CC in der Philharmonie Köln

Posaune16, Mittwoch, 21. Mai 2014, 14:28 (vor 4547 Tagen)

Gestern spielte Cameron Carpenter in der Kölner Philharmonie abwechselnd auf der Klaisine und seiner brandneuen elektronische Touringorgel. Der erste Teil vor der Pause war aus meiner Sicht eher dazu da, seine unglaubliche und einmalige Technik zu zeigen. Im Teil nach der Pause zeigt CC aber, dass er sehr wohl auch musikalisch überzeugen kann. Die Bach'sche Chaconne spielte er mit einem wahrsinning tollen Spannungsbogen; irre! Und mit seinen drei Zugaben zeigte er für mich sehr überzeugend seine hervorstechende Liebe zu verschiedenen Klängen und musikalischen Stilen.
Das war ein echtes Konzert-Erlebnis! Und die Klaisine braucht sich aus meiner Sicht nicht hinter der elektronischen Variante zu verstecken!

CC in der Philharmonie Köln

stein @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 15:22 (vor 4547 Tagen) @ Posaune16

Das war ein echtes Konzert-Erlebnis! Und die Klaisine braucht sich aus meiner Sicht nicht hinter der elektronischen Variante zu verstecken!

Mann, muss die E-Orgel schlecht sein!

Danke für den Bericht

CC in der Philharmonie Köln

Clarinette, Mittwoch, 21. Mai 2014, 16:53 (vor 4547 Tagen) @ Posaune16

Ich war auch da. Zunächst mit etwas gemischten Gefühlen aber mit der klaren Erwartung, dass es ein Event wird – das war es dann auch. Die Klais-Orgel, die m.E. durch die Umdisponierung 2009 sehr gewonnen hat (vorher klang sie arg schmächtig und gar nicht raumfüllend), musste sich mit ihrem zugegebenermaßen etwas spröden Charme tatsächlich nicht hinter der Touring Organ verstecken. Vor allem deshalb nicht, weil die Elektrokiste mit einer Pfeifenorgel wenig zu tun hat und vielleicht auch nichts zu tun haben will. Ich würde sie als manisch-überdrehte Interpretation einer Kinoorgel bezeichnen – als solche passt sie hervorragend zu CC und macht Spaß.

Zum Programm: CC begann auf der Klais mit Mozarts KV284. Das technische Können und die sprühende Kreativität waren hier deutlich zu sehen und zu hören. Den zweiten Satz registrierte CC komplett ohne Setzer. Er gestaltete die Sonate mit viel Humor, kleine und große Fürze (schönes Contrafagott) eingeschlossen. Allerdings deutete sich hier auch schon an, dass der unbändige Gestaltungswille (ständig neue Registrierungen, teilweise irrwitzige Tempi) die Struktur die Musik manchmal zerfasern lässt. Nach Mozart wechselte CC zur Touring Organ mit Bachs Triosonate G-Dur. Schon nach ein paar Takten entschloss ich mich intuitiv, dieses Instrument nicht als Pfeifenorgel zu hören und fand damit Gefallen am Vortrag. Vor allem im zweiten Satz gaben die ächzenden Basslinien (jawoll, mit 32´) dem musikalischen Geschehen eine eigenartig berührende Atmosphäre. Im dritten Satz stellte CC dann einem Mixturplenum die Tuba entgegen – das kann man so machen! Hier hat mich beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit CC hier und da Triller und Verzierungen einbaute. Mit dieser spielerischen Leichtigkeit habe ich Bach bisher nur von Koroliov gehört. Weiter ging es mit Francks Choral E-Dur. Das war für mich eine echte Belastungsprobe, obwohl ich Guillous Franck kenne und sehr schätze. Die Touring Orgel gab einen Klangschwall nach dem nächsten ab; Francks filigrane Linien mutierten zu einer hysterischen Hollywood-Apokalypse für Hörgeschädigte. Ich kam also etwas enerviert aus der Pause zurück und war froh, dass es auf der Klais-Orgel weiterging. BWV 734 (Busoni/Carpenter) war eher eine Zirkusnummer, zeigte aber wieder einmal Carpenters unglaubliches technisches Können. Mit der Chaconne d-moll in eigener Bearbeitung kam eine ganz andere Facette zum Vorschein: Große Spannungsbögen, tiefe Ernsthaftigkeit und das Aushaltenkönnen von Stille. Apropos Stille: Das Publikum (2/3 besetzter Saal) war gebannt und elektrisiert. Nach Bach wieder der Wechsel zur Elektroorgel. Zunächst mit CCs Music For An Imaginary Film. Stilistisch vielleicht zwischen Gershwin und Bernstein einzuordnen, zeigte dieses Stück die Schokoladenseite der Touring Organ. Die Klaviersonate Fis-Dur von Skrjabin schloss sich stimmig an. Auch hier zeigte die Touring Organ, dass sie ihre Daseinsberechtigung als eigenständiges Instrument hat. Und Carpenter zeigte, dass er nicht nur ein brillianter Techniker, sondern auch ein großartiger Musiker ist. Standing Ovations, erste Zugabe: Scherzo aus der Pathetique von Tschaikowsky. Danach hat es mich dann auch nicht mehr im Sitz gehalten – das war einfach nur großartig. Zwei weitere Zugaben führten dann in jazzigere Gefilde, u.a. mit Carpenters Version von If You Cold Read My Mind. Großes Kino! Und eben auch eine große Stärke der Touring Organ. Alles in allem: Ein phantastischer Konzertabend, ein Event eben, das ich so schnell nicht vergessen werde. Um die Sache rundzumachen, habe ich natürlich eine CD gekauft und mich zur Signierstunde angestellt. Irgendwie konnte ich nicht anders.

CC in der Philharmonie Köln

friedemannw @, Gießen, Mittwoch, 21. Mai 2014, 23:02 (vor 4546 Tagen) @ Clarinette

Da hätte man ja fast ein Forumstreffen draus machen können :) Ich saß auch im Saal.
Ich kann mich meinen "Vorschreibern" anschließen. Seine Technik ist schon sehr beeindruckend. Irgendwie war es mir aber "too much" - oft schnelle Tempi, häufige Registerwechsel, ich konnte mich gar nicht richtig auf die Musik "einlassen". Ich fand sein Spiel an der Klaisine interessanter, auch wenn bei vollgriffigen Fortissimo-Akkorden der Wind etwas knapp wurde. Die Registrierungen empfand ich dynamisch als sehr ausgewogen.
Etwas entäuscht bin ich von seiner Touring-Organ. Mit einem Bekannten hab ich vor ein paar Jahren die Marshall & Orgletree-Orgel in der Trinity-Church New York gehört und gespielt. Das fand ich damals überraschend gut gemacht. Aber die Touring-Orgel... Irgendwie sehr steril - da finde ich meine Hauptwerk-Orgel deutlich besser. Vielleicht mal ne leicht ungleichstufige Stimmung aufspielen :)
Da gibt es alles von Flüsteraeoline über den Super-Stentor-Principal bis zum Dröhnbass!
Gelohnt hat sich der Besuch auf jeden Fall. Ich denke, man sollte ihn schon mal live gesehen haben!

CC bei Stephan Raab

JSBach @, Donnerstag, 22. Mai 2014, 14:08 (vor 4546 Tagen) @ friedemannw

CC war gestern abend Gast bei Stefan Raab, hier der Aussschnitt auf YT

https://www.youtube.com/watch?v=n7Mxi1JQVb8

CC bei Stephan Raab

Flûte harmonique, Donnerstag, 22. Mai 2014, 15:37 (vor 4546 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von Flûte harmonique, Donnerstag, 22. Mai 2014, 15:41

CC war gestern abend Gast bei Stefan Raab, hier der Aussschnitt auf YT

https://www.youtube.com/watch?v=n7Mxi1JQVb8

... "er spielt mit Händen und Füßen .. mit zwei Füßen gleichzeitig vier Töne... mit dem Daumen auf der darunterliegenden Tastatur... gibt es auf dieser Welt nur einmal..."

Mehr braucht man sich, denke ich, von diesem Filmchen nicht antun.


P.S.: gleichzeitiges Spiel auf vier Manualen gibt es bei Langlais (Première Symphonie), ansonsten gleichzeitiges Spiel auf zwei Manualen in Kompositionen und Improvisationen von Daniel Roth, Naji Hakim u. a.; vierstimmiges Pedalspiel bei Schlick, Langlais, Sowerby oder Dupré (Präludium g-Moll & Evocation), bis zu sechsstimmige Akkorde im Pedal bei Guillou...

CC bei Stephan Raab

Orlos @, Donnerstag, 22. Mai 2014, 15:52 (vor 4546 Tagen) @ Flûte harmonique

Mit einer Hand auf zwei Manualen zu spielen, ist eine bedeutend ältere Idee, findet sich schon bei französischer Barockmusik, später bei Lemmens, Guilmant und Widor.

CC bei Stephan Raab

Karsten @, Donnerstag, 22. Mai 2014, 17:12 (vor 4546 Tagen) @ Flûte harmonique

Naja, um genau zu sein, sagte Raab:
"...das gibt es - glaube ich - auf dieser Welt nur einmal..."

Mögen diese Behauptungen über bzw. die Einzigartigkeit der beschriebenen Spieltechniken - wie ja schon durch zahlreiche Literaturbeispiele belegt - auch nicht den (musikwissenschaftlichen) Tatsachen entsprechen, so mögen diese Spieltechniken an sich doch eher die Ausnahme als den Regelfall darstellen.
Im Kontext einer solchen Unterhaltungssendung habe zumindest ich mit solchen Aussagen und der (ja stilistisch durchaus passenden) marktschreierischen Präsentation jedenfalls keine Probleme.
Es wäre jetzt mal spannend zu erfahren, wieviele zusätzliche Track- oder Album-Downloads es nach dieser Sendung auf den einschlägigen Onlineportalen gab...

Gruß
Karsten

CC bei Stephan Raab

Flûte harmonique, Donnerstag, 22. Mai 2014, 18:08 (vor 4546 Tagen) @ Karsten

Naja, um genau zu sein, sagte Raab:
"...das gibt es - glaube ich - auf dieser Welt nur einmal..."

Mögen diese Behauptungen über bzw. die Einzigartigkeit der beschriebenen Spieltechniken - wie ja schon durch zahlreiche Literaturbeispiele belegt - auch nicht den (musikwissenschaftlichen) Tatsachen entsprechen, so mögen diese Spieltechniken an sich doch eher die Ausnahme als den Regelfall darstellen.
Im Kontext einer solchen Unterhaltungssendung habe zumindest ich mit solchen Aussagen und der (ja stilistisch durchaus passenden) marktschreierischen Präsentation jedenfalls keine Probleme.
Es wäre jetzt mal spannend zu erfahren, wieviele zusätzliche Track- oder Album-Downloads es nach dieser Sendung auf den einschlägigen Onlineportalen gab...

Gruß
Karsten

Das finde ich persönlich ziemlich uninteressant und irrelevant. Es gibt andere Wege, Werbung für die Orgel als Konzertinstrument zu machen. Viel interessanter ist doch die Frage, warum sich andere Organisten, die an der Juilliard School in New York studiert haben, keiner vergleichbaren Bekanntheit in Deutschland erfreuen wie Carpenter: z. B. Gerre Hancock (+), John Weaver, Alan Morrison, Paul Jacobs, Isabelle Demers oder Nathan Laube. Einige davon waren Carpenters Lehrer bzw. Mitstudierende. Und um es nochmals zu betonen: Auswendigspiel und selbständiges Registrieren ohne Assistenten sind im Rahmen der Ausbildung von Organisten an der Juilliard School (und vielen anderen amerikanischen Universitäten) absolut selbstverständlich und bedürfen keiner Diskussion. In Deutschland sind diese Dinge bei Organisten offensichtlich etwas "Exotisches" und werden daher oft eigens erwähnt und betont.

Was die beschriebenen Spieltechniken betrifft: es sind keine musikwissenschaftlichen Tatsachen, sondern Erfahrungen aus der alltäglichen Praxis mit Literaturspiel und Improvisation, in der diese Techniken weitaus häufiger verwendet werden als vielleicht manchem bewusst sein mag.

CC bei Stephan Raab

JSBach @, Donnerstag, 22. Mai 2014, 18:20 (vor 4546 Tagen) @ Flûte harmonique

auch wenn man (wie immer) über den Geschmack streiten kann, bin ich mir doch ziemlich sicher, dass nur die allerwenigsten Organisten mit der Technik Carpenters mithalten oder diese noch übertreffen können...

CC bei Stephan Raab

Clarinette, Donnerstag, 22. Mai 2014, 18:45 (vor 4546 Tagen) @ JSBach

Ich finde es erfreulich, dass die Orgel durch CC verstärkt in den Medien präsent ist. Da sollte man es verzeihen können, wenn nicht immer alles überkorrekt und fachlich richtig dargestellt wird.

CC bei Stephan Raab

stein @, Donnerstag, 22. Mai 2014, 19:11 (vor 4546 Tagen) @ Clarinette

Mit den beiden letzten Fernsehauftritten hat er sich keinen Gefallen getan.
Die Kirmesorgel klingt grausam. Der Spieltisch ist mit seinen Ravalements beeindruckend. 1 Mil. Euro hätte man aber viel besser anlegen können.
Wenn er sich Bach u.a. vorknöpft, kommt seine Virtuosität viel besser zum Vorschein.

CC bei Stephan Raab

Karsten @, Freitag, 23. Mai 2014, 08:42 (vor 4545 Tagen) @ stein
bearbeitet von Karsten, Freitag, 23. Mai 2014, 09:24

Mit den beiden letzten Fernsehauftritten hat er sich keinen Gefallen getan.
Die Kirmesorgel klingt grausam.

Wie ich schon mal gesagt hatte: es wäre interessant zu erfahren, wie sich die Download-Zahlen nach den Auftritten entwickelt haben.
Man sollte sich mal bewusst machen, dass auf amazon.de die Alben Cameron Carpenters jeweils um die 10 Kundenrezensionen haben. Im Vergleich zu anderen Orgel-Alben ist das schon recht viel... Man sollte seine Breitenwirkung nicht unterschätzen....

Und es wurde glaube ich auch mal erwähnt, dass die "wenigen" Pfeifenorgelliebhaber eigentlich nicht zur Zielgruppe Carpenters gehören. Entscheidend ist die breite Publikumsmasse, die hier häufig etwas abschätzig als "Aber wieso brauchen wir eine neue Orgel, die alte Orgel spielt doch noch?"-Gemeinde kategorisiert wird.

Der Spieltisch ist mit seinen Ravalements beeindruckend. 1 Mil. Euro hätte man aber viel besser anlegen können.

Wenn ich mich nicht verhört habe, nuschelte Carpenter "two million" - Raab verstand aber "one million".

Inwieweit hätte man denn einen Millionenbetrag in diesem Segment "besser" anlegen können oder sollen? Besser nach betriebswirtschaftlichen Aspekten? Nach kulturpolitischen Aspekten? Sollten im Kulturbetrieb solche Fragen überhaupt eine Rolle spielen? Ich wundere mich, dass so ein Argument überhaupt genannt wird. Sonst wird hier - zu Recht! - bei jeder Subventions- und Etatkürzung und Orchesterzusammenlegung und Stellenstreichung geflucht und gejammert. Aber hier sollen auf einmal solche finanziellen Aspekte ein ko-Kriterium sein?!
Und gerade, wo es sich offensichtlich um ein privates Budget handelt.

Gruß
Karsten

CC bei Stephan Raab

stein @, Samstag, 24. Mai 2014, 08:43 (vor 4544 Tagen) @ Karsten

Und es wurde glaube ich auch mal erwähnt, dass die "wenigen" Pfeifenorgelliebhaber eigentlich nicht zur Zielgruppe Carpenters gehören. Entscheidend ist die breite Publikumsmasse, die hier häufig etwas abschätzig als "Aber wieso brauchen wir eine neue Orgel, die alte Orgel spielt doch noch?"-Gemeinde kategorisiert wird.

Der Spieltisch ist mit seinen Ravalements beeindruckend. 1 Mil. Euro hätte man aber viel besser anlegen können.


Wenn ich mich nicht verhört habe, nuschelte Carpenter "two million" - Raab verstand aber "one million".

Inwieweit hätte man denn einen Millionenbetrag in diesem Segment "besser" anlegen können oder sollen? Besser nach betriebswirtschaftlichen Aspekten? Nach kulturpolitischen Aspekten? Sollten im Kulturbetrieb solche Fragen überhaupt eine Rolle spielen? Ich wundere mich, dass so ein Argument überhaupt genannt wird. Sonst wird hier - zu Recht! - bei jeder Subventions- und Etatkürzung und Orchesterzusammenlegung und Stellenstreichung geflucht und gejammert. Aber hier sollen auf einmal solche finanziellen Aspekte ein ko-Kriterium sein?!
Und gerade, wo es sich offensichtlich um ein privates Budget handelt.

Hier habe ich nur aus meiner ziemlich beschränkte Sichtweise argumentiert.
Du hast vollkommen Recht. Sein Erfolg gibt ihm Recht. Würde er sich ein Conchita Wurst-Outfit anlegen, könnte er vermutlich noch mehr CDs verkaufen und irgend welche Massen ansprechen.
Trotzdem vermute ich, dass er mit seinen Widor-Bach-Reger-Eskapaden am meisten beeindruckt. Seine Bach-Verhunzungen haben was. Da halte ich den Atem an. Ich habe einige George Wright oder Lyn Larsen Kinoorgel CDs, diese gefallen mir ungemein. CCs letzte Fernsehauftritte wirkten auf mich, trotz untergegangener Virtuosität, wie Jahrmarktsmusik.

CC bei Stephan Raab

Florian-L @, Samstag, 24. Mai 2014, 08:49 (vor 4544 Tagen) @ Karsten

Wenn ich mich nicht verhört habe, nuschelte Carpenter "two million" - Raab verstand aber "one million".

Möglicherweise sagte Carpenter "It's a million Euros."?

Gruß, Florian

CC bei Stephan Raab

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Donnerstag, 22. Mai 2014, 20:06 (vor 4545 Tagen) @ Clarinette

Eben. CC ist eine schillernde Rampensau. Na und? Die Leute sehen viel zu selten einen Organisten in Aktion. Sie sehen bloß einen Pfeifenwald und hören irgend etwas. "Und nun spielt uns die Orgel noch ein Stück." Daß zur Organisation dieser Klänge doch ein wenig personaler Aufwand nötig ist, können sie bei ihm sehen.
Wenn er dadurch nur ein bißchen mehr beiträgt zur Wahrnehmung des Phänomens Orgel, welch vielschichtiges Instrument sie ist und wenn dabei die Organisten noch ein wenig aus ihrem Schwalbennestversteck kommen, dann hat er unserem Anliegen einen großen Dienst getan.

CC bei Stephan Raab

stein @, Donnerstag, 22. Mai 2014, 21:24 (vor 4545 Tagen) @ Hausorgler

Kirmesmusik ist nicht gleich Orgel

CC bei Stephan Raab

jrbecker @, Freitag, 23. Mai 2014, 15:07 (vor 4545 Tagen) @ stein

Kirmesmusik ist nicht gleich Orgel

Darf ich kokretisieren: Kirmesmusik ist nicht gleich Pfeifenorgel.

Denn auch Hammond oder Wersi ist gleich Orgel, aber eben auch nicht gleich Pfeifenorgel.

Irgendjemand hatte mal den Vergleich zu Franz Lambert gezogen - finde ich auch nicht wirklich passend, weil da sicher auch noch einmal ein Unterschied in Qualifikation und Technik zu sehen sein dürfte (zumindest soweit mich meine Erinnerungen an Franz Lambert nicht trügen). Aber es geht im Prinzip in die Richtung, Hausorgler formulierte es schon: CC macht sich damit für meinen Geschmack zum Unterhaltungsmusiker, in diesem Zusammenhang macht er eine super Werbung für die "Orgel" - auch wenn es damit nicht mehr die Pfeifenorgel ist. Das ist sein Weg, seine Entscheidung. Damit entfernt er sich aber aus meinem Interessenkreis und ich habe auch aufgrunddessen nicht den Bedarf, mir eines seiner Konzerte anzuhören/-schauen.

CC bei Stefan Raab

Flûte harmonique, Donnerstag, 22. Mai 2014, 19:22 (vor 4546 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von Flûte harmonique, Donnerstag, 22. Mai 2014, 19:27

auch wenn man (wie immer) über den Geschmack streiten kann, bin ich mir doch ziemlich sicher, dass nur die allerwenigsten Organisten mit der Technik Carpenters mithalten oder diese noch übertreffen können...

Jeder der genannten Juilliard-Absolventen spielte bzw. spielt in derselben "Liga" wie Carpenter, aber sie haben es nicht nötig, daraus eine Show zu machen. In der Regel auswendig und ohne Registranten. Auf weitere Beispiele aus der Vergangenheit und Gegenwart braucht man, finde ich, nicht genauer einzugehen: Jeanne Demessieux, Rolande Falcinelli, Marie-Claire Alain, Jean Guillou, Marcel Dupré, Firmin Swinnen, Clarence Watters, Virgil Fox, Olivier Latry, Stephen Tharp... Das ist für mich keine subjektive Geschmacksfrage, sondern eine nüchterne objektive Feststellung.

CC bei Stefan Raab

3rd_astronaut, Freitag, 23. Mai 2014, 00:12 (vor 4545 Tagen) @ Flûte harmonique

[...] aber sie haben es nicht nötig, daraus eine Show zu machen. [...] Virgil Fox

hupps??

CC bei Stefan Raab

JSBach @, Freitag, 23. Mai 2014, 03:33 (vor 4545 Tagen) @ 3rd_astronaut

verglichen mit CC war Virgil ja handzahm ... ;)

CC bei Stefan Raab

link1907 @, Freitag, 23. Mai 2014, 13:51 (vor 4545 Tagen) @ JSBach

verglichen mit CC war Virgil ja handzahm ... ;)

Dann meinst Du aber nicht "den" Virgil Fox? Wenn ja dann verhält es sich mit Sicherheit genau umgekehrt!!!
Abgesehen von seinem Outfit verhält sich CC auf der Bühne eher schüchtern.
Das kann man von Virgil Fox nun beim besten Willen nicht behaupten.
Mal ganz abgesehen von dessen ganzen anderen Eskapaden, was seine Fähigkeiten als Organist natürlich in keinster Weise schmälert.

CC bei Stefan Raab

JSBach @, Freitag, 23. Mai 2014, 13:56 (vor 4545 Tagen) @ link1907

"dessen ganzen anderen Eskapaden"

was denn zum Beispiel?

CC bei Stefan Raab

Flûte harmonique, Freitag, 23. Mai 2014, 14:34 (vor 4545 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von Flûte harmonique, Freitag, 23. Mai 2014, 14:41

"dessen ganzen anderen Eskapaden"

was denn zum Beispiel?

Das interessiert mich auch. Worauf beruht denn das Wissen über dessen "Eskapaden" (auf Virgil Fox bezogen)? Auf mündlichen Berichten, YouTube-Videos, oder der Lektüre von The Dish von Marshall Yaeger und Richard Torrence bzw. In the Pipeline von Carlo Curley, der ja auch über Virgil Fox berichtet?

CC bei Stefan Raab

link1907 @, Freitag, 23. Mai 2014, 16:07 (vor 4545 Tagen) @ Flûte harmonique

Hallo,
Ich empfehle die Lektüre von "The Dish".

CC bei Stefan Raab

JSBach @, Freitag, 23. Mai 2014, 16:38 (vor 4545 Tagen) @ link1907

könntest du trotzdem einige der Eskapaden zumindest kurz anreißen? Bis das Buch hier und gelesen ist, dauert wohl ein bisschen ...

CC bei Stefan Raab

MAT @, Freitag, 23. Mai 2014, 21:37 (vor 4544 Tagen) @ JSBach

Ja bitte!!! Her mit den Eskapaden - ich habe keine Lust, mir das Buch zu besorgen.

--
Gruß
MAT

CC bei Stefan Raab

link1907 @, Montag, 26. Mai 2014, 20:20 (vor 4541 Tagen) @ JSBach

Hier ein kleiner Auszug aus "The Dish".
Das Zitat stammt von Frederick Swann, damals 2. Organist neben
Virgil Fox an der Riverside Church.
Das ganze geschah wohlgemerkt während des Gottesdienstes!!!!!!!!![image]

CC bei Stefan Raab

JSBach @, Montag, 26. Mai 2014, 20:44 (vor 4541 Tagen) @ link1907

ich hatte jetzt irgendwie was schlimmeres erwartet... :P

CC bei Stefan Raab

link1907 @, Montag, 26. Mai 2014, 21:46 (vor 4541 Tagen) @ JSBach

Dachtest Du an so was wie ne fremde Jungfer auf der Orgelempore oder wars die Orgelbank ?

CC bei Stefan Raab

Karsten @, Montag, 26. Mai 2014, 21:52 (vor 4541 Tagen) @ link1907

Dachtest Du an so was wie ne fremde Jungfer auf der Orgelempore oder wars die Orgelbank ?

Also eine Jungfer wäre es (wenn überhaupt) definitiv nicht gewesen ;)

CC bei Stefan Raab

link1907 @, Montag, 26. Mai 2014, 21:56 (vor 4541 Tagen) @ Karsten

Richtig,
Virgil Fox und Richard Weagly, Weagly und Swann, Swann und....

CC bei Stefan Raab

JSBach @, Montag, 26. Mai 2014, 22:05 (vor 4541 Tagen) @ link1907

sind das Fakten oder Behauptungen...?

CC bei Stefan Raab

link1907 @, Montag, 26. Mai 2014, 22:14 (vor 4541 Tagen) @ JSBach

Das sind Fakten!

CC bei Stefan Raab

kjz1, Dienstag, 27. Mai 2014, 17:58 (vor 4541 Tagen) @ link1907

Hier ein kleiner Auszug aus "The Dish".

Vielleicht nicht unbedingt aus the Dish, aber V. Fox war immer für einige Anekdötchen gut. So aus dem Gedächtnis:

Nach einem seiner zahlreichen Konzerte wurden V. Fox en passant 2 junge Orgelschülerinnen vorgestellt. Etliche Jahre später traf er beide nach einem anderen Konzert wieder und sprach beide direkt mit ihrem korrekten Namen an. Er verfügte über ein photographisches Gedächtnis und spielte grundsätzlich alle seine Konzerte auswendig.

Oder: in der Riverside Church übte V. Fox das Perpetuum mobile von Middelschulte (V. Fox hatte ja u. a. bei Middelschulte Orgel-Unterricht). Ein Besucher kam hinzu, was V. Fox aber nicht störte, nebenher registrierte er noch mit den Händen um und unterhielt sich mit dem Besucher. Heute nennt man so etwas 'Multitasking'.

Oder: V. Fox verehrte J. S. Bach sehr, und besuchte sein Grab in der Thomaskirche. Natürlich wollte er dort auch einen großen Blumenstrauß niederlegen, aber es muss wohl ein ziemliches Drama gewesen sein, damals in der DDR ad hoc einen entsprechenden Blumenstrauß zu kaufen.

Oder: Eines der Lieblinsbekleidungsstücke von V. Fox war ein weisser Nerzmantel mit passender Nerzkappe, was zur damaligen Zeit so einiges an Aufsehen erregte.

CC bei Stefan Raab

JSBach @, Dienstag, 27. Mai 2014, 18:03 (vor 4541 Tagen) @ kjz1

"weisser Nerzmantel mit passender Nerzkappe"

er war ja nicht umsonst der "Liberace der Orgel"...

