Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Subbass1, Dienstag, 21. April 2026, 15:26 (vor 131 Tagen)

https://youtu.be/N-mJx9gpU0g
So halblegal (re-)upgeloadet: ein "ordentliches Klangbeispiel" der "großen Bosch-Orgel", wie sie immer genannt wird, der Lindenkirche Berlin-Wilmersdorf, bei der auch Helmut Bornefeld seine Finger federführend im Spiel hatte, weitab seines Wirkungskreises, danach allerdings viele Erweiterungen und Umbauten. Wäre interessant zu erfahren, wie es dazu kam.
Ist sicher eine der interessantesten Orgeln Berlins, an der aber auch, wenn ich mich nicht sehr täusche, mit am wenigsten passiert (was ich da früher mal im Gottesdienst gehört habe, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Keineswegs muss alles fehlerfrei sein, im Gegenteil, aber solch eine große Orgel sollte man wenigstens minimalst bez. Klangfarben zu nutzen willens sein). Lustige Formulierung bei A. Schmidt: "Es ist zu wünschen, dass dieser Orgel weiterhin große Aufmerksamkeit gebührt". War dem die letzten Jahrzehnte(!) denn so?
Man will sich gar nicht vorstellen, wieviel "aufwendig erbetteltes" Geld da drin steckt. Nebenbei: Nicht vorstellen will man sich auch das Klima, das "damals" zur Kündigung von Oppelt geführt hat - ein bisschen was dieser unappetitlichen Geschichte hatte ich irgendwo noch online gelesen. Tja, Kirche, Mensch, (fremdfinanziertes) Material und die beliebten "fristlosen Kündigungen" - "ausbaufähig". Da freut man sich immer direkt auf die gewohnt klugen Ratschläge in Richtung "Wirtschaft". Die würde wohl eine Kosten-/Nutzungsrechnung aufstellen und dafür sorgen, dass dieses teure Material wenigstens annähernd genutzt wird. Hätte sich damals nicht jemand über Gebühr und Deputat eingemischt, wäre es noch fragwürdiger verlaufen. Nun ja.
Der kleine Rheinberger im Hausorgelsound und zeitgemäßem 50er-Jahre Mono auf der Kirchen-HP kann der Orgel jedenfalls alles andere als gerecht werden.

PS Neben anderen Kleinigkeiten vermisse ich irgendwie den ersten Ton des Fugen-Pedaleinsatzes....

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

hintersatz ⌂ @, Dienstag, 21. April 2026, 23:04 (vor 130 Tagen) @ Subbass1

Ah ja, nach dem großartigen Auftakt verläuft es sich dann eher in eine Art Übegeschehen?

--
Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Subbass1, Mittwoch, 22. April 2026, 10:52 (vor 130 Tagen) @ hintersatz

Das würde ich keinesfalls behaupten wollen. Etwaige Kritikpunkte sind dann sowieso hauptsächlich dem Tonmeister anzulasten, für den ein solches Ding sicher auch nicht einfach ist. Hier gibt es z.B. eine Stelle, da war die Registrierung bei einem zweiten Durchgang offensichtlich anders, das fällt dann auf...
Da lernt man umso mehr quasi zeitlose und überaus sorgfältige (für mich: Referenz-)Aufnahmen zu schätzen wie Bossert-Reger in Giengen.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Friedrich @, Mittwoch, 22. April 2026, 10:49 (vor 130 Tagen) @ Subbass1

Ich habe mal mit ihm über diese Einspielung gesprochen. Er war selber nicht ganz glücklich damit, es scheint eine ziemliche Hauruck-Aktion gewesen zu sein, in der Motette einen engen Zeitplan diktierte. Es gibt noch eine andere Porträt-CD der erweiterten Orgel, unter anderem mit Widor Fünf (die nicht auf Discogs zu finden ist), mit der er eher zufrieden ist.

Jetzt bekommt er ja eine edle Wegscheider in Lehnin, das ist bestimmt auch nicht verkehrt.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Subbass1, Mittwoch, 22. April 2026, 12:27 (vor 130 Tagen) @ Friedrich

Also nur, falls das falsch rüberkam: mir perösnlich gefällt EInspielung und Orgel sehr - "passt zueinander".
Und zur geforderten Sorgfalt: das muss man sich leisten können.
Die Interpreten erwarten und bekommen ja offensichtlcih kostenlose Produktionen (s. z.B. Post von Ann-Helena Schlüter) - keine Ahnung, wie und wann sich in YT-Zeiten sowas nur annähenrd rechnen soll.
Man wird wohl auch sagen können, die Musiker haben sich bei aller "Präsentationsnotwendigkeit" ihren Markt auch mit selbst kaputtgemacht.
U.a. (der tolle Pianist) Bernd Glemser hatte auch dazu mal Treffendes gesagt. "Krönung der Karriere" durch 1 Schallplatte (CD), das war mal...
https://www.freie-radios.online/sendung/im-gespraech-der-pianist-bernd-glemser

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Friedrich @, Mittwoch, 22. April 2026, 15:59 (vor 130 Tagen) @ Subbass1

Die Interpreten erwarten und bekommen ja offensichtlcih kostenlose Produktionen ...

Ist das wirklich so? Vielleicht sind Orgelaufnahmen ja ein Sonderfall, weil fast immer nur ein einziger Mensch musiziert. Aber auch der wird doch gerne seine Orgel vorher durchstimmen und -sehen lassen, das Gebäude heizen und für professionelle Tontechnik spielen. (Denn solche Dinge schätzen wir Zuhörer:innen, erst recht Rezensent:innen.)

Meine CD-Verlag-Phase liegt nun auch schon 25 Jahre zurück, aber da wurden fast nur noch bezahlte Produktionen angenommen, sprich ein fertiges CD-Master und möglichst viel darüber hinaus (CD-Texte, Bios, Bilder, Übersetzungen, Rechte, Anmeldung, auch Design). Da standen dann Logos von Förderinstitutionen oder Sponsoren mit auf dem Inlay, es war also Geld geflossen, auch schon bevor die Aufnahme in den Verlag kam. Die Interpret:in hing dann mindestens über eine bezahlte Mindestabnahme von CDs mit drin, oft auch andere Förderinstitutionen.

Bei AHS gucke ich nicht, aber nach allem, was ich mitbekomme, kann ihr Anspruchsdenken kein Maßstab sein.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

link1907 @, Mittwoch, 22. April 2026, 17:36 (vor 129 Tagen) @ Friedrich

Das Label Capriccio hatte vor vielen Jahren eine Gesamteinspielung von Regers Orgelwerken
mit Jörg Strodthoff geplant.
Wie mir Jörg Strodthoff damals schrieb, sollte er das alles vorfinanzieren!
Daran scheiterte das ganze dann.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Subbass1, Mittwoch, 22. April 2026, 19:42 (vor 129 Tagen) @ link1907

Dass da was geplant war, hatte ich auch mitbekommen. Es stößt halt mittlerweile auch nicht mehr in eine Lücke. Was "hört" man z.B. von Schmedings Gesamtaufnahme? Oder Peyrot? MDG mit Haas war da direkt noch was anderes - und stand wohl auch kurz nach Start vor dem Scheitern, weil ein Sponsor abgesprungen war.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Karsten @, Mittwoch, 22. April 2026, 20:14 (vor 129 Tagen) @ Subbass1

Dass da was geplant war, hatte ich auch mitbekommen. Es stößt halt mittlerweile auch nicht mehr in eine Lücke. Was "hört" man z.B. von Schmedings Gesamtaufnahme? Oder Peyrot? MDG mit Haas war da direkt noch was anderes - und stand wohl auch kurz nach Start vor dem Scheitern, weil ein Sponsor abgesprungen war.

Hallo!

Abgesehen von dem grundsätzlich nicht gerade populären Orgelstil von Reger, der den Interessentenkreis für eine Gesamtaufnahme schon massiv eingrenzt, haben die Regerjahre 2013/2023 und 2016/2026 zu einer "Flut" von Orgelgesamtaufnahmen geführt:

- Martin Schmeding (cybele)
- Bernhard Buttmann /Oehms)
- Roberto Marini (fugatto, nun auch Brilliant Classics)
- Naxos-Serie wurde im "Hau-Ruck" abgeschlossen
- Gerhard Weinberger wurde fortgeführt /cpo)
- das Kurt Rapf-Fragment wurde als Box wieder aufgelegt
- Wiederveröffentlichung der Rosalinde Haas-Box (MDG)
- Irenée Peyrot (querstand, nur digital)
- Jean-Baptiste Duponts Reihe tröpfelt mittlerweile noch vor sich hin (Hortus)

Die Edition von Schmeding hat (leider) den "Systemfehler", als edle Box (Vollpreis) konzipiert zu sein. Die einzelnen CDs waren lediglich im Pappschuber erhältlich, was die Kunden natürlich eher verärgerte. Man musste (Panini lässt grüßen) die CDs nach und nach einzeln kaufen und konnte dann den Pappschuber mit umfangreichen Booklet bekommen. Trotz der herausragenden Klangqualität und Interpretation kann die Gesamtbox bei dem Preis schwerlich gegen die insgesamt günstigere Konkurrenz bestehen.
Die Gesamtaufnahme von Peyrot war leider nur digital erhältlich. Und bei aller Qualität des Spieles: Wenn man schon eine Gesamtaufnahme will, dann ist die Tendenz eher zu historischen Orgeln da.
Buttmann hatte den BR und die Orgelbauer als Sponsoren bzw. Redaktion im Rücken.

Der Hype um Reger scheint sich jedenfalls etwas gelegt zu haben.

Gruß
Karsten

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Subbass1, Donnerstag, 23. April 2026, 16:46 (vor 128 Tagen) @ link1907

Im Endeffekt läuft alles darauf hinaus, dass die Musik an für sich so gut wie keinen Wert hat und eben laufend "gesponsert" werden muss. Staat, privat, ansonsten geht rein gar nichts. Wird das einfach so hingenommen? Die Leute, die dafür zuständig wären (gerade auch bei Kirchens) haben m.E. großteils ihren Job nicht gemacht, sondern sich aufs "Labern" verlegt. Beim Autoschrauber ist das anders, da kriegt jedes Schräublein seinen Aufpreis und eine Arbeitstunde wird so verrechnet, dass man von einem Lohn reden und davon leben kann. Da zahlen auch Musiker "Vollpreis".
Leider haben auch viele Musiker teilweise ein unmögliches Anspruchsdenken gegenüber Aufnehmenden und Labeln. Für die soll man quasi wochen- und monatelang für lau arbeiten. Da ist es vielleicht besser, die machen alles selbst, haben heute ja Möglichkeiten (und oft einen erstaunlich geringen Anspruch und/oder so manche Einbildung), die die Koryphäen vor Jahrzehnten nicht hatten. Deren Kompetenz werden sie aber nie und nimmer erreichen. Und ein priviligierter "Herr Professor" soll seine 12. CD/Aufnahme ruhig selbst und Vollpreis zahlen, so wie er es auch für alles andere macht.
PS Dupont z.B. schnitt einen Großteil oder alles selbst.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Donnerstag, 23. April 2026, 17:14 (vor 128 Tagen) @ Subbass1

Beim Autoschrauber ist das anders, da kriegt jedes Schräublein seinen Aufpreis und eine Arbeitstunde wird so verrechnet, dass man von einem Lohn reden und davon leben kann. Da zahlen auch Musiker "Vollpreis".

Pfff... Autos werden halt allgemein benötigt. Und gegenwärtig gibt es auch noch keinen Heim-3D-Drucker, der die benötigte Schraube gleichwertig nachfertigt, wie bei Tonaufnahmen gewissermaßen möglich. Insofern nicht vergleichbar.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

kjz1, Donnerstag, 23. April 2026, 20:02 (vor 128 Tagen) @ Subbass1

PS Dupont z.B. schnitt einen Großteil oder alles selbst.

Auch Wayne Marshall hat die Aufnahme in unserer Kirche selbst produziert. Ein hohes Mikrofonstativ mit einem langen Kabel direkt zum Digitalrecorder auf der Orgelbank. Gesponsert wurde dies wohl durch den Orgelbauer.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Subbass1, Donnerstag, 23. April 2026, 20:56 (vor 128 Tagen) @ kjz1

Ja, was allein so ein Hochstativ (zB das schon lange nicht mehr gefertigte 13m!-Manfrotto) alleine so kostet... Und in der Szene ist jeder auf seinen eigenen Vorteil aus - anstatt das mal an einen Kollegen zu verleihen gegen Gebühr (für Mehrkanal braucht man einige), lässt man es lieber bei sich im Keller herumliegen, Hauptsache, keiner zieht einen Vorteil daraus.
Bei dieser Aufnahme war so eines im Einsatz - man hört, dass die Mikros nahe und mittig vor dem RP waren. Wohl schon zu nahe, weil andere Werke schon abgeschattet werden. Wer die Johanneskirche kennt, ganz schön hoch...
PS Der Upload ist selbstverständlich durch sie genehmigt, bei Regers "Halleluja" mit Oppelt erinnerte ich mich daran.

