St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

Wolfgang Gourgé @, Montag, 17. Februar 2014, 16:22 (vor 4636 Tagen)

....., ist die Botschaft dieses Clips. Er verströmt - ebenso wie manches neue Orgelwerk gänzlich unbekannter Komponisten - den Charme des Unzulänglichen, was jedoch der Glaubwürdigkeit der Akteure keinen Abbruch tut. Möge ihr Anliegen zu baldigem Erfolg führen und der Steiermark ein repräsentatives neues Instrument bescheren.

findet:
Wolfgang.

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

Florian-L @, Montag, 17. Februar 2014, 17:34 (vor 4636 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

....., ist die Botschaft dieses Clips. Er verströmt - ebenso wie manches neue Orgelwerk gänzlich unbekannter Komponisten - den Charme des Unzulänglichen, was jedoch der Glaubwürdigkeit der Akteure keinen Abbruch tut. Möge ihr Anliegen zu baldigem Erfolg führen und der Steiermark ein repräsentatives neues Instrument bescheren.

Ach ja, diese Garage in der Diaspora... ziemlich orgelfeindlich, der Raum. Der Intonateur ist schon jetzt zu bemitleiden.

In Graz-St. Leonhard fällt die Entscheidung offenbar sehr schwer.

Gruß, Florian

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

florianf, Graz (A), Dienstag, 18. Februar 2014, 04:11 (vor 4636 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von florianf, Dienstag, 18. Februar 2014, 04:15

Graz-St. Leonhard ist ein interessanter Fall...
Ich wusste davon lange kaum etwas, wurde aber vor einem Jahr von einem Mitglied des dortigen Orgelkomitees angesprochen - jener Mensch zeigte sich nach einiger Zeit interessiert an einer Lösung mit Hauptwerk als Alternative zu den Giganten Allen und Rodgers. Habe allerdings nie wieder von ihm gehört... Irgendwo finde ich es schade, dass eine Lösung mit "echt aufgenommenen" Pfeifensamples nicht in Betracht gezogen wurde als Alternative zu den Klangsyntheseinstrumenten, wenn elektronisch schon kein Ausschlussgrund ist. Nota bene: Ich will hier jetzt kein Fass aufmachen in Sachen Pro/Kontra.

Ich selbst bin zwiegespalten - eine mechanische, solide gebaute Orgel ist selten verkehrt, da gibt es in Graz aber einige. Sofern sie konzertant genutzt werden kann, hätte auch ein größeres, symphonisches, dafür elektronisches Gerät seinen Reiz - ich habe in Graz bisher mehr dem Neobarock verpflichtete Orgeln erlebt, andere Klangwelten wären schön. (die große Ausnahme hier ist natürlich Graz-Herz Jesu, obgleich ich auch hier das Gefühl hatte, dass im 20. Jh an einzelnen Registern herumgedoktert wurde)

liebe Grüße,
Florian

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

MAT @, Dienstag, 18. Februar 2014, 07:56 (vor 4636 Tagen) @ florianf

Arbeiten nicht alle Digitalorgelhersteller mit "echt aufgenommenen Pfeifensamples"?

--
Gruß
MAT

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

Florian-L @, Dienstag, 18. Februar 2014, 08:23 (vor 4636 Tagen) @ florianf

Ich selbst bin zwiegespalten - eine mechanische, solide gebaute Orgel ist selten verkehrt, da gibt es in Graz aber einige.

Weniger, als man glauben möchte.

Sofern sie konzertant genutzt werden kann, hätte auch ein größeres, symphonisches, dafür elektronisches Gerät seinen Reiz - ich habe in Graz bisher mehr dem Neobarock verpflichtete Orgeln erlebt, andere Klangwelten wären schön.

Konntest du von der Installation in der Marienkirche schon einen Eindruck gewinnen?

(die große Ausnahme hier ist natürlich Graz-Herz Jesu, obgleich ich auch hier das Gefühl hatte, dass im 20. Jh an einzelnen Registern herumgedoktert wurde)

Ja, in Graz-Herz Jesu wurde die Orgel in den Jahren 1941 und 1991 umgebaut (siehe hier).
Ende Jänner 2014 wurde mit Instandsetzungsarbeiten durch die Firma Rieger Orgelbau begonnen (Ausreinigung, Ersatz der Elektronik durch das REA-System).

Gruß, Florian

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

florianf, Graz (A), Dienstag, 18. Februar 2014, 18:53 (vor 4635 Tagen) @ Florian-L

Konntest du von der Installation in der Marienkirche schon einen Eindruck gewinnen?

leider noch nicht, steht aber definitiv an - muss mal hören, wie weit sie bei Viscount mittlerweile sind mit ihrem Klängen. ;)

(die große Ausnahme hier ist natürlich Graz-Herz Jesu, obgleich ich auch hier das Gefühl hatte, dass im 20. Jh an einzelnen Registern herumgedoktert wurde)


Ja, in Graz-Herz Jesu wurde die Orgel in den Jahren 1941 und 1991 umgebaut (siehe hier).
Ende Jänner 2014 wurde mit Instandsetzungsarbeiten durch die Firma Rieger Orgelbau begonnen (Ausreinigung, Ersatz der Elektronik durch das REA-System).

Dem Rückpositiv merkt man seine Ursprünge in '41 an, aber auch bei ein paar einzelnen Hauptwerksregistern vermute ich unrühmliche Intonationsänderungen aus jener Zeit.. Dass die Zungen laut Homepage alle von 1941 oder später stammen, erklärt auch schon ein paar Dinge.

Spannend, ich wusste nicht, dass Rieger das übernimmt, ich dachte, es sei eine Schweizer Firma zum Zug gekommen, nachdem man hier (http://www.graz-herz-jesu.at/kirche/orgel.php) ja liest "Disposition Walcker-Orgel Herz Jesu Graz - Erstellt durch OBM Wolfgang Rehn/Orgelbau Kuhn AG/Männedorf (CH) im November 2012"...
Freue mich auf jeden Fall für die Gemeinde und vielmehr noch für die Organisten - als ich letzten Sommer dort geübt habe, war einiges im Argen, so hing das D in der Mittellage regelmäßig, und es war am Hauptwerk die gesamte oberste Oktave unbenützbar, weil dort stets alle Töne der Oktave auf jeder Taste erklangen... Der neue Spieltisch wird sicher viele Annehmlichkeiten bringen.

liebe Grüße,
Florian

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

Florian-L @, Mittwoch, 19. Februar 2014, 08:30 (vor 4635 Tagen) @ florianf

Spannend, ich wusste nicht, dass Rieger das übernimmt, ich dachte, es sei eine Schweizer Firma zum Zug gekommen, nachdem man hier (http://www.graz-herz-jesu.at/kirche/orgel.php) ja liest "Disposition Walcker-Orgel Herz Jesu Graz - Erstellt durch OBM Wolfgang Rehn/Orgelbau Kuhn AG/Männedorf (CH) im November 2012"...
Der neue Spieltisch wird sicher viele Annehmlichkeiten bringen.

Ausführliche Informationen sind leider nicht im Netz, sondern zurzeit nur vor dem Eingang zur Unterkirche auf einer Schautafel zu finden.
Der Spieltisch wird der alte bleiben, aber neu verkabelt.

Sehr erfreulich ist auch, dass die fast unverändert erhaltene Walcker-Orgel der Barmherzigenkirche in Graz derzeit durch Christian Scheffler restauriert wird, wie ich kürzlich erfahren habe.

Gruß, Florian

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

florianf, Graz (A), Mittwoch, 19. Februar 2014, 14:45 (vor 4634 Tagen) @ Florian-L

das sind in der Tat sehr erfreuliche Neuigkeiten. Ich bin sehr überrascht, dass Scheffler hierzulande auch so bekannt zu sein scheint - er ist sicherlich ideal für diese Restaurierung.

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

Florian-L @, Donnerstag, 20. Februar 2014, 08:34 (vor 4634 Tagen) @ florianf

das sind in der Tat sehr erfreuliche Neuigkeiten. Ich bin sehr überrascht, dass Scheffler hierzulande auch so bekannt zu sein scheint - er ist sicherlich ideal für diese Restaurierung.

Meines Wissens ist das sein erstes Projekt in Österreich.

