Hallo,
auf unserer Orgelempore gibt es ein Beleuchtungsproblem, bei dem mir vielleicht einer der Anwesenden mit seinen Erfahrungen helfen kann.
Früher waren an die Orgel in halber Höhe zwei Scheinwerfer getackert. Das sah wirklich übel aus und wurde bei der letzten Orgelüberholung entfernt. Dadurch ist nun aber der Bereich zwischen Spieltisch (freistehend am Rückpositiv) und der Orgel schlecht beleuchtet. Da dort gelegentlich Bläser, Gesangssolisten oder auch ein kleiner Chor stehen, suche ich nach einer Lösung.
Die Idee ist nun, ein oder zwei mobile Lichtstative mit geeigneten Leuchten dran zu beschaffen, die bei Bedarf hingestellt werden und für Licht sorgen sollen. Würde das funktionieren? Oder hat schon jemand ein ähnliches Problem gehabt und eventuell eine andere Lösung gefunden?
Ich bin für alle Hinweise dankbar (auch, welches Stativ oder Leuchtmittel sinnvoll ist).
Grüße von tiratutti
Lichstativ?
orgelquaeler, Freitag, 18. Juli 2014, 12:33 (vor 4489 Tagen) @ tiratutti
Hallo Tiratutti!
Das einfachste sind Halogen-Strahler aus dem Baumarkt.Zu bewundern sidn die gelben Dinger ab und an in der Christuskirche in FR. Dort sie gut um von den Seitenemporen aus den Altarraum zu beleuchten. Die Stative sind aber nur auf ca. 2 m ausziehbar. Könnte sein, dass die Frisur der Sopranistin dann Feuer fängt.
Und die Leuchtmittel sind empfindlich.
LED-Scheinwerfer habe ich noch nicht ausprobiert, sind aber auch bezahlbar. Oder vielleicht LED-Panels auf ein Stativ, schön gleichmäßiges Licht. Die halfen zumidest bei den Interviews, unsere Helden von RdJ ins rechte Licht zu setzen ;-)
LG
OQ
Lichstativ?
elsenp
, Freitag, 18. Juli 2014, 14:04 (vor 4489 Tagen) @ orgelquaeler
Hallo Tiratutti!
Das einfachste sind Halogen-Strahler aus dem Baumarkt.Zu bewundern sidn die gelben Dinger ab und an in der Christuskirche in FR. Dort sie gut um von den Seitenemporen aus den Altarraum zu beleuchten. Die Stative sind aber nur auf ca. 2 m ausziehbar. Könnte sein, dass die Frisur der Sopranistin dann Feuer fängt.
Und die Leuchtmittel sind empfindlich.
LED-Scheinwerfer habe ich noch nicht ausprobiert, sind aber auch bezahlbar. Oder vielleicht LED-Panels auf ein Stativ, schön gleichmäßiges Licht. Die halfen zumidest bei den Interviews, unsere Helden von RdJ ins rechte Licht zu setzen ;-)LG
OQ
Von Halogenstrahlern würde ich dringend abraten! Die Dinger werden höllisch heiß und wenn man bei den wackeligen Stativen nicht aufpasst oder jemand über das Kabel stolpert, sind die Leuchtstäbe sofort kaputt.
Besser sind dafür LED-Strahler geeignet, die nur wenig Strom brauchen, kaum Wärme abgeben und fast unkaputtbar sind.
Bei Ebay kann man sowas finden (sicherlich auch bei anderen Anbietern). Aber darauf achten, dass die Lichtstärke ausreicht. Faustformel: Angebene Lumen-Angabe durch 10 geteilt entspricht in etwa der Wattzahl einer alten Glühbirne (also 600 Lumen = Lichtstärke einer 60 Watt Glübirne).
Wir haben bei uns in einer Kirche Strahler mit Leuchtstoffröhren; das ist auch OK. Allerdings ist dies eine ziemlich hochwertige Ausführung in Edelstahl, da die Leuchten im Kirchenraum sichtbar sind. Da kostet eine Lampe locker ein paar Hundert Euro.
Gruß
Peter
Lichstativ?
daggies
, Freitag, 18. Juli 2014, 15:20 (vor 4489 Tagen) @ elsenp
Ich würde dringend von Stativen abraten! Bei uns ist eins umgefallen und hat zwei Prospektpfeifen in Mitleidenschaft gezogen.
Viel besser ist es, wenn man (nach Möglichkeit) Strahler an der Decke oder an den Seitenwänden befestigt. Da ist dann nichts im Wege, es liegen keine Kabel herum, über die man stolpern kann... Einmal gut gemacht, dann hat man lange was davon. Wir haben damals die Billigvariante gewählt und das hat sich prompt gerächt!!!
LG,
daggies
Lichstativ?
perotin, Freitag, 18. Juli 2014, 15:35 (vor 4489 Tagen) @ daggies
Ich würde dringend von Stativen abraten! Bei uns ist eins umgefallen und hat zwei Prospektpfeifen in Mitleidenschaft gezogen.
Viel besser ist es, wenn man (nach Möglichkeit) Strahler an der Decke oder an den Seitenwänden befestigt. Da ist dann nichts im Wege, es liegen keine Kabel herum, über die man stolpern kann...
Es gibt sehr standsichere Stative. U.a. ist es eine Frage des Gewichts (Stahl oder Alu). Und Kabel lassen sich - wenn sie nicht zu kurz sind - so verlegen, daß die Stolpergefahr sehr gering ist (Fixierung mit geeignetem Klebeband, das u.a. auch als "Gaffa-Tape" bekannt ist). Da habe ich reichlich Erfahrung...
Grüße,
perotin
Lichstativ?
Wolfgang Gourgé
, Freitag, 18. Juli 2014, 23:47 (vor 4489 Tagen) @ daggies
Ich würde dringend von Stativen abraten! Bei uns ist eins umgefallen und hat zwei Prospektpfeifen in Mitleidenschaft gezogen.
....ja, die Gesetze der Schwerkraft gelten auch in Kirchen....(man achte auf den schwungvollen Chorgesang im Hintergrund....)
Gruß,
Wolfgang
(Stative würde ich auf keinen Fall verwenden - allerdings ist das Kapitel "Kirchen und ihre Beleuchtung" meistens ein ziemlich trauriges; ich habe schon Dutzende Kirchen erlebt, deren Bleuchtungsanlage eine Katastrophe ist. Wie gute Beleuchtungskonzepte aussehen, kann man z.B. im Osnabrücker Dom sehen - ein Quantensprung gegenüber dem Zustand vor der Restaurierung; für Orgel- und Sängeremporen gilt dasselbe: meist schauderhaft; vom Nutzen indirekter Beleuchtung für die Fläche hat meist noch keiner was gehört.)
Lichtstativ?
perotin, Samstag, 19. Juli 2014, 00:57 (vor 4489 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
bearbeitet von perotin, Samstag, 19. Juli 2014, 01:01
Was habt ihr nur alle gegen Stative? Sie sind in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, mit vertretbarem Zeit- und Kostenaufwand das Licht genau dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird.
Ich meine weniger so etwas - ein Kammerchor oder Bläserensemble ist ja keine Baugrube...
Eher so was - nennt sich Mikrofonstativ, trägt aber auch gerne einen Halogen- oder LED-Fluter.
Ich habe schon manches Chor- oder Orchesterkonzert in einer Kirche mit derartigen Hilfsmitteln unterstützt. Die vorhandenen, fest installierten Lichtanlagen sind - wie Wolfgang schon sagte - für derartige Veranstaltungen oftmals unzureichend.
Grüße,
perotin