Eisenschmid in München
ThoFi, Sonntag, 19. April 2026, 15:26 (vor 132 Tagen)
Nach den Einträgen im Adressvz. München stellt sich das Wirken der Eisenschmids in München so dar: erster ist Ludwig sen 1902 und 1903 Wohng Gabelsberger Str. 38 und jetzt kommts: 1904 bis 1910 Steinheilstr. 7. Das ist seit 1900 Haus (im Eigentum) und Werkstatt von Willibald Siemann! Die Gabelsberger 38 war auch nicht weit entfernt von der Steinheil 7. War Ludwig sen wirklich Werkmeister bei März und hat bei Siemann nur gewohnt?
1911 dann Adresse Steinheilstr. 12, dort ab Eintrag 1912 auch Johann Eisenschmid sen.
Beide 1912 im Firmenverz. als Firma in der Schleißheimer Str. 70.
Soviel für jetzt. Bitte beachten, dass die Einträge stets den Stand von Anfang/Mitte Oktober des vorausgehenden Jahres abbilden.
Thomas
Eisenschmid in München
Drachenlaeufer, Montag, 27. April 2026, 14:42 (vor 124 Tagen) @ ThoFi
Die Firma Siemann ging in München aus der Fa. März hervor. Das erklärt das vielleicht.
Im März 1924 gibt es dazu eine Mitteilung der Änderung im Handelsregister:
"Vereinigte Orgelbauanstalten München Siemann & Co., vorm. Max Maerz & Sohn Nachf. und Willibald Siemann. (...) Geänderte Firma: Willibald Siemann & Co."
Quelle: https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb00133531_00307_u001?page=14
Eisenschmid in München
MCVL
, Montag, 27. April 2026, 22:43 (vor 123 Tagen) @ Drachenlaeufer
Die Firma Siemann ging in München aus der Fa. März hervor. Das erklärt das vielleicht.
Im März 1924 gibt es dazu eine Mitteilung der Änderung im Handelsregister:
"Vereinigte Orgelbauanstalten München Siemann & Co., vorm. Max Maerz & Sohn Nachf. und Willibald Siemann. (...) Geänderte Firma: Willibald Siemann & Co."
Quelle: https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb00133531_00307_u001?page=14
Das ist wieder interessant, gleichzeitig aber rätselhaft...
Bislang galt Albert Schönle als der Nachfolger von Maerz, was auch auf den Firmenschildern steht
Auch interessant ist, daß der Laden noch als Max Maerz & Sohn firmiert hat. So steht es auch auf dem Briefpapier um 1900. An den Spieltischen (zumindest an denen, die ich kenne) ist aber "F.B.Maerz" ohne Opusnummer und Jahreszahl angeschrieben.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Eisenschmid in München
ThoFi, Montag, 27. April 2026, 23:24 (vor 123 Tagen) @ MCVL
Laut
diesem Eintrag erfolgte die Vereinigung der beiden Firmen zum 1.4.1923.
Willibald Siemann war schon seit 1900 in München tätig.
Thomas
Albert Schönle, war: Eisenschmid in München
ThoFi, Montag, 27. April 2026, 23:43 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
Offensichtlich hatte diese "Vereinigung" nur bis März 1924 Bestand, denn dann war Albert Schönle als Orgelbauer wieder in der alten März-Werkstatt Landsberger Str. 80 tätig, allerdings fehlte fortan der Hinweis auf "März Nachfolger". Magnus Schmid tat sich dann ab Ende 1924 ja mit Karl Schuster zusammen (Eintrag "Schuster & Schmid" im Adressbuch 1925). Bei Karl Hofbauer handelt es sich wahrscheinlich um den Orgelbauer in Mindelheim/Göttingen, dessen Sohn später die Bausatzorgeln entwickelte (siehe wiki).
Zur ehemaligen März-Werkstätte in der Landsberger Str. 80 weiter:
Albert Schönle dort noch im Adressbuch 1935 eingetragen, ab Adressbuch 1929 dort auch "Joseph Michel und Alois Löber" (Orgelpfeifenfabrikation). Im nächsten online gestellten Adressbuch 1938 dann in der Landsberger Str. 80: Johann (Hans) Haas! Und weiterhin die Orgelpfeifenfirma. Albert Schönle dafür eingetragen in der Astaller Str. 15 (auch noch im Adressbuch 1947). Im Adressbuch 1953 und 1954 ist Schönle noch in der Raidinger Str. 25 zu finden.
Thomas
Albert Schönle, war: Eisenschmid in München
ThoFi, Montag, 27. April 2026, 23:50 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
Die Sache Siemann und Schönle riecht nach freundlich-feindlicher Übernahme...;-)
Jedenfalls war der Name "März" damit verschwunden.
Thomas
Albert Schönle, war: Eisenschmid in München
MCVL
, Montag, 27. April 2026, 23:56 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
Die Sache Siemann und Schönle riecht nach freundlich-feindlicher Übernahme...;-)
Jedenfalls war der Name "März" damit verschwunden.Thomas
Bei mir hat es gerade "Klick" gemacht deswegen, muss da aber morgen nochmal was nachschauen... Stichwort Unterfranken
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Albert Schönle, war: Eisenschmid in München
MCVL
, Dienstag, 28. April 2026, 10:14 (vor 123 Tagen) @ MCVL
Dörrmorsbach 1928, das habe ich gemeint. Ein Neubau für eine Region, die Schönle (und Maerz) nie zuvor beliefert hatte.
Dafür war dort aber Siemann gut vertreten. Ich bin mir ziemlich sicher, daß da ein Zusammenhang besteht. Mich interessiert schon länger, ob die Orgel noch existiert und was dort am Spieltisch steht.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Maerz-Schönle
fluteceleste
, Dienstag, 28. April 2026, 08:13 (vor 123 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von fluteceleste, Dienstag, 28. April 2026, 08:20
Bei Sixtus Lampl konnte ich mal vor 15 Jahren dieses Firmenschild ablichten,
![[image]](images/uploaded/2026042806120869f04fb844d41.jpg)
Ich meine es war Schäftlarn, zumindest steht der da heute noch..
![[image]](images/uploaded/2026042806184169f0514133151.jpg)
Maerz-Schönle
ThoFi, Dienstag, 28. April 2026, 12:52 (vor 123 Tagen) @ fluteceleste
Ja, das kann gut Schäftlarn sein (1910). Schönle müsste ja spätestens Oktober 1909 übernommen haben, da im Adressbuch 1910 (Redaktionsschluss Anfang/Mitte Oktober 1909) schon März Nachfolger Schönle im Firmenverzeichnis eingetragen ist.
Die offiziellen Einträge waren auch bei FB März immer "Max März & Sohn", dann "Max März & Sohn Nachfolger Alb. Schönle" und das bis zur "Vereinigung" mit Siemann 1923.
FB März war im Adressverzeichnis offensichtlich immer mit "März Franz" (ohne Borgias) eingetragen. Werkstatt und anfangs anscheinend auch Wohnung war ab Adressbuch 1894 in der Landsberger Str. 80 Rückgebäude. FB März ist hier auch als Eigentümer gekennzeichnet.
Thomas
Maerz-Schönle
ThoFi, Dienstag, 28. April 2026, 13:24 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
Im Adressbuch 1924 ist weder ein Firmeneintrag von Max März Nachfolger noch von Albert Schönle. Ab 1925 und weitere Jahre dann der Verweis: "Max März & Sohn siehe Albert Schönle" sowie "Schönle Albert Orgelbauanstalt Landsberger Str. 80. Gegründet 1796 von Max März & Sohn". Wobei letzteres natürlich Unsinn ist. 1796 erhielt KONRAD März die Konzession als Orgelbauer in München, der Sohn Max März übernahm 1844 und der Adoptivsohn Franz (Borgias) 1879.
Die Schreibweise "Maerz" kommt in den gedruckten Verzeichnissen und Zeitungen übrigens nie vor, immer "März".
