Das Orgelbuch der Domorganisten

Dorforganist, Freitag, 04. Juli 2014, 00:35 (vor 4503 Tagen)

Es ist ja schon ein beachtliche Leistung, das neue Gotteslob überall einführen zu wollen, aber immer noch kein Orgelbuch zum Stammteil fertiggekriegt zu haben. Zu diesem nicht existenten Stammteil ist aber immerhin schon ein Orgelbuch mit Literatur drumrum auf dem Markt. Hat da schon mal jemand reingeguckt und vielleicht auch schon gespielt?

Das Freiburger Orgelbuch scheint ja eine ähnlich Zielsetzung zu haben. Gibt es markante Unterschiede zwischen den beiden Büchern? Welches würde sich eher zur Anschaffung für eine durchschnittliche Gemeinde mit durchschnittlichen Organisten lohnen?

Das Orgelbuch der Domorganisten

Solcena ⌂ @, Freitag, 04. Juli 2014, 07:24 (vor 4502 Tagen) @ Dorforganist
bearbeitet von Solcena, Freitag, 04. Juli 2014, 22:11

Das "Orgelbuch der Domorganisten" ist schon gut, bietet jede Menge abwechslungsreiche Sätze, cf. auch obligat und in den verschiedensten Stimmen, freistimmige Sätze, bis zu sechsstimmige Sätze (da habe ich einen von Planyavsky mit Doppelpedal gesehen, wo die Melodie im oberen Pedalton liegt). Viele Schlager des GL sind abgedeckt, allerdings muss der gemeine Feld-, Wald und Wiesenorganist (wie ich) üben und auch nicht jeder Hauptamtler wird alles vom Blatt spielen können - aber es sollte sich lohnen! Einzelne Begleitsätze daraus sind aber auch nicht schwieriger als z.B. die Begleitsätze im alten Orgelbuch.

Das Freiburger Orgelbuch biete dagegen jede Menge spielenswerter Literaturstücke, die auch für den Nebenamtler ohne große Verrenkungen erreichbar sind, dagegen keine Begleitsätze zu Gotteslob-Liedern. Insofern kannst du beide Publikationen wegen unterschiedlicher Zielsetzung nicht vergleichen. Nur der zweite, deutlich dünnere Band, der Halleluja-Intonationen beinhaltet, wurde jetzt überarbeitet.

Das Orgelbuch der Domorganisten

DKunert ⌂ @, Freitag, 04. Juli 2014, 08:06 (vor 4502 Tagen) @ Dorforganist

Vielleicht hilft Dir die Rezension zum "Orgelbuch der Domorganisten" auf unserer Seite weiter ...

http://www.orgel-information.de/Rezensionen/2014/20140626_orgelbuchdomorganisten.html

Bisher habe ich von vielen, die den Band erworben haben, die Rückmeldung erhalten, dass sie es sehr gut einsetzen können und der Anschaffungspreis sich gelohnt hat. Das ist ja nicht immer so ...

Das Freiburger Orgelbuch ist von der Zielsetzung, wie schon geschrieben wurde, etwas anders.

Herzliche Grüße
Daniel

Es ist ja schon ein beachtliche Leistung, das neue Gotteslob überall einführen zu wollen, aber immer noch kein Orgelbuch zum Stammteil fertiggekriegt zu haben. Zu diesem nicht existenten Stammteil ist aber immerhin schon ein Orgelbuch mit Literatur drumrum auf dem Markt. Hat da schon mal jemand reingeguckt und vielleicht auch schon gespielt?

Das Freiburger Orgelbuch scheint ja eine ähnlich Zielsetzung zu haben. Gibt es markante Unterschiede zwischen den beiden Büchern? Welches würde sich eher zur Anschaffung für eine durchschnittliche Gemeinde mit durchschnittlichen Organisten lohnen?

Das Orgelbuch der Domorganisten

zehnzweidrittel @, Freitag, 04. Juli 2014, 09:46 (vor 4502 Tagen) @ DKunert

Bisher habe ich von vielen, die den Band erworben haben, die Rückmeldung erhalten, dass sie es sehr gut einsetzen können und der Anschaffungspreis sich gelohnt hat. Das ist ja nicht immer so ...


Diese Aussage kann ich ohne Einschränkung absolut unterschreiben.


Es gibt nur wenige Vorspiele und Begleitsätze in diesem Buch, mit denen ich nichts anfangen kann. Der Großteil gefällt mir sehr gut und von manchen (z.B. GL 336) bin ich schlicht begeistert. Davon hätte ich gerne noch viel mehr. Hoffentlich kommt in naher Zukunft Band II.

Ob die Sätze, bei denen die Melodie im Alt oder Tenor versteckt ist, bzw. sogar hin und her wandert, in unseren Gemeinden funktionieren, wage ich zu bezweifeln. Bei mir haben sie eine gewisse Ratlosigkeit in Sachen Ausführung hinterlassen, die aber sicher auch an meinen C-geprägten spieltechnischen Fähigkeiten liegt.

Damit bin bei etwas Wesentlichen: Ohne Üben geht in diesem Buch für einen Nebenamtler gar nichts bis wenig. Aber es lohnt sich.
Und es erweitert den Horizont für das eigenen Improvisieren ungemein.

Viele Grüße

zehnzweidrittel

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