 selben Zeit wegen Baufälligkeit geschlossen. Wenn dort tatsächlich der Späth Opus 417 stand, könnte es dennoch sein, dass die damals noch junge Orgel (28 Jahre) nicht aufgegeben wurde und vielleicht im Nachbardorf St. Nikolaus eine neue Bestimmung fand. Bei der Umsetzung könnte auch die aktuelle Disposition und der Prospekt entstanden sein.

Dies wäre jetzt eine weitere Theorie. Jedenfalls ist klar, dass die hier vorliegende Orgel weder in Disposition, noch in optischer Gestaltung im Zustand einer Späth-Orgel aus dem Jahre 1932 ist. Entweder wurde sie bei einer späteren Umsetzung in diese Kirche so umgebaut, oder es handelt sich um einen Neubau um 1960 durch eine andere Orgelbaufirma.


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