Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust!

Wolfgang Gourgé @, Samstag, 29. März 2014, 17:10 (vor 4591 Tagen)
bearbeitet von Wolfgang Gourgé, Samstag, 29. März 2014, 17:15

.....war der Tenor bei den FB-Freunden und Mitforisten, die ich um ihre Meinung fragte.

Eine Aussage, die auch meine "Stimmungslage" gut umschreibt (mehrere andere äußerten sich ähnlich), will ich hier zitieren:

"Ich finde es kreativ und denke nicht, dass es dem Stück schadet. Es hat aber den unangenehmen Beigeschmack, dass CC sich mit breiten Armen vor das Stück stellt und es verdeckt. Einzig der Improvisation ist es m.E. vorbehalten, den Interpreten ins Rampenlicht zu stellen, im Falle der Interpretation bin ich da konservativer. Aber es ist gut gemacht. (Das nennt man rhetorische Dialektik...)"

Und mir geht's ähnlich: bei allen nervtötenden Drag-Queen-Allüren es ist hochmusikalisch und aufregend, wie *hier* mit Instrument und Komposition (hart am Rand zur Paraphrase) umgeht - auch wenn Traditionalisten schon beim "falschen" Mordent (den er, wenn mich seine Sauerkrautohren nicht täuschen, auf gis und nicht auf g spielt), mit den Augen rollen werden. - Aber: wer sagt uns eigentlich, daß Bach an seinem Notentext "klebte", wenn er selbst eigene Werke spielte?

Also: Ohren und Hirn freimachen, Kopfhörer auf, und los: darum geht's.

Gruß,
Wolfgang


PS: oft beschworen, außer in mehr oder minder kläglichen Versuchen noch nie verwirklicht: die dynamische Orgel. Oder vielleicht doch, in der RAH? Und erst CC hat's entdeckt? Die Crescendi und Decrescendi sind verblüffend.


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