Noch ne Engländerin...
Solcena
, Donnerstag, 27. Februar 2014, 22:39 (vor 4623 Tagen)
bearbeitet von Solcena, Freitag, 28. Februar 2014, 13:11
Die größte Pfeifenorgel im Eifelkreis Bitburg-Prüm wird ab Spätsommer nicht mehr diese schöne Klaisine, sondern eine gebrauchte Engländerin sein, die OBM Fasen umbauen und mit neuem Prospekt aufstellen wird.
Der 1.400-Einwohner-Ort Irrel nahe der luxemburgischen Grenze gönnt sich wohl dieses 52-Register-Instrument, das eine Walcker-Orgel von 1967 mit 16 Registern ersetzen wird. Die Pfarr-HP kündigt 7.9. für die Orgelweihe an.
LG!
Noch ne Engländerin...
untersatz32, Donnerstag, 27. Februar 2014, 22:53 (vor 4623 Tagen) @ Solcena
Na Super! Sind doch schöne Nachrichten!
Noch ne Engländerin...
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 27. Februar 2014, 23:07 (vor 4623 Tagen) @ untersatz32
Genauere Betrachtung des Datensatzes zeigt allerdings nicht die erste OB-Riege der Insel. Multiplex ist auch dabei. Aber der Umbau durch Fasen macht sie sehr wahrscheinlich schöner denn je.
Noch ne Engländerin...
Solcena
, Mittwoch, 06. August 2014, 13:08 (vor 4463 Tagen) @ Solcena
bearbeitet von Solcena, Sonntag, 23. Oktober 2016, 07:45
Die größte Pfeifenorgel im Eifelkreis Bitburg-Prüm wird ab Spätsommer nicht mehr diese schöne Klaisine, sondern eine gebrauchte Engländerin sein, die OBM Fasen umbauen und mit neuem Prospekt aufstellen wird.
Der 1.400-Einwohner-Ort Irrel nahe der luxemburgischen Grenze gönnt sich wohl dieses 52-Register-Instrument, das eine Walcker-Orgel von 1967 mit 16 Registern ersetzen wird. Die Pfarr-HP kündigt 7.9. für die Orgelweihe an.
LG!
Der Termin 7.9. steht wohl noch, wie dem Pfarrbrief zu entnehmen ist.
Dort die untenstehenden Informationen. Das Instrument wird also noch um fünf zusätzliche Register von OBM Fasen erweitert.
Der Pfarrbrief spricht von 72 Registerzügen (inkl. Koppeln); damit ist die Orgel auf dem Papier fast so groß wie die Domorgel Trier (67 Register) und die Orgel der Christkönig-Kirche Saarbrücken (68 Register)! Mehr Registerwippen gibt es in unserem Bistum wohl höchstens noch an der Konzer Gaidaline :-)
Allerdings wird ein großer Teil der Registerzüge Extensionen und Transmissionen geschuldet sein. Von daher finde ich nicht weiter erstaunlich, dass man nur mit "eine der größten Orgeln in der Eifel" und nicht mit "eine der größten Orgeln des Bistums / von Rheinland-Pfalz" wirbt. Die Engländerinnen, die ich bislang gehört habe (eher kleine Instrumente), klangen auch allesamt recht "smooth", so dass das hier vermutlich auch kein Brüllinstrument werden wird.
Wie gesagt, die Walckerine mit 16 Registern im Stil der Zeit fand ich jetzt nicht wirklich unterdimensioniert für die Kirche. Also die Chance, die Engländerin "gepflegt" zu intonieren, ohne irgendetwas forcieren zu müssen.
Viele Grüße!
Orgelweihe
Am Irreler Kirmessonntag, 07. September, wird Weihbischof Dr. Helmut Dieser um 10.30h die neue Orgel im Rahmen eines festlichen Pontifikalamtes weihen. Die neue Orgel stammt aus Südengland und stand in der anglikanischen Kirche St. Simon in Portsmouth. Diese Kirche wurde im Inneren völlig neugestaltet, sodass die englische Kirchengemeinde die große Orgel zum Verkauf angeboten hat. Die Pfarrei Irrel konnte diese Orgel über den Orgelhändler Ladach in Wuppertal erwerben und hat die Orgelbaufirma Hubert Fasen aus Oberbettingen mit dem Aufbau in Irrel beauftragt.
Ein herzliches Dankeschön gilt Fam. Valentin Lichter, die seit der Anlieferung der Orgelteile aus England vor drei Jahren eine ideale Lagerung der vielen Orgelteile in ihrem Möbelhaus ermöglicht hat.
Für den Neuaufbau in Irrel wurde das gesamte Pfeifenmaterial aus England übernommen und um 5 Register erweitert. Diese Erweiterung ergänzt die klanglichen Möglichkeiten der Orgel enorm. Somit zählt die Orgel insgesamt 2182 Pfeifen mit 72 Registerzügen, incl. Koppeln. Eine moderne elektronische BUS- Steuerung im Spieltisch ermöglicht eine große Fülle von Registerprogrammierungen. Die notwendige Windversorgung wird mit 2 elektronischen Gebläsen mit einer Windmenge von 42m³ pro Minute betrieben. Das Gesamtgewicht der Orgel beträgt ca. 8,5 Tonnen.
Orgelbaumeister Hubert Fasen hat nach Absprache mit dem Orgelsachverständigen, Domorganist Josef Still aus Trier, und der Denkmalbehörde des Bistums einen neuen Orgelprospekt mit zwei separaten Gehäusen entworfen, der sich in die Gesamtarchitektur des Kirchenraumes harmonisch einfügt und die figürliche Darstellung des großen Giebelfensters nicht beeinträchtigt. Der dreimanualige Orgelspieltisch wird in der Mitte der Empore stehen.
Das neue Instrument ist im Gegensatz zur alten Orgel (16 Registern) dem großen Raumvolumen unserer Kirche wirklich angemessen. Die neue Orgel ist nicht nur eine Bereicherung für die Feier der Liturgie, sondern auch ein bestens geeignetes Konzertinstrument, um die ganze Palette der Orgelliteratur in ihren verschiedenen Stilarten zum Klingen zu bringen. Sie ist mit der Vielzahl ihrer Register und ihren technischen Möglichkeiten eine der größten Orgeln in der Eifel.
Wir freuen uns, dass im Weihegottesdienst Regionalkantor Bernhard Blitsch (Meckenheim) die Orgel mit ihrem Klangreichtum vorstellen wird.
Orgelkonzert am 21. September
Domorganist Josef Still aus Trier hat sich gerne bereiterklärt, am Sonntag, 21.September, um 15.30h ein Orgelkonzert zu geben. Er spielt auf unserer neuen Orgel Werke von Fitzwilliam Virginal Book (16./17. Jhd.), Edward Elgar (1857-1934), Louis Vierne (1870-1937), Percy Whitlock (1903-1946), Henry Smart (1813-1879) und Samuel Wesley (1766-1837). Es werden also im Hinblick auf die Herkunft des Instrumentes bei diesem ersten Konzert überwiegend Werke englischer Komponisten aus verschiedenen Jahrhunderten erklingen.
Josef Still, geboren 1959 in Deggendorf an der Donau, studierte ab 1979 an der Staatlichen Hochschule für Musik in München die Fächer Katholische Kirchenmusik und Konzertfach Orgel bei den Professoren Gerhard Weinberger und Franz Lehrndorfer. Ein Aufbau-Studiengang Konzertfach Cembalo bei Prof. Hedwig Bilgram wurde mit einem Meisterkonzert im Jahr 1987 beendet.
1983 begann seine Tätigkeit als Kirchenmusiker und Dekanatskantor in Neu-Ulm. Seit 1994 ist der Domorganist an der Hohen Domkirche Trier und Orgelsachverständiger für das Bistum Trier. Bekannt wurde er auch durch zahlreiche Konzerte als Organist und Cembalist, sowie durch Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, dankbar sind wir jedoch für eine Spende zugunsten der neuen Orgel. Schon jetzt herzliche Einladung!
