Oberlinger wieder da?
Oberlinger
Orlos
, Freitag, 06. Juni 2014, 20:51 (vor 4532 Tagen) @ Prinzipal64
Habe ich auch gehört, von einem anderen Orgelbauer. Ich konnte es nicht glauben. Die Wartungsverträge sind doch in der Zwischenzeit bestimmt an andere Orgelbaufirmen gegangen, mir ist nicht klar, wovon er leben möchte.
Oberlinger
Wolfgang Gourgé
, Samstag, 07. Juni 2014, 10:05 (vor 4532 Tagen) @ Orlos
Habe ich auch gehört, von einem anderen Orgelbauer. Ich konnte es nicht glauben. Die Wartungsverträge sind doch in der Zwischenzeit bestimmt an andere Orgelbaufirmen gegangen, mir ist nicht klar, wovon er leben möchte.
...es gibt ja mehrere Oberlingers....;--)....
Gruß,
Wolfgang
Oberlinger
stein
, Samstag, 07. Juni 2014, 20:01 (vor 4531 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Steinmeyer, Sauer und Walcker sind auch wieder da!
Oberlinger
jrbecker
, Sonntag, 08. Juni 2014, 08:03 (vor 4531 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
So wie ich es vertanden habe, war Oberlinger immer da. Während der "Reichenstein-Episode" allerdings zurückgezogen in die alten Geschäftsräume in die Ortsmitte, wo meinem Verständnis nach vor allem das Architekturbüro, AO-Plan und die Oberlinger GmbH für Im- und Export von neuen und historischen Orgeln, die 2008 gegründet wurde, betrieben wurden.
Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass mittlerweile auch wieder Leben in dem Anfang des Jahres noch brachliegenden Werkstattgelände eingezogen sei - bekomme gerade nicht mehr zusammen, wo...
Oberlinger
Terzglockenton, Montag, 09. Juni 2014, 20:56 (vor 4529 Tagen) @ jrbecker
So wie ich es vertanden habe, war Oberlinger immer da. Während der "Reichenstein-Episode" allerdings zurückgezogen in die alten Geschäftsräume in die Ortsmitte, wo meinem Verständnis nach vor allem das Architekturbüro, AO-Plan und die Oberlinger GmbH für Im- und Export von neuen und historischen Orgeln, die 2008 gegründet wurde, betrieben wurden.
Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass mittlerweile auch wieder Leben in dem Anfang des Jahres noch brachliegenden Werkstattgelände eingezogen sei - bekomme gerade nicht mehr zusammen, wo...
Hallo,
ich war vor drei Wochen im Orgelmuseum und da sahen die Werkstätten ziemlich verlassen aus.
Gruß Terzglockenton
Oberlinger
jrbecker
, Montag, 09. Juni 2014, 21:34 (vor 4529 Tagen) @ Terzglockenton
So wie ich es vertanden habe, war Oberlinger immer da. Während der "Reichenstein-Episode" allerdings zurückgezogen in die alten Geschäftsräume in die Ortsmitte, wo meinem Verständnis nach vor allem das Architekturbüro, AO-Plan und die Oberlinger GmbH für Im- und Export von neuen und historischen Orgeln, die 2008 gegründet wurde, betrieben wurden.
Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass mittlerweile auch wieder Leben in dem Anfang des Jahres noch brachliegenden Werkstattgelände eingezogen sei - bekomme gerade nicht mehr zusammen, wo...
Hallo,
ich war vor drei Wochen im Orgelmuseum und da sahen die Werkstätten ziemlich verlassen aus.Gruß Terzglockenton
Hab's gefunden: Steht bei Wikipedia:
"Seit Mai 2014 werden nach Renovierung wieder die größeren Werkstätten neben dem „Orgel Art Museum“ genutzt."
Der Hinweis wurde in Wiki am 20.04.2014 mit der Formulierung "Ab Mai 2014..." eingebaut, sogleich von einem anderen User umformuliert und erhielt bereits am 21. April die Fassung "Seit Mai 2014..."
