Triple-Lade
Vorausgesetzt, man hat in der Breite Platz (mind. 3,50 m), - bringt eine Triple-Lade etwas? Zum Improvisieren, Üben, für liturgisches Spiel, Begleitung einer kleinen Gemeinde . . . ?
Bei rein mechanischer Traktur liegen dann jeweils 3 Kanzellen mit zusammen 3 Ventilen für 1 Ton (z.B. gis1) nebeneinander, und 3 Schleifen (für I, II und Pedal) hintereinander. Die Bohrungen werden im Pfeifenstock zusammengeführt. Ich weiß nicht, ob Rückschlagklappen erforderlich sind, die könnten wegen Winddruckveränderung problematisch sein.
Es würde bedeuten, dass jedes Register im I. und II. Manual, als auch im Pedal ohne jegliche Koppel verfügbar ist (Natürlich sind Koppeln auch möglich). Also auch für exotische Registrierungen von 2‘ und/oder 1‘ im Pedal.
Im Pedal wäre dann lediglich ein eigener Subbass 16‘ erforderlich. Ein Pommer 16‘ im Manual (+Pedal) wäre zwar schön, als Subbass-Ersatz aber wohl zu schwach.
Der Sinn ist nicht, das jeweilige Register gleichzeitig in 1-3 Werken zu spielen, sondern entweder-oder.
Die Disposition einer Orgel für einen kleineren Raum könnte dann folgendermaßen aussehen:
Holzprinzipal 8‘
Gedackt 8‘
Quintade 8‘
(Salizional 8‘ C-eo in Quintade)
(evtl. ein Rohrwerk) 8‘
Oktave 4‘
Rohrflöte 4‘
(Viola 4‘)
Nasat 2 2/3‘ (C-H oder eo oder bo gedackt)
Oktave 2‘
Blockflöte 2‘
Terz 1 3/5‘ (evtl. nur im Diskant)
Quinte 1 1/3‘
Oktave 1‘
Subbass 16‘
(evtl. Auszug Subbass 8')