Passau: Evangelienorgel - Frage zur Holzgeige

MCVL @, Samstag, 13. Juni 2026, 22:37 (vor 84 Tagen) @ MCVL

Als schöner Start in den Jahresurlaub und da das Wetter noch nicht völlig überzeugend war, habe ich heute begonnen, ein "Register-Reportoire" zu Ignaz Weise anzulegen mit allen Hinweisen zu Bauart, Material, Mensuren und Intonation, welche mir vorliegen.

Die Holzgeige wurde von ihm, dem jetzigen Stand der Dinge nach, dreimal disponiert, beschränkt auf den Zeitraum 1909/10.

Bei keinem anderen süddeutschen Orgelbauer taucht das Register zu dieser Zeit und in vergleichbarer Machart auf. Es muss davon ausgegangen werden, dass die niederbayerische Holzgeige eine Erfindung von Weise darstellt.

Es war der stärkste Streicher, den Weise in seiner Registerpalette hatte. Von C-h1 aus Holz und dann Metall.
War die Holzgeige disponiert, bildete sie zusammen mit Gedeckt den Sammelzug Clarinette 8', sonst wurde dieser Part von der Gamba eingenommen.

Die Holzgeige war in folgenden Translationsorgeln disponiert:

- 1909 Metten, Abteikirche
- 1909 Feichten an der Alz
- 1910 Plattling, St. Magdalena

In den weiteren größeren Translationsorgeln wie Bayerisch Eisenstein oder Wolnzach ist die Holzgeige nicht mehr disponiert.

So weit mein Senf zu diesem interessanten Thema.

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)


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