Also eigentlich müsste bei deinem Besuch schon Aktivitäten zu verzeichnen gewesen sein...
LG
Jörg
Oberlinger
Terzglockenton, Dienstag, 10. Juni 2014, 10:10 (vor 4529 Tagen) @ jrbecker
Hab's gefunden: Steht bei Wikipedia:
"Seit Mai 2014 werden nach Renovierung wieder die größeren Werkstätten neben dem „Orgel Art Museum“ genutzt."
Der Hinweis wurde in Wiki am 20.04.2014 mit der Formulierung "Ab Mai 2014..." eingebaut, sogleich von einem anderen User umformuliert und erhielt bereits am 21. April die Fassung "Seit Mai 2014..."
Also eigentlich müsste bei deinem Besuch schon Aktivitäten zu verzeichnen gewesen sein...
LG
Jörg
Hallo zusammen,
heute kam eine Mail rein mit dem Wortlaut:
Das Lager der Firma Oberlinger wird derzeit aufgelöst. Neben vielen Teilen, die kaum noch verwendet werden können, ist sicherlich auch das ein oder andere denkmalpflegerisch wertvolle Teil oder Register dabei.
Gruß Terzglockenton
Oberlinger
Oktavkoppler
, Dienstag, 10. Juni 2014, 11:02 (vor 4529 Tagen) @ Terzglockenton
Wobei man ergänzend dazu sagen muß, daß es sich um das Lager in der Ortsmitte handelt.
Im Wortlaut aus dem Anhang oben genannter Mail:
"Es handelt sich nicht um das Oberlinger-Lager historischer Orgelteile „Sammlung ab 1970“, das unmittelbar neben der jetzigen Werkstatt der „Oberlinger GmbH“ und unmittelbar neben dem Orgel Art Museum in der Hauptstrasse 44-50 liegt sondern befindet sich auf einem Areal zwischen Bahnhofstrasse und Riemenschneider Strasse.
Die Räumung des Lagers muß wegen Umnutzung der Gebäude zeitnah erfolgen."
Grüße
Ok
Oberlinger
tadelberger, Donnerstag, 12. Juni 2014, 23:55 (vor 4526 Tagen) @ Oktavkoppler
Das alte Holzpfeifenlager in der Ortsmitte wird momentan auf "Ebay-Kleinanzeigen" verhökert. Angeblich sollen einige Orgelbauer und Sachverständige vor Kurzem dort gewesen sein, um einen "Masterplan" zu entwerfen (d.h.: wie kann man die Lagerbestände sinnvoll erhalten). Leider ist hier fast nichts mehr komplett. Das angrenzende Lagergebäude wurde vermietet?/verkauft? Auf jeden Fall will der neue Eigentümer/Nutzer die Räume bald anderweitig nutzen. Der Gebäudeteil zur Hauptstraße hin gehört noch Oberlinger.
Auf dem alten Firmengelände am Ortseingang wurde das Holzlager (untere Etage, sonstiges Lager obere Etage) abgerissen, ebenso ein Großteil der alten Produktionshallen (Metallgießerei, Orgelmontagesaal, etc.) Hier soll ein Supermarkt entstehen.
Oberlinger hat einen kleinen Teil (ca. 1/3) der ehemaligen Produktionshalle zurückgekauft?/zurückgemietet? und baut hier mit zwei ehemaligen Mitarbeitern wieder Orgeln - z.Zt. ein großer Auftrag nach Fernost. Das Museum soll auch wieder mit Exponaten erweitert werden. Außerdem wurden einige Kirchengemeinden (auch unsere ev.) zwecks Wartung angeschrieben.
Also: es gibt ihn immer noch!
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
Tastenhalter
, Samstag, 14. Juni 2014, 16:32 (vor 4524 Tagen) @ tadelberger
Oberlinger hat einen kleinen Teil (ca. 1/3) der ehemaligen Produktionshalle zurückgekauft?/zurückgemietet? und baut hier mit zwei ehemaligen Mitarbeitern wieder Orgeln - z.Zt. ein großer Auftrag nach Fernost. ........ Außerdem wurden einige Kirchengemeinden (auch unsere ev.) zwecks Wartung angeschrieben.
