Beiß-Blätterer

CamilVH, Mittwoch, 19. März 2014, 18:37 (vor 4599 Tagen)

Immer mehr, vor allem jüngere Organisten, spielen aus Tablets. Rein theoretisch könnte ich mir das schon als Erleichterung vorstellen.

Hat jemand Erfahrungen mit elektronischen Umblätter-Impulsgebern für Tablets, die man offensichtlich in den Mund steckt und bei Bedarf draufbeißt? Wie fühlt sich das an? Gewöhnt man sich daran? Ist das wirklich eine Hilfe? Besteht die Gefahr des Verschluckens? Oder hängt ein Kabel dran? Wenn ja, sieht das nicht etwas absonderlich aus? Und wo findet man das? Wie heißen diese Dinger?

Und es gäbe auch die Möglichkeit, z.B. Fingersätze oder Registrierungen handschriftlich per touchscreen in fertige PDF-Notenseiten nachzutragen. Mit was für einem Programm ist das machbar?

Herzlichen Dank für Erfahrungen und Hilfen!
Gabriel

Beiß-Blätterer

JSBach @, Mittwoch, 19. März 2014, 18:47 (vor 4599 Tagen) @ CamilVH

also ich weiß von einem deutschen Domorganisten, der sich für sein Tablett einen Tritt angeschafft hat, der unten neben den Pistons ist. aber wo man sowas findet etc, keine Ahnung....

Beiß-Blätterer

Karsten @, Mittwoch, 19. März 2014, 18:58 (vor 4599 Tagen) @ JSBach

also ich weiß von einem deutschen Domorganisten, der sich für sein Tablett einen Tritt angeschafft hat, der unten neben den Pistons ist. aber wo man sowas findet etc, keine Ahnung....

Hier zum Beispiel:
http://airturninc989.corecommerce.com/BT-105-with-2-ATFS-2-Pedals-and-Pedal-Board-p82.html

Gruß
Karsten

Beiß-Blätterer

Karsten @, Mittwoch, 19. März 2014, 19:20 (vor 4599 Tagen) @ CamilVH
bearbeitet von Karsten, Mittwoch, 19. März 2014, 19:27

Immer mehr, vor allem jüngere Organisten, spielen aus Tablets. Rein theoretisch könnte ich mir das schon als Erleichterung vorstellen.

[]

Und es gäbe auch die Möglichkeit, z.B. Fingersätze oder Registrierungen handschriftlich per touchscreen in fertige PDF-Notenseiten nachzutragen. Mit was für einem Programm ist das machbar?

Für grafische Änderungen (felxible Texte, Formen, Farben...) in einem pdf-Dokument bräuchte man meiner Meinung nach die Vollversion von Adobe Acrobat, die recht teuer ist. Mit den kostenlosen Reader-Programmen kann man meist nur "Kommentare" oder "Notizen" einfügen, die dann aber nicht immer voll sichtbar sind und auf Klick als Sprechblase am Seitenrand sichtbar werden. Somit könnte man evtl. ein "Weiter" beim Seqenzer markieren, aber weniger die eigentliche Kombination (z.B. B5) oder Registernamen/-anweisung.
So oder so, der Aufwand ist sicher höher als mal eben nach einen Stift/Aufklber zu greifen und diese auf dem Papier zu positionieren.

Sofern man Registranten und/oder Assistenten am Spieltisch hat, ist bei Tablets (wie auch bei Noten in Prospekthüllen) zu berücksichtigen, dass die Lampen blenden können und der angezeigte Text nicht für alle Beteiligten gleich gut erkennbar ist.

Gruß
Karsten

Nachtrag: Es gibt natürlich schon Apps und Programm für sowas, z.B.
https://www.youtube.com/watch?v=Us7DqdKP4EM
https://www.youtube.com/watch?v=9bBpBMbq-F4
Also die Vollversion von Adobe wird dann nicht nötig sein...

Beiß-Blätterer

chp @, Mittwoch, 19. März 2014, 23:36 (vor 4599 Tagen) @ Karsten

Hallo,

Und es gäbe auch die Möglichkeit, z.B. Fingersätze oder Registrierungen handschriftlich per touchscreen in fertige PDF-Notenseiten nachzutragen. Mit was für einem Programm ist das machbar?


Für grafische Änderungen (felxible Texte, Formen, Farben...) in einem pdf-Dokument bräuchte man meiner Meinung nach die Vollversion von Adobe Acrobat, die recht teuer ist. Mit den kostenlosen Reader-Programmen kann man meist nur "Kommentare" oder "Notizen" einfügen, die dann aber nicht immer voll sichtbar sind und auf Klick als

Ich empfehle den kostenlosen "PDF-XChange Viewer", der das alles auch kann.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.

Beiß-Blätterer

MAT @, Donnerstag, 20. März 2014, 08:23 (vor 4599 Tagen) @ chp

Ich bleibe beim Papier auf dem Notenpult.

--
Gruß
MAT

Beiß-Blätterer

chp @, Donnerstag, 20. März 2014, 10:29 (vor 4599 Tagen) @ MAT

Hallo,

Ich bleibe beim Papier auf dem Notenpult.

ich auch, aber manchmal würde ich mir wünschen, die Noten in einem kompatiblen Format elektronisch so zu haben, dass man den Satz verändern kann (Hoch-/Querformat, Zeilen- und Seitenumbrüche, Stimme in ein anderes System nehmen usw.).

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.

Beiß-Blätterer

hintersatz, Donnerstag, 20. März 2014, 11:50 (vor 4599 Tagen) @ chp

Es gibt dann noch dieses System hier.

