Ulm Pauluskirche Disposition

Florgel @, Freitag, 27. Juni 2014, 20:19 (vor 4513 Tagen) @ Karsten


Orgel der Pauluskirche Ulm IV / 79

Link 1910/11, 1970 / Mühleisen 1996 / Gaida 2013 / 2014

1910 Erbaut von Gebr. Link aus Giengen a.d. Brenz als op. 535, pneumatische Kegelladen.

1911 Erweiterung um drei Register, Tremolo und einen zweiten Schwellkasten im III. Manual

1970 Umbau durch Link: Austausch von zwölf Registern, neuer Prospekt, neuer Spieltisch,
Umstellung auf elektropneumatische Traktur.

1996 Überholung und Rekonstruktion von acht der ausgebauten Register durch die Werkstätte
für Orgelbau Mühleisen, Leonberg.

2013/14 Renovierung durch Orgelbau Thomas Gaida, Wemmetsweiler. Neuer Spieltisch,
Erweiterung auf IV/79.


Hallo!

Ich will jetzt kein Spiel- oder besser Spaß-Verderber sein, aber...
Bei dem Instrument handelt es sich um eine ziemlich bedeutende und seltene Orgel der deutschen Romantik. In der letzten Zeit ging die Tendenz bei solchen Instrumenten zum Glück Richtung möglichst genauer Restaurierung und Rekonstruktion des Originalzustandes. Da überraschen solche massiven "unhistorischen" Zubauten und Ergänzungen dann doch.

Gruß
Karsten

Der Gedanke ist durchaus verständlich, die Frage ist aber auch, wie sinnvoll sowas wäre. Mit den Arbeiten von 1970 und 1996 ist ja ne sehr große Menge an neuem Material reingekommen und vom ursprünglichen Gehäuse ist ja nicht mehr recht was übrig- ganz zu Schweigen von der Intonation. Dazu hat man ja in der Nachbarschaft zwei Orgeln die ja "mustergültig" restauriert wurden, so in St. Georg wo die Traktur eine -historisch offensichtlich mustergültigst vertretbare- Mechanopneumatik verbaut hat und in der Martin-Luther-Kirche die Walcker.
Ich denke, dass man sich auch angesichts dieser Nachbarschaft durchaus bewusst für diesen Weg entschieden hat.
Der beste Weg zu urteilen ist der, hinzufahren, zu hören und zu spielen.

Grüße,
Florian


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