Also: es gibt ihn immer noch!
Zufällig ist mir dieser Tage der Rundbrief der (deutschen) Abtei Dormitio Jersualem in die Hände und darin die Notiz über die dortige Oberlinger-Orgel ins Auge gefallen. Über den Zusammenhang dieser Meldung mit dem Schicksal der besagten Firma möge jede(r) sich seine eigenen Gedanken machen.
„Eine weniger gute Zukunftsperspektive bekam … unsere große Orgel bescheinigt. Prof. Reiner Schuhenn, Orgelsachverständiger des Erzbistums Köln, kam nach mehreren Tagen intensiver Arbeit zu dem Ergebnis, dass das Instrument – mit 32 Jahren – eine nur beschränkte Lebenserwartung hat, die durch alle Wartungs- und Reparaturarbeiten nicht sinnvoll zu verlängern ist. Für die im Jahr 2015 anstehende Innenrenovierung unserer Basilika wird die Orgel ohnehin abgebaut werden müssen. Vor diesem Hintergrund kommt das Gutachten zu dem Ergebnis, dass wir uns baldmöglichst dem Projekt eines Orgelneubaus widmen sollten. Vor allem in finanzieller Hinsicht wird das eine enorme Herausforderung bedeuten.“
Hier Foto
![[image]](images/uploaded/20140614142239539c5aaf30c6e.jpg)
und Dispo
![[image]](images/uploaded/20140614142325539c5add0d152.jpg)
Dazu noch ein Zitat von Josef Zimmermann, Organist an der Hohen Domkirche zu Köln, im Vorwort zur Festschrift anläßlich der Orgelweihe 1982:
"Der Erbauer, die Firma Gebr. Oberlinger Orgelbau Windesheim, hat ein nicht alltägliches Werk geschaffen, das ihre Leistungsfähigkeit einmal mehr unterstreicht."
Er hat es sicher im guten Sinne gemeint.
Gruß Tastenhalter
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
ado
, Samstag, 14. Juni 2014, 16:51 (vor 4524 Tagen) @ Tastenhalter
„Eine weniger gute Zukunftsperspektive bekam … unsere große Orgel bescheinigt. Prof. Reiner Schuhenn, Orgelsachverständiger des Erzbistums Köln, kam nach mehreren Tagen intensiver Arbeit zu dem Ergebnis, dass das Instrument – mit 32 Jahren – eine nur beschränkte Lebenserwartung hat, die durch alle Wartungs- und Reparaturarbeiten nicht sinnvoll zu verlängern ist. Für die im Jahr 2015 anstehende Innenrenovierung unserer Basilika wird die Orgel ohnehin abgebaut werden müssen. Vor diesem Hintergrund kommt das Gutachten zu dem Ergebnis, dass wir uns baldmöglichst dem Projekt eines Orgelneubaus widmen sollten. Vor allem in finanzieller Hinsicht wird das eine enorme Herausforderung bedeuten.“
aber was hat die orgel denn? gern wüßte man mehr darüber, welche probleme da in nur 32 jahren aufgelaufen sind, die sich nicht mehr sinnvoll beheben ließen! zumal gerade der abbau der orgel eben dafür gelegenheit böte.
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
JSBach
, Samstag, 14. Juni 2014, 17:28 (vor 4524 Tagen) @ ado
vielleicht mal Gaida dran/reinlassen ;)
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
zehnzweidrittel
, Samstag, 14. Juni 2014, 18:28 (vor 4524 Tagen) @ JSBach
vielleicht mal Gaida dran/reinlassen ;)
Um ihm eine ordentliche "Niederlage" zu bereiten? ;-)
Im alten Forum gab es schon mehrfach(st) Diskussionen um Orgeln dieser Firma; ich kann eine weitere in meiner Nähe anfügen, die ebenfalls ersetzt werden soll (Amberg, St. Georg). Das gleiche Elend. Es ist aber schwer, sich mit solchen Situationen bei einer an sich namhaften Firma abzufinden. Bei Kloss (Kelheim) tut man sich da leichter. Seine Orgel in Runding stand ganze 15 Jahre, bevor sie schon wieder durch einen Neubau abgelöst werden musste. Aber das nur ganz nebenbei ohne Anregung für eine Weiterführung in diesem Zweig.
