Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Habe zufällig eben diese italienische Orgel hier gefunden, die - von der klanglichen und technischen Ausrichtung - Schnittger zum Vorbild hat. Habe vorher noch nie von diesem Orgelbauer gehört. Ihr?
Hier gibt es noch einen Film mit Bildern vom Aufbau und hier auf der - zugegebenermaßen bunten - Website des Orgelbauers ausführliche Informationen.
Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Habe zufällig eben diese italienische Orgel hier gefunden, die - von der klanglichen und technischen Ausrichtung - Schnittger zum Vorbild hat. Habe vorher noch nie von diesem Orgelbauer gehört. Ihr?
Hier gibt es noch einen Film mit Bildern vom Aufbau und hier auf der - zugegebenermaßen bunten - Website des Orgelbauers ausführliche Informationen.
....puh, was für ätzende Mixturen.....und man kann sehr schön studieren, daß die schnabelförmigen Pedal-Obertasten spieltechnisch eigentlich Unfug sind: weil sie höher als "normale" Pedal-Obertasten sind, sind sie bedeutend unbequemer zu spielen. Aber sieht so schön historisch aus, also muß das so sein, auch wenn es keinen Sinn macht....
Nein, gehört ich habe ich noch nichts von diesem Orgelbauer. Aber daß er penetrante Mixturen bauen kann, daß weiß ich jetzt.....
Gruß,
Wolfgang
PS: und das Ziehen der Pedalkoppel ist bei der Ciacona gewiß auch kein Fehler; immerhin, er holt es dann noch nach.....
Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Nein, gehört ich habe ich noch nichts von diesem Orgelbauer. Aber daß er penetrante Mixturen bauen kann, daß weiß ich jetzt.....
Hallo Wolfgang,
das muss so, sonst ist es doch nicht norddeutsch... Würde mich tatsächlich interessieren, ob Herr Carli tatsächlich in Norddeutschland war, der Text in den Erläuterungen liest sich ja so, als habe er die Mensuren aus einem Buch entnommen. Ich wage zu behaupten - wenn das tatsächlich so sein sollte - dass man so keinen stimmigen "Nachbau" zusammenbekommt...
Ich habe es vor allem deshalb gepostet, weil ich von der Gestaltung in mehrfacher Hinsicht ... "überrascht" ... war: Ich finde den Prospekt an und für sich nicht schlecht - also, im oberen Teil halt. Dass der untere Teil asymmetrisch angelegt ist und die Spielanlage nach links außen rückt, stört mein Empfinden schon ein wenig. Ich habe nichts gegen Asymmetrie, aber bei dem Obergehäuse stört sie mich unten. Zuerst dachte ich ja, es habe einen praktischen Hintergrund, nämlich dass sich hinter dem Gitter das Positiv verbergen könnte und man die Lade nicht hätte teilen wollen ... aber nein, diese Orgel hätte auch in unseren Quizz-Thread gepasst: Beide Manualwerke stehen auf gleicher Höhe nebeneinander, hinter den beiden linken Prospektfeldern das Positiv, das HW hinter den drei rechten. Das Obergehäuse kragt weit aus, weil die Orgel komplett vor einer Wand hängt, die Spielanlage dagegen ist vollständig unter die Orgel hineingerutscht. "Klangkontrolle" dürfte anderes gehen.
Bei diesem Prospekt habe ich halt erst einmal auch keine Schnitger-Kopie erwartet. Genausowenig wie das fehlende Cis in allen Werken und die Schnabeltasten im Pedal.
Alles in allem: Für mich ist diese Orgel insgesamt nicht wirklich in sich stimmig...
(Wie gesagt: Meine persönliche Meinung.)
LG
Jörg
P.S.: Wie immer wieder mal witzig, was google so übersetzt:
"Die Posaune 16' hat den Schlauch der ersten Oktave auf halber Höhe." Na dann...
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Nein, gehört ich habe ich noch nichts von diesem Orgelbauer. Aber daß er penetrante Mixturen bauen kann, daß weiß ich jetzt.....
Hallo Wolfgang,
das muss so, sonst ist es doch nicht norddeutsch... Würde mich tatsächlich interessieren, ob Herr Carli tatsächlich in Norddeutschland war, der Text in den Erläuterungen liest sich ja so, als habe er die Mensuren aus einem Buch entnommen. Ich wage zu behaupten - wenn das tatsächlich so sein sollte - dass man so keinen stimmigen "Nachbau" zusammenbekommt...
Ich habe es vor allem deshalb gepostet, weil ich von der Gestaltung in mehrfacher Hinsicht ... "überrascht" ... war: Ich finde den Prospekt an und für sich nicht schlecht - also, im oberen Teil halt. Dass der untere Teil asymmetrisch angelegt ist und die Spielanlage nach links außen rückt, stört mein Empfinden schon ein wenig. Ich habe nichts gegen Asymmetrie, aber bei dem Obergehäuse stört sie mich unten. Zuerst dachte ich ja, es habe einen praktischen Hintergrund, nämlich dass sich hinter dem Gitter das Positiv verbergen könnte und man die Lade nicht hätte teilen wollen ... aber nein, diese Orgel hätte auch in unseren Quizz-Thread gepasst: Beide Manualwerke stehen auf gleicher Höhe nebeneinander, hinter den beiden linken Prospektfeldern das Positiv, das HW hinter den drei rechten. Das Obergehäuse kragt weit aus, weil die Orgel komplett vor einer Wand hängt, die Spielanlage dagegen ist vollständig unter die Orgel hineingerutscht. "Klangkontrolle" dürfte anderes gehen.
Bei diesem Prospekt habe ich halt erst einmal auch keine Schnitger-Kopie erwartet. Genausowenig wie das fehlende Cis in allen Werken und die Schnabeltasten im Pedal.
Alles in allem: Für mich ist diese Orgel insgesamt nicht wirklich in sich stimmig...
(Wie gesagt: Meine persönliche Meinung.)
LG
JörgP.S.: Wie immer wieder mal witzig, was google so übersetzt:
"Die Posaune 16' hat den Schlauch der ersten Oktave auf halber Höhe." Na dann...
....das fehlende Cis ist für mich bei solchen Instrumenten schlicht nicht nachvollziehbar, siehe etwa auch Worpswede. Was soll das? Was hat man musikalisch davon? Nichts, es ist sinnloser Purismus, und schon BWV 565 und 542 zeigen, daß das tiefe Cis schon damals nicht so ganz unüblich war.
Ich halte das für eine ebensolche vergängliche Modeerscheinung wie das nervtötende Dauer-forte kombiniert mit Dauer-non-legato mancher "Historiker", die unpraktischen Schnabeltasten im Pedal oder die seit dem Buxtehude-Jahr 2007 offenbar verbindliche Schreibweise von Buxtehudes Vornamen als "Dieterich" - gibt es eigentlich irgendjemanden, der "Heinerich" oder "Friederich" heißt? Mag ja sein, daß es auf Dänisch "Dieterik" heißt bzw. "Frederik", mag auch sein, daß Buxtehude sich selbst so schrieb. Aber die deutsche Schreibweise von "Dieterik" ist nunmal "Dietrich" und nicht "Dieterich".
Und Deine Einwände gegen den asymmetrischen Aufbau kann ich formal wie inhaltlich sehr gut nachvollziehen - genaugenommen ist das ein inkonsequentes Orgelkonzept, und ob die anscheinend ziemlich spitzen Mixturen das richtige für den wohl recht trockenen Raum sind, kann man auch bezweifeln (alles unter dem Vorbehalt, daß ein youtube-Clip keinen authentischen Klang vermitteln muß).
Gruß,
Wolfgang
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
liebe leute, da kann ich jetzt doch nicht den mund halten: diesen tonfall finde ich doch arg überheblich. zum einen: schlagt mich tot, aber mir gefällt der klang dieser orgel. ich empfinde den als kernig, klar, angenehm, keineswegs "ätzend". zum anderen, und selbst wenn man die mixturen für zu scharf hält: die "diskussion" oben hört sich doch irgendwie wie die alten frauen äh damen an, die auf kissen im fenster hängen und eben am liebsten eines tun: lästern. dietErich b.? GANZ SCHLIMM :-)) hätt es früher nich gegeben.
na ja, nicht daß ich nicht auch was zu meckern hätte. was zum teufel hat sich der entwerfer denn bei diesen wölkchen gedacht, die das ersetzen, was bei schnitger schleierbretter wären... :-)
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
liebe leute, da kann ich jetzt doch nicht den mund halten: diesen tonfall finde ich doch arg überheblich. zum einen: schlagt mich tot, aber mir gefällt der klang dieser orgel. ich empfinde den als kernig, klar, angenehm, keineswegs "ätzend". zum anderen, und selbst wenn man die mixturen für zu scharf hält: die "diskussion" oben hört sich doch irgendwie wie die alten frauen äh damen an, die auf kissen im fenster hängen und eben am liebsten eines tun: lästern. dietErich b.? GANZ SCHLIMM :-)) hätt es früher nich gegeben.
na ja, nicht daß ich nicht auch was zu meckern hätte. was zum teufel hat sich der entwerfer denn bei diesen wölkchen gedacht, die das ersetzen, was bei schnitger schleierbretter wären... :-)
...stimmt, hab' ich prompt übersehen. Sieht, vornehm formuliert, "seltsam" aus. Sowas hätte Diet(e)rich Buxtehude bestimmt nie abgenommen, gar keine Frage.
Gruß,
Wolfgang
(der sich vom Fenster inzwischen ins Hausinnere zurückgezogen hat, denn trotz frühlingsartiger Temperaturen heute nachmittag ist's doch jetzt arg kalt geworden und vor allem auch dunkel, und der letzte Passant hat mir irgendwas von Chili geantwortet, als ich ihn auf zu scharfe Orgelmixturen ansprach......)
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
....das fehlende Cis ist für mich bei solchen Instrumenten schlicht nicht nachvollziehbar, siehe etwa auch Worpswede. Was soll das? Was hat man musikalisch davon?
Dafür reicht das Pedal in Worpswede bis f', sodass man die F-Dur-Toccata BWV 540 spielen kann.
... mag auch sein, daß Buxtehude sich selbst so schrieb. Aber die deutsche Schreibweise von "Dieterik" ist nunmal "Dietrich" und nicht "Dieterich".
Buxtehude hat trotzdem Dieterich geschrieben.
Gruß, Florian
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Buxtehude hat trotzdem Dieterich geschrieben.
Na SO ein arger Wüterich, der Dieterich ;-)
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
liebe leute, da kann ich jetzt doch nicht den mund halten: diesen tonfall finde ich doch arg überheblich. zum einen: schlagt mich tot, aber mir gefällt der klang dieser orgel. ich empfinde den als kernig, klar, angenehm, keineswegs "ätzend". zum anderen, und selbst wenn man die mixturen für zu scharf hält: die "diskussion" oben hört sich doch irgendwie wie die alten frauen äh damen an, die auf kissen im fenster hängen und eben am liebsten eines tun: lästern. dietErich b.? GANZ SCHLIMM :-)) hätt es früher nich gegeben.
Kleine Intervention: Wir wollen doch bitte mal etwas sachlicher bleiben hinsichtlich des Vorwurfs "alte frauen äh damen, die auf kissen im fenster hängen...". Wenn schon, dann doch so, oder, Wolfgang?
Im übrigen darf ich anmerken, dass es gar keine "Diskussion" über den Klang gab. Denn darüber, wie ich den Klang finde habe ich ja gar nichts gesagt. Ich finde vor allem die Pedalzungen recht sonor, das gefällt mir. Und wer wirklich penetrante und scharfe Klänge erleben möchte, besuche einmal eine Orgel wie beispielsweise diese hier - die vierfache 1/2'-Zimbel im Brustwerk klingelt einem tatsächlich die Ohren weg ... Oje, ich lästere schon wieder. - Aber nein, tatsächlich gehörte ich zu den wenigen, die diese Zimbel hin und wieder benutzt haben, als ich diese Orgel früher noch zu manchen Gelegenheiten spielte. Und auch in einer meiner ehemaligen Dienstorgeln bedaure ich den 1986 durchgeführten Austausch der 3fachen Cymbel im Brustwerk gegen eine Terz, die sich nicht wirklich gut integriert (ich schrieb bereits darüber). Ich hätte diesen Tausch nicht initiert. Deshalb bin ich auch auf den Einwand des "penetranten" Mixturklangs nur mit einer verallgemeinernden "Randbemerkung" eingegangen...
na ja, nicht daß ich nicht auch was zu meckern hätte. was zum teufel hat sich der entwerfer denn bei diesen wölkchen gedacht, die das ersetzen, was bei schnitger schleierbretter wären... :-)
Die Wölkchen stören mich nicht. Allerdings finde ich auch hier: Die künstleriche Gestaltung der Schleierbretter ... sorry: Wölkchenbretter mag - und das ist wieder meine ganz persönliche Meinung, und ich weiß auch nicht, wie anders (noch vorsichtiger?) ich sie formulieren soll, um nicht gleich wieder mit verkehrsbeobachtenden Rentnerinnen auf eine Stufe gestellt zu werden - nicht so sehr zum Gitter des Unterbaus harmonieren...
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
mir fällt dazu gerade ein, herr händel aus halle scheint auch der ansicht gewesen zu sein, er heiße "friedErich". mindestens anglisiert er sich dementsprechend:
![[image]](images/uploaded/20140225090127530c5be7e0b8e.jpg)
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
mir fällt dazu gerade ein, herr händel aus halle scheint auch der ansicht gewesen zu sein, er heiße "friedErich".
Nein, auf Deutsch schrieb er sich "Friedrich".
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
mir fällt dazu gerade ein, herr händel aus halle scheint auch der ansicht gewesen zu sein, er heiße "friedErich".
Nein, auf Deutsch schrieb er sich "Friedrich".
Genau, Frideric (nicht Friederic, siehe Bild) ist nur die Annäherung an das englische Frederick.
Wie sieht das unser geschätztes Mitglied Friederich Sprondelius? ;-)
Buxtehude latinisierte sich Dietericus. Über ihn heißt es: Patriam agnoscit Daniam, also wird im Fall des Falles das Dänische die für ihn maßgebliche Schreibweise sein. Dort aber wurde und wird Diderik meines Wissens mit kurzem i geschrieben, weshalb die Dieterich-Fraktion auch aus der Latinisierung wieder einen Punkt ziehen könnte.
Wolfgang, man kann sich doch auch langsam an so was gewöhnen! So verschwindet ja zunehmend der Bindestrich zwischen Mendelssohn und Bartholdy...
(Vergangenen Sonnabend fuhr ich mal wieder an der Hamburger Kupferhütte/Norddeutsche Affininerie vorbei und fragte mich, wieviel die für ihren bescheuerten Namen "Aurubis" bezahlt haben....!)
Italienische Orgel ...
Schnabeltasten machen Sinn zur Masseverringerung bei möglichst weit hinten liegendem Schwerpunkt - erforderlich für gutes Spielgefühl bei gleichzeitg geringer Lärmentwicklung in Ermangelung von Filz oder anderer reichlicher Austuchung...
Setzt allerdings auch richtigen Tastengang und richtigen - beides nämlich gering - Höhenüberstand über die Untertasten voraus. Wenn man aber die Traktur modern übersetzt, werden die Schnäbel schnell zur Falle.
Übrigens: Ich finde den Klang relativ norddeutsch. Ob man das aber in so einen Raum stellen muss... Auch die Spielweise finde ich gut. Sicher kann man Details anders machen, die Achtel im ersten Fugenthema etwa.
