Neues (?) aus HH-Neuenfelde
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Donnerstag, 13. Februar 2014, 18:58 (vor 4632 Tagen)
Hallo Forum,
von der Orgelakademie Stade erreicht mich folgende Mail:
Pfeifenpatenschaften für die Restaurierung der Arp Schnitger-Orgel in Hamburg- Neuenfelde
Die Kirchengemeinde St. Pankratius in Neuenfelde plant die Restaurierung ihrer Schnitger-Orgel. Die 1688 gebaute Orgel ist das größte zweimanualige Instrument von Arp Schnitger. Die letzte Reparatur der Orgel liegt über 30 Jahre zurück. Seitdem haben sich erhebliche Schäden an allen Teilen der Orgel eingestellt:
- die Pfeifen sind instabil und können nicht mehr gestimmt werden
- die Traktur ist schwergängig und unzuverlässig
- das Gehäuse hat sich teilweise gesenkt und weist zahlreiche Risse auf
- viele Orgelteile sind von Schimmel befallen
Mit der Restaurierung durch die Werkstatt Kristian Wegscheider soll der Originalzustand von 1688 rekonstruiert werden. Die Kosten betragen ca. € 770.000,- Davon sind bislang € 328.000,- gesichert.
Auf der Homepage www.schnitgerorgel.de informiert die Kirchengemeinde über Spendenmöglichkeiten und Pfeifenpatenschaften.
Nähere Informationen:
Hilger Kespohl
Organist an St. Pankratius Hamburg-Neuenfelde
Organist an Unser Lieben Frauen Bremen
www.schnitgerorgel.de
www.orgelpunkt-bremen.de
Gruß Clemens Schäfer
--
Piano heißt nicht schwach sondern leise, Forte nicht laut sondern kräftig (Artur Rubinstein)
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
nokuhn, Donnerstag, 13. Februar 2014, 21:41 (vor 4632 Tagen) @ Clemens Schäfer
Heisst das, dass die Geschichte mit der Landebahn endgueltig vom Tisch ist?
MfG Nokuhn
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
Wolfgang Gourgé
, Freitag, 14. Februar 2014, 02:34 (vor 4632 Tagen) @ nokuhn
Heisst das, dass die Geschichte mit der Landebahn endgueltig vom Tisch ist?
MfG Nokuhn
....die Landebahn ist schon seit längerem fertig; zwischen St. Pankratius und der Landebahn ist noch ein bißchen Wiese und die Straße....
Gruß,
Wolfgang
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
MAT
, Freitag, 14. Februar 2014, 08:07 (vor 4631 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Ach wie schön, da gibt es einen Organistenweg! :-)
--
Gruß
MAT
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
jrbecker
, Freitag, 14. Februar 2014, 08:55 (vor 4631 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Heisst das, dass die Geschichte mit der Landebahn endgueltig vom Tisch ist?
MfG Nokuhn
....die Landebahn ist schon seit längerem fertig; zwischen St. Pankratius und der Landebahn ist noch ein bißchen Wiese und die Straße....Gruß,
Wolfgang
Und plötzlich sind die zu erwartenden Schäden dann gar nicht mehr so gravierend? Oder warum geht dann plötzlich doch beides nebeneinander? - Ich sitze zu weit weg, um die Sache vollständig verfolgt zu haben und frage nicht, um hier eine Diskussion aufzuwühlen, sondern vielleicht gibt es vielmehr irgendwo so etwas wie eine abschließende Zusammenfassung, die ich mir anlesen könnte, um es zu verstehen?
LG
Jörg
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
Wolfgang Gourgé
, Freitag, 14. Februar 2014, 23:22 (vor 4631 Tagen) @ jrbecker
Heisst das, dass die Geschichte mit der Landebahn endgueltig vom Tisch ist?
MfG Nokuhn
....die Landebahn ist schon seit längerem fertig; zwischen St. Pankratius und der Landebahn ist noch ein bißchen Wiese und die Straße....Gruß,
Wolfgang
Und plötzlich sind die zu erwartenden Schäden dann gar nicht mehr so gravierend? Oder warum geht dann plötzlich doch beides nebeneinander? - Ich sitze zu weit weg, um die Sache vollständig verfolgt zu haben und frage nicht, um hier eine Diskussion aufzuwühlen, sondern vielleicht gibt es vielmehr irgendwo so etwas wie eine abschließende Zusammenfassung, die ich mir anlesen könnte, um es zu verstehen?LG
Jörg
....wenn man weiß, wie es dort vorher aussah, kann man das monströse Ausmaß der Landschaftszerstörung in einer sensiblen historischen Kulturlandschaft gut einschätzen, zumal das unter Containerterminals verschwundene Fischerdorf Altenwerder - bis auf Kirche nebst Friedhof - nur wenige Kilometer entfernt ist. Vielleicht ist das alles industriepolitisch notwendig, aber wer sich mal über mehrspurige Autobahnzubringer, Gütergleisfelder und unter Windrädern zur Altenwerder Kirche vorgearbeitet hat, ist nicht begeistert, und wer dann vor ihr steht, hat die Dauer-Lärmkulisse von Autobahn, Gleisen, sonstiger Industrie und fauchenden Windrädern im Ohr.
Wenn ich richtig informiert bin, wird die Landebahn nicht sehr intensiv genutzt. Genaugenommen wird sie nur für Starts/Landungen der *vollbeladenen Frachtversion* des A380 benötigt, wie es damals hieß. Mag sein, daß es deshalb dort noch nicht zu größeren Problemen gekommen ist.
Siehe auch den einschlägigen Wikipedia-Artikel; kurios übrigens der Zustand von Arp Schnitgers ehemaligem Hof: Reetdach und Barockfassade, eine erstaunliche Kombination.....
Gruß,
Wolfgang
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
Hilbrands
, Samstag, 15. Februar 2014, 10:44 (vor 4630 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
Hilbrands
, Freitag, 14. Februar 2014, 15:26 (vor 4631 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Sonntag, 16. Februar 2014, 17:51 (vor 4629 Tagen) @ Hilbrands
Ich darf als ehemaliger Bewohner des Neuenfelder Organistenweges und Exponent der Landebahn-Bürgerinitative ein wenig informieren:
Von unserem Wohnhaus, dem inzwischen ehemaligen Organistenhaus (es wohnen jetzt "normale" Leute drin...), waren es horizontal eta 100 und nach oben etwa 80 Meter zu den Fahrgestellen im Landeanflug.
Naja, man kann nicht alles aufhalten, undsoweiterundsoweiter, aber Wolfgang deutete an, dass die Durchsetzung der Landebahnverlängerung mit äußerst viel Standort- und internationaler Politik durchfüttert war. Leiter der baulichen Realisierung war jener Herr Wegener, der jetzt im Untersuchungsbericht zur Elbphilharmonie-Finanzkatastrophe - er leitete auch dieses Projekt - äußerst schlecht wegkommt.
Kürzest: Ein voller A380 - und voll beladene Erprobungsflüge der BIS HEUTE NICHT EXISTIERENDEN Frachtversion wurden uns damals angekündigt und waren Entscheidungsgrundlage für die Verlängerung im Kampf gegen den französischen Konkurrenz-Fertigungsort Toulouse - erzeugt physikalisch bedingt beim Landen sehr starke Luftverwirbelungen, sogenannte Wirbelschleppen.
Ich selbst habe die Recherche dieses in den Planungen sehr verdeckt gehaltenen Themas übernommen. Das Resultat war, dass Airbus als Kompensation bzw. Prävention der Neuenfelder Kirche eine neue, entsprechend gesicherte Bedachung spendieren musste.
Angesichts der damaligen Kräfteverhältnisse ein definitives Eingeständnis der Belastung.
Den Rest der Geschichte, der auch eine Fernsehdokumentation ("Im öffentlichen Interesse" und ein Buch ("Das Mühlenberger-Milliardenloch - Wie ein Flugzeug die Politik beherrscht") herausgebracht hat, kann man mehrerorts nachlesen.
Die Landebahn steht, Airbus geht's gut (na immerhin, die Rüstungssparte von EADS schwächelt ja bekanntlich...), das Dorf ist sozial und baulich schwer beschädigt, aber Kirche und Orgel stehen. Es gab immerhin auch eine neue Bushaltestelle in der Nähe, hilfreich für die Konzerte.
Jörg, hier erfährst Du es etwas genauer:
http://kirche-suederelbe.de/neuenfelde/uber-uns/airbus/
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
jrbecker
, Sonntag, 16. Februar 2014, 22:14 (vor 4629 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Danke für die zusammenfassende Erläuterung und Links!
LG
Jörg
Neues (?) aus HH-Neuenfelde
chp
, Dienstag, 18. Februar 2014, 11:49 (vor 4627 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Hallo,
übrigens war damals auch Rostock-Laage im Gespräch für das Airbus-Werk, schied aber früh aus, soweit ich mich erinnere. Da gibt es auch eine Kirche mit Orgel, aber deutlich weiter weg von der Einflugschneise. Flughafen und Landebahn hätten übernommen werden können, jedenfalls genügten Flughafen und Landebahn immerhin den Ansprüchen von Air Force One.
Beste Grüße
Christoph P.
Neues (?) aus HH-Neuenfelde (schon recht OT...)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 20. Februar 2014, 15:26 (vor 4625 Tagen) @ chp
Hallo,
übrigens war damals auch Rostock-Laage im Gespräch für das Airbus-Werk, schied aber früh aus, soweit ich mich erinnere. Da gibt es auch eine Kirche mit Orgel, aber deutlich weiter weg von der Einflugschneise. Flughafen und Landebahn hätten übernommen werden können, jedenfalls genügten Flughafen und Landebahn immerhin den Ansprüchen von Air Force One.
Beste Grüße
Christoph P.
Richtig.
Zwei Gründe haben Laage als Airbus-Standort gekillt, obwohl es für die Region super gewesen wäre, zumal Seehafen, Autobahn, ohne Ende Bauplatz und eine sehr große Landebahn bereits existierten, und Fördermillionen an beiden Orten warteten:
1.) Helmut Kohl wollte ursprünglich Laage, aber Gerhard Schröder wechselte auf Hamburg (Parteifreundschaft mit Hamburgs Bürgermeister damals?)
2.) Struktureller Killer:
Gut 1000 Airbus-Angestellte hätten als Routiniers nach Laage gemusst, um dort die Produktion entsprechend anzufahren.
Reaktion vereinfacht: "Da gehen wir auf keinen Fall hin!" (Naja, das war in den 90ern. Heute machen die für Airbus alles, nur um überhaupt ihren Job zu behalten....)
Immer wieder nett, wenn auch den meisten altbekannt, ist dieses Foto: