Musik zur Erinnerung an den Ausbruch des 1. Weltkriegs

Karsten @, Freitag, 04. Juli 2014, 09:07 (vor 4501 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von Karsten, Freitag, 04. Juli 2014, 10:39


eben erreichte mich die Anfrage bezüglich einer Abendandacht am kommenden Samstag:

"Die Abendkirche am Samstag will ich zum Thema der Erinnerung an den Ausbruch des 1. Weltkriegs gestalten, also 1914 - 2014. Falls du da Ideen für die musikalische Gestaltung hast, freue ich mich!"

Ich freu mich auch ... ist etwas kurzfristig, um jetzt noch neue Stücke zu organisieren und ich bin momentan ehrlich gesagt ein wenig ideenlos...

Falls jemand Ideen hat und sie hier reinschreiben möchte, bedanke ich mich herzlich!

Die meisten zeitgenössischen Stücke mit "WW I-Bezug" sind geprägt von dem damaligen Patriotismus und Chauvinismus der jeweiligen, sich verherrlichenden Nationen. Die Stücke waren damals "Durchhalteparolen" oder Triumphgesang. Das heute zu vermitteln ist eher - gerade in Deutschland - wohl nicht Sinn der Sache. Die Stücke würden, was ihre damalige Intention angeht ihre Wirkung verfehlen, im besten Falle als Kuriosum, im schlimmsten Falle als Affront verstanden werden. Daher wäre ich mit einer Verwendung in einer solchen Andacht sehr vorsichtig. Am ehesten würde, als nachdenklicher Musikpunkt, Regers "Trauerode" passen, die ja auch schon genannt wurde. Da ließe sich das verwendete Choralzitat "Was gut tut, das ist wohlgetan" liturgisch einbauen. Ja, es müsste sogar erklärt und auf die heutige Zeit bezogen werden.

Es ist natürlich auch eine Frage der technischen Möglichkeiten und des zur Verfügung stehenden Instruments. Aber ich würde weniger konkret-historisch bezogene Literatur sogar bevorzugen. Jehan Alains "Litanies" würden heute wahrscheinlich eher passen als der "Dankpsalm" von Reger oder Auszüge die "Sonata Eroica" von Stanford...

Gruß
Karsten


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