VOD/BDO-Tagung 2014 in Köln (I)
....Bach, Bus, Bornefeld - so lautete das diesjährige Motto der gemeinsamen Tagung von VOD und BDO in Köln, Untertitel: "Technische Herausforderung und musikalische Anforderung im neuzeitlichen Orgelbau".
Zu einer technischen Herausforderung wurde indes als erstes die Fahrt nach Köln......
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morgens um 7:00 in Hamburg-Harburg.....
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...irgendwo zwischen Hamburg und Bremen.....
Denn kaum saßen wir im Hamburg-Köln-Express, kam schon die Durchsage: wegen des Unwetters am Vortag sei noch unklar, wie weit der Zug käme.
Die Hoffnung stirbt zuletzt - in diesem Fall starb sie in....
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...Diepholz, wo der Zug stehenblieb. Nach einer Weile dann die Durchsage: man habe eine gute und eine schlechte Nachricht - die gute, es ginge in Kürze weiter, die schlechte: nur bis Osnabrück, ab dort stünde alles still. Wer wolle, könne mit dem HKX umsonst nach Hamburg zurückfahren. Klasse Idee, nur wäre es vielleicht noch besser gewesen, einen Bus zu organisieren....
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....gestrandet in Osnabrück....
Schwacher Trost: dort kam die Nachricht von "uns" Andreas - er saß mit einem weiteren Hamburger Kollegen in Hamm fest.....
Immerhin, in Osnabrück sollte lt. Fahrplan an der Fernbus-Haltestelle ein ADAC-Postbus fahren: in drei Stunden. Also Hin- und Herwetzen (bei inzwischen sommerlicher Hitze), Tickets organisieren (noch acht freie Plätze....), in den klimatisierten McDonalds flüchten, abwarten, bis schließlich gegen 13:00 Uhr endlich der Bus eintraf.....
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...in Wuppertal...
Nach fast fünf Stunden nervtötender Zuckelei durch NRW: Endstation in einer Nebenstraße in Köln-Deutz (eine Zumutung, die Fahrgäste mitten in der Pampa stehenzulassen), ein gefühlt halbstündiger Fußmarsch zur nächsten Bahn-Haltestelle, Verlaufen, Durchfragen....gegen 18.00 Uhr: endlich Eintreffen im Tagungssaal im Karl-Rahner-Haus neben der Kunstation St. Peter....
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...gerade noch zur Diskussion um die Zukunft der Orgel. Verpaßt hatten wir bis dahin neben der Eröffnung und den Grußworten die Erläuterungen zur Kunstation St. Peter, die Vorstellung der Orgel mit dem Stockhausen-Werk "Tierkreiszeichen" durch Dominik Susteck sowie das Referat von Philipp Klais, das der Diskussion voranging. Ärgerlich - doch nicht zu ändern: andere Tagungsteilnehmer ereilte ein ähnliches Schicksal (einer kam mit der Bahn von Göttingen bis Hannover, fuhr dann nach Göttingen zurück und setzte sich ins Auto....)....
Nun gut. Die Diskussion mit Philipp Klais, Eckhard Manz (Organist der Kasseler Martinskirche) und Martin Kares nahm durchaus etwas Fahrt auf, als sie auf die Krise der Kirchen bzw. den Aufmerksamkeitsverlust der Orgelmusik in der Öffentlichkeit und Strategien zum "Gegensteuern" kam. So sprach Martin Kares u.a. Milieustudien an, die in der Badischen Landeskirche durchgeführt worden seien. Allerdings: muß sich die Kirche nach "Milieus" richten, wenn es um Kernaussagen und Musik geht? Da habe ich massive Zweifel und sprach das auch aus.....naturgemäß enden solche Diskussionen nicht mit einem eindeutigen Ergebnis, das müssen sie auch nicht.
Nach der Diskussion blieb Zeit zum Einchecken im Hotel und für einen Imbiss in der Kölner "Altstadt" (bzw. das, was der Krieg davon noch übrigließ....)....
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....im Brauhaus Sion, wohin uns (eine Gruppe von fünf Leutchen) Norbert Hoppermann (der mit Andreas kurz nach uns eingetroffen war) als einziger Ortskundiger führte....
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..."halber Hahn" oder so ähnlich - "uns" Andreas, Norbert Hoppermann...
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...Gulaschsuppe (naturgemäß weniger fotogen) - Peer Schlechta....
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...Tartar - Ulrike Michel, ich.....
Um 21:00 Uhr dann der Höhepunkt des Tages: ein Abendkonzert im Dom, nur für die Tagungsteilnehmer, gespielt von Johannes Geffert.
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...das 4711-Haus am Dom - so typisch wie häßlich, es grüßt der Nierentisch.....
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...Warten auf Einlaß....
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...Johannes Geffert erklärt das Programm....
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Gefferts Programm kann ich leider nur sehr unvollständig wiedergeben: insgesamt vier Werke, davon ein oder zwei englische, zum Schluß der erste Satz aus Widors sechster Sinfonie.
Hatte ich Johannes Geffert bis dahin nur in Beuel als eher zurückhaltenden Spieler erlebt, so lief er hier zu beeindruckender Form auf: virtuos, spielfreudig, und - wie er schon zu Beginn sagte - mit der Absicht, der Gruppe den großen Kathedralklang vorzuführen. Das gelang ihm trotz der infolge der Sommerhitze nicht ganz astreinen Zungen vorzüglich - Lang- wie Querhausorgel gingen völlig homogen ineinander über, ich mußte mehrmals genau hinhören, um festzustellen, welche der beiden "dran war", und die Orgelanlage beherrscht den riesigen Raum. Sowas wie Listzs B-A-C-H wäre noch was gewesen....aber der vollgriffige Widor paßte schon perfekt. Orgelvorführliteratur!
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Nach einer guten Dreiviertelstunde hatte uns das inzwischen nächtliche Köln wieder - und der Abend klang, wiederum im "Sion", bei einigen weiteren Gläsern Kölsch aus.....
to be continued.....