CC bei Stefan Raab

kjz1, Mittwoch, 28. Mai 2014, 10:47 (vor 4540 Tagen) @ JSBach

er war ja nicht umsonst der "Liberace der Orgel"...

Dazu gibt es auch ein Photo.

CC bei Stefan Raab

JSBach @, Mittwoch, 28. Mai 2014, 10:56 (vor 4540 Tagen) @ kjz1

ich suche schon seit Jahren nach einer Aufnahme dieses gemeinsamen Auftritts...

CC bei Stefan Raab

Karsten @, Mittwoch, 28. Mai 2014, 12:59 (vor 4540 Tagen) @ JSBach

ich suche schon seit Jahren nach einer Aufnahme dieses gemeinsamen Auftritts...

https://soundcloud.com/lew-williams-1/virgil-fox-liberace-mike
Im Internet findet sich leider nur die Audiospur...

Gruß
Karsten

CC bei Stefan Raab

Karsten @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:11 (vor 4538 Tagen) @ kjz1
bearbeitet von Karsten, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:14

Nach einem seiner zahlreichen Konzerte wurden V. Fox en passant 2 junge Orgelschülerinnen vorgestellt. Etliche Jahre später traf er beide nach einem anderen Konzert wieder und sprach beide direkt mit ihrem korrekten Namen an. Er verfügte über ein photographisches Gedächtnis und spielte grundsätzlich alle seine Konzerte auswendig.

Hier könnte man ergänzen, dass Fox auch deswegen sehr viel auswendig spielte, weil er ein miserabler "vom Blatt Spieler" gewesen sein muss. Er musste sich - bei aller Virtuosität und Technik - die Noten erst mühsam einpauken. Das hat ihn im kirchenmusikalischen Alltag an der Riverside Church natürlich sehr beeinträchtigt.

Gruß
Karsten

CC bei Stefan Raab

kjz1, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:27 (vor 4538 Tagen) @ Karsten

Hier könnte man ergänzen, dass Fox auch deswegen sehr viel auswendig spielte, weil er ein miserabler "vom Blatt Spieler" gewesen sein muss. Er musste sich - bei aller Virtuosität und Technik - die Noten erst mühsam einpauken. Das hat ihn im kirchenmusikalischen Alltag an der Riverside Church natürlich sehr beeinträchtigt.

Wobei ich allerdings annehme, dass er die Liedbegleitungen doch überwiegend improvisiert hat.

CC bei Stefan Raab

Karsten @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:34 (vor 4538 Tagen) @ kjz1
bearbeitet von Karsten, Donnerstag, 29. Mai 2014, 20:42

Hier könnte man ergänzen, dass Fox auch deswegen sehr viel auswendig spielte, weil er ein miserabler "vom Blatt Spieler" gewesen sein muss. Er musste sich - bei aller Virtuosität und Technik - die Noten erst mühsam einpauken. Das hat ihn im kirchenmusikalischen Alltag an der Riverside Church natürlich sehr beeinträchtigt.


Wobei ich allerdings annehme, dass er die Liedbegleitungen doch überwiegend improvisiert hat.

Ja, wobei ihm selbst da "Harmonie-begabtere" Jünger auf der Orgelbank hin und wieder interessantere Harmonien zugeflüstert haben sollen, um seine Begleitung und Impros zu würzen.

Gruß
Karsten

Nachtrag:

Fox had other assistants who where unpaid, young men usually. Foremost among them was Robert Hebble, whose talent for harmony was his ticket to a seat with Fox at the console on Sundays. "Although Virgil was a supreme musician, his harmonic flow was, in a word 'basic,'" Hebble wrote. "in other words, it was a bit cornball. Enter me at age sixteen, cute and brimming over with colorful '$50 chords.' Harmony had always been 'my thing.' Thus i Could really help him while he improvised during a service and he'd ask me under his breath, 'What chord should I play now?'"
(C.R. Whitney: All the stops, S.133)

Cameron Carpenter - Virgil Fox

Flûte harmonique, Freitag, 23. Mai 2014, 09:18 (vor 4545 Tagen) @ 3rd_astronaut
bearbeitet von Flûte harmonique, Freitag, 23. Mai 2014, 09:29

[...] aber sie haben es nicht nötig, daraus eine Show zu machen. [...] Virgil Fox


hupps??

Es gab bei Virgil Fox auch Zeiten vor der "Heavy Organ", wie diese historische Aufnahme zeigt:
Healey Willan - Introduction, Passacaglia & Fugue
Bemerkenswert am Rande, dass diese Einspielung von 1941 nur einen einzigen Schnitt enthält. Ich möchte gerne wissen, welchem heutigen Interpreten es bei diesem höchst komplexen Werk ebenso gelingen würde. Zu Willan gibt es diesen sehenswerten Kurzfilm.

Lesenswert ist auch das Buch Virgil Fox (The Dish). Carpenter hat sich eine Menge von Fox hinsichtlich Auftreten und Kleidung (in dessen späteren Jahren ab den 1970ern) abgeschaut - ob er dessen Niveau und Klasse erreicht hat, dürfte eine Frage sein, die diejenigen eindeutig beantworten können, die Fox noch live erlebt haben.

Cameron Carpenter - Virgil Fox

kjz1, Freitag, 23. Mai 2014, 10:47 (vor 4545 Tagen) @ Flûte harmonique

Lesenswert ist auch das Buch Virgil Fox (The Dish). Carpenter hat sich eine Menge von Fox hinsichtlich Auftreten und Kleidung (in dessen späteren Jahren ab den 1970ern) abgeschaut - ob er dessen Niveau und Klasse erreicht hat, dürfte eine Frage sein, die diejenigen eindeutig beantworten können, die Fox noch live erlebt haben.

Zumindestens eines hat mich bei V. Fox immer beeindruckt: eine tiefe Ehrfurcht und die Bewunderung des Genies von J. S. Bach.

Cameron Carpenter - Virgil Fox

3rd_astronaut, Freitag, 23. Mai 2014, 11:32 (vor 4545 Tagen) @ Flûte harmonique

[...] aber sie haben es nicht nötig, daraus eine Show zu machen. [...] Virgil Fox


hupps??


Es gab bei Virgil Fox auch Zeiten vor der "Heavy Organ", wie diese historische Aufnahme zeigt:
Healey Willan - Introduction, Passacaglia & Fugue

Ja, ich bin nur in der Aufzählung über Fox etwas gestolpert...
---
Inzwischen habe ich mir den Auftritt bei Raab auch angesehen. Ich fand CCs Stück besser als das bei aspekte, warum weiß ich nicht (wahrscheinlich nur, weil ich schon ungefähr wusste, was mich erwartet). Was ich aber bemerkenswerter fand: CC spielte bei den 2 TV-Auftritten reine Kinoorgeleien. Das ist zwar verständlich, aber vielleicht gar nicht, was die Leute erwarten? Raab hat ja dann auch prompt ein "richtiges" Orgelstück angespielt (die Interaktion der beiden hat den Auftritt für mich ziemlich aufgewertet).

Zur Frage, warum immer CC... Genauso kann man fragen, warum immer Bachs Pandemische? Ist das Stück denn wirklich besser als alle anderen Werke von ihm? Oder von anderen? Doch sicher nicht. Es ist wohl eher eine Frage der richtigen Gelegenheit, des Marketings und einer Selbstverstärkung durch Bekanntheit. Die "andere Toccata" (=Widor) wurde meines Wissens nach der breiten Masse bekannt, weil sie bei einer englischen Royal-Hochzeit gespielt wurde.

Cameron Carpenter - Virgil Fox

stein @, Samstag, 24. Mai 2014, 09:03 (vor 4544 Tagen) @ Flûte harmonique

Bemerkenswert am Rande, dass diese Einspielung von 1941 nur einen einzigen Schnitt enthält. Ich möchte gerne wissen, welchem heutigen Interpreten es bei diesem höchst komplexen Werk ebenso gelingen würde. Zu Willan gibt es diesen sehenswerten Kurzfilm.

Ich kenne viele Organisten die könnten ganze CDs in genau 70 min perfekt einspielen, ohne Tempi, Fluss uvm aus dem Zusammenhang zu reissen. Der heutige Perfektionismus verlangt leider Stückelwerk.

Da erinnere ich mich gerne an die Konzerte in Bonn Beuel. Castagnet hatte Duruflé Gesamtwerk im Konzert gespielt. Die Proben und Konzert beste CD-Qualität, Vincent Dubois, die drei List-Schinken, das Gleiche. Ben van Oosten, Widor alle Symphonien, gleich 2 mal. Es gibt auch heute noch viele sehr sehr gute Organisten.

CC bei Stephan Raab

MAT @, Freitag, 23. Mai 2014, 11:12 (vor 4545 Tagen) @ Flûte harmonique

Sorry, man muss C.C. nicht mögen, man muss auch seine Interpretationen nicht mögen, aber den Versuch, seine Technik zu relativieren finde ich, mit Verlaub, lachhaft. Bei aller Virtuosität der Kollegen, C.C. ist schon eine ziemlich einmalige Erscheinung - der die Orgel in Rampenlich rückt. Bitte schön, das ist doch wunderbar!! Und hängt Euch doch nicht ständig an Äußerungen von Laien auf. Die Orgel ist einfach zu kompliziert um mal eben von Raab erklärt zu werden.

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Gruß
MAT

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