Beiß-Blätterer

ado ⌂ @, Donnerstag, 20. März 2014, 12:27 (vor 4599 Tagen) @ hintersatz
bearbeitet von ado, Donnerstag, 20. März 2014, 12:30

Es gibt dann noch dieses System hier.

Diese "OrganMuse"-Seiten finde ich gruselig-faszinierend. "The computer follows the music as it is being played, and when the player reaches the bottom system, the first system of the next page appears at the top of the screen."

Until it doesn´t. Im entscheidenden Augenblick versagt die Elektronik...

Der Organist merkt das aber gar nicht, denn der ist gerade Kaffee trinken gegangen:

"OrganMuse will, if desired, play the piece of music displayed, through the organ, at the desired tempo and using the stops the organist chooses."

Auch auffällig: die Web-Präsenz ist seit Mitte 2012 nicht aktualisiert worden?! Weder die angekündigte Preisliste noch der angekündigte Sound zum Video sind seither eingefügt worden, wie es scheint.

Notensatzprogramm

Dorforganist, Donnerstag, 20. März 2014, 13:21 (vor 4599 Tagen) @ chp

Professionelle Notensatzprogramme können das - und natürlich noch mehr, z.B. gedruckte Sätze einscannen und in elektronisches Format (wie z.B. MusicXML) konvertieren.

Das kostenlose MuseScore kann letzteres natürlich nicht, bietet aber einen ganz hübschen Notensatz mit grafischer Eingabe und ist in der Lage, capella- und MusicXML-Format zu importieren.

Und da haben sich einige Leute schon mal die Mühe gemacht, etliche Sätze bereitzustellen (Tobis Notenarchiv, MuseScore, Hausmusik etc.), die man relativ einfach - man kann da natürlich auch schnell viel Zeit verbraten - für seine eigenen Zwecke umformatieren, mit Artikulationszeichen, Fingersätzen, Anmerkungen versehen, transponieren, korrigieren und wieder exportieren oder drucken kann.

Der Zeitaufwand ist sicher ein Luxus (der wohl von der Übezeit weggeht), aber im Ergebnis sieht der Output doch schöner aus als die "Edition Tippex"...

Beiß-Blätterer

Roland Koch, Donnerstag, 20. März 2014, 22:54 (vor 4598 Tagen) @ CamilVH

Diverse Tips sind in obenstehenden Posts bereits gegeben worden.
Bei der Eingabemethode sollte darauf geachtet werden, dass diese zuverlässig und zur richtigen Zeit erfolgt. Ich persönlich könnte mich vermutlich auf eine Beissfunktion nicht verlassen. Da müsste ich wohl öfter mal zurückblättern...

Für IPads gibt es noch mindestens 2 weitere Apps die eventuell nützlich sein könnten. Ich habe diese jedoch noch NICHT selbst getestet!

Tonara (https://www.facebook.com/TonaraApp): Blättervorrichtung ist nicht nötig, da die App mithört und automatisch blättert.

Forscore: (http://forscore.co/): Direkt auf dem Bildschirm editieren.


Das Angebot und die Möglichkeiten werden sich in den nächsten Jahren bestimmt rasant weiterentwickeln.


Für das Vor- und Zurückblättern von PDF's (oder auch anderen Formaten) haben wir uns für Pistons und Drücker entschieden. Das Blättern könnte bei vorhandenem Setzer auch über den Sequenzer gesteuert werden. (Achtung Eigenwerbung -https://www.facebook.com/pages/Orgelbau-Koch-AG/105773272914743)

Grüsse aus der Schweiz

Roland Koch

Beiß-Blätterer

CamilVH, Freitag, 21. März 2014, 08:28 (vor 4598 Tagen) @ Roland Koch

Herzlichen Dank für alle Tipps und Ideen. Am interessantesten scheint mir die Piston-Lösung, alles andere ist wohl eher noch im Experimentierstadium. Gruß, Gabriel

Beiß-Blätterer

hintersatz, Freitag, 21. März 2014, 08:37 (vor 4598 Tagen) @ CamilVH

Um beim eigentlichen Thema (der Mundsteuerung) weiter zu kommen, könnte man mal im Rehabilitationsbereich recherchieren. Für schwerst behinderte Menschen gibt es da bestimmt Produkte für solche Steuerungen. Pistons verlegen das Problem des Umblätterns ja nur von den Händen in die Füße und müssen am Instrument fest installiert werden, auf jedem anderen Instrument nützt Dir Dein zu Hause installierter Piston also nichts.

Beiß-Blätterer

Karsten @, Freitag, 21. März 2014, 08:45 (vor 4598 Tagen) @ hintersatz

Um beim eigentlichen Thema (der Mundsteuerung) weiter zu kommen, könnte man mal im Rehabilitationsbereich recherchieren. Für schwerst behinderte Menschen gibt es da bestimmt Produkte für solche Steuerungen. Pistons verlegen das Problem des Umblätterns ja nur von den Händen in die Füße und müssen am Instrument fest installiert werden, auf jedem anderen Instrument nützt Dir Dein zu Hause installierter Piston also nichts.

Ich glaube, mit den verfügbaren Softwarelösungen und dem mobilen Fußtritt ist man schon ausreichend gerüstet. Man kann durch die Software Wendestellen und Notenansicht geschickt bearbeiten und so sollte es in den meisten Fällen kein Problem sein, entweder mit dem Fuß oder über den Touchscreen weiterzublättern.

Gruß
Karsten

powered by my little forum