Healey Willan: Introduction, Passacaglia und Fuge

Flûte harmonique, Freitag, 06. Juni 2014, 20:52 (vor 4532 Tagen) @ stein
bearbeitet von Flûte harmonique, Freitag, 06. Juni 2014, 20:57

Habe ich auch. Ist wirklich ein Traum. Dazu noch Duruflé Suite

Ich bin von dieser Aufnahme hinsichtlich Interpretation und (leider auch) Instrument ein wenig enttäuscht. Das Fortissimo ist ausgesprochen dominiert von recht scharfen Mixturen (insbesondere in der Duruflé-Toccata), die mit dem übrigen Ensemble nicht gut verschmelzen, und die Wucht, Stringenz und Klarheit in Willans Introduction erreicht John Tuttle bei weitem nicht in dem Maße wie Virgil Fox oder auch Ken Cowan.

Schon der erste virtuose Lauf nach den eröffnenden Pianissimo-Akkorden ist bei Tuttle ausgesprochen geschmiert und enthält einige "Nebentöne", die vermeidbar gewesen wären. Fox' Interpretation dieser Passage (lupenrein "sauber") dagegen ist vergleichbar mit dem, was Friedrich über Germanis Reger schreibt ("am Anfang von Regers "Halleluja"-Fantasie eine schier unglaubliche Pedal-Rakete"). Die LP mit Fernando Germani in der Selby Abbey besitze ich noch. Einfach grandios. Bei Duruflé bevorzuge ich John Scott.


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