Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Dulzian @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 18:44 (vor 4546 Tagen)

Ich bin glücklicher Besitzer von ersteigerten Kirchenorgelmanualen. Der Zweck ist ein Umbau (Midifizierung, Druckpunktsimulation) zwecks Nutzung als Hauptwerk-Übeorgel für Zuhause.

Mich würde sehr interessieren, wo diese Manuale herstammen. Es handelte sich um einen ca. 80-90 Jahre alten ursprünglich 4-manualigen Spieltisch mit höchstwahrscheinlich pneumatischer Traktur, bei dem das oberste Manual abgebaut war.

Weiterhin war ursprünglich ein Knopf dran für "Chororgel" und ein weiterer Knopf für "Evangelienorgel".

Wenn ich diese Angaben Google anbiete, kommt mehr oder weniger als einzige Möglichkeit der Stephansdom in Passau in Frage. Wenn dies wahr wäre, hätte ich die Tastaturen der einst größten Kirchenorgel der Welt in den Fingern.

Hier zwei Bilder:

[image]

[image]

Falls man die Bilder nicht sehen kann, hier als Direktlink:
Seitenansicht
Frontansicht

Kann jemand näheres dazu sagen (ich denke, bei 4-manualiger Orgel mit pneumatischer Traktur aus dieser Zeit und diesen Spieltischsteuerungen Chororgel/Evangelienorgel kann die Auswahl doch gar nicht mehr groß sein)?

Gruß
Olaf

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Oktavkoppler @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 18:49 (vor 4546 Tagen) @ Dulzian

Das sind Klaviaturen aus dem Hause Eisenschmid.
http://www.eisenschmid-orgel.de/index1.html
Vielleicht können die weiterhelfen.
Grüße
Ok

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Dulzian @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 19:29 (vor 4546 Tagen) @ Oktavkoppler

Ich werde dort nachfragen, vielen Dank für die Info!

Mich würde sehr interessieren, von welchem Detail her du dir sicher bist, dass diese historischen Manuale nur von dieser Firma stammen können - verrätst du das auch?

Gruß
Olaf

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Oktavkoppler @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 20:00 (vor 4546 Tagen) @ Dulzian

In meinem Bestand sind Klaviaturen von denen ich sicher weiß, daß sie von Eisenschmid sind, sie haben dieselben Klaviaturbacken. Die Registerdrücker dieses Orgelspieltischs waren eindeutig diesem Hersteller zuzuordnen.
Ferner war der alte viermanualige Spieltisch in Stuttgart St. Maria von dieser Firma, mit denselben Backen. Eisenschmid lieferte auch Spieltische an die Firma Vierling. Welche Backenform war da wohl zu finden...?
Grüße
Ok

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Dulzian @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 20:15 (vor 4546 Tagen) @ Oktavkoppler

Vielen Dank für die Zusatzinformation!

Jetzt ist eben die Frage, wo sonst befand sich noch eine 4-manualige Orgel mit pneumatischer Traktur, wo man eine "Chororgel" als auch noch eine "Evangelienorgel" mit bedienen konnte (außer eben besagtem Stephansdom in Passau)?

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Oktavkoppler @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 20:18 (vor 4546 Tagen) @ Dulzian

Was ist mit der Epistelorgel?
Oder war der Einschalter möglicherweise am vierten Manual?
Grüße
Ok

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Dulzian @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 20:35 (vor 4546 Tagen) @ Oktavkoppler

Das weiß ich leider nicht, leider habe ich sonst keinerlei weiteren Infos...

Nur, ich denke, die Auswahl sollte doch schon ziemlich eingeschränkt sein bei diesen Dimensionen des Spieltischs, so dass man es doch herausbekommen können müßte, oder?

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Karsten @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 20:39 (vor 4546 Tagen) @ Dulzian

Ich bin glücklicher Besitzer von ersteigerten Kirchenorgelmanualen. Der Zweck ist ein Umbau (Midifizierung, Druckpunktsimulation) zwecks Nutzung als Hauptwerk-Übeorgel für Zuhause.

Mich würde sehr interessieren, wo diese Manuale herstammen. Es handelte sich um einen ca. 80-90 Jahre alten ursprünglich 4-manualigen Spieltisch mit höchstwahrscheinlich pneumatischer Traktur, bei dem das oberste Manual abgebaut war.

Weiterhin war ursprünglich ein Knopf dran für "Chororgel" und ein weiterer Knopf für "Evangelienorgel".

Wenn ich diese Angaben Google anbiete, kommt mehr oder weniger als einzige Möglichkeit der Stephansdom in Passau in Frage. Wenn dies wahr wäre, hätte ich die Tastaturen der einst größten Kirchenorgel der Welt in den Fingern.
[...]
Kann jemand näheres dazu sagen (ich denke, bei 4-manualiger Orgel mit pneumatischer Traktur aus dieser Zeit und diesen Spieltischsteuerungen Chororgel/Evangelienorgel kann die Auswahl doch gar nicht mehr groß sein)?


Hallo!

Es wäre durchaus denkbar, dass in Passau beim schrittweisen Ausbau der Orgelanlage ein Interimsspieltisch verwendet wurde. Müsste man mal in der Monografie nachschauen, die ich aber leider nicht parat habe.
Allerdings hatte Passau einen Manualumfang bis c4 (was bei einem Interimsspieltisch ja auch kein großes Manko wäre) und elektropneumatische Trakturen.

Der alte "richtige" Spieltisch der Passauer Steinmeyer-Orgel steht meines Wissens in Passau in einem Museum.

Orgelanlagen mit Hauptorgel, Evangelienorgel und Chororgel - da könnten einige größere Klosteranlagen in den Sinn kommen, wie evtl. Einsiedeln.

Sind denn weitere Registerschildchen oder Drücker erhalten?

Gruß
Karsten

Foto mit Zugriegelbeschriftungen gefunden

Dulzian @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 21:13 (vor 4546 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von Dulzian, Mittwoch, 21. Mai 2014, 21:30

Ich habe doch noch ein Foto aufgetrieben, wo die Hebel noch nicht abgebaut sind:

[image]

Wenn man hineinzoomt, sieht man unter dem 1. Manual die Zugriegel.
Leider fehlen da schon zwei.

Und ein weiteres Foto wo man die rechten Zugriegel genauer sieht:

[image]

Foto mit Zugriegelbeschriftungen gefunden

Dulzian @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 21:35 (vor 4546 Tagen) @ Dulzian

Auf dem 2. Foto sieht man ja die Konstruktion der Zugriegeleinheit für die Evangelienorgel, Chororgel und Ausl.

Bei den beiden Zugriegeln, deren Beschriftung fehlt, ist die gleiche Konstruktion dahinter zu sehen(Ausl. + "xxx" + "yyy")

Das legt doch die Vermutung nahe, dass neben Evangelien- und Chororgel evtl. noch was anderes ferngesteuert wurde?

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

abstrakte @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 23:46 (vor 4546 Tagen) @ Dulzian

Ich bin glücklicher Besitzer von ersteigerten Kirchenorgelmanualen. Der Zweck ist ein Umbau (Midifizierung, Druckpunktsimulation) zwecks Nutzung als Hauptwerk-Übeorgel für Zuhause.

Mich würde sehr interessieren, wo diese Manuale herstammen. Es handelte sich um einen ca. 80-90 Jahre alten ursprünglich 4-manualigen Spieltisch mit höchstwahrscheinlich pneumatischer Traktur, bei dem das oberste Manual abgebaut war.

Weiterhin war ursprünglich ein Knopf dran für "Chororgel" und ein weiterer Knopf für "Evangelienorgel".

Wenn ich diese Angaben Google anbiete, kommt mehr oder weniger als einzige Möglichkeit der Stephansdom in Passau in Frage. Wenn dies wahr wäre, hätte ich die Tastaturen der einst größten Kirchenorgel der Welt in den Fingern.

Die alten Passauer Manuale sind das nicht. Aus dem Schnell+Steiner-Band zur Passauer Domorgel habe ich mal ein Foto des alten Steinmeyer-Spieltisches abfotografiert:
[image]

Zum einen sieht man, dass die Holzeinfassung eine andere Farbe hat, zum anderen haben die Drücker unter dem I. Manual einen andere Form. Auf einem anderen Foto in dem gleichen Band erkennt man zudem, dass dieser Spieltisch keine Drücker auf den Manualbacken hatte:
[image]

Der alte Chororgelspieltisch kann das auch nicht gewesen sein, da er nur 3 Manuale besaß und die Evangelienorgel von dort auch nicht anspielbar war.

Grüße,
Abstrakte

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

orgamat, Donnerstag, 22. Mai 2014, 14:33 (vor 4545 Tagen) @ abstrakte

Ich würde auf Michael Weise aus Plattling in den 1940er Jahren tippen (vgl. z.B. Bamberg St.Michael)

Stand der Recherchen bisher

Dulzian @, Freitag, 23. Mai 2014, 09:39 (vor 4544 Tagen) @ Dulzian

Vielen Dank für die Hinweise, denen ich allen nachgegangen bin.

Der Stand ist wie folgt:
1) Bei Fa. Eisenschmid gibt es keinerlei Unterlagen über diesen Tastaturblock, da alle Aufzeichnungen vor dem 2.Weltkrieg durch Brand zerstört wurden. Daher konnte man da auch nicht weiterhelfen

2) Fa. Mathis Orgelbau (welche die neue Mauritiusorgel in Einsiedeln gebaut hat) hatte ich gefragt, ob der Manualblock von der alten Hauptorgel herstammen könne (weil von dort auch Chororgel, Evangelienorgel und wohl weitere Orgel gesteuert wurde). Nach Auskunft ist aber der alte Spieltisch aus Einsiedeln in einem Museum.

3) Es wurde hier Fa. Orgelbau Weise genannt. Hr. Weise hatte diesen Tastaturblock auch nicht gehabt oder verkauft.

Von daher weiß ich leider immer noch nicht, woher dieser ursprünglich 4-manualige Tastaturblock stammt, von dem man aus eine Chororgel, eine Evangelienorgel und mglw. noch weitere Orgeln aus pneumatisch steuern konnte.

Also, für weitere Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Gruß
Olaf

Stand der Recherchen bisher

untersatz32, Freitag, 23. Mai 2014, 10:06 (vor 4544 Tagen) @ Dulzian
bearbeitet von untersatz32, Freitag, 23. Mai 2014, 10:21

Steht die alte Einsiedler Orgel nicht gerettet im Orgelmuseum von Sixtus Lampl in Valley???

Viele Grüsse

Thomas

Stand der Recherchen bisher

Große Pfeife @, Freitag, 23. Mai 2014, 12:33 (vor 4544 Tagen) @ Dulzian

Leider bin ich auch unwissend, aber Du könntest Dr. Sixtus Lampl fragen. Er hat ja eine beachtliche Spieltischsammlung und einen berufsbedingten guten Überblick in Sachen Orgel.

Einsiedeln, war:Stand der Recherchen bisher

fluteceleste @, Freitag, 23. Mai 2014, 14:11 (vor 4544 Tagen) @ Dulzian

also in valley steht nur ein 2 manualige Spieltisch aus Einsiedeln(Albert Moser), dieser gehörte zur sog. Frühamtsorgel, die ein großes Positivwerk darstellte, und vom 2.Man. der Hauptorgel angesteuert wurde. der hauptspieltisch wurde, wie mir Sixtus Lampl mal mitteilte, zerstört -es existiert nur noch das Gehäuse. die manuale könnten aber trotzdem aus dem hauptspieltisch stammen, der möglicherweise in Teilen weiterverkauft wurde. Die Dispo für Einsiedeln kann man übrigens hier nachlesen. orgelbewegte Mosergrüße, Stefan
[image]

Einsiedeln, war:Stand der Recherchen bisher

Dulzian @, Freitag, 23. Mai 2014, 14:29 (vor 4544 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von Dulzian, Freitag, 23. Mai 2014, 14:34

Vielen Dank für die Information - habe auch gerade Dr. Lampl kontaktiert, vielleicht kann er weiterhelfen.

Die Manualblöcke passen nicht zu dieser Disposition, weil
a) 4 Manuale drin waren und
b) der Tonumfang nur bis g''' und nicht a''' geht
(leider, sonst hätte ich eine Spur, wo die Orgel mal gestanden haben könnte)

Einsiedeln, war:Stand der Recherchen bisher

untersatz32, Freitag, 23. Mai 2014, 17:56 (vor 4544 Tagen) @ fluteceleste

...der Hauptspieltisch wurde, wie mir Sixtus Lampl mal mitteilte, zerstört - es existiert nur noch das Gehäuse... <

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh!!!
Also wie man seinerzeit (1988 bzw. 1994) mit dieser spätromantischen Riesenorgel umging, schaudert mich jetzt noch.

Schade. Sehr schade...

Danke f.d. Infos


Thomas

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

Dulzian @, Montag, 26. Mai 2014, 10:41 (vor 4541 Tagen) @ Dulzian

Vielen Dank soweit für die Antworten auf meine Frage.