Das Versumpfen des Pedals bei 3'00 spricht eindeutig gegen derartige Registrierungen, auf dieser und anderen Orgeln. Da muss eine leichte Zunge rein, die kaum jemand hat (ich schon, hähähä!), z. B. ein Sordun, oder die berühmt-berüchtigten Pedal-Zweifüsse.
Schöne Pedalzungen. Also ich wäre froh gewesen, wenn ich so eine Orgel in meiner Jugend innerhalb von 90 Autominuten gehabt hätte...
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
mir fällt dazu gerade ein, herr händel aus halle scheint auch der ansicht gewesen zu sein, er heiße "friedErich".
Nein, auf Deutsch schrieb er sich "Friedrich".
Genau, Frideric (nicht Friederic, siehe Bild) ist nur die Annäherung an das englische Frederick.Wie sieht das unser geschätztes Mitglied Friederich Sprondelius? ;-)
Buxtehude latinisierte sich Dietericus. Über ihn heißt es: Patriam agnoscit Daniam, also wird im Fall des Falles das Dänische die für ihn maßgebliche Schreibweise sein. Dort aber wurde und wird Diderik meines Wissens mit kurzem i geschrieben, weshalb die Dieterich-Fraktion auch aus der Latinisierung wieder einen Punkt ziehen könnte.
Wolfgang, man kann sich doch auch langsam an so was gewöhnen! So verschwindet ja zunehmend der Bindestrich zwischen Mendelssohn und Bartholdy...
(Vergangenen Sonnabend fuhr ich mal wieder an der Hamburger Kupferhütte/Norddeutsche Affininerie vorbei und fragte mich, wieviel die für ihren bescheuerten Namen "Aurubis" bezahlt haben....!)
.....und erst "Arcandor"....immerhin sind solche Kunstbegriffe ja so verschmelzungsfähig wie Schnitgersche Prinzipale: sollten "Aurubis" und der ex-"Quelle"-Versand "Arcandor" mal fusionieren (z.B. als Versandhaus für Kupferprodukte), könnte man daraus "Aurandor" oder "Arcarubis" machen, warum nicht.....
Nein, was mich daran stört, ist was anderes: das alles über Diet(e)rich, Diderik usw. wußte man auch vor Jahrzehnten schon (es ist doch nicht so, daß Dänemark und seine sprachlichen wie kulinarischen Eigenheiten erst vor fünf Jahren entdeckt worden wäre, wir waren da schon mal Anfang der 1980er Jahre), und niemand hat sich an "Dietrich" gestört. Und jetzt machen alle eilfertig bei "Dieterich" mit, obwohl es zur Änderung des Namens mangels Verwechslungsgefahr wirklich keinen zwingenden Grund gibt, auch nicht in Form irgendwelcher exhumierter Pergamente, die, mit der Urform von Präludium, Fuge und Ciacona in C bekritzelt, unter einem Fundament von St. Marien zum Vorschein gekommen wären......
Aber egal. Ich trage das mit Fassung. Und wenn ich mal im Schnabeltassen-Alter bin, werde ich mich vielleicht auch mit Schnabeltasten abfinden, weil ich sie dann eh nicht mehr spielen bzw. erkennen kann.
Gruß,
Wolfgang...
(wie heißt das eigentlich auf dänisch?)
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Vielleicht Wôlvkank...
--
Gruß
MAT
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Vielleicht Wôlvkank...
Tatsächlich scheint es im Dänischen nur wenige mit "W" beginnende Vornamen zu geben, und "Wo..." - in welcher Schreibweise auch immer - scheint gar nicht vertreten...
LG
Jørg ...
Schnabeltasten, fehlendes cis, "Dieterich", war: Italienische Orgel für Norddeutsches ...
Wolfgang, man kann sich doch auch langsam an so was gewöhnen! So verschwindet ja zunehmend der Bindestrich zwischen Mendelssohn und Bartholdy...
Mendelssohn Bartholdy schrieb sich aber immer ohne Bindestrich. In England heißt er dafür immer nur noch Mendelssohn, nix Bartholdy.
HG
B