Im Anschluss an das Konzert lädt der Pfarrgemeinderat zu Kaffee und Kuchen in das Pfarrheim ein.
Orgelweihe in Irrel
Solcena
, Sonntag, 07. September 2014, 18:22 (vor 4431 Tagen) @ Solcena
bearbeitet von Solcena, Sonntag, 07. September 2014, 22:53
Hallo,
Ich habe heute die Orgelweihe in der Südeifelgemeinde Irrel besucht. Gleichzeitig konnte der Ort sein 1300jähriges Jubiläum und die Pfarrgemeinde Kirmes (Kirchweih) feiern; die geräumige Kirche St. Ambrosius wurde im September 1962 eingeweiht. Ein schöner und festlicher Gottesdienst, die Weihe nahm Weihbischof Dieser (Trier) vor. Ein Projektchor der Seelsorgeeinheit sang die Casali-Messe, Regionalkantor Blitsch aus Meckenheim, der aus der Nachbarpfarrei stammt, stellte die Orgel vor.
Wie es sich gehört, ertönte die Orgel erst nach der Weihe, d.h. nach der Predigt. Vorher wurde von einer kleinen Interimsorgel im Altarbereich begleitet. Das erste Orgelspiel bestand in ausgedehnten improvisierten Variationen über "Ein Haus voll Glorie schauet", in denen sich der Organist bemühte, möglichst viele klangliche Facetten der Orgel zu präsentieren.
Bilder von der Orgel gibts keine - ich hatte keine Kamera dabei, es ist aber auch schwierig zu fotografieren, da das zweigeteilte neue Gehäuse (finde es gelungen) die voll durchfensterte und helle Frontseite der Kirche freilässt... vermutlich wird OB Fasen in den nächsten Tagen sowieso seinen Webauftritt aktualisieren :-) Die in der Visualisierung erkennbaren, auf Sturz stehenden Holzpfeifen sind das (ausgebaute) 32'-Register im Pedal.
Zum Schluss des Gottesdienstes spielte RK Blitsch die Schlussfuge aus "Wachet auf" (Reger), das fand ich jetzt etwas ungewöhnlich für den Anlass und das Instrument, war aber schön gestaltet.
Obwohl die Orgel über einige Extensionen und Transmissionen verfügt (z.B. sind die Pedalzungen auch vom Positiv und jetzt bis auf die 8'-Lage (separat besetzt) auch vom Great anspielbar), ist es ein tolles Instrument, auf dem romantische Orgelmusik sämtlicher Couleur perfekt funktionieren sollte.
In zwei Wochen spielt Domorganist Still (Trier) dort ein Konzert mit englischer Orgelmusik.
Ich gebe mal hier die aktuelle Disposition wieder. 72 Registerzüge auf dem Dorf, 58 "Register"! Aber wie ich das schon öfter bei eingebürgerten englischen Orgeln erlebt habe, ein sehr runder Klangeindruck, die Zungen stechen nicht raus. Im Normalfall gibt die Kirche bestimmt noch etwas mehr Akustik mit als es heute im vollbesetztem Zustand der Fall war, aber es war nicht unangenehm trocken, nur ein wenig englisch :-)
Positive Organ (I - nicht schwellbar)
Double 16'
Viola 16'
Principal 8'
Rohr Gedeckt 8'
Cello 8'
Octave Principal 4'
Nason Flute 4'
Fugara 4'
Twelfth 2 2/3'
Blockflute 2'
Tierce 1 3/5'
Larigot 1 1/3'
Bombarde 16'
Trompette 8'
Clairon 4'
Swell to Positive
Swell Octave to Positive
Swell Sub Oct. to Positive
Tremulant
Great (II)
Double Diapason 16'
Quintaton 16'
Open Diapason 8'
Geigen Diapason 8'
Stopped Diapason 8'
Gambe 8'
Principal 4'
Violin 4'
Fugara 4'
Wald Flute 4'