Gruß, Florian

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

florianf, Graz (A), Donnerstag, 20. Februar 2014, 20:21 (vor 4633 Tagen) @ Florian-L

Vielleicht lässt man ihn ja dann auch anderswo ein paar pneumatische Kisten reparieren, wenn die Sache gut läuft. Ein Spezialist für derlei Instrumente hätte hierzulande gut zu tun. ;)

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

Florian-L @, Freitag, 21. Februar 2014, 08:49 (vor 4633 Tagen) @ florianf

Vielleicht lässt man ihn ja dann auch anderswo ein paar pneumatische Kisten reparieren, wenn die Sache gut läuft. Ein Spezialist für derlei Instrumente hätte hierzulande gut zu tun. ;)

Das ist die Frage, denn viele Pfarrgemeinden wollen sich das nicht mehr leisten.
Ein Bekannter von mir, der Orgelbauer ist, hat mir erzählt, dass er in letzter Zeit zwar recht viele Anfragen bezüglich Restaurierungen erhält, aber nach Absenden des Kostenvoranschlags meistens nie mehr eine Reaktion erhält.
So viele Orgeln aus der Spätromantik wurden schon unsachgemäß umgebaut (in Graz etwa die Orgeln in St. Andrä, St. Josef und die bereits erwähnten Instrumente in St. Leonhard und in der Marienkirche), was die Kosten für eine Restaurierung gehörig in die Höhe treibt.
Häufig entscheidet man sich für eine unzulängliche "kleine Lösung", die die Orgel nur für ein paar Jahre einigermaßen spielbar hält, oder man legt die Orgel kurzerhand still und stellt gleich ein elektronisches Instrument auf.

Dass man sich entschlossen hat, die hochbedeutsame Walcker-Orgel in der Barmherzigenkirche einem so ausgewiesenen Spezialisten anzuvertrauen, stellt schon eine Ausnahme dar, und das ist den Verantwortlichen hoch anzurechnen, wenn man bedenkt, dass solche Orgeln über Jahrzehnte massiv abgelehnt worden sind ("Sachverständiger" zum Orgelbauer: "Machen S' aus der Schwebung eine Rauschquint!").
Noch in den späten 1990er Jahren hat man sich z. B. entschlossen, die vollständig erhaltene pneumatische Mauracher-Orgel (II/29) von 1909 in der Weizbergkirche durch einen Neubau ersetzen zu lassen.

Der dritte Kommentar zur geplanten Orgel in St. Leonhard beinhaltet einen sehr aufschlussreichen Satz:

"Wenn unser Organist nicht da ist, kann die Liederbegleitung vorher aufgenommen und dann beim Gottesdienst abgespielt werden."

Nicht allein, dass man zum Verzicht auf ein akustisches Instrument tendiert, auch der Organist scheint bereits ein zu hoher Kostenfaktor zu sein.

Gruß, Florian

Kostenfaktor Organist

Willscher, Freitag, 21. Februar 2014, 17:31 (vor 4632 Tagen) @ Florian-L

Nicht allein, dass man zum Verzicht auf ein akustisches Instrument tendiert, auch der Organist scheint bereits ein zu hoher Kostenfaktor zu sein.

Gruß, Florian

Tja, Florian, das ist so.
Ich kenne Gemeinden, da hat der Kirchenvorstand die Anweisung, erst einmal diejenigen Organisten zu fragen, die nichts kosten. Und in meiner Heimatgemeinde stehen zwar sieben oder acht Kandidaten auf der Organistenliste, aber es kommt vor, daß - auch an hohen Festtagen - keiner spielt (spielen will). Kein Wunder, wenn man dem Organisten gerade mal 16 Euro zahlt, die zu versteuern sind (bleiben 8 Euro - das sind mit An- und Abfahrt und Übezeiten knappe 4 Euro Stundenlohn; Lidl zahlt für Handlangerdienste 11,50 Euro).
Wen wundert's, wenn die Organisten lieber in einer Kirchengemeinde spielen die 50 Euro zahlen. Auch das gibt's in Hamburg.........

Gruß

Andreas

Kostenfaktor Organist

hardy @, Samstag, 22. Februar 2014, 17:29 (vor 4631 Tagen) @ Willscher

Das war hier eh wohl auch schonmal ein Thema; auf evangelischer Seite bekommt man hierzulande normalerweise als C-Org. ca 30 € netto für eine Vertretung raus. Kommt auch auf den Gottesdienst-Typ an. Mit den Fahrtkosten weiss ich nicht so bescheid, da das alles immer sehr nahe war. Warum kath.-seits so wenig gezahlt wird, war mir schon immer ein Rätsel. Darüberhinaus scheint es im ev. Bereich mehr fest Angestellte zu geben (ich z. B. mit 6 Stunden).´

Nichts desto trotz, bei uns ist der Mangel an Vertretungen trotz relativ guter Bezahlung spürbar. Von daher wäre eine Aufnahme- und Wiedergabeeinrichtung sinnvoll, wenn man keinen Vertreter findet, weil der Stelleninhaber krank oder in Urlaub ist.
Gruß Hardy

Kostenfaktor Organist

hintersatz, Sonntag, 23. Februar 2014, 06:12 (vor 4631 Tagen) @ hardy
bearbeitet von hintersatz, Sonntag, 23. Februar 2014, 06:16

Nichts desto trotz, bei uns ist der Mangel an Vertretungen trotz relativ guter Bezahlung spürbar.

In meinem (evangelischen) Kirchenkreis ist man eben zu der Erkenntnis gekommen, dass es wohl am Formular- und Verwaltungsaufwand liegt, warum es kaum eine Bereitschaft gibt, Vertretungsdienste zu übernehmen. Für jeden Vetretungsdienst einen ganzen Formularsatz auszufüllen und bei der Gemeinde einzureichen, macht schon für sich eine 1/2h Arbeit.

Von daher wäre eine Aufnahme- und Wiedergabeeinrichtung sinnvoll, wenn man keinen Vertreter findet, weil der Stelleninhaber krank oder in Urlaub ist.

Wenn solch eine Vorrichtung nur dem zeitlichen Versetzten dient, dann wäre das eine sinnvolle Nutzung einer Selbstspieleinrichtung. Wenn diese dazu dient, statt dessen einfach nur was aus der Konserve laufen zu lassen, um den Organisten einzusparen, könnte man auch eine Wurlitzer aufstellen.

Kostenfaktor Organist

elsenp @, Sonntag, 23. Februar 2014, 08:20 (vor 4631 Tagen) @ hintersatz


In meinem (evangelischen) Kirchenkreis ist man eben zu der Erkenntnis gekommen, dass es wohl am Formular- und Verwaltungsaufwand liegt, warum es kaum eine Bereitschaft gibt, Vertretungsdienste zu übernehmen. Für jeden Vetretungsdienst einen ganzen Formularsatz auszufüllen und bei der Gemeinde einzureichen, macht schon für sich eine 1/2h Arbeit.

Das scheint jetzt auch Umtriebe bei katholischen Gemeinden zu machen. Ich wurde im letzten Jahr angefragt, bei einem Beerdigungsgottesdienst den Organistendienst zu übernehmen (hauptamtl. Stelle war zu dieser Zeit vakant). Danach erhielt ich per Post vom Rendanten ein dickes Couvert mit mehreren Vordrucke des für die Abrechnung zuständigen Verwaltungszentrums, die ich zur Abrechnung dieser Vertretung ausfüllen und zurückschicken sollte. Unter anderem einen blanko Beschäftigungsvertrag ("Befristungsabrede"), wo noch nicht einmal die Höhe der Vergütung eingetragen wurde (die laut Bistumsvorgabe 18 EUR betragen hätte).
Unter anderem sollte ich neben den ausgefüllten Vordrucken auch noch folgende Unterlagen dem Vertrag beifügen:
- Geburtsurkunden meiner Kinder in Kopie,
- Beitragsbescheinigung meiner privaten Krankenversicherung,
- meine letzten Verdienstabrechnungen in Kopie,
- meine Schulabschlüsse und Berufsausbildungsnachweise

Ich habe die Kirchengemeinde gebeten, meine Dienste als "Spende" abzubuchen und mich künftig nicht mehr für irgendwelche Dienste anzurufen.

Gruß
Peter

Kostenfaktor Organist

Willscher, Sonntag, 23. Februar 2014, 11:55 (vor 4631 Tagen) @ elsenp

Unter anderem einen blanko Beschäftigungsvertrag ("Befristungsabrede"), wo noch nicht einmal die Höhe der Vergütung eingetragen wurde (die laut Bistumsvorgabe 18 EUR betragen hätte).