Viele Grüße
zehnzweidrittel
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
Florian-L
, Sonntag, 15. Juni 2014, 09:18 (vor 4524 Tagen) @ zehnzweidrittel
Im alten Forum gab es schon mehrfach(st) Diskussionen um Orgeln dieser Firma; ich kann eine weitere in meiner Nähe anfügen, die ebenfalls ersetzt werden soll (Amberg, St. Georg). Das gleiche Elend.
Nähere Informationen dazu hier.
Gruß, Florian
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
Oktavkoppler
, Sonntag, 15. Juni 2014, 10:15 (vor 4524 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von Oktavkoppler, Donnerstag, 19. Juni 2014, 21:14
Es ist immer wieder 'bedauerlich' zu sehen, wie Verkettungen von ungünstigen Parametern unweigerlich zu Orgelneubauten führen müssen.
Zu Amberg wie es sich im jetzigen Zustand präsentiert, könnte, wie so oft, folgendes Szenario geführt haben:
1. Orgel in historischem Orgelgehäuse mit ursprünglich 20-25 Registern.
2. Mehrfach umgebauter technischer Zustand, von urspünglich mechanischen Schleifladen auf pneumatische Kegelladen, irgendwann elektrifiziert, Zusatzwindladen, Windversorgung verändert, Zustand über die Jahre desolat und nicht erhaltenswert etc.
3. Neubau in altem Gehäuse aber größere Registerzahl und 3 statt 2 Manualen gewünscht.
4. Ausschreibung und Auftragsvergabe an den Orgelbauer, der für die möglicherweise nicht üppigen Finanzmittel das günstigste Angebot abgibt.
Und schon ist die Kirchengemeinde mit einer weiteren Zeitbombe gesegnet...
Grüße
Ok
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
ado
, Sonntag, 15. Juni 2014, 10:22 (vor 4524 Tagen) @ Florian-L
Im alten Forum gab es schon mehrfach(st) Diskussionen um Orgeln dieser Firma; ich kann eine weitere in meiner Nähe anfügen, die ebenfalls ersetzt werden soll (Amberg, St. Georg). Das gleiche Elend.
Nähere Informationen dazu hier.Gruß, Florian
vielen dank für das link. da hat ja oberlinger offenbar ordentlich mist gebaut. was ich mich nur frage: viele dieser mängel -- der platzmangel im gehäuse, die schlechte klangabstrahlung, die schwergängige traktur -- müssen doch eigentlich von anfang an da gewesen sein. 48 register in einem gehäuse für ursprünglich 22: da müßten doch auch die damaligen planungsverantwortlichen zur rechenschaft gezogen werden. die aber anno 1981 zur einweihung der orgel sicher lobeshymnen gesungen haben. und jetzt kommt ein verein und will wieder eine neue orgel. dabei ist ja die schiere existenz dieser initiative in gewisser weise ein mißtrauensvotum gegen sich selbst! oder es ist wie mit zweiten ehen: laut samuel johnson der triumph der hoffnung über die erfahrung.
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
Florgel
, Sonntag, 15. Juni 2014, 10:44 (vor 4524 Tagen) @ ado
Im alten Forum gab es schon mehrfach(st) Diskussionen um Orgeln dieser Firma; ich kann eine weitere in meiner Nähe anfügen, die ebenfalls ersetzt werden soll (Amberg, St. Georg). Das gleiche Elend.
