Manual 1' / Pedal 2'

Daniel, Dienstag, 25. Februar 2014, 15:19 (vor 4631 Tagen) @ untersatz32

Ich nehme an, dass man 2‘-Gedackte nicht mangels Bauhöhe so gebaut hat, sondern wegen ihres (reizenden) Klanges. (siehe auch Compenius, Frederiksborg).
Man kann - bei nur geringem Materialaufwand – mit der Mensur und der Labiierung sehr variabel vorgehen, von der Quintade über Rohrflöte bis zu weitem grundtönigen Flötgedackt. Bei schmaler Labiierung ist ein (optisch) relativ hoher Aufschnitt erforderlich, der zu guter Stimmhaltung bzw. zum „beiziehen“ beiträgt. Angeblich verstimmen sich hohe Gedackte??? Bei breiter Labiierung erhält man schnellansprechende Pfeifen, die bei staccato-Spiel zusammen mit Gedackt 8‘ hell-prickelnd klingen.

Gerhard Schmid, Kaufbeuren, hat oft einen Kleinpommer 2‘ gebaut (z.B. im Rückpositiv neben (Krummhorn 8‘) + Gedackt 8‘ + Rohrflöte 4‘(+Prinzipal 4‘) + Sifflöte 1 /3‘+ (Oktave 1‘) +Zimbel ½‘), aber auch als Hauptwerk-2‘-Register neben (Pommer 16‘) + Trompete 8‘+ Prinzipal 8‘+ Spitzflöte 8‘+ Oktave 4‘+ Nasat 2 2/3‘+ Mixtur 1 1/3‘. Der Kleinpommer wurde ab etwa c1 offen (konisch) weitergeführt.
In einem großen Positiv (Altötting) konnte er auch neben einer Oktave 2‘ stehen.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum