Winterliches (Orgel-)konzert in St. Remigius; D-Wittlaer

Frank Berger @, Wassenberg, Dienstag, 04. Februar 2014, 19:54 (vor 4640 Tagen)
bearbeitet von Frank Berger, Dienstag, 04. Februar 2014, 20:06

Hallo,
wie Clemens Schäfer schon berichtet hat, hatte man in Düsseldorf am Montag Abend die Wahl zwischen mindestens 3 Orgelkonzerten. Ich habe mich für Wittlaer entschieden.
Die Kirche ist eine relativ kleine romanische Dorfkirche (12. / 13. Jh). Die Orgel stammt von Weimbs, 1998, II + P /14.
Ausführende des Konzertes waren Pamela König (Seelsorgebereichsmusikerin
im Seelsorgebereich "Düsseldorfer Rheinbogen"), die in Wittlaer wohnende freischaffende Musikerin Petra Verhoeven als Sopran-Solistin und als Leiterin des Jugendchores St. Remigius Wittlaer und der Jugendchor.
So gab es von Pamela König "nur" 4 (5) reine Orgelstücke zu hören:
Boëly, Fantasie et Fugue en si bémol majeur
Boëllmann, Prière a Notre Dame
Bossi, Chant du soir op. 92,1
C. Franck, Pastorale op.19
Petra Verhoeven sang 2 Lieder aus Peter Cornelius' "Weihnachtslieder" op. 8:
Simeon: Das Knäblein nach acht Tagen
Christus, der Kinderfreund: Das zarte Knäblein ward zum Mann.
Der Jugendchor (ca. 15 Mädchen und 2 Jungen im Alter von geschätzt 8 - 16) war beteiligt mit Thomas Tallis, Glory to thee, my God this nigh,
mit dem/der mir bisher unbekannten P. Valtinoni (1959) : Signore Pietà
und mit der Vorstellung einiger Lieder aus dem neuen Gotteslob :
416 Was Gott tut, das ist wohlgetan, mit der zugehörigen Pachelbel-Partita als
5. Orgelstück,
535 Segne du, Maria
453 Bewahre uns Gott
259 Gottes Stern, leuchte uns
96 Du lässt den Tag, o Gott, nun enden
und aus dem neuen Kölner Eugenteil
799 Sei still in der Gegenwart des Herrn.
Alle Lieder wurden vom Jugendchor vor Beginn des Konzerts einstimmig vorgestellt
und die Anwesenden zum Mitsingen eingeladen.
Während des Konzerts wurden alle Lieder an der vorgesehenen Stelle von den Anwesenden gesungen, wobei der Jugendchor teilweise als Überchor fungierte.
Bei 799 sang der Chor zunächst die englischsprachige Version alleine, danach
die Gemeinde die im GL stehende deutschsprachige Version mit dem Jugendchor als Überstimme.
Zugabe des Jugendchores : Abends, wenn ich schlafen geh.
Der Jugendchor wird im Programm als "einer der größten und profiliertesten dieser Art im Erzbistum Köln" vorgestellt. Das kann und will ich nicht beurteilen, allerdings war sowohl das einstimmige Vorsingen als auch die mehrstimmingen Stücke durchaus sauber und schön gesungen (die Zugabe im Kirchenschiff einmal im Chorraum und dann noch einmal verteilt in den Seitenschiffen!).
Das Hauptschiff der Kirche war voll (ca. 100 - 120 Zuhörer), in den Seitenschiffen
wäre noch Platz gewesen... Ich denke, dass die Jugendchormitglieder ihre Angehörigen mitgebracht haben.

Gruß ... Frank

Winterliches (Orgel-)konzert in St. Remigius; D-Wittlaer

MAT @, Mittwoch, 05. Februar 2014, 08:21 (vor 4639 Tagen) @ Frank Berger

Und, wie war Dein Eindruck von diesem "Mitmachkonzert"?

--
Gruß
MAT

Winterliches (Orgel-)konzert in St. Remigius; D-Wittlaer

Frank Berger @, Wassenberg, Mittwoch, 05. Februar 2014, 22:34 (vor 4639 Tagen) @ MAT

Mir hat es gefallen, und offensichtlich nicht nur mir, die Gemeinde hat ordentlich mitgesungen. Die "Winterlichen" weichen öfter mal vom reinen Orgelkonzert ab.
Natürlich kann man bei einer 14-Register-Orgel keine großen romantischen Schinken spielen; insofern war die Werkauswahl von Pamela König angemessen.
Hier die Info zur Orgel:
I Hauptwerk (C – g´´´)
Prinzipal 8’, Bourdon 8’, Praestant 4´, Schwegel 2’, Sesquialtera II 2 2/3´,
Mixtur III 1 1/3´

II. Schwellwerk (C - g’’’)
Gemshorn 8’, Blockflöte 4’, Flageolet 2’, Schalmey 8’, Salicional 8´,
Schwebung 8´ ab c, Tremulant

Pedal (C – f´)
Subbass 16’, Gedacktbass 8’ cb (fis0 – f´, Rest aus Subbass 16’)

Koppeln: II/I, I - P, II - P

Schleifladen
mechanische Spieltraktur
mechanische Registertraktur

[image]

Wie ich schon mal geschrieben habe, ist mein Gedächtnis, anders als offensichtlich bei Clemens Schäfer, nicht gut genug, um nachher noch Details wiedergeben zu können. Was ich behalten habe, ist:
im Boellmann konnte man Salicional und Schwebung des Schwellwerks in der Oberstimme hören, danach war auch mal die Schslmey zu hören. Die Weimbs-Orgel ist dem kleinen Kirchenraum angemessen (ich kenne Weimbs-Orgeln, die mir für den Raum zu kräftig intoniert sind).

Herzliche Grüße
Frank

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