Metzlerin verhängt

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Mittwoch, 27. August 2014, 13:53 (vor 4449 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Laut Kirchenführer ist es genau so!: Gemeindemitglieder haben in gemeinschaftsstiftender Arbeit diesen Vorhang erstellt. Und genau darin liegt das Problem: Nun kann man es nicht erst wieder abhängen, wenn die letzte Person dieses Gemeinschaftsprojektes verstorben ist. Nein, ich fürchte, daß man warten muß, bis das letzte Enkelkind der Erbauer verschieden ist. Damit man nun ja niemanden kränkt. Mit solchen Projekten, die immer extrem zeitgeistig sind, darf man sich strukturell nicht derart langfristig binden.
Wobei ich nicht erkennen kann, warum sich eine kleine Werktagsgemeinde hinter so einem Monstrum verstecken muß. Die können sich doch genausogut ohne dieses Ding um den Werktagsikeatisch scharen. Allerdings hat man dann in der "liturgischen Achse" gleich drei Altäre: Hochaltar, Werktagsikealtar und Sonntagsikealtar.
Im Übrigen finde ich das Ganze liturgiesozialgeschichtlich durchaus interessant: Im Prinzip hat man dadurch wieder einen (wenn auch häßlichen) Lettner errichtet und die Kirchenhalle in mehrere liturgisch unterschiedlich genutzte Räume unterteilt. Man ging also im Grunde in diesem Aspekt auf vortridentinische Üblichkeiten zurück.
Ich fände es besser, wenn man für kleine Gruppen in der Apsis ein klassisches Chorgestühl errichtet hätte. Das würde demselben Zweck dienen und sich in den Raum harmonisch einfügen.


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