Irgendwann im 20.Jhdt. taucht übrigens auch im niederbayrischen Raum ein Orgelbauer "Merz" auf, der ab und an auch mit "März" bezeichnet wurde. Ich glaube in Straubing/Deggendorf. Müsste ich mal nachschauen.
Thomas
Maerz-Schönle
MCVL
, Dienstag, 28. April 2026, 14:39 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
bearbeitet von MCVL, Dienstag, 28. April 2026, 14:56
Ich glaube, auch auf dem Briefpapier steht "März", muss ich aber nochmal nachschauen. Die Schreibweise "Maerz" könnte von den Spieltischen herstammen, dort war lange Zeit MAERZ in Großbuchstaben angeschrieben.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Maerz-Schönle
ThoFi, Dienstag, 28. April 2026, 14:45 (vor 123 Tagen) @ MCVL
Auf der Rechnung Schönle für St. Peter vom 6.7.1911 steht "Max Maerz & Sohn Nachflg. Albert Schönle."
Die Schreibweise "Maerz" scheint also einem Historismus geschuldet zu sein, genauso wie Karl Schuster erst nach 1945 mit "Carl" geschrieben wurde.
Thomas
Maerz-Schönle
ThoFi, Dienstag, 28. April 2026, 14:32 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
Lt. Zeitschrift f. Instrumentenbau 1910 konnte sich FB März nach Übergabe an Schönle "kaum ein Jahr" der Ruhe erfreuen (+23.03.1910). Also könnte die Übergabe ab 1.4.1909 erfolgt sein.
Die ersten größeren Werke unter Schönle dürften die Orgel in der Klosterkirche Schäftlarn (1910, jetzt Valley) und die Orgel in der Musikfesthalle für die Uraufführung (12.9.1910) der 8. Sinfonie von Mahler gewesen sein. Letztere Orgel kam dann in den "alten Peter" in München ins vorhandene Gehäuse. Lt. Münchner neueste Nachrichten sollte sie am 24.12.1910 das erste Mal dort erklingen. Die Schlussrechnung von Schönle aber (allerdings incl. Erweiterung und incl. einer "kleinen" Chororgel) erst mit Datum 6.7.1911.
Thomas
Maerz-Schönle
fluteceleste
, Dienstag, 28. April 2026, 16:01 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
Lt. Zeitschrift f. Instrumentenbau 1910 konnte sich FB März nach Übergabe an Schönle "kaum ein Jahr" der Ruhe erfreuen (+23.03.1910). Also könnte die Übergabe ab 1.4.1909 erfolgt sein.
Die ersten größeren Werke unter Schönle dürften die Orgel in der Klosterkirche Schäftlarn (1910, jetzt Valley) und die Orgel in der Musikfesthalle für die Uraufführung (12.9.1910) der 8. Sinfonie von Mahler gewesen sein. Letztere Orgel kam dann in den "alten Peter" in München ins vorhandene Gehäuse. Lt. Münchner neueste Nachrichten sollte sie am 24.12.1910 das erste Mal dort erklingen. Die Schlussrechnung von Schönle aber (allerdings incl. Erweiterung und incl. einer "kleinen" Chororgel) erst mit Datum 6.7.1911.Thomas
Sehr spannend! Hast Du zufällig die Disposition von St. Peter, die würde ich noch suchen..
Maerz-Schönle
ThoFi, Dienstag, 28. April 2026, 16:06 (vor 123 Tagen) @ fluteceleste
Die Dispo der Schönle von 1910 ist seltsamer Weise nicht mal in der FS St. Peter.
Vlt. gibts da was von der Mahler-Uraufführung?
Thomas
Maerz-Schönle
fluteceleste
, Dienstag, 28. April 2026, 16:30 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
genau, die FS habe ich auch..ich habe sogar schon die Schriften zur Ausstellung studiert aber nirgends was zu der Orgel.
Mahler-Maerz-Schönle, September 1910
fluteceleste
, Dienstag, 28. April 2026, 16:59 (vor 123 Tