"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

perotin, Samstag, 21. Juni 2014, 01:17 (vor 4515 Tagen)

Sicher kennen viele dieses Lied mit der Melodie von Joseph V. von Wöss. Mir ist es aus dem "Speyerer Anhang" des alten GL lange vertraut, und es fand sich sicher auch in mehreren anderen Regionalteilen (z.B. Anhang Freiburg/Rottenburg Nr. 832).

Nun steht es im neuen GL unter Nr. 382, und ich bin prompt über die Wiederholungszeichen "gestolpert", die es in der mir bekannten Fassung nicht gibt - und die ich musikalisch auch nicht sehr sinnvoll finde. Um nicht zu sagen reichlich überflüssig...

Wenn ich dieses PDF richtig deute (letzte Seite!), ist die Wiederholung der letzten beiden Choralzeilen keine "neue Erfindung", sondern es wurde für das Neue GL die Fassung aus dem Kölner Anhang verwendet.

Meinungen dazu? Kennt evtl. jemand die Originalfassung?

"Zu kurz" ist das Lied ohne die Wdh. eigentlich nicht. Bei angemessen getragenem Tempo (Halbe unter 60) sind pro Strophe rund 40 s zu veranschlagen.

Danke und viele Grüße,

perotin

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Tastenhalter @, Samstag, 21. Juni 2014, 10:05 (vor 4515 Tagen) @ perotin

Sicher kennen viele dieses Lied mit der Melodie von Joseph V. von Wöss. Mir ist es aus dem "Speyerer Anhang" des alten GL lange vertraut, und es fand sich sicher auch in mehreren anderen Regionalteilen (z.B. Anhang Freiburg/Rottenburg Nr. 832).

Nun steht es im neuen GL unter Nr. 382, und ich bin prompt über die Wiederholungszeichen "gestolpert", die es in der mir bekannten Fassung nicht gibt - und die ich musikalisch auch nicht sehr sinnvoll finde. Um nicht zu sagen reichlich überflüssig...

Wenn ich dieses PDF richtig deute (letzte Seite!), ist die Wiederholung der letzten beiden Choralzeilen keine "neue Erfindung", sondern es wurde für das Neue GL die Fassung aus dem Kölner Anhang verwendet.

Meinungen dazu? Kennt evtl. jemand die Originalfassung?

"Zu kurz" ist das Lied ohne die Wdh. eigentlich nicht. Bei angemessen getragenem Tempo (Halbe unter 60) sind pro Strophe rund 40 s zu veranschlagen.

Danke und viele Grüße,

perotin

In der aktuellen Ausgabe 2014/3 der Zeitschrift "Musica sacra" ist ein 2-seitiger Artikel von Siri Fuhrmann diesem Lied und vor allem seinem Text gewidmet. Aus den Ausführungen zur Melodie geht hervor, dass die Wiederholung der letzten Zeile original vom Komponisten vorgesehen ist. "Die Wöss'sche Melodie legt durch Wiederholung einen Akzent auf die letzten beiden Zeilen jeder Strophe. Auf diese Weise werden Gottes Geduld und Treue
(Str. 1).....hervorgehoben gleich einem Resümee oder einem Merksatz",
heißt es dort.
Im Übrigen beinhaltet der Liedtext von Guido Maria Dreves 7 Strophen, von denen wohl nur Str. 1-3, 6+7 in das neue Gotteslob aufgenommen wurden.

Gruß Tastenhalter

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

stein @, Samstag, 21. Juni 2014, 13:36 (vor 4514 Tagen) @ Tastenhalter

Die PDF Version stammt aus den "Arbeitshilfen zur Gestaltung des Bußganges der Männer". Warum dürfen da keine Frauen bei sein?

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Montag, 23. Juni 2014, 09:41 (vor 4513 Tagen) @ stein

Die PDF Version stammt aus den "Arbeitshilfen zur Gestaltung des Bußganges der Männer". Warum dürfen da keine Frauen bei sein?

Das ist doch allgemein zu beobachten. Geschlechtsneutral formuliert wird nur bei positiv besetzten Begriffen. Ich habe zB noch nie was von "Verbrecherinnen und Verbrechern" oder "Steuerhinterzieherinnen und Steuerhinterziehern" gelesen.

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Frank Berger @, Wassenberg, Montag, 23. Juni 2014, 16:29 (vor 4512 Tagen) @ Rochus Schmitz

Ich glaube, hier ist was missverstanden worden.
Selbstverständlich dürfen beim "Bussgang der Männer" auch Frauen dabei sein.
Angesprochen sind aber als Zielgruppe besonders die Männer (warum auch immer, das ist Sache der veranstaltenden Gruppe - da muss nicht unbedingt der Pfarrer der Initiator sein, das kann auch der Pfarrgemeinderat oder einer von dessen Ausschüssen sein).
Mit geschlechlechtsspezifischen Bezeichnungen hat das rein gar nichts zu tun ...

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

stein @, Montag, 23. Juni 2014, 18:21 (vor 4512 Tagen) @ Frank Berger

Ach so, ... werde mich aber in Zukunft dem Bussgang der Frauen anschliessen, um einiges mehr zu erfahren. Werde dann berichten.

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

perotin, Samstag, 21. Juni 2014, 22:33 (vor 4514 Tagen) @ Tastenhalter

In der aktuellen Ausgabe 2014/3 der Zeitschrift "Musica sacra" ist ein 2-seitiger Artikel von Siri Fuhrmann diesem Lied und vor allem seinem Text gewidmet. Aus den Ausführungen zur Melodie geht hervor, dass die Wiederholung der letzten Zeile original vom Komponisten vorgesehen ist. "Die Wöss'sche Melodie legt durch Wiederholung einen Akzent auf die letzten beiden Zeilen jeder Strophe (...)
Im Übrigen beinhaltet der Liedtext von Guido Maria Dreves 7 Strophen, von denen wohl nur Str. 1-3, 6+7 in das neue Gotteslob aufgenommen wurden.

Vielen Dank für die Information!!

Der alte Freiburger Anhang bietet alle 7 Strophen, nachzulesen auch HIER - Tonart übrigens D-Dur -
während sich im alten Speyerer Anhang nur die Verse 1, 2 und 7 finden (in C-Dur).

Grüße,
perotin

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Frank Berger @, Wassenberg, Sonntag, 22. Juni 2014, 00:00 (vor 4514 Tagen) @ Tastenhalter

Der alte Aachener Anhang hat unter Nr. 892 die Fassung in D mit den Strophen 1-3 der
neuen GL-Fassung, mit Wiederholungszeichen. Außerdem liegt mir eine 4-stimmige Chorfassung in Es vor (Quelle unbekannt, als Komponist ist v. Wöss angegeben), ebenfalls mit Wiederholungszeichen, Strophen 1, 2 und 5 der neuen GL-Fassung.

Gruß
Frank

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

elsenp @, Sonntag, 22. Juni 2014, 08:20 (vor 4514 Tagen) @ Frank Berger

Der alte Aachener Anhang hat unter Nr. 892 die Fassung in D mit den Strophen 1-3 der
neuen GL-Fassung, mit Wiederholungszeichen. Außerdem liegt mir eine 4-stimmige Chorfassung in Es vor (Quelle unbekannt, als Komponist ist v. Wöss angegeben), ebenfalls mit Wiederholungszeichen, Strophen 1, 2 und 5 der neuen GL-Fassung.

Gruß
Frank

Es-Dur ist die Originaltonart, die v. Wöss verwendet wurde. Im Aachener (und anderen) alten GL-Anhängen ist die Tonart D-Dur. Im neuen GL ist das Lied jetzt nach C-Dur nochmals tiefer gesetzt. Das geht gar nicht. Ich bleibe beim bisherigen D-Dur, das überfordert keinen Sänger und ist wesentlich klangvoller. Auch bei einigen anderen Liedern wurde im neuen GL nach unten transponiert, wozu ich nirgendwo eine Notwendigkeit sehe. Oder sind wir ein Land voll Grummler und Brummer geworden?