Leider tappe ich immer noch im Dunkeln, wo dieser 4-manualige Spieltisch gestanden haben könnte, bei dem man mindestens eine s.g. "Chororgel", eine "Evangelienorgel" und evtl. noch mehr Nebenorgeln steuern konnte (die Registerbezeichnungen waren nicht mehr vorhanden, die Konstruktion legt aber nahe, dass noch mehr Orgeln davon gesteuert wurden).
Es handelte sich um eine pneumatische Traktur und der Untertastenbelag ist Elfenit.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei diesen Angaben so viele Orgeln/Kirchen im deutschsprachigen Raum in Frage kommen - dennoch: bisher ergab keine der gemachten Vermutungen hier eine heiße Spur.

Von daher wollte ich nochmal um weitere Hinweise bitten, um der Sache auf die Spur zu kommen - vielen Dank im Voraus.

Gruß
Olaf

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

jrbecker @, Montag, 26. Mai 2014, 12:20 (vor 4541 Tagen) @ Dulzian

Mal folgende Überlegungen: Engen wir den Zeitraum der Entstehung mal auf zwischen 1880 und 1945 ein (gerne kann man hier einen anderen Zeitraum setzen, aber aufgrund der Pneumatik scheint mir 1880 mal als Ausgangspunkt angemessen. 1945 einfach mal, weil ich davon ausgehe, dass die Orgel nicht nach 1945 entstanden sein wird.)

Da bisher hier fast ausschließlich über Süddeutschland bzw. den angrenzenden deutschen Sprachraum diskutiert wurde, schränke ich mal die PLZ auf die Bereiche 7* - 9* ein. (Auch hier: andere Eingrenzung möglich.)

Weiterhin nun auf 4 Manuale suchen. Und schon liefern uns die Daten von Herrn Weisel folgende 22 Instrumente:


land plz ort kirche name jahr reg manuale info
D 86159 AUGSBURG ST.ANTON ZEILHUBER/ALTSTAEDTEN 1931 86 4
D 86159 AUGSBURG ST.SEBASTIAN KOULEN&SOHN/AUGSBURG 1912 45 4 EHEMALIGE ORGEL
D 99817 EISENACH GEORGENKIRCHE JEHMLICH/DRESDEN 1911 78 4 EHEMALIGE ORGEL
D 73730 ESSLINGEN ST.DIONYS-STADT WALCKER/LUDWIGSBURG 1904 78 4 BILD VON HANKE
D 79102 FREIBURG MARIA.HILF MOENCH/UEBERLINGEN 1935 45 4 BILD VON MOENCH
D 72379 HECHINGEN ST.JAKOBUS SPAETH/ENNETACH 1939 48 4 EHEMALIGE ORGEL
D 76133 KARLSRUHE CHRISTUSKIRCHE WALCKER/LUDWIGSBURG 1937 53 4 EHEMALIGE ORGEL
D 80538 MUENCHEN DEUTSCHES-MUSEUM3 STEINMEYER/OETTINGEN 1938 75 4 EHEMALIGE ORGEL
D 80331 MUENCHEN HEILIG-GEIST SIEMANN/MUENCHEN 1921 79 4 EHEMALIGE ORGEL
D 97359 MUENSTERSCHWARZACH ABTEI KLAIS/BONN 1937 60 4 ST.ALFONS
D 89191 NELLINGEN ANDREASKIRCHE LINK/GIENGEN 1911 16 4 EHEMALIGE ORGEL
D 90400 NUERNBERG FRIEDENSKIRCHE STEINMEYER/OETTINGEN 1929 67 4 EHEMALIGE ORGEL
D 90402 NUERNBERG LORENZKIRCHE STEINMEYER/OETTINGEN 1937 101 4 EHEMALIGE ORGEL
D 90400 NUERNBERG REF.GEDAECHTNIS-K STEINMEYER/OETTINGEN 1938 58 4 EHEMALIGE ORGEL
D 86157 PFERSEE H.JESU STEINMEYER/OETTINGEN 1915 64 4 EHEMALIGE ORGEL
D 78628 ROTTWEIL MUENSTER-HL.KREUZ SPAETH/ENNETACH 1931 67 4 EHEMALIGE ORGEL
D 85298 SCHEYERN HL.KREUZ-KLOSTER KOULEN&SOHN/AUGSBURG 1907 60 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70182 STUTTGART HOCHSCHULE MUSI WALCKER/LUDWIGSBURG 1911 73 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70174 STUTTGART HOSPITALKIRCHE WEIGLE/STUTTGART 1914 57 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70173 STUTTGART THEATER-2 WEIGLE/STUTTGART 1912 82 4
D 96231 VIERZEHNHEILIGEN WALLFAHR STEINMEYER/OETTINGEN 1905 60 4 EHEMALIGE ORGEL
D 97070 WUERZBURG DOM-ST.KILIAN KLAIS/BONN 1937 80 4 EHEMALIGE ORGEL


Da offensichtlich ja auch angrenzende Länder in Betracht kommen, bitteschön, hier das Ergebnis für Österreich (allerdings ohne Einschränkung der PLZ, also gesamtes Land betrachtet):

land plz ort kirche name jahr reg manuale info
A 06060 HALL ST.NIKOLAUS REINISCH/STEINACH 1934 57 4 EHEMALIGE ORGEL
A 06020 INNSBRUCK DOM ST.JAKOB RIEGER/JAEGERNDORF 1931 75 4 EHEMALIGE ORGEL
A 06330 KUFSTEIN HELDENORGEL WALCKER/LUDWIGSBURG 1931 46 4 FREIORGEL 13 KILOME
A 05020 SALZBURG MOZARTEUM-3 RIEGER/JAEGERNDORF 1914 80 4
A 06130 SCHWAZ M.HIMMELFAHRT REINISCH/STEINACH 1911 65 4 PFEIFEN UM EINE SAE
A 01070 WIEN LAZARISTENKIRCHE KAUFFMANN 1927 52 4 BILD VON BODEM
A 01010 WIEN MUSIKVEREINSSAAL RIEGER/JAEGERNDORF 1907 71 4 EHEMALIGE ORGEL
A 01040 WIEN ORF STEINMEYER/OETTINGEN 1937 70 4 EHEMALIGE ORGEL


... und die Schweiz:

land plz ort kirche name jahr reg manuale info
CH 03000 BERN FRANZOESISCHE KIRCHE KUHN/MAENNEDORF 1932 69 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 03000 BERN MUENSTER-ST.VINZENZ KUHN/MAENNEDORF 1930 78 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 07000 CHUR DOM-M.HIMMELFAHRT GATTRINGER 1938 50 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 07000 CHUR DOM-M.HIMMELFAHRT GATTRINGER 1938 50 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 06390 ENGELBERG STIFTSKIRCHE GOLL/LUZERN 1926 137 4 GROESSTE DER SCHWEI
CH 08032 HOTTINGEN KREUZKIRCHE GOLL/LUZERN 1905 75 4
CH 06262 LANGNAU REF. GOLL/LUZERN 1907 42 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 01003 LAUSANNE KATHEDRALE KUHN/MAENNEDORF 1903 80 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 02000 NEUCHATEL TEMPLE DU BAS GOLL/LUZERN 1900 51 4
CH 01349 ROMAINMOTIER ABTEI ALAIN 1910 43 4 VON HAUSORGEL
CH 04500 SOLOTHURN ST.URSEN-KATHED KUHN/MAENNEDORF 1896 45 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 04500 SOLOTHURN ST.URSEN-KATHED KUHN/MAENNEDORF 1942 53 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 09000 ST.GALLEN ST.LAURENZEN GOLL/LUZERN 1907 51 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 02610 ST.IMIER . GOLL/LUZERN 1904 35 4 EHEMALIGE ORGEL
CH 08000 ZUERICH ST.JAKOB KUHN/MAENNEDORF 1903 72 4