Unter anderem sollte ich neben den ausgefüllten Vordrucken auch noch folgende Unterlagen dem Vertrag beifügen:
- Geburtsurkunden meiner Kinder in Kopie,
- Beitragsbescheinigung meiner privaten Krankenversicherung,
- meine letzten Verdienstabrechnungen in Kopie,
- meine Schulabschlüsse und Berufsausbildungsnachweise

Ich habe die Kirchengemeinde gebeten, meine Dienste als "Spende" abzubuchen und mich künftig nicht mehr für irgendwelche Dienste anzurufen.

Gruß
Peter

Das ist ja unglaublich - so unglaublich wie das gestrige 3:0 des HSV gegen Dortmund.

Kostenfaktor Organist

Orlos @, Sonntag, 23. Februar 2014, 19:25 (vor 4630 Tagen) @ Willscher

Das ist eigentlich nicht unglaublich, sondern hier im Bistum Limburg schon längere Zeit Usus: Wir dürfen niemanden Orgel spielen lassen, der nicht einen Vertrag abgeschlossen hat.
Nur hat das gar nichts mit kirchlicher Bürokratie zu tun, sondern das FINANZAMT des Landes Hessen hat diese Regelung eingefordert. Die haben eine irrwitzige Angst vor Schwarzarbeit.

Ansich könnte man mit der Regelung leben, wenn nicht neuerdings diese vielen kleinen Verträge (Verdienst oft nur 25 Euro pro Monat) mit höheren Sozialabgaben versehen worden wären, wiederum vom Staat vorgegeben. Da bleibt jetzt wirklich nichts mehr übrig, das man als "Lebensunterhalt" ansehen könnte.

Mein Kollege ist bis vor ein Bundesgericht gezogen, was die steuerliche Behandlung von Organisten angeht. Das Ergebnis löste damals hier eine ziemliche Diskussion aus, Stichwort: weisungsabhängig. Das müssen wir nicht aufwärmen. Aber es bleibt festzustellen, dass der reine Orgeldienst (ohne Chorleitung) nicht attraktiv ist.

Kostenfaktor Organist

MAT @, Montag, 24. Februar 2014, 09:29 (vor 4630 Tagen) @ Orlos

Hier im Bistum Münster ist das auch so. Und genau deshalb übernehme ich auch keine Vertretungen mehr.

--
Gruß
MAT

Kostenfaktor Organist

ThomasMP @, Sonntag, 23. Februar 2014, 19:42 (vor 4630 Tagen) @ Willscher
bearbeitet von ThomasMP, Sonntag, 23. Februar 2014, 20:12

so unglaublich wie das gestrige 3:0 des HSV gegen Dortmund.
DAS ist wirklich unglaublich - in der Bürokratie wundert mich jedoch nichts

Kostenfaktor Organist

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Montag, 24. Februar 2014, 09:25 (vor 4630 Tagen) @ elsenp

Das scheint jetzt auch Umtriebe bei katholischen Gemeinden zu machen. Ich wurde im letzten Jahr angefragt, bei einem Beerdigungsgottesdienst den Organistendienst zu übernehmen (hauptamtl. Stelle war zu dieser Zeit vakant). Danach erhielt ich per Post vom Rendanten ein dickes Couvert mit mehreren Vordrucke des für die Abrechnung zuständigen Verwaltungszentrums, die ich zur Abrechnung dieser Vertretung ausfüllen und zurückschicken sollte. Unter anderem einen blanko Beschäftigungsvertrag ("Befristungsabrede"), wo noch nicht einmal die Höhe der Vergütung eingetragen wurde (die laut Bistumsvorgabe 18 EUR betragen hätte).
Unter anderem sollte ich neben den ausgefüllten Vordrucken auch noch folgende Unterlagen dem Vertrag beifügen:
- Geburtsurkunden meiner Kinder in Kopie,
- Beitragsbescheinigung meiner privaten Krankenversicherung,
- meine letzten Verdienstabrechnungen in Kopie,
- meine Schulabschlüsse und Berufsausbildungsnachweise

Letzteres ist wirklich unglaublich, alles andere kenne ich auch. Ich hab mal überlegt, für den Fall, daß die Anfrage ganz knapp vor Termin kommt, zu sagen: "x € bar auf die Kralle, ansonsten nicht." Hat das schon jemand versucht?

Kostenfaktor Organist

MAT @, Montag, 24. Februar 2014, 09:30 (vor 4630 Tagen) @ Rochus Schmitz

Ich hab es versucht - ohne Erfolg!

--
Gruß
MAT

Kostenfaktor Organist

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Montag, 24. Februar 2014, 09:36 (vor 4630 Tagen) @ MAT

Ich hab es versucht - ohne Erfolg!

Interessant - darf ich fragen, wo im Bistum das war? Gern per PM.

Kostenfaktor Organist

Solcena ⌂ @, Montag, 24. Februar 2014, 09:35 (vor 4630 Tagen) @ elsenp

Unter anderem sollte ich neben den ausgefüllten Vordrucken auch noch folgende Unterlagen dem Vertrag beifügen:
- Geburtsurkunden meiner Kinder in Kopie,
- Beitragsbescheinigung meiner privaten Krankenversicherung,
- meine letzten Verdienstabrechnungen in Kopie,
- meine Schulabschlüsse und Berufsausbildungsnachweise

Gottseidank musste ich das nur in einem Personalbogen ausfüllen, aber nicht belegen. Den Personalbogen mit jeder Menge Angaben habe ich aber bestimmt auch schon vier Mal dem Abrechnungszentrum zugesendet, für jeden Kirchengemeindenverband, in dem ich spiele / spielte, d.h. Vertretungen übernahm, extra... da wiehert der Amtsschimmel ganz kräftig.

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

SlowOrg @, Mittwoch, 28. September 2016, 01:40 (vor 3683 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

… und hat sie nun endlich bekommen.

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Die Orgelweihe fand am vergangenen Sonntag statt, am Donnerstag Abend gibt’s das erste Orgelkonzert. Ein paar Fotos von der Orgelweihe sind hier zu sehen und es gibt auch die Predigt zum Nachlesen.
Die neue Orgel konnte ich mir vor Ort zwar noch nicht ansehen, trotzdem kann ich einige Infos zum Instrument anbieten:
Die Pfeifen, Windladen und das Gebläse befinden sich nach wie vor auf der Empore über dem Eingang in die Kirche (mit einem neuen Prospekt), während der Spieltisch unten in der Kirche steht (Epistelseite). Auf diesem Foto …

[image]

… kann man sehen, dass die Trakturen zwischen dem Spieltisch und der Orgelanlage teilweise sichtbar gemacht wurden. Der Spieltisch und der Prospekt sind aus Kiefernholz (Wunsch der Pfarre, passend zur restlichen Inneneinrichtung).
Dispo der neuen Orgel liest sich eher unspektakulär, man wird aber auch damit was anfangen können. :)

I. Hauptwerk (C–g3)
Principal 8′
Bordun 8′
Oktav 4′
Rohrflöte 4′
Superoktav 2′
Mixtur III–IV 1 1/3′

II. Präludierwerk (C–g3)
Gedeckt 8′
Salicional 8′
Blockflöte 4′
Gemshorn 2′
Tremulant für I + II

Pedal (C–f1)
Subbass 16′
Oktavbass 8′
Posaune 16′

Koppeln: II/I, I/Ped, II/Ped

Die Orgel wurde vom slowenischen Orgelbauer Drago Lukman errichtet (die Orgelteile für den Neubau hat Orglarska delavnica Maribor "beigesteuert"). Bei Gelegenheit gibt’s zusätzliche Eindrücke (vielleicht kann aber auch einer von den Grazer Organisten etwas berichten).

M

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

fluteceleste @, Mittwoch, 28. September 2016, 14:34 (vor 3682 Tagen) @ SlowOrg

danke für die Info. Bei grade mal 13 Registern finde ich eine Posaune doch respektabel! Wie die auf die Empore passt, ist mir allerdings rätselhaft (Kröpfen?hinlegen? halbe oder sogar viertel Länge?)
Hier übrigens der Flyer zum Orgelprojekt, über den ich etwas schmunzeln musste(aber er ist imho originell!)

[image]

St. Elisabeth in Graz braucht eine neue Orgel.....

hardy @, Donnerstag, 29. September 2016, 20:49 (vor 3681 Tagen) @ fluteceleste

Der Preis ist freilich sehr günstig :)

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