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

Subbass1, Dienstag, 28. April 2026, 12:29 (vor 124 Tagen) @ Subbass1

Apropos Johanneskirche: Von wann, wem (und zu welchem Preis) ist denn der neue (2025?) mobile Spieltisch? Wollte ich noch im OI ergänzen.
PS Wenn man den Messiaen so anhört, kann man sich vorstellen, dass Messiaen absolut zufrieden mit "der deutschen Orgel" gewesen sein muss/könnte. Das starke Rauschen kommt übrigens von der Windanlage, nicht etwa von schlechter Aufnahmetechnik.

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

link1907 @, Dienstag, 28. April 2026, 15:18 (vor 124 Tagen) @ Subbass1

Messiaen persöhnlich hat ein eigenes Werk 1952 auf der Walcker-Orgel der Villa Berg
in Stuttgart uraufgeführt.
Ich weiß nicht warum die deutschen Organisten immer meinen das geht auf einer
deutschen Orgel nicht.
Für die meisten französischen Organisten ist das wohl kein Problem!

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

Subbass1, Dienstag, 28. April 2026, 15:44 (vor 124 Tagen) @ link1907

Messiaen persöhnlich hat ein eigenes Werk 1952 auf der Walcker-Orgel der Villa Berg
in Stuttgart uraufgeführt.

Und ich habe es kürzlich etwas "aufgepäppelt" - hier ist es so auf jeden Fall besser, imho:
https://www.youtube.com/watch?v=3Nu3QdzY_F8

Ich weiß nicht warum die deutschen Organisten immer meinen das geht auf einer
deutschen Orgel nicht.
Für die meisten französischen Organisten ist das wohl kein Problem!

Leider habe ich keine Berichte (online?), aber Messiaen hat ja mit Almut Rößler gerade auch in der Johanneskirche viel gearbeitet. Und es gab so einige große Messiaen-Feste. Schade, dass man bislang kaum was von Rößler online findet, gerade dort hat sie ja einiges (erst-)eingespielt.

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

link1907 @, Dienstag, 28. April 2026, 15:54 (vor 124 Tagen) @ Subbass1

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

Subbass1, Dienstag, 28. April 2026, 15:57 (vor 124 Tagen) @ link1907

und zur Villa Berg: 314 quasi verschwundene Produktionen von dort...
https://drive.google.com/file/d/12CasNIxtkER5Wcjpkj8b0jiPEphB50K8/view?usp=sharing

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

link1907 @, Dienstag, 28. April 2026, 16:41 (vor 123 Tagen) @ Subbass1

Vielen Dank!
Eine beeindruckende Liste.
Alles verloren?
Da würde ich vieles davon gerne hören!

Einspielungen Villla Berg, war:Mob. Spieltisch Johanneskirche

Subbass1, Dienstag, 28. April 2026, 16:43 (vor 123 Tagen) @ link1907

Vielen Dank!
Eine beeindruckende Liste.
Alles verloren?
Da würde ich vieles davon gerne hören!

Ich auch, das gestaltete sich aber erstmal unmöglich - dann habe ich irgendwann aufgegeben. Säuberlich archiviert sind sie natürlich.

Johanneskirche D'dorf / Messiaen

perotin, Dienstag, 28. April 2026, 19:26 (vor 123 Tagen) @ Subbass1
bearbeitet von perotin, Dienstag, 28. April 2026, 19:30

Leider habe ich keine Berichte (online?), aber Messiaen hat ja mit Almut Rößler gerade auch in der Johanneskirche viel gearbeitet. Und es gab so einige große Messiaen-Feste. Schade, dass man bislang kaum was von Rößler online findet, gerade dort hat sie ja einiges (erst-)eingespielt.