Twelfth 2 2/3'
Fifteenth 2'
Mixture IV
Bombarde 16'
Trumpet 8'
Clarion 4'
Swell to Great
Swell Octave to Great
Swell Sub Oct. to Great
Positive to Great
Swell Organ (III)
Open Diapason 8'
Lieblich Gedackt 8'
Viole 8'
Viole Celeste 8'
Principal 4'
Nachthorn 4'
Fifteenth 2'
Mixture III
Contra Fagotto 16'
Oboe 8'
Clarinet 8'
Cornopean 8'
Clarion 4'
Swell Octave
Swell Sub Octave
Tremulant
Pedal
Double Bass 32'
Open Metal 16'
Contra Bass 16'
Bourdon 16'
Principal 8'
Bass Flute 8'
Violoncello 8'
Fifteenth 4'
Harmonics of 32' VI
Mixture IV
Bombarde 16'
Fagotto 16'
Trompette 8'
Oboe 8'
Clarion 4'
Swell to Pedal
Great to Pedal
Positive to Pedal
Keine Ahnung, was mit dem Vorgängerinstrument, einer 16-Register-Walckerin, passiert ist. Vielleicht wird sie (innerhalb der Seelsorgeeinheit?) umgesetzt oder der OB hat sie in Zahlung genommen. Nix berühmtes, aber so schlimm war die jetzt nicht...
Übrigens: Für die Orgel wird wohl noch ein (nebenamtlicher) Organist gesucht :-)
Orgelweihe in Irrel
Solcena
, Donnerstag, 11. September 2014, 10:52 (vor 4427 Tagen) @ Solcena
bearbeitet von Solcena, Donnerstag, 11. September 2014, 10:58
Bilder von der Orgel gibts keine - ich hatte keine Kamera dabei, es ist aber auch schwierig zu fotografieren, da das zweigeteilte neue Gehäuse (finde es gelungen) die voll durchfensterte und helle Frontseite der Kirche freilässt... vermutlich wird OB Fasen in den nächsten Tagen sowieso seinen Webauftritt aktualisieren :-) Die in der Visualisierung erkennbaren, auf Sturz stehenden Holzpfeifen sind das (ausgebaute) 32'-Register im Pedal.
Wie vermutet, ist die Homepage des Orgelbauer mittlerweile aktualisiert und zeigt neben Ansichten des neu aufgebauten Instrumentes auch die Disposition.
Orgelweihe in Irrel
ado
, Donnerstag, 11. September 2014, 11:46 (vor 4427 Tagen) @ Solcena
Wie vermutet, ist die Homepage des Orgelbauer mittlerweile aktualisiert und zeigt neben Ansichten des neu aufgebauten Instrumentes auch die Disposition.
visuell finde ich das auf alle fälle schonmal überaus gelungen.
Orgelweihe in Irrel
Solcena
, Donnerstag, 11. September 2014, 18:56 (vor 4427 Tagen) @ ado
bearbeitet von Solcena, Mittwoch, 19. August 2015, 22:30
Wie vermutet, ist die Homepage des Orgelbauer mittlerweile aktualisiert und zeigt neben Ansichten des neu aufgebauten Instrumentes auch die Disposition.
visuell finde ich das auf alle fälle schonmal überaus gelungen.
Ja, in der Tat. Das Instrument passt vorzüglich von den Proportionen - in dem Gehäuse sieht es wie für diese Kirche geschaffen aus.
Die frühere Walcker-Orgel stand nur auf der rechten Seite und war mit ihren 16 Registern eher noch größer als die Hälfte der Engländerin.
Bei der anderen größeren Engländerin in der Region, der Conacher-Orgel in Kordel, konnte kürzlich die noch fehlende kombinierte Pedalzungenreihe 16' + 8' ergänzt werden, und in Kyllburg wurde die Roberts-Orgel im vorletzten Jahr erweitert (inkl. Regenmaschine und Marimba :-)) hinter dem Hochaltar neu aufgestellt.
Viele romantische Töne in der Eifel!