Etwas OT - Auch bei Hackls gab es einen sen. und jun.

MCVL @, Sonntag, 19. April 2026, 15:32 (vor 131 Tagen) @ ThoFi

Da man bei der unsicheren Wetterlage eh nicht viel im Freien unternehmen kann, habe ich heute mit der Durchsicht der Pfarrbeschreibungen München-Freising weitergemacht, genauer gesagt habe ich mich mit dem Dekanat (Bad) Aibling beschäftigt.

Es gab auch bei Hackl in Rosenheim einen Senior und einen Junior. Das ist bislang nirgendwo in der Literatur erwähnt. Hackl junior muss die Werkstatt in den 1920er Jahren übernommen haben. Nun sind auch Opusnummern zu Hackl-Orgeln bekannt. Die Angabe von Hermann Fischer, daß die Aufträge in den 1920er Jahren zurückgegangen sind, ist so nicht haltbar. Das Problem ist, daß Georg Brenninger zu den wichtigsten Arbeitsgebieten von Hackl, dem Chiemgau, dem bayerischen Oberland und dem Werdenfelser Land kaum etwas publiziert hat. Die Werkstatt hatte auch nach dem I. Weltkrieg noch ordentlich zu tun.
Hackl hat offensichtlich nach der Trennung von Müller die Opusnummerierung neu begonnen. Die Angabe, Regensburg Englische Fräulein von 1926 sei die letzte Orgel gewesen, hat sich auch als falsch herausgestellt. 1927 entstand beispielsweise Opus 71 für Litzldorf. Die offensichtlich letzte Orgel entstand 1929 für Kolbermoor, sie wurde aber von Hackl jun. nicht fertiggestellt, sondern musste von Schuster & Schmid vollendet werden. Waren finanzielle Gründe (Weltwirtschaftskrise) die Ursache für das Ende der Werkstatt oder wurde Hackl jun. krank oder verstarb gar?

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)


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