Vor Jahrzehnten las ich, sehr wahrscheinlich auf einem LP-Cover, Rößlers Bericht, daß Messiaen bei der ersten Begegnung mit der Orgel der Johanneskirche ziemlich schockiert gewesen sei. Sie entsprach sicherlich nicht dem, was sich ein Franzose (des 20. Jahrhunderts) unter "große Orgel" vorstellte - u.a. war sie ja nur sehr spärlich mit Koppeln ausgestattet. Aber nach einiger Zeit konnte er wohl auch die Qualitäten des Instruments wahrnehmen...

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

untersatz32, Dienstag, 28. April 2026, 22:46 (vor 123 Tagen) @ Subbass1

Ich hab mir extra seinerzeit die noch erhältlichen CDs mit Messiaen von A. Rössler zusammengehamstert: grossartige Aufnahmen! Natürlich anders als aus der Trinite, aber dennoch grossartig.

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

Karsten @, Dienstag, 28. April 2026, 23:20 (vor 123 Tagen) @ untersatz32

Ich hab mir extra seinerzeit die noch erhältlichen CDs mit Messiaen von A. Rössler zusammengehamstert: grossartige Aufnahmen! Natürlich anders als aus der Trinite, aber dennoch grossartig.

Ihre LP-Aufnahme der Meditations hat es leider nicht auf CD geschafft. Wäre ja vielleicht was für die LP-Uploader :)
Immerhin haben wir einen Live-Mitschnitt von Martin H. - Danke auch dafür!

Gruß
Karsten

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

Friedrich @, Mittwoch, 29. April 2026, 11:31 (vor 123 Tagen) @ Karsten

Ihre LP-Aufnahme der Meditations hat es leider nicht auf CD geschafft. Wäre ja vielleicht was für die LP-Uploader :)
Immerhin haben wir einen Live-Mitschnitt von Martin H. - Danke auch dafür!

An der hab ich mich in meiner Schulzeit besoffen gehört. Allein wenn sie das Oberwerk mit seinen damals sehr hohen und breiten Mixturen dichtmachte ... Oder wenn das 32'-Pedal loslegte.

Mob. Spieltisch Johanneskirche Düsseldorf, war:Oppelt mit dickem Reger...

Subbass1, Mittwoch, 29. April 2026, 12:53 (vor 123 Tagen) @ Friedrich

Wenn Du sie digitalisieren könntest (kleine Bearbeitungen kann ich machen). Oder andere? Ich selbst habe ja nicht mal einen Plattenspieler :(

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

gk @, Mittwoch, 22. April 2026, 17:58 (vor 129 Tagen) @ Subbass1

Umsonst bekommt keiner was, auch besagte Dame nicht. Das läuft über Sponsoren, die das Geld dafür vorschießen. Anders würde sich das für kein Label lohnen. Die Qualität der Interpretationen (oder auch deren Abwesenheit...) alleine finanziert keine Produktion und manchmal ist schlicht und ergreifend mehr Geld da als Interpretation.

Oppelt mit dickem Reger in der Lindenkirche Berlin

Subbass1, Mittwoch, 22. April 2026, 19:17 (vor 129 Tagen) @ gk

Dann legt der Sponsor aber offensichtlich keinen Wert darauf, genannt zu werden. (Gesponsert wurden von der KG Hotel und Stimmung, iirc.) Klar ist mir schon, dass das meist genau darüber läuft. Ich kenne ihre Interpretation davon jetzt gar nicht - aber ich kann mir selbst bei besten Kritiken einfach keine höheren verkauften Stückzahlen über die nächsten Jahre vorstellen, eher so zweistellig bei eigenen Konzerten. Aber vielleicht täusche ich mich. Auch weil hier nie diese große Optik-)PR-Maschinerie dahintersteckt wie bei einigen Klavierstars in Obhut von Major-Labels. Wenn man heute "Goldberg-V." sagt, denkt man eher an den isländischen Pianisten. Aber auch der hat massig alte und neue Konkurrenz.
Schwierige Zeiten - und ganz anders als die 50/60er. Ich nehme an, dass allgemein der "Wert" bzw. Interesse an Einspielungen weiter und rasant zurückgeht - schön wäre, wenn gleichzeitig das Interesse an einem Live-Erlebnis zunähme, bestenfalls mit mehr akustisch-interpretatorischem und weniger (eh sonst überall gefragtem) "optischem Interesse".

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