Konzert zu O. G. Blarr's 80. Geburtstag in der Neanderkirche Düsseldorf
Clemens Schäfer hat ja wie gewohnt über das Konzert von Etienne Walhain in St. Lambertus, Düsseldorf, berichtet.
Ich war nicht da, weil ich nicht an 2 Tagen hintereinander zu Konzerten nach Düsseldorf fahren wollte und mich entschieden habe, mir Dienstag das Konzert zu Oskar Gottlieb Blarr’s 80. Geburtstag in der Neanderkirche anzuhören.
Es war kein reines Orgelkonzert, sondern ein Spiegelbild von O.G’s reichem kompositorischen Schaffen.
O. G. war selbst auch nicht aktiv beteiligt. Wie üblich verzichte ich auf eine Kritik, möchte aber zumindest mitteilen was so von wem gespielt wurde. Die Mitwirkenden waren überwiegend Weggefährten aus Düsseldorf,
und, bis auf den letzten Programmpunkt, wurden ausschließlich O.G.’s Kompositionen bzw. Bearbeitungen gespielt.
Es gab dazu einen ausführlichen Programmzettel mit Erläuterungen zu den einzelnen Programmpunkten:
I Orgelvorspiel: Martin Peu d’argent , Dux optatus adest; Motette à 6 aus Cantiones Sacrae,
Düsseldorf, 1555,
Intavolierung O. G. Blarr 2007
Orgel: Prof. Martin Schmeding, Freiburg
II Begrüßung durch Frau Pfarrerin Renate Zilian und durch den Vorsitzenden des Freundeskreises
für Kirchenmusik an der Neanderkirche, Edgar Haubrich.
III Vorspruch „Zu diesem Abend“ (Begrüßung und Kommentar von O.G.Blarr)
IV Kompositionen von O.G.Blarr
1 „Trinité“, serielle Komposition für 3 Vibraphone
Charlotte Hamacher, Vibraphon I
Salome Amend, Vibraphon II
Jennifer Schmitz, Vibraphon III
alle 3 aus der Klasse von Prof. Christian Roderburg, der seinerseits oft Werke von Blarr aufgeführt hat.
2 Heine-music I „Das Lied vom roten Sefchen“ für Singstimme und Klavier, 1984
Clementine Jesdinsky, Sopran
Prof. Martin Schmeding, Klavier
3 Passacaglia „Janusz Korzak“ für Klavier solo
Udo Falkner, Klavier
4 „Ringela, das Zigeunermädchen vom Heinefeld“ für Violine solo
Paul Rosner, Violine
5 Orgelsinfonie „Barechi nafschi ät Adonai“ über das Lied von Joachim Neander „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“
1. Satz: der Daktylus 2005
„Kommet zuhauf / Psalter und Harffe wach’t auf / Lasset die Musicam hören“
Orgel: Prof. Martin Schmeding, Freiburg
6 Orgelsinfonie „Barechi nafschi ät Adonai“ über das Lied von Joachim Neander „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“
5. Satz: Mit Abrahams Samen. 2005
„Er ist dein Licht / Seele / vergiß es ja nicht, Lobende / schließe mit Amen“
Orgel: Prof. Martin Schmeding, Freiburg
7 Das Vaterunser in pruzzischer Sprache für 5 Singstimmen 1997
„Voces“ Düsseldorf, Leitung Odilo Klasen:
Elisa Rabanus, Sopran
Anne Savignano, Sopran
Natalie Hüskens, Alt
Vladimir Tarasov, Tenor
Martin Wistinghausen, Bass
8 „Da pacem“ Evolution eines alten Cantus à6 von Johann Walter für 6 Klarinetten 2012
Sextett „Clarinet Affairs“:
Franziska Iselin, Dorothea Becker, Tim Kieselhofer,
Michael Beck, Holger Büsboom, Georg Stump
9 Der Aaronitische Segen (4. Mose 22-27) für 5 Singstimmen
(Text hebräisch / englisch / deutsch)
„Voces“ Düsseldorf, Leitung Odilo Klasen
V Einladung zur Nachfeier im Gemeindesaal
VI Gemeinsames Schlusslied
Melchior Vulpius „Hinunter ist der Sonnen Schein“
Orgel: Prof. Martin Schmeding, Freiburg
„Voces“ Düsseldorf, Leitung Odilo Klasen, und Gemeinde im Wechsel
O.G.’s Kompositionen sind sicherlich nicht einfach zu hören und auch nicht jedermanns Sache,
aber es war ein interessanter Überblick .
Die Neanderkirche war nicht so voll wie bei manchen „Sommerlichen“ (2. Empore gar nicht auf, 1. Empore höchstens zu einem Viertel besetzt), laut O.G.’s eigener Zählung (die nicht ganz ernst zu nehmen war) 150 Zuhörer. Das könnte aber ungefähr hinkommen.
Gruß
Frank