Vielleicht ist da ja etwas dabei, was vielleicht passen könnte? Klar erhebt diese Auswertung keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und vor allem: Da dürfte auch elektrisch traktiertes darunter sein (z. B. Würzburg, Dom)... Es soll ja auch nur ein Denkanstoß sein, in welche Richtungen man evtl. noch blicken könnte...

LG
Jörg

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

Florgel @, Montag, 26. Mai 2014, 13:27 (vor 4541 Tagen) @ jrbecker

Mal folgende Überlegungen: Engen wir den Zeitraum der Entstehung mal auf zwischen 1880 und 1945 ein (gerne kann man hier einen anderen Zeitraum setzen, aber aufgrund der Pneumatik scheint mir 1880 mal als Ausgangspunkt angemessen. 1945 einfach mal, weil ich davon ausgehe, dass die Orgel nicht nach 1945 entstanden sein wird.)

Ich würde gerade in Süddeutschland die zeitliche Grenze auf später als 1945 setzen.

Weiterhin nun auf 4 Manuale suchen. Und schon liefern uns die Daten von Herrn Weisel folgende 22 Instrumente:


land plz ort kirche name jahr reg manuale info
D 86159 AUGSBURG ST.ANTON ZEILHUBER/ALTSTAEDTEN 1931 86 4
D 86159 AUGSBURG ST.SEBASTIAN KOULEN&SOHN/AUGSBURG 1912 45 4 EHEMALIGE ORGEL
D 99817 EISENACH GEORGENKIRCHE JEHMLICH/DRESDEN 1911 78 4 EHEMALIGE ORGEL
D 73730 ESSLINGEN ST.DIONYS-STADT WALCKER/LUDWIGSBURG 1904 78 4 BILD VON HANKE
D 79102 FREIBURG MARIA.HILF MOENCH/UEBERLINGEN 1935 45 4 BILD VON MOENCH
D 72379 HECHINGEN ST.JAKOBUS SPAETH/ENNETACH 1939 48 4 EHEMALIGE ORGEL
D 76133 KARLSRUHE CHRISTUSKIRCHE WALCKER/LUDWIGSBURG 1937 53 4 EHEMALIGE ORGEL
D 80538 MUENCHEN DEUTSCHES-MUSEUM3 STEINMEYER/OETTINGEN 1938 75 4 EHEMALIGE ORGEL
D 80331 MUENCHEN HEILIG-GEIST SIEMANN/MUENCHEN 1921 79 4 EHEMALIGE ORGEL
D 97359 MUENSTERSCHWARZACH ABTEI KLAIS/BONN 1937 60 4 ST.ALFONS
D 89191 NELLINGEN ANDREASKIRCHE LINK/GIENGEN 1911 16 4 EHEMALIGE ORGEL
D 90400 NUERNBERG FRIEDENSKIRCHE STEINMEYER/OETTINGEN 1929 67 4 EHEMALIGE ORGEL
D 90402 NUERNBERG LORENZKIRCHE STEINMEYER/OETTINGEN 1937 101 4 EHEMALIGE ORGEL
D 90400 NUERNBERG REF.GEDAECHTNIS-K STEINMEYER/OETTINGEN 1938 58 4 EHEMALIGE ORGEL
D 86157 PFERSEE H.JESU STEINMEYER/OETTINGEN 1915 64 4 EHEMALIGE ORGEL
D 78628 ROTTWEIL MUENSTER-HL.KREUZ SPAETH/ENNETACH 1931 67 4 EHEMALIGE ORGEL
D 85298 SCHEYERN HL.KREUZ-KLOSTER KOULEN&SOHN/AUGSBURG 1907 60 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70182 STUTTGART HOCHSCHULE MUSI WALCKER/LUDWIGSBURG 1911 73 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70174 STUTTGART HOSPITALKIRCHE WEIGLE/STUTTGART 1914 57 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70173 STUTTGART THEATER-2 WEIGLE/STUTTGART 1912 82 4
D 96231 VIERZEHNHEILIGEN WALLFAHR STEINMEYER/OETTINGEN 1905 60 4 EHEMALIGE ORGEL
D 97070 WUERZBURG DOM-ST.KILIAN KLAIS/BONN 1937 80 4 EHEMALIGE ORGEL

Vielleicht ist da ja etwas dabei, was vielleicht passen könnte? Klar erhebt diese Auswertung keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und vor allem: Da dürfte auch elektrisch traktiertes darunter sein (z. B. Würzburg, Dom)... Es soll ja auch nur ein Denkanstoß sein, in welche Richtungen man evtl. noch blicken könnte...

LG
Jörg

Ich würde mal auf die schnelle ein paar Instrumente ausschließen:
München- Heilig Geist (größte Orgel von Siemann) wegen Zerstörung der Kirche bis auf die Grundmauern.
Und die Steinmeyer aus München dt. Museum, die Orgel von Vierzehnheiligen und der 1937er-Spieltisch von Nürnberg-Lorenz steh´n bei Lampl.

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

jrbecker @, Montag, 26. Mai 2014, 13:35 (vor 4541 Tagen) @ Florgel

Ich würde gerade in Süddeutschland die zeitliche Grenze auf später als 1945 setzen.


Ich hatte 1945 als "Ende" gesetzt, weil ich vermutete, dass nach 1945 auch in Süddeutschland nur noch sehr wenige pneumatische Instrumente in dieser Größenordnung erbaut worden sein, ich hätte vermutet, dass hier - wenn nicht erste orgelbewegte mechanische Instrumente errichtet wurden - dann elektrische Trakturen zum Einsatz kamen. Wenn du noch eine andere Auswertung sehen willst, schreib einfach, welche Spanne du gerne sehen würdest.

Mehr unschlüssig war ich mir eigentlich über die Eingrenzung auf Süddeutschland. Welche Anhaltspunkte gibt es dafür, dass der Spieltisch aus dem süddeutschen/österreichischen/schweizerischen Raum stammen soll? Oder könnte nicht auch andere Regionen in Frage kommen? (Vielleicht habe ich auch was überlesen, und selbst wenn Eisenschmid nur an dortige Orgelbauer geliefert hätte, könnte doch trotzdem die Orgel in eine andere Region gegangen sein...)

Ich würde mal auf die schnelle ein paar Instrumente ausschließen:
München- Heilig Geist (größte Orgel von Siemann) wegen Zerstörung der Kirche bis auf die Grundmauern.
Und die Steinmeyer aus München dt. Museum, die Orgel von Vierzehnheiligen und der 1937er-Spieltisch von Nürnberg-Lorenz steh´n bei Lampl.

... und schon wird die Liste kleiner! Weiter so, auch über eine Negativliste kann man zum Ziel gelangen!

LG
Jörg

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

Solcena ⌂ @, Montag, 26. Mai 2014, 13:48 (vor 4541 Tagen) @ jrbecker

... und schon wird die Liste kleiner! Weiter so, auch über eine Negativliste kann man zum Ziel gelangen!

Naja, die folgenden kommen wohl auch nicht wirklich in Betracht:

D 80538 MUENCHEN DEUTSCHES-MUSEUM3 STEINMEYER/OETTINGEN 1938 75 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70182 STUTTGART HOCHSCHULE MUSI WALCKER/LUDWIGSBURG 1911 73 4 EHEMALIGE ORGEL
D 70173 STUTTGART THEATER-2 WEIGLE/STUTTGART 1912 82 4
A 06330 KUFSTEIN HELDENORGEL WALCKER/LUDWIGSBURG 1931 46 4 FREIORGEL 13 KILOME
A 05020 SALZBURG MOZARTEUM-3 RIEGER/JAEGERNDORF 1914 80 4
A 01010 WIEN MUSIKVEREINSSAAL RIEGER/JAEGERNDORF 1907 71 4 EHEMALIGE ORGEL
A 01040 WIEN ORF STEINMEYER/OETTINGEN 1937 70 4 EHEMALIGE ORGEL

LG

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

AndreasM @, Völklingen, Montag, 26. Mai 2014, 17:56 (vor 4541 Tagen) @ jrbecker

... und schon wird die Liste kleiner! Weiter so, auch über eine Negativliste kann man zum Ziel gelangen!


Wenn über diesen Spieltisch eine Evangelienorgel und evtl. eine Epistelorgel über einen der fehlenden Schalter angesteuert wurde, kann man meines Erachtens von einer katholischen Kirche als Standort ausgehen, da diese früher typischerweise die Teilung in Evangelien- und Epistelseite kannte. Damit fielen aus der Liste schon mal alle evangelischen Kirchen und sonstige anderweitige Orte raus.

Grüße
Andreas

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

Oktavkoppler @, Montag, 26. Mai 2014, 17:45 (vor 4541 Tagen) @ Florgel

Ich würde gerade in Süddeutschland die zeitliche Grenze auf später als 1945 setzen.

Die Firma Eisenschmid baute noch bis Ende der 50er Jahre diese 'aerodynamische' Backenform.
(Alter Spieltisch St. Maria Stuttgart, jetzt in der Oskar-Walker-Schule)
Quelle: Eigenes Erleben und hier:
http://www.st-maria-stuttgart.de/orte/stmaria/orgel/zurorgelchronik.htm

Ok

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

Florgel @, Montag, 26. Mai 2014, 18:59 (vor 4541 Tagen) @ Oktavkoppler

Ich würde gerade in Süddeutschland die zeitliche Grenze auf später als 1945 setzen.

Die Firma Eisenschmid baute noch bis Ende der 50er Jahre diese 'aerodynamische' Backenform.
(Alter Spieltisch St. Maria Stuttgart, jetzt in der Oskar-Walker-Schule)
Quelle: Eigenes Erleben und hier:
http://www.st-maria-stuttgart.de/orte/stmaria/orgel/zurorgelchronik.htm

Ok

Damit lässt es sich natürlich noch besser eingrenzen.
Ich bin bloß von der solchen oder ähnlichen Spieltischen und Tastaturen zugehörigen Technik ausgegangen ...
und die gute alte (oder schon eher wieder neue?) Elektropneumatik wurde flächendeckend (nicht nur) zB. im Bistum Regensburg bis Mitte/Ende der 1960er gebaut, zB. auch mal 1967 in Waldsassen(Ausnahme RP). Das letzte mir hier bekannte neue el-pneumatische Instrument stammt noch von 1975 -in der Zeit natürlich vom oldn Meier-Fritz.

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

Karsten @, Montag, 26. Mai 2014, 17:10 (vor 4541 Tagen) @ jrbecker

Weiterhin nun auf 4 Manuale suchen. Und schon liefern uns die Daten von Herrn Weisel folgende 22 Instrumente:

Ich möchte folgendes zu Bedenken geben: vier Manuale hat der Hauptspieltisch, nicht unbedingt aber die größte Orgel der gesuchten Orgelanlage. Rein theoretisch könnte die Hauptorgel auch "nur" zwei oder drei Manuale haben, die übrigen Manualen könnten mit den zusätzlichen Teilen der Orgelanlage belegt gewesen sein.
Das macht die Suche leider weiter komplizierter...

Gruß
Karsten

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

jrbecker @, Montag, 26. Mai 2014, 18:09 (vor 4541 Tagen) @ Karsten

Weiterhin nun auf 4 Manuale suchen. Und schon liefern uns die Daten von Herrn Weisel folgende 22 Instrumente:


Ich möchte folgendes zu Bedenken geben: vier Manuale hat der Hauptspieltisch, nicht unbedingt aber die größte Orgel der gesuchten Orgelanlage. Rein theoretisch könnte die Hauptorgel auch "nur" zwei oder drei Manuale haben, die übrigen Manualen könnten mit den zusätzlichen Teilen der Orgelanlage belegt gewesen sein.
Das macht die Suche leider weiter komplizierter...

Gruß
Karsten

Es gibt viele Wenns und Abers, die diese Vorgehensweise eher ungewisse Ergebniss liefern lassen: Was, wenn der Spieltisch "nur" im Rahmen einer Technik-Umrüstung zur Orgel gekommen ist und es gar keinen Neubau des eigentlichen Instruments oder nur einen Neubau einer Teil-Orgel gab

Je länger ich darüber nachdenke, kommt es mir auch seltsamt vor, dass eine so große Orgelanlage einen rein pneumatischen Hauptspieltisch gehabt haben soll... Wenn es wirklich mehrere Teilorgeln gab, dann muss es doch eigentlich ein recht großer Raum sein. Ist dann die Entfernung zwischen Haupt- und Chororgel und Evangelienorgel für eine rein pneumatische Ansteuerung nicht zu groß? Ich habe nur eine kleine pneumatische Orgel, auf der ich regelmäßig spiele, daher habe ich keine Vorstellung: Welche "Strecke" kann ich denn tatsächlich pneumatisch zurücklegen? - Ich denke, dass wir unter Umständen mit dem Blick auf die Pneumatik in der falschen Richtung unterwegs sind, zumindest was die Ansteuerung der weiter entfernt stehenden Orgelteile betrifft...