Nähere Informationen dazu hier.Gruß, Florian
vielen dank für das link. da hat ja oberlinger offenbar ordentlich mist gebaut. was ich mich nur frage: viele dieser mängel -- der platzmangel im gehäuse, die schlechte klangabstrahlung, die schwergängige traktur -- müssen doch eigentlich von anfang an da gewesen sein. 48 register in einem gehäuse für ursprünglich 22: da müßten doch auch die damaligen planungsverantwortlichen zur rechenschaft gezogen werden. die aber anno 1981 zur einweihung der orgel sicher lobeshymnen gesungen haben. und jetzt kommt ein verein und will wieder eine neue orgel. dabei ist ja die schiere existenz dieser initiative in gewisser weise ein mißtrauensvotum gegen sich selbst! oder es ist wie mit zweiten ehen: laut samuel johnson der triumph der hoffnung über die erfahrung.
1996 hat ja schon die Firma Jann dran gearbeitet.
Ich war 2008 zum ersten Mal an der Orgel und war durchaus überrascht.
Bei meinem letzten Dienst dort musste ich auf die Setzeranlage und ALLE Zungen verzichten. Einzelne Töne gingen nicht an, hatte auch einen Hänger. Die Manuale haben durchaus unterschiedliche Charakteristika was Anschlag und Tiefgang betrifft, das Pedal ist da in sich auch nochmal differenziert geschichtet. Am besten gefällt mir der "Pfeifenschrank" neben der Orgel und die Pfeifen unter den Chorpodesten. ;)
Das Generaltutti ist sicher nicht alltäglich, allerdings sollte man sehr kräftige Finger haben, von den Ohren mal nicht zu reden. Wobei´s sicher nicht an einer mächtigen Lautstärke liegt.
Ich würde nicht betonen, dass hier ein Verein eine Orgel "will".
Wenn man das Instrument kennt, weiß man, was hier benötigt wird. Jede Kirchengemeinde sollte das Recht auf ein Instrument zur Begleitung der Liturgie haben. Und da lassen wir mal den Rang dieses großartigen Raumes samt Konzertmöglichkeiten noch hinten an.
Ich glaube nicht, dass die Vereinsverantwortlichen damals federführend bei diesem Orgelbau waren. Vielleicht waren damals Wünsche von Kirchenmusikerseite tonangebend, ist ja auch der einzige Bau dieser Firma in der breiten Region.
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
ado
, Sonntag, 15. Juni 2014, 11:28 (vor 4524 Tagen) @ Florgel
...was mir jetzt durch den kopf geht: die amberger orgel ist von 1981, die in st. joseph in bonn-beuel, die ich nur aus aufnahmen kenne, von der alle aber hell begeistert sind, auch -- ebenfalls von oberlinger. wie geht das zu?
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
Regermann
, Oberpfalz, Sonntag, 15. Juni 2014, 12:01 (vor 4524 Tagen) @ ado
Im derzeitigen Förderverein ist in der Tat niemand aus der Truppe aus den 70er-Jahren, da liegen immerhin fast 40 Jahre dazwischen.
Der damalige Sachverständige Eberhard Kraus ist verstorben. Er hatte die Orgel mit marginaler Kritik abgenommen (sic!).
Wolfram Menschick, früher Organist in St. Georg, hatte leider zu spät vor dem Projekt in dieser Form gewarnt.
Sandtner und Jann stiegen aus der Ausschreibung aus, weil sie diese als nicht realisierbar erachteten.
Schon bei der Einweihung funktionierte die Orgel nicht gut (wegen der Windprobleme keine saubere Stimmung möglich, sehr schwergängige Traktur).
Franz Lehrndorfer, der damals spielte, sollte das Konzertprogramm auf CD einspielen und hat dies nach dem Konzert abgelehnt. Während der "Garantiezeit" war Oberlinger Dauergast in der Kirche. Er hat an Symptomen herumgedoktert, ohne die grundlegenden elementaren Konstruktionsfehler beseitigen zu können.
Ein Trauerspiel.
--
freundliche Grüße, Regermann
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
hintersatz, Samstag, 14. Juni 2014, 18:48 (vor 4524 Tagen) @ ado
bearbeitet von hintersatz, Samstag, 14. Juni 2014, 18:55
aber was hat die orgel denn? gern wüßte man mehr darüber, welche probleme da in nur 32 jahren aufgelaufen sind, die sich nicht mehr sinnvoll beheben ließen! zumal gerade der abbau der orgel eben dafür gelegenheit böte.
32 Jahre im Halb-Wüsten-Klima Jerusalems dürften doch alleine,
falls der Raum nicht klimatisiert ist, genügen, um ein solide
gebautes Instrument von Grund auf zu ruinieren.
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
ado
, Sonntag, 15. Juni 2014, 10:11 (vor 4524 Tagen) @ hintersatz
32 Jahre im Halb-Wüsten-Klima Jerusalems dürften doch alleine,
falls der Raum nicht klimatisiert ist, genügen, um ein solide
gebautes Instrument von Grund auf zu ruinieren.
nein, das klima kann es nicht sein. sowohl im hinblick auf die temperaturen wie auch auf die luftfeuchtigkeit ist die schwankungsbreite in jerusalem sicherlich deutlich geringer als in mitteleuropa -- es wird nicht heißer als hier im sommer auch (tageshöchsttemperatur auch im hochsommer normalerweise unter 30 grad), im winter bleibt es wärmer...heizungsluft dürfte kein problem sein...
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
Florian-L
, Sonntag, 15. Juni 2014, 10:28 (vor 4524 Tagen) @ ado
nein, das klima kann es nicht sein. sowohl im hinblick auf die temperaturen wie auch auf die luftfeuchtigkeit ist die schwankungsbreite in jerusalem sicherlich deutlich geringer als in mitteleuropa -- es wird nicht heißer als hier im sommer auch (tageshöchsttemperatur auch im hochsommer normalerweise unter 30 grad), im winter bleibt es wärmer...heizungsluft dürfte kein problem sein...
Im Sommer wird es in Jerusalem doch deutlich heißer als in Mitteleuropa (Durchschnittswerte), und Regen tritt zu dieser Jahreszeit äußerst selten auf, wenn man die Klimadiagramme deutscher Städte zum Vergleich heranzieht.
Da besteht durchaus die Gefahr von Rissen in den Windladen.
Gruß, Florian
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
Oktavkoppler
, Sonntag, 15. Juni 2014, 10:32 (vor 4524 Tagen) @ Florian-L
Da besteht durchaus die Gefahr von Rissen in den Windladen.
Was beim 'Alter' der Orgel von vornherein durch entsprechende Konstruktion und Materialauswahl mit Sicherheit ausgeschlossen hätte werden können.
Grüße
Ok
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
ado
, Sonntag, 15. Juni 2014, 11:24 (vor 4524 Tagen) @ Florian-L
Im Sommer wird es in Jerusalem doch deutlich heißer als in Mitteleuropa (Durchschnittswerte), und Regen tritt zu dieser Jahreszeit äußerst selten auf, wenn man die Klimadiagramme deutscher Städte zum Vergleich heranzieht.
Da besteht durchaus die Gefahr von Rissen in den Windladen.Gruß, Florian
aber es wird eben NICHT heiß, allenfalls warm (höhenlage), wobei die dormitio mariae (auf dem zionsberg: 765m ü.d.m.) ein massiver steinbau ist und vermutlich temperaturschwankungen nur begrenzt mitvollzieht. die wärme im jerusalemer sommer ist gewiß ein viel geringeres problem als die heizungsluft im mitteleuropäischen winter!
Oberlinger - Orgel Abtei Dormitio Jerusalem
ado
, Sonntag, 15. Juni 2014, 15:06 (vor 4524 Tagen) @ Florian-L
hab jetzt mal spaßeshalber bei orgbase.nl nachgeschaut, was in jerusalem sonst noch an orgeln herumsteht, speziell an älteren. demnach kann auch im jerusalemer klima eine orgel hundert jahre oder mehr halten:
armenische kirche: walcker 1899
evangelische erlöserkirche: die dinse-orgel hielt von 1898 bis 1971 (mit einem orgelbewegten umbau 1938), ehe sie von schuke berlin ersetzt wurde -- wohl nicht (möchte ich fast vermuten), weil sie irreparabel war. teile der orgel wurden für ein instrument an der universität haifa wiederverwendet.
himmelfahrtskirche: sauer 1910
pontifikalinstitut notre-dame: nelson & co. (wer immer das ist?) 1905
hospiz zur heiligen familie: rieger ca. 1910
Altes Pfeifenlager Oberlinger
Große Pfeife
, Sonntag, 24. August 2014, 20:40 (vor 4453 Tagen) @ tadelberger
War jemand da oder weiß, was sich noch an Verwertbarem dort befindet?
Die Bilder bei Ebay Kleinanzeigen sind nicht einladend.
Ich bräuchte noch einen pneumatischen Spieltisch für
meine Hausorgel. Und einen nichtprintipalischen 4'-Fuß.
Für Antworten wär ich dankbar!
Altes Pfeifenlager Oberlinger
orgelbaumeister
, Montag, 25. August 2014, 21:37 (vor 4452 Tagen) @ Große Pfeife
Hallo,
bei Vleugels in Hardheim steht ein 2-manualiger gut erhaltener pneumatischer Spieltisch. Der soll um 500 EUR kosten.
Passende Pfeifen gibt's dort auch günstig.
Schönen Gruß
Oberlinger
kjz1, Freitag, 11. Juli 2014, 17:29 (vor 4497 Tagen) @ Prinzipal64
Wie die hiesige Lokalpresse berichtet, wurde eine der größten neueren Oberlingerinnen jetzt auch erweitert. (Bem.: bei der Kirche Marzellinus und Petrus in Vallendar handelt es sich um eine der größten Kirchen des Bistums Trier). Leider ist der Artikel nicht online verfügbar, aber einige Zitate:
Den [Dynamikumfang] besitzt nun auch die Vallendarer Oberlinger-Orgel – zumindest nachdem kürzlich zu den vorhandenen 52 Registern 62 weitere hinzugefügt wurden. [...] In Vallendar entschied man sich für ein Angebot der Freilassinger Firma „Sakralorgelwelt“ in Zusammenarbeit mit der Oberlinger-Nachfolgefirma Raab und Plenz.
Das dürfte damit eine der größten Pfeifen/Digital-Kombinationen in Deutschland sein. Und: hier wird Raab und Plenz (beide Orgelbauer haben wohl lange Jahre bei Oberlinger in leitenden Positionen gearbeitet) als Nachfolger von Oberlinger genannt.
Fast schon überflüssig zu erwähnen: ja, auch hier hat vor einiger Zeit ein neuer Organist seinen Dienst angetreten...
Oberlinger
Wolfgang Gourgé
, Freitag, 11. Juli 2014, 17:43 (vor 4497 Tagen) @ kjz1
Wie die hiesige Lokalpresse berichtet, wurde eine der größten neueren Oberlingerinnen jetzt auch erweitert. (Bem.: bei der Kirche Marzellinus und Petrus in Vallendar handelt es sich um eine der größten Kirchen des Bistums Trier). Leider ist der Artikel nicht online verfügbar, aber einige Zitate:
Den [Dynamikumfang] besitzt nun auch die Vallendarer Oberlinger-Orgel – zumindest nachdem kürzlich zu den vorhandenen 52 Registern 62 weitere hinzugefügt wurden. [...] In Vallendar entschied man sich für ein Angebot der Freilassinger Firma „Sakralorgelwelt“ in Zusammenarbeit mit der Oberlinger-Nachfolgefirma Raab und Plenz.
Das dürfte damit eine der größten Pfeifen/Digital-Kombinationen in Deutschland sein.
....uuuuääh!
graust sich:
Wolfgang...
Oberlinger
kjz1, Freitag, 11. Juli 2014, 17:52 (vor 4497 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
....uuuuääh!
Ich sagte ja auch nicht, dass es schön wäre... ;-) Wenn ich den Artikel richtig interpretiere, dürfte es sich um das Sampleset von Milan aus Salisbury handeln.
Oberlinger
Solcena
, Freitag, 11. Juli 2014, 18:37 (vor 4497 Tagen) @ kjz1
Ich sagte ja auch nicht, dass es schön wäre... ;-) Wenn ich den Artikel richtig interpretiere, dürfte es sich um das Sampleset von Milan aus Salisbury handeln.
Sehen die HW-Sets dem (lizenzrechtlich) eine Verwendung in der Öffentlichkeit vor, oder sind die nicht eher für den Privatuser gedacht?
Raab & Plenz haben dort in Vallendar an der schönen Orgel (mit der ich wunschlos glücklich wäre und die ordentlich Schmackes hat) vor ein paar Jahren doch noch die fehlende Zungenbatterie ergänzt.
Oberlinger
kjz1, Freitag, 11. Juli 2014, 19:59 (vor 4497 Tagen) @ Solcena
Sehen die HW-Sets dem (lizenzrechtlich) eine Verwendung in der Öffentlichkeit vor, oder sind die nicht eher für den Privatuser gedacht?
Auf ihrer Website schreibt Milan:
Musicians around the world including concert organists, students, church organists, studio musicians and Hollywood film composers, use Hauptwerk along with our instruments for live performances, practice, worship services, composition, and sound track scoring.
Und wenn da von 'live performances' und 'worship services' die Rede ist, kann da wohl kaum das 'stille Kämmerlein' gemeint sein. Wenn ich den Lizenzvertrag richtig verstehe, ist nur die 'Free Edition' rein für den privaten Gebrauch. Es gibt aber noch die (gebührenpflichtige) 'Public Installation License', wo ausdrücklich 'Houses of worship' und 'Concert halls' erwähnt werden. Also kann Hauptwerk auch für Kirchen und Konzertsäle lizenziert werden.
Raab & Plenz haben dort in Vallendar an der schönen Orgel (mit der ich wunschlos glücklich wäre und die ordentlich Schmackes hat) vor ein paar Jahren doch noch die fehlende Zungenbatterie ergänzt.
Erstaunlicherweise ging es bei dieser Installation gerade nicht um 'Schmackes', sondern um die leiseren Töne:
Schmelzer erläutert die Gründe für die Erweiterung: „Unsere Orgel wurde seinerzeit im Hinblick auf die sehr große Pfarrkirche in erster Linie auf raumfüllende Wirkung hin konzipiert. In der kirchenmusikalischen Praxis mangelte es dem Instrument vor allem an zarten und lyrischen Klangfarben sowie an dynamischer Flexibilität im leisen Bereich.
Auch die Kosten werden genannt: 36.500 EUR
Viele Grüße,
- Karl-Josef
Oberlinger
untersatz32, Freitag, 11. Juli 2014, 22:16 (vor 4497 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Buääää, sorry - ich kenne die Vallendarer Orgel als eine der besten und schönsten Oberlinger-Orgeln - sicher kürzlich durch das Pfeifen-Chamadewerk noch erweitert:
da jetzt aber noch 60 digitale Computer-Register dranzuhängen: nee danke.
Erweiterung um eine Chororgel/Fernwerk mit Pfeifen - ok, meinethalben,
aber eine sehr sehr gute Grossorgel mit Computersamples aufzumotzen.....
Grüsse
TH
Oberlinger
kjz1, Samstag, 12. Juli 2014, 10:30 (vor 4497 Tagen) @ untersatz32
da jetzt aber noch 60 digitale Computer-Register dranzuhängen: nee danke.
Andererseits aber, als Zitat aus besagtem Artikel:
Johann Schmelzer ist zufrieden: „Mittlerweile gibt es lebhaftes Interesse von Kollegen, die sich über diese Art der Erweiterung informieren wollen.“
So ganz abgeneigt scheint man in Kollegenkreisen dieser Lösung also nicht zu sein, zumindestens neugierig.