Marcel Ober und Big Banditz in Straelen, St. Peter und Paul

Frank Berger @, Wassenberg, Dienstag, 01. Juli 2014, 23:16 (vor 4504 Tagen)
bearbeitet von Frank Berger, Dienstag, 01. Juli 2014, 23:32

Hallo Forum,
am vergangenen Sonntag hätte ich mich dreiteilen wollen: Jubiläumskonzert 10 Jahre Ars Choralis (ein Frauenchor und Instrumentalensemble, die sich auf Musik des 13.-15. Jahrhunderts spezialisiert haben), in Köln, Groß St. Martin; Konzert des Chores der HHU (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) in der Neanderkirche Düsseldorf;
Orgelkonzert zum Abschluss des Pfarrfest in St. Peter und Paul in Straelen (das von Clemens Schäfer besprochene Konzert in St. Andreas nicht eingerechnet). Ich habe mich für das in Straelen entschieden, zum Einen, weil es ein
Konzert der besonderen Art war, zum Anderen, weil mit Marcel Ober ein guter Bekannter aus Düsseldorf am Dienstinstrument eines anderen guten Bekannten zu hören war, und weil das HHU-Konzert am 1. 8. im Haus der Universität, Schadowplatz, wiederholt wird.
Ein Konzert der besonderen Art war es in Straelen, weil neben der Orgel eine Big Band mit Namen „Big Banditz“ aus Ratingen (Leitung: Jürgen Michel) und zwei Gesangssolistinnen beteiligt waren.
Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich eigentlich nichts zur Qualität des Dargeboteten sagen kann, weil ich ein dickes Problem mit meinen Ohren habe: seit einem Knalltrauma vor etlichen Jahren sind auf dem linken Ohr die höheren Frequenzen nicht mehr vorhanden und auch auf dem rechten Ohr stark eingeschränkt. Ich habe zwar Hörgeräte,
die taugen aber vorwiegend für Sprache in ruhiger Umgebung (nützlich z. B. beim Fernsehen). Bei Orgelmusik, insbesondere bei Mixtur-Regisrtrierungen übersteuern sie , so dass ich dann doch lieber auf sie verzichte und dumpferen Orgelklang in Kauf nehme. Das hat sich in der halligen Akustik der Straelener Kirche aber leider so ausgewirkt, dass ich den BIG-Band-Klang teilweise als dumpfen Klangbrei wahrgenommen habe. Dennoch : insgesamt war es ein eindrucksvolles Konzert, das bewiesen hat, dass die Straelener Orgel durchaus als gleichberechtigtes Instrument in den Big-Band -Klang integriert werden kann. Gleichzeitig hat auch Marcel Ober bewiesen, dass er nicht nur „normal - klassische “ Orgel-Literatur beherrscht, sondern besterns mit der Big-Band kooperieren kann.
Das Konzert begann mit der „Epidemischen“ Toccata BWV565 in der Bearbeitung eines Unbekannten für Orgel und Big Band.
dann folgten :
Komponist Bearbeiter Titel Besetzung
------------- ------------- ------ -------------
Harold Arlen; J.D. Michel; Over the Rainbow; Big Band, Orgel, Gesang : Sabine Könner;;
Lennon, McCartney; J.D. Michel; Something; Big Band, Gesang : Sabine Könner;;
Jackson, Steinberg,
Jones Cropper; R. Holmes; Green Onions; Big Band, Orgel;;
Coleman / Fields; J. Warrington; Big Spender; Big Band, Gesang : Mirjam Ehritt;;
Otis Reddings; R. Holmes; Respect; Big Band, Gesang : Mirjam Ehritt;;
George Gershwin; Marcel Ober; Andante cis-moll; Orgel;
Allegro ben ritamato
e deciso es-moll; Orgel;;
Romano Schubert; R. Schubert; Basie’s Bag; Big Band, Orgel;;
Phil Collins; David Stout; Against all Odds; Big Band;;
Lennon, McCartney; Jeff Muston; I am the Walrus; Big Band, Gesang : Sabine Könner;;
Spiritual; Matthas Nagel; Sometimes I feel
like a motherless child; Big Band, Gesang : Sabine Könner;;
George Gershwin; J.D. Michel; Rhapsodie in blue; Big Band, Orgel;;

Die Kirche war zwar nicht ganz gefüllt, aber doch recht recht gut besucht (eine Zahl will ich nicht nennen).

Gruß Frank

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Hauptorgel

[image]
Neuer mobiler Spieltisch

PS: Ich weiß nicht, ob ich die Bilder der Straelener Orgel
bei früherer Gelegenheit schon gepostet habe, wenn ja, einfach ignorieren.

Edit : Sehe gerade, dass ich der Aufführungsliste Komponisten, Bearbeiter, Titel und Besetzung durch Semikolon trennen muss : wird nachgeholt

Marcel Ober und Big Banditz in Straelen, St. Peter und Paul

Tastenhalter @, Mittwoch, 02. Juli 2014, 08:41 (vor 4503 Tagen) @ Frank Berger

Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich eigentlich nichts zur Qualität des Dargeboteten sagen kann, weil ich ein dickes Problem mit meinen Ohren habe: seit einem Knalltrauma vor etlichen Jahren sind auf dem linken Ohr die höheren Frequenzen nicht mehr vorhanden und auch auf dem rechten Ohr stark eingeschränkt. Ich habe zwar Hörgeräte,
die taugen aber vorwiegend für Sprache in ruhiger Umgebung (nützlich z. B. beim Fernsehen). Bei Orgelmusik, insbesondere bei Mixtur-Regisrtrierungen übersteuern sie , so dass ich dann doch lieber auf sie verzichte und dumpferen Orgelklang in Kauf nehme.>

Hallo Frank,

das müsste aber nicht sein; es gibt mittlerweile Geräte, die die Umschaltung auf ein spezielles Musikprogramm ermöglichen, das, wenn es vernünftig eingestellt ist, Klänge weitgehend natürlich wiedergibt. Ich selbst höre seit Jahren auf diese Weise, auch als ausübender Organist. Allerdings braucht man einen fähigen Hörgeräteakustiker und eine gute Portion Geduld, um die richtige Einstellung für das Gerät zu finden. Aber es lohnt sich.

Gruß Tastenhalter

Hörgeräte, war: Marcel Ober und Big Banditz

Frank Berger @, Wassenberg, Mittwoch, 02. Juli 2014, 11:43 (vor 4503 Tagen) @ Tastenhalter

Hallo Tastenhalter,
ich weiß, das ist aber alles eine Kostenfrage.
Auch meine Geräte (gut 6 Jahre alt, damals zusammen ca. 5000 €) lassen sich programmieren, ich habe auch eine Fernbedienung ausprobiert, die von Sprache auf Musikprogramm umschaltet. Der Effekt war aber m.E. nicht so groß, dass sich die zusätzliche Ausgabe gelohnt hätte. Laut Anbieter steht mir jetzt auch wieder ein Krankenkassenbeitrag für neue Geräte zu.
Da muss ich aber erstmal sehen, wieviel die Dinger heute kosten. Der nächste Termin beim Hörgeräteakustiker steht eh vor der Tür ....

Gruß
Frank

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