Chororgel - Evangelienorgel - steht eine Evangelienorgel nicht üblicherweise auch in der Nähe des Chorraums? (Die Anordnung à la Passau stellt ja wohl eher die Ausnahme dar, oder?) Wo auch immer dann der Chor gestanden haben mag: Es wird nicht auf der Evanglienseite gewesen sein... und wäre es auf der Epistelseite gewesen, hätte man dann die Chororgel nicht Epistelogel genannt? Ob man von den beiden nicht mehr vorhandenen Tastern tatsächlich weitere Teilwerke schalten konnte, möchte ich auch hinterfragen. Die sichtbare Technik ist ja "nur" die mechanische Umsetzung einer Auslöser-"Schaltung" und da die Orgel ja offensichtlich ein "Cresc." gehabt hat, würde mir an dieser Stelle unter dem I. Manual noch die sicher nicht abwegigen Übeltäter "Cresc. ab" und z. B. "Koppeln aus Cresc." in den Sinn kommen...

LG
Jörg

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

Wolfgang Gourgé @, Montag, 26. Mai 2014, 18:17 (vor 4541 Tagen) @ jrbecker

Weiterhin nun auf 4 Manuale suchen. Und schon liefern uns die Daten von Herrn Weisel folgende 22 Instrumente:


Ich möchte folgendes zu Bedenken geben: vier Manuale hat der Hauptspieltisch, nicht unbedingt aber die größte Orgel der gesuchten Orgelanlage. Rein theoretisch könnte die Hauptorgel auch "nur" zwei oder drei Manuale haben, die übrigen Manualen könnten mit den zusätzlichen Teilen der Orgelanlage belegt gewesen sein.
Das macht die Suche leider weiter komplizierter...

Gruß
Karsten


Es gibt viele Wenns und Abers, die diese Vorgehensweise eher ungewisse Ergebniss liefern lassen: Was, wenn der Spieltisch "nur" im Rahmen einer Technik-Umrüstung zur Orgel gekommen ist und es gar keinen Neubau des eigentlichen Instruments oder nur einen Neubau einer Teil-Orgel gab

Je länger ich darüber nachdenke, kommt es mir auch seltsamt vor, dass eine so große Orgelanlage einen rein pneumatischen Hauptspieltisch gehabt haben soll... Wenn es wirklich mehrere Teilorgeln gab, dann muss es doch eigentlich ein recht großer Raum sein. Ist dann die Entfernung zwischen Haupt- und Chororgel und Evangelienorgel für eine rein pneumatische Ansteuerung nicht zu groß? Ich habe nur eine kleine pneumatische Orgel, auf der ich regelmäßig spiele, daher habe ich keine Vorstellung: Welche "Strecke" kann ich denn tatsächlich pneumatisch zurücklegen? - Ich denke, dass wir unter Umständen mit dem Blick auf die Pneumatik in der falschen Richtung unterwegs sind, zumindest was die Ansteuerung der weiter entfernt stehenden Orgelteile betrifft...

....ich habe diese Diskussion jetzt nicht mitverfolgt, aber ich würde mal von Elektrik ausgehen - pneumatisch überbrücken lassen sich Entfernungen von einer Haupt- zu einer Chororgel längst nicht mehr.

Gruß,
Wolfgang

wo stand ein 4-man. Spieltisch mit Chor/Evang.orgelstrg.?

jrbecker @, Montag, 26. Mai 2014, 18:22 (vor 4541 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Je länger ich darüber nachdenke, kommt es mir auch seltsamt vor, dass eine so große Orgelanlage einen rein pneumatischen Hauptspieltisch gehabt haben soll... Wenn es wirklich mehrere Teilorgeln gab, dann muss es doch eigentlich ein recht großer Raum sein. Ist dann die Entfernung zwischen Haupt- und Chororgel und Evangelienorgel für eine rein pneumatische Ansteuerung nicht zu groß? Ich habe nur eine kleine pneumatische Orgel, auf der ich regelmäßig spiele, daher habe ich keine Vorstellung: Welche "Strecke" kann ich denn tatsächlich pneumatisch zurücklegen? - Ich denke, dass wir unter Umständen mit dem Blick auf die Pneumatik in der falschen Richtung unterwegs sind, zumindest was die Ansteuerung der weiter entfernt stehenden Orgelteile betrifft...


....ich habe diese Diskussion jetzt nicht mitverfolgt, aber ich würde mal von Elektrik ausgehen - pneumatisch überbrücken lassen sich Entfernungen von einer Haupt- zu einer Chororgel längst nicht mehr.

Gruß,
Wolfgang

Danke, das dachte ich mir! (Ich wollte etwas vorisichtig sein mit der Formulierung "das geht nicht", denn tatäschlich bedeutet das ja nicht, dass es nicht geht, nur weil ich es noch nicht gesehen habe... :-)

Gruß
Jörg

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Offenbass 32' ⌂ @, Montag, 26. Mai 2014, 18:04 (vor 4541 Tagen) @ Dulzian

Ich bin der Vorbesitzer der Klaviaturen. Sie sind etwa 90 Jahre alt, erstanden habe ich sie vom Orgelbauer Gunnar Schmid aus Kaufbeuren und sein Vater hat sie damals irgendwo ausgebaut. Soviel konnte ich nun noch zur Sache beitragen.
Die klaviaturen sind auch nach meiner Meinung von Eisenschmid gebaut worden. Aber wede3r Gunnar Schmid noch ich wissen genau wo sie einmal verbaut waren.

Gruß
Martin
Der original Offenbass...

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

jrbecker @, Montag, 26. Mai 2014, 18:19 (vor 4541 Tagen) @ Offenbass 32'

Ich bin der Vorbesitzer der Klaviaturen. Sie sind etwa 90 Jahre alt, erstanden habe ich sie vom Orgelbauer Gunnar Schmid aus Kaufbeuren und sein Vater hat sie damals irgendwo ausgebaut. Soviel konnte ich nun noch zur Sache beitragen.
Die klaviaturen sind auch nach meiner Meinung von Eisenschmid gebaut worden. Aber wede3r Gunnar Schmid noch ich wissen genau wo sie einmal verbaut waren.

Gruß
Martin
Der original Offenbass...

Da Schmids Tätigkeitsschwerpunkt in D lag, möchte ich aufgrund dieser Info Österreich und Schweiz als Herkunftsland eigentlich ausschließen.
Gruß
Jörg

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Offenbass 32' ⌂ @, Montag, 26. Mai 2014, 18:25 (vor 4541 Tagen) @ jrbecker

Aber Russland käme noch in Frage, da Schmid viel Engagement darin gesteckt hat, abgebaute intakte Orgeln dort in Kirchen zu installieren. Dabei holte er sich dann auch seine tödliche Verletzung.

Vielen Dank für die Hinweise!

Dulzian @, Montag, 26. Mai 2014, 18:33 (vor 4541 Tagen) @ Offenbass 32'
bearbeitet von Dulzian, Montag, 26. Mai 2014, 18:40

Vielen Dank Martin, für die Zusatzinfo, und allen anderen hier (allen voran jrbecker für die beachtliche Liste der gelisteten Kirchenkandidaten).

Ich hatte schon angefangen, diese Liste zu bearbeiten, durch die Beiträge, die kamen wegen Ausschluss der Orgeln.
Aber jetzt, wo noch Russland ins Spiel kommt, wird die Sache wohl doch zu unübersichtlich.

Da ich mich nur in einem engen Bereich der ostwestfälischen Provinz protestantischer Kirchen tummle, wo eine 4-manualige Orgel mit Steuerung mehrerer anderer Orgeln eher selten ist (um es vorsichtig zu formulieren), nahm ich an, dass die Auswahl viel kleiner sein müsste...

Ich übersah, wie reich die katholische Kirche ist oder war, eine Vielzahl solcher Riesen-Orgelbatterien finanzieren zu können... :-)

Vielen Dank für die Hinweise!

Offenbass 32' ⌂ @, Montag, 26. Mai 2014, 18:57 (vor 4541 Tagen) @ Dulzian

Ich sagte dir ja damals schon, daß in Klöstern eine Chor-und Evangelienorgel fast normal war.

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Karsten @, Montag, 26. Mai 2014, 20:12 (vor 4541 Tagen) @ Dulzian
bearbeitet von Karsten, Montag, 26. Mai 2014, 20:18

Hallo!

Wenn man nun alle Daten zusammenträgt, könnte es ein alter Spieltisch aus Landsberg sein: Der hatte mal vier Manuale, eine Chororgel war vom IV. Manual aus spielbar und die noch heute zu sehenden Positivgehäuse könnten mal als Evangelien/Epistel-Orgel benannt gewesen sein...
http://ip51cc4e92.adsl-surfen.hetnet.nl/scripts/wwwopac.exe?database=orgbase2&%250=...

Gruß
Karsten

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

Dulzian @, Montag, 26. Mai 2014, 20:50 (vor 4541 Tagen) @ Karsten

Dann könnte es wohl der Spieltisch sein, den der Großvater des von Offenbass erwähnten Gunnar Schmid, also Gerhard Schmid, 1983 aus der Orgel ausgebaut hat, und welche einem Neubau gewichen ist?

Vielleicht war dann bei dem Umbau 1959 durch Gebrüder Sandtner noch dieser Spieltisch in Gebrauch (oder dort schon ausgebaut, weil dann vielleicht auf mechanische Traktur umgestellt wurde?). Vielleicht existiert ein Foto von dem damaligen Spieltisch? Vielleicht hat man in Landsberg ein Archiv - ich werde dort mal nachhaken.

Vielen Dank für die heiße Spur!

Wo könnten diese Orgelmanuale herstammen?

jrbecker @, Dienstag, 27. Mai 2014, 09:52 (vor 4540 Tagen) @ Karsten

Hallo!

Wenn man nun alle Daten zusammenträgt, könnte es ein alter Spieltisch aus Landsberg sein: Der hatte mal vier Manuale, eine Chororgel war vom IV. Manual aus spielbar und die noch heute zu sehenden Positivgehäuse könnten mal als Evangelien/Epistel-Orgel benannt gewesen sein...
http://ip51cc4e92.adsl-surfen.hetnet.nl/scripts/wwwopac.exe?database=orgbase2&%250=...

Gruß
Karsten

Warum kam wohl - nachdem ich den Zusammenhang mit Schmid gelesen hatte - auch mir sofort "Landsberg!" in den Sinn...?!? - Aber ich hatte mich nicht getraut, es in die Runde zu werfen, denn die Steinmeyerin von 1894 (die lt. Weisels Datenbank die Schmid-Vorgängerin war) ist meiner Meinung nach zu früh für einen elektrischen Generalspieltisch und passte auch nicht zur Aussage, die Klaviaturen seien 80-90 Jahre alt. Außerdem hat die Orgel nach Weisel "nur" II/32 gehabt. In Weisels Datenbank ist für die Kirche eine zweite Orgel aufgeführt, aber - wenn die Jahresangaben und Zuordnungen stimmen - stammte die von 1849 mit I/7, das Werk wurde wohl 1958 durch Sandtner ersetzt, das wiederum 1983 einem Schmid-Werk mit I/8 wich. Aber es ist keine 3. Orgel aufgeführt (bzw. erstmals mit Baujhahr 1982, Jann, I/5).

Dass es dort schon vor der Schmid-Orgel einen viermanualigen Spieltisch gegeben hat, ist mir nicht bekannt gewesen, es würde aber bedeuten, dass die genannten Orgeln irgendwann einmal einen größeren Umbau mit Elektrifizierung hätten "erleiden" müssen. Geschichts- und Ortskenner vor!

Grundsätzlich denkbar ist natürlich, dass eine zweimanualige Hauptorgel und zwei kleinere, einmanualige Orgeln (auf dem III. und IV. Manual) von einem viermanualigen Spieltisch angespielt worden sein können. ABER: Dann hätte man doch die Absteller für Chor- und Evangelienorgel nicht benötigt! Mit dem Abstoßen der jeweiligen Koppel erreicht man dasselbe Ziel...

Demnach liegt Landsberg also offensichtlich zwar im Rahmen des Möglichen, aber 100%ig erschließt es sich mir noch nicht. Aber wie gesagt: Ortskenner haben bessere Kenntnisse als ich und mögen gerne hier noch Informationen einbringen!

LG
Jörg

Infos zu Landsberg

tiratutti @, Dienstag, 27. Mai 2014, 11:09 (vor 4540 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von tiratutti, Dienstag, 27. Mai 2014, 11:15

Hallo,

in diesem PDF mit Orgelinformationen von der Seite der Landsberger Orgelkonzerte steht am Ende von Seite 1, dass Sandtner 1956-59 die damalige Steinmeyer auf IV/65 erweitert, die Seitengehäuse gefüllt und die Chororgel angeschlossen hat. Das passt eigentlich alles zu den vorhandenen Angaben außer den anekdotisch angegebenen 90 Jahren für den Spieltisch. Der wäre dann halt nur 40-50 Jahre alt gewesen.

