Harmonia Aetherea

Friedrich @, Mittwoch, 19. Februar 2014, 14:03 (vor 4626 Tagen) @ Daniel

Wenn bei einer (neuen) Orgel mit 3 Manualen und ca. 35 Register im III. Manual (=Schwellwerk) als Klangkrone (nur) eine „Harmonia Aeterea“ (c1 = 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘+1‘) disponiert ist, wie sollte dann die Mensuration sein?

Etwas engeres Prinzipal? Gambe? Äoline?
Oder etwas changierend von eng zu normal oder normal zu eng?

(Im Positiv ist eine Zimbel, auf c1: 2‘+1 1/3‘+1‘)
(Im Hauptwerk ist ein (weites) Kornett 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘
und eine Mixtur, auf c1: 2 2/3‘+2‘+1 1/3‘+1‘).

Wie Wolfgang schon schrieb, die Harmonia aetherea hat Strich, außerdem in der Regel Expressionen. Wie eng man sie baut, hängt davon ab, auf welche Register sie aufbaut. Normalerweise sind das Geigenprinzipal 8' und Fugara 4', also enge Prinzipale mit Expressionen. Das ist bereits ein sehr enger, schneidender und »langsamer« Sound und nicht besonders kräftig – nicht meine Vorstellung eines schönen Prinzipalchors, eher ein Spezialeffekt. Noch engere Mensuren möchte man da eher nicht! Die Besetzung würde, mit oder ohne Terzen, rund um 2 2/3' + 2' repetieren.

Mir persönlich sagt allerdings ein Chor mindestens mit einer echten Oktave 4’ und einer entsprechenden Mixtur in normaler Mensur mehr zu. Ist auch vielseitiger und besser mischfähig, z. B. mit den Zungen.

Gruß,
Friedrich


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