Gruß
Peter

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

stein @, Sonntag, 22. Juni 2014, 10:03 (vor 4514 Tagen) @ elsenp

Es-Dur ist die Originaltonart, die v. Wöss verwendet wurde. Im Aachener (und anderen) alten GL-Anhängen ist die Tonart D-Dur. Im neuen GL ist das Lied jetzt nach C-Dur nochmals tiefer gesetzt. Das geht gar nicht. Ich bleibe beim bisherigen D-Dur, das überfordert keinen Sänger und ist wesentlich klangvoller. Auch bei einigen anderen Liedern wurde im neuen GL nach unten transponiert, wozu ich nirgendwo eine Notwendigkeit sehe. Oder sind wir ein Land voll Grummler und Brummer geworden?

In Frankreich steht alles einen Ton höher! Wenn F-Dur in Deutschland eine Standarttonart für viele Gesänge ist, stehen diese Lieder, wenn übernommen, in G.
Kleinere Leute, kleinere Stimmbänder, höhere Töne.

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Heuler, Sonntag, 22. Juni 2014, 20:01 (vor 4513 Tagen) @ elsenp

Das geht gar nicht.

Das sehe ich genauso!

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Contrebasson 32' @, Wien, Montag, 23. Juni 2014, 14:36 (vor 4512 Tagen) @ Tastenhalter

"Ein Danklied sei dem Herrn" ist auch einer meiner Top-Favourites, umso bedauerlicher ist es, dass in Österreich nicht die mir aus meiner Heimat bekannte Orgininalmelodie von Wöss gesungen wird, sondern eine jüngere Neufassung.

Abgesehen davon, dass ich die Wöss'sche Melodie um einiges ausdrucksstärker finde als die österreichische Version, finde ich diesen Sonderweg doch besonders bedauerlich, ist Wöss doch Österreicher unn wurde in Wien, nicht einmal einen Kilomter von meiner aktuellen Wohnung entfernt, begraben.

Von wegen: Tu felix Austria!

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

voixceleste @, Sonntag, 22. Juni 2014, 10:11 (vor 4514 Tagen) @ perotin

Es freut mich sehr, einmal Neues über eines meiner absoluten Lieblingslieder zu erfahren.

Die Behandlung des Liedes im neuen GL sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Natürlich freut es mich, dass es das Lied endlich in den Stammteil geschafft hat.

Nicht verstehen kann ich allerdings, dass man zwei wunderschöne Strophen herausgestrichen hat. Der Text ist doch wunderschön - Strophe für Strophe.

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Karsten @, Sonntag, 22. Juni 2014, 10:39 (vor 4514 Tagen) @ voixceleste

Nicht verstehen kann ich allerdings, dass man zwei wunderschöne Strophen herausgestrichen hat. Der Text ist doch wunderschön - Strophe für Strophe.

Tja, wirklich auch sehr bedauerlich. Vermutlich hat der Inhalt der Kommission nicht gepasst. In einer Strophe ist von uns Sündern die Rede - ein weiterer Schritt in Richtung Kuschel-Theologie?

Gruß
Karsten

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Tastenhalter @, Montag, 23. Juni 2014, 09:00 (vor 4513 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von Tastenhalter, Montag, 23. Juni 2014, 12:34

Nicht verstehen kann ich allerdings, dass man zwei wunderschöne Strophen herausgestrichen hat. Der Text ist doch wunderschön - Strophe für Strophe.


Tja, wirklich auch sehr bedauerlich. Vermutlich hat der Inhalt der Kommission nicht gepasst. In einer Strophe ist von uns Sündern die Rede - ein weiterer Schritt in Richtung Kuschel-Theologie?

Gruß
Karsten

Zu der Streichung der Strophen 4 und 5 bemerkt Siri Fuhrmann in dem bereits erwähnten Aufsatz in "Musica sacra" Folgendes:
Die nicht übernommenen Strophen des Originals bringen im Gesamt des Textes entweder keinen neuen Aspekt (Schutz in Str.4) oder aber eine christologische Komponente (Str.5), die zwar nicht störend im Textgesamt wirken würde, so aber eher den Lesefluss auf Gottes schöpferisches Handeln am Menschen und dessen vertrauensvolle Antwort darauf konzentriert.??

Zur eigenen Beurteilung dieser Weglassung und ihrer Begründung sei hier der gesamte Liedtext zitiert:
1.Ein Danklied sei dem Herrn
Für alle seine Gnade,
er waltet nah und fern,
kennt alle unsre Pfade,
ganz ohne Maß ist seine Huld
und allbarmherzige Geduld.

2. O sei zu seinem Lob
nicht träge, meine Seele,
und wie er dich erhob,
zu seinem Lob erzähle;
Drum sei am Tage wie zur Nacht
Sein Name von dir groß gemacht.

3. Er ist's, auf dessen Ruf
wir in dies Leben kamen,
und was er rief und schuf,
Er kennt und nennt mit Namen;
Auf unsrem Haupte jedes Haar,
Er hat's gezählt, er nimmt sein wahr!

(4. Er ist es, der uns trägt
In Händen und erwählet,
der seine Huld nicht wägt
noch seine Gnade zählet;
Der seine Flügel um uns schlägt
und uns darunter birgt und hegt.

5. Der seinen Sohn uns gab,
da wir noch Sünder waren,
der lässt von uns nicht ab
in Nöten und Gefahren,
schirmt uns mit ausgestreckter Hand
an Seel und Leib. zu See und Land.)

6. Drum wirf die Sorge weg,
lass allen Kummer fahren.
Wie enge gleich der Steg,
Wie viel des Feindes Scharen;
Dein Name steht in Gottes Hand.
Gott liest und schaut ihn unverwandt

7. Gib dich in seine Hand
mit innigem Vertrauen.
sollst nicht auf eitel Sand,
auf echten Felsen bauen,
ganz geben dich in Gottes Hut
und sei gewiss, er meint es gut.

Unabhängig von der reduzierten Strophenzahl bei diesem Lied: wo in katholischen Kirchen werden von einem Lied alle 5 bzw. 7 Strophen gesungen? Doch allenfalls 2-3, von wenigen Ausnahmen bei besonderen Gelegenheiten und beim Absingen besonderer "Hits" abgesehen.
Mir wurde am Wochenende bereits die Verwendung der 2. Strophe bei 2 oder 3 Gesängen und der Vortrag des Psalms beim Antwortgeang (3 Verse) vorgehalten.

Nachdenklich grüßt Tastenhalter

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Karsten @, Montag, 23. Juni 2014, 09:58 (vor 4513 Tagen) @ Tastenhalter

Unabhängig von der reduzierten Strophenzahl bei diesem Lied: wo in katholischen Kirchen werden von einem Lied alle 5 bzw. 7 Strophen eines Liedes gesungen? Doch allenfalls 2-3, von wenigen Ausnahmen bei besonderen Gelegenheiten und beim Absingen besonderer "Hits" abgesehen.
Mir wurde am Wochenende bereits die Verwendung der 2. Strophe bei 2 oder 3 Gesängen und der Vortrag des Psalms beim Antwortgeang (3 Verse) vorgehalten.

Nachdenklich grüßt Tastenhalter

Sicher, das "Absingen" ist im katholischen Gottesdinest eher unüblich.
Ich sehe solche Kürzungen einmal gegenüber dem Textdichter problematisch (ein gewisses Mindestmaß an Qualität vorausgesetzt) zum anderen ist es ja durchaus Usus, gezielt Strophen auszuwählen, um der Tagesliturgie besonders gerecht zu werden. Es ist schade, wenn durch solche Streichungen solche Möglichkeiten genommen werden.

Gruß
Karsten

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Tastenhalter @, Montag, 23. Juni 2014, 13:12 (vor 4512 Tagen) @ Karsten

Sicher, das "Absingen" ist im katholischen Gottesdinest eher unüblich.
Ich sehe solche Kürzungen einmal gegenüber dem Textdichter problematisch (ein gewisses Mindestmaß an Qualität vorausgesetzt) zum anderen ist es ja durchaus Usus, gezielt Strophen auszuwählen, um der Tagesliturgie besonders gerecht zu werden. Es ist schade, wenn durch solche Streichungen solche Möglichkeiten genommen werden.

Gruß
Karsten

Auch die gezielte Auswahl von Strophen passend zur Tagesliturgie (die ich im Übrigen auch selbst praktiziere), stellt eine Kürzung des Textes dar und ist im Grunde nicht weniger problematisch.


Das grundsätzliche Problem vertonter vielstrophischer Texte, die zunächst einmal zum Lesen oder Rezitieren gedacht sind, ergibt sich beim Singen im normalen Gottesdienst, wo ihre Länge und Dauer der liturgischen Handlung nicht angemessen ist und auch die Singfähigkeit ungeschulter Sänger in der Regel überfordert.
Die ungekürzte Ausführung solcher Gesänge ist dagegen denkbar in besonderen Gottesdiensten (nicht Eucharistiefeiern), wo Gesang und Musik breiten Raum einnehmen können und die zahlreichen Strophen abwechselnd von unterschiedlichen Ausführenden (vokal und instrumental) musiziert werden.
Insofern hätte der Abdruck sämtlicher Strophen eines Liedes in einem Gemeindegesangbuch wie dem Neuen GL, das nach der Absicht der Herausgeber nicht nur für die Verwendung in der Eucharistiefeier gedacht ist ("Vorlagen für eine Vielzahl gottesdienstlicher Feiern in größerem oder kleinerem Kreis"), durchaus seine Berechtigung.

Gruß Tastenhalter

"Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

3rd_astronaut, Montag, 23. Juni 2014, 17:38 (vor 4512 Tagen) @ Tastenhalter

Unabhängig von der reduzierten Strophenzahl bei diesem Lied: wo in katholischen Kirchen werden von einem Lied alle 5 bzw. 7 Strophen gesungen? Doch allenfalls 2-3, von wenigen Ausnahmen bei besonderen Gelegenheiten und beim Absingen besonderer "Hits" abgesehen.
Mir wurde am Wochenende bereits die Verwendung der 2. Strophe bei 2 oder 3 Gesängen und der Vortrag des Psalms beim Antwortgeang (3 Verse) vorgehalten.

Ja, seltsam. Mich treiben z.b. gesungene Fürbittrufe als Gottesdienstbesucher schier in den Wahnsinn (als Organist kann ich mich durch Änderung der Begleitparameter beschäftigen), während ich bei Liedern gerne ein paar Strophen mehr hätte. Psalmen machen mir denke ich als "Psalmodist" mehr Spaß denn als "Gemeinde", aber 3 Verse (Blöcke) sind nun wirklich nicht zuviel...

Kuscheltheologie, war "Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Montag, 23. Juni 2014, 09:51 (vor 4513 Tagen) @ Karsten

ein weiterer Schritt in Richtung Kuschel-Theologie?

Natürlich. Gestern konnte ich die diensthabenden Pfarrer schön auflaufen lassen, weil auf unserem Liedplan das Lied "Singt dem Herrn, alle ..." (münsteraner Anhang 809) stand. Na, und wie geht´s weiter? "Na, 'Singt dem Herrn, alle Völker und Rassen', natürlich." Äh - falsch. Heißt jetzt "... alle Völker der Erde." Rasse ist wohl negativ besetzt.

Schön finde ich aber die neue 4. Strophe bei "Wer nur den lieben Gott läßt walten" (Nr. 424): "Gott ist der rechte Wundermann,/der bald erhöhn, bald stürzen kann." Mußte immer an Gerd Fröbe in "Es geschah am hellichten Tag" denken.

Kuscheltheologie 2, war "Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Bariolage, Montag, 23. Juni 2014, 20:57 (vor 4512 Tagen) @ Rochus Schmitz

Ist folgendes im neuen GL 328 besser?

Drei Frauen kamen zu dem Ort,
erstaunt sahn sie:
der Stein ist fort.
Ein Engel saß statt seiner dort.
(Hagen Horoba, 2010)

Das schöne Lied "Gelobt sei Gott" wird durch die Texteinlage des Herrn Horoba ("Held der Lyrik") nachhaltig gestört. Aber jetzt sind wenigstens die Frauen auch vertreten.

Kuscheltheologie 2, war "Ein Danklied sei dem Herrn" im Neuen GL

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Montag, 23. Juni 2014, 21:30 (vor 4512 Tagen) @ Bariolage

Das schöne Lied "Gelobt sei Gott" wird durch die Texteinlage des Herrn Horoba ("Held der Lyrik") nachhaltig gestört. Aber jetzt sind wenigstens die Frauen auch vertreten.

*Lach* Nicht schlecht, Herr Kollege! Ich arbeite an einer Revanche! Zur Ehrenrettung von GL 424 kann ich nur sagen, daß der Text dort offensichtlich vom selben Dichter stammt.

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