Grüße von tiratutti

Nachtrag: vielleicht war auf dem 4. Manual sowohl die Evangelienorgel im Seitengehäuse als auch die Chororgel elektrisch traktiert anspielbar und mit den Abstellern konnte das geregelt werden. Das heißt dann, dass es keine weiteren Absteller gab, man aber die vier Manuale voll bekommt: I und II die "alte" Steinmeyer, III Epistelorgel, IV Evangelienorgel und/oder Chororgel.

Infos zu Landsberg

Dulzian @, Dienstag, 27. Mai 2014, 15:14 (vor 4540 Tagen) @ tiratutti

Hallo,

in diesem PDF mit Orgelinformationen von der Seite der Landsberger Orgelkonzerte steht am Ende von Seite 1, dass Sandtner 1956-59 die damalige Steinmeyer auf IV/65 erweitert, die Seitengehäuse gefüllt und die Chororgel angeschlossen hat. Das passt eigentlich alles zu den vorhandenen Angaben außer den anekdotisch angegebenen 90 Jahren für den Spieltisch. Der wäre dann halt nur 40-50 Jahre alt gewesen.

Grüße von tiratutti

Nachtrag: vielleicht war auf dem 4. Manual sowohl die Evangelienorgel im Seitengehäuse als auch die Chororgel elektrisch traktiert anspielbar und mit den Abstellern konnte das geregelt werden. Das heißt dann, dass es keine weiteren Absteller gab, man aber die vier Manuale voll bekommt: I und II die "alte" Steinmeyer, III Epistelorgel, IV Evangelienorgel und/oder Chororgel.

Der ausgebaute Spieltisch scheint zu einer Orgel gehören, die keine mechanische Traktur hatte (ich hoffe, ich liege da richtig, denn am Ende eines jeden Tastenhebels befindet sich nämlich ein Bleigewicht, was für ein Tastenniederdruckgewicht von 55-65 Gramm sorgt). Kann es sein, dass Sandtner 1956-59 immer noch auf Pneumatik gesetzt hat?

Die Untertasten sind mit Elfenit belegt, da frage ich mich auch, ob das noch in den 50-er Jahren zum Einsatz kam?

Auf der anderen Seite, wenn der Spieltisch schon bei der Steinmeyer-Orgel im Einsatz war, wäre dies also seit 1894. So richtig verschlissen war aber nur das 1. Manual, bereits das 2. und erst recht das 3. Manual sehen noch recht frisch aus (vom Verschleiß her gesehen könnte ich mir vorstellen, dass es ein Spieltisch war, der von 1959-1983 im Einsatz war, aber das können Fachleute viel besser beurteilen). Das 4.Manual ist, wie schon gesagt, abmontiert worden.

Infos zu Landsberg

tiratutti @, Dienstag, 27. Mai 2014, 16:33 (vor 4540 Tagen) @ Dulzian

Hallo,

Der ausgebaute Spieltisch scheint zu einer Orgel gehören, die keine mechanische Traktur hatte (ich hoffe, ich liege da richtig, denn am Ende eines jeden Tastenhebels befindet sich nämlich ein Bleigewicht, was für ein Tastenniederdruckgewicht von 55-65 Gramm sorgt). Kann es sein, dass Sandtner 1956-59 immer noch auf Pneumatik gesetzt hat?

Tastenendgewichte gibt es durchaus auch bei mechanischen Spieltischen, das würde ich nicht als Argument für Pneumatik gelten lassen.
In dem verlinkten PDF steht, dass die pneumatische zweimanualige Steinmeyer 1956/59 an den neuen viermanualigen Spieltisch angeschlossen wurde. Da hat man dann entweder die Penumatik gelassen oder (wahrscheinlicher) auf Elektropneumatik umgebaut.

Die Untertasten sind mit Elfenit belegt, da frage ich mich auch, ob das noch in den 50-er Jahren zum Einsatz kam?

das ist auch in meiner Orgel so. Und die ist ein Neubau aus den 1960ern. Also ein definitives Ja.

Ich halte Landsberg Mariä Himmelfahrt zu 99% für die Lösung des Rätsels :-)

Grüße von tiratutti

Infos zu Landsberg

Oktavkoppler @, Dienstag, 27. Mai 2014, 18:57 (vor 4540 Tagen) @ tiratutti

Steinmeyer 1956/59

Dann müßte aber in den Akten von Eisenschmid noch was zu finden sein.

Ok

Infos zu Landsberg

Dulzian @, Dienstag, 27. Mai 2014, 20:15 (vor 4540 Tagen) @ Oktavkoppler

Steinmeyer 1956/59

Dann müßte aber in den Akten von Eisenschmid noch was zu finden sein.


Ich hatte nur nachgefragt nach Akten vor dem 2. Weltkrieg, die allesamt verbrannt sind. Werde dort nachfragen nach dieser speziellen Orgel bzw. allgemeiner, was nach dem 2. Weltkrieg an 4-manualigen Spieltischen verbaut wurde und bei Ergebnissen hier vermelden.

Vielen herzlichen Dank so weit!!

Rätsel gelöst - es ist tatsächlich Landsberg Mariä Himmelfahrt!

Dulzian @, Mittwoch, 25. Juni 2014, 10:45 (vor 4511 Tagen) @ Karsten

Habe nun von einem Konzertorganisten, welcher den Spieltisch vor dem Umbau Anfang der 80-er Jahre in der Stadtkirche Landsberg noch erlebt hat, die Mitteilung bekommen, dass es sich mit an Sicherheit gerenzender Wahrscheinlichkeit wirklich um diesen Spieltisch handeln müsste.

Vielen Dank an Karsten und alle anderen!

Rätsel gelöst - es ist tatsächlich Landsberg Mariä Himmelfahrt!

Oktavkoppler @, Mittwoch, 25. Juni 2014, 12:55 (vor 4511 Tagen) @ Dulzian

Laß Dir doch Kopien der Konzertprogramme aus dieser Zeit geben, dann weißt Du, welche berühmten Persönlichkeiten Deine Tasten schon gespielt haben! :)
Ok

Rätsel gelöst - es ist tatsächlich Landsberg Mariä Himmelfahrt!

3rd_astronaut, Mittwoch, 25. Juni 2014, 14:54 (vor 4511 Tagen) @ Dulzian

danke auch an dich fürs stellen des rätsels, war ja teils richtig spannend :-)

Rätsel gelöst - es ist tatsächlich Landsberg Mariä Himmelfahrt!

Karsten @, Mittwoch, 25. Juni 2014, 19:59 (vor 4511 Tagen) @ Dulzian

Vielen Dank an Karsten und alle anderen!

Hat Spaß gemacht! Ich/wir haben zu danken!

Gruß
Karsten

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