wer kennt diesen mann?
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anscheinend hatte er etwas (was?) mit dem saarland zu tun, denn ein stück von ihm findet sich auf einer querstand-CD von joachim fontaine "orgel-romantik entlang der saar" (vermutlich steht da etwas im begleitheft?).
Im Begleitheft besagter CD schreibt Joachim Fontaine folgendes:
Als Sohn des Volksschullehrers Nikolaus Roeder kam am 27.Juni
1860 in Hangard bei Ottweiler Karl Roeder zur Welt. Mütterlicherseits entstammte er der französischen Hugenottenfamilie Rennolet aus Ludweiler. In Ottweiler besuchte er die Grundschule des Vaters, dessen Gehilfe er mit 13 Jahren wurde. Der Pfarrer im benachbarten Wiebelskirchen unterwies ihn in Französisch, Latein und Mathematik um ihm alsbald die Karriere als Lehrer (in Ottweiler an der Bürgerschule, in Neunkirchen an der Präparandenschule und schließlich am Ottweilerer Lehrerseminar) zu ermöglichen.
Mit 21 Jahren wurde Roeder Volksschullehrer in Trier. Dort heiratete er auch die St. Wendeler Lehrerstochter Auguste Henriette Schaun, die ihren Gemahl zum
Studium in Berlin ermunterte, am Königlichen Institut für Kirchenmusik. Sein Kompositions- und Orgellehrer war dort der Direktor des Instituts Carl August Haupt (1810- 1891 )„ Als Student war Roeder auch im Chor der legendären Singakademie aktiv, damals unter Leitung von Martin Blumner (1827 -1901). In die Berliner Jahre fiel auch eine Freundschaft mit dem Organisten und Musikpädagogen Carl Thiel (später auch Regensburg) und dem späteren Dresdner Kreuzkantor Otto Richter, mit denen zusammen Roeder den Musikerverband „Organum" gründete, dessen Ehrenmitglied er bis zum Lebensende blieb. Nach der Rückkehr aus Berlin, nach zwei Jahren und mit tadellosem Examen, war Roeder zum Seminarmusiklehrer befähigt. Eine solche Stellung sollte er denn auch ab dem Jahr 1895 in Hilchenbach bei Siegen antreten. Die Jahre zwischenBerlin und Siegen aber blieb er zunächst in Trier, machte sich verdient als Drigent und Chorleiter (u. a. der Trierer Liedertafel und eines Orchestervereins), als Organist und als Privatmusiklehrer. Vom Siegener Seminar aus wechselte er 1903 an das neu gegründete Herforder Seminar, wo er einige neue Initiativen umsetzen konnte, um den Gesangsunterricht in Schulen methodisch zu verbessern. Seine Versuche bestanden unter anderem darin, die damals geradezu revolutionäre Bewegungsschule Dalcrozes in die Schulen zu bringen, daneben auch die damals viel diskutierten ,,Tonwort-Methoden", eine Art von Solmisationstechnik, die den Kindern das
Blattsingen und sauberes Intonieren erleichtern sollten. In Herford entstanden auch 100 Choralvorspiele für Orgel, die allerdings 1945 von alliierten Besatzungssoldaten verbrannt wurden. Roeder starb am 25. Februar 1933, hochdekoriert mit dem Verdienstkreuz und dem Titel des Königlichen Musikdirektors aufgrund seiner Verdienste im künstlerischen wie pädagogischen Bereich.
Mit Grüßen von der Saar
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