Harmonia Aetherea
Daniel, Mittwoch, 19. Februar 2014, 13:12 (vor 4625 Tagen)
Wenn bei einer (neuen) Orgel mit 3 Manualen und ca. 35 Register im III. Manual (=Schwellwerk) als Klangkrone (nur) eine „Harmonia Aeterea“ (c1 = 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘+1‘) disponiert ist, wie sollte dann die Mensuration sein?
Etwas engeres Prinzipal? Gambe? Äoline?
Oder etwas changierend von eng zu normal oder normal zu eng?
(Im Positiv ist eine Zimbel, auf c1: 2‘+1 1/3‘+1‘)
(Im Hauptwerk ist ein (weites) Kornett 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘
und eine Mixtur, auf c1: 2 2/3‘+2‘+1 1/3‘+1‘).
Harmonia Aetherea
Wolfgang Gourgé
, Mittwoch, 19. Februar 2014, 13:30 (vor 4625 Tagen) @ Daniel
Wenn bei einer (neuen) Orgel mit 3 Manualen und ca. 35 Register im III. Manual (=Schwellwerk) als Klangkrone (nur) eine „Harmonia Aeterea“ (c1 = 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘+1‘) disponiert ist, wie sollte dann die Mensuration sein?
Etwas engeres Prinzipal? Gambe? Äoline?
Oder etwas changierend von eng zu normal oder normal zu eng?(Im Positiv ist eine Zimbel, auf c1: 2‘+1 1/3‘+1‘)
(Im Hauptwerk ist ein (weites) Kornett 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘
und eine Mixtur, auf c1: 2 2/3‘+2‘+1 1/3‘+1‘).
....die Harmonia Aetherea ist eine Streichermixtur, und das legt natürlich enge Mensuren nahe. Ein schönes Beispiel im neueren Orgelbau ist die H.A. in der Woehlin in Prien am Chiemsee.
Gruß,
Wolfgang
Harmonia Aetherea
perotin, Mittwoch, 19. Februar 2014, 16:38 (vor 4625 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
...die Harmonia Aetherea ist eine Streichermixtur, und das legt natürlich enge Mensuren nahe. Ein schönes Beispiel im neueren Orgelbau ist die H.A. in der Woehlin in Prien am Chiemsee.
Weitere Beispiele wären die (relativ) neuen Vleugels-Orgeln in - u.a. - Aschaffenburg, St. Valentin (Ö), Schifferstadt und Lampertheim. Dispos auf der Homepage.
Grüße,
perotin
Harmonia Aetherea
Daniel, Donnerstag, 20. Februar 2014, 08:49 (vor 4624 Tagen) @ perotin
Hier einige Vleugels-Orgeln, die im Schwellwerk sowohl Flöte 2‘,Violine 2‘ und eine Harm.aetherea 2‘ bwz. 2 2/3‘ aufweisen.
Ist meine Vermutung richtig, daß die Harm.aeterea in der Mensur zwischen Flöte und Violine liegt, also ein etwas engeres Prinzipal (mit Expressionen) ist?
Vielleicht die Violine 2‘ sogar ein Auszug aus Harm.aeterea?
St. Valentin II/31 (Österreich)
(II./Schwellwerk)
18. Valentina 2'
19. Violine 2'
21. Harm. aethera 4f. 2 2/3'
Hardheim, St. Alban, III/48
(III.Schwellwerk)
35. Cornet-Mixtur (3 fach) 2 2/3'
32. Flageolet 2'
33. Violine 2'
36. Harm. aetherea (4 fach) 2'
München, Bürgersaal, III/50
(III.Schwellwerk)
35. Piccolo 2'
36. Violine 2'
38. Harmonia aeth. (3 fach) 2'
Lampertheim, Ev. Domkirche III/44
(III. Manual - Schwellwerk)
33. Harm. aeth. 4f. 2 2/3'
30. Flautino 2'
31. Violine 2'
Schifferstadt, St. Jakobus, III/45
(III.Schwellwerk)
31. Flautino 2'
32. Violine 2'
33. Harmonia aeth. (3 fach) 2'
Harmonia Aetherea
Evacuant, Donnerstag, 20. Februar 2014, 11:13 (vor 4624 Tagen) @ Daniel
In Hardheim ist die Violine ein Auszug aus der Harm. aetherea.
In Schifferstadt sicher auch (Einweihungsfestschrift: "Harmonia aetherea, bestehend aus Violine 2' + Terz 1 3/5' + Quinte 1 1/3'")
Alle Pfeifen sollen "sehr eng mensuriert und zart streichend intoniert" sein.
Ist meine Vermutung richtig, daß die Harm.aeterea in der Mensur zwischen Flöte und Violine liegt, also ein etwas engeres Prinzipal (mit Expressionen) ist?
Vielleicht die Violine 2‘ sogar ein Auszug aus Harm.aeterea?
Die beiden Vermutungen widersprechen sich. Die erste ist wohl falsch.
Harmonia Aetherea
Friedrich
, Mittwoch, 19. Februar 2014, 14:03 (vor 4625 Tagen) @ Daniel
Wenn bei einer (neuen) Orgel mit 3 Manualen und ca. 35 Register im III. Manual (=Schwellwerk) als Klangkrone (nur) eine „Harmonia Aeterea“ (c1 = 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘+1‘) disponiert ist, wie sollte dann die Mensuration sein?
Etwas engeres Prinzipal? Gambe? Äoline?
Oder etwas changierend von eng zu normal oder normal zu eng?(Im Positiv ist eine Zimbel, auf c1: 2‘+1 1/3‘+1‘)
(Im Hauptwerk ist ein (weites) Kornett 2 2/3‘+2‘+1 3/5‘
und eine Mixtur, auf c1: 2 2/3‘+2‘+1 1/3‘+1‘).
Wie Wolfgang schon schrieb, die Harmonia aetherea hat Strich, außerdem in der Regel Expressionen. Wie eng man sie baut, hängt davon ab, auf welche Register sie aufbaut. Normalerweise sind das Geigenprinzipal 8' und Fugara 4', also enge Prinzipale mit Expressionen. Das ist bereits ein sehr enger, schneidender und »langsamer« Sound und nicht besonders kräftig – nicht meine Vorstellung eines schönen Prinzipalchors, eher ein Spezialeffekt. Noch engere Mensuren möchte man da eher nicht! Die Besetzung würde, mit oder ohne Terzen, rund um 2 2/3' + 2' repetieren.
Mir persönlich sagt allerdings ein Chor mindestens mit einer echten Oktave 4’ und einer entsprechenden Mixtur in normaler Mensur mehr zu. Ist auch vielseitiger und besser mischfähig, z. B. mit den Zungen.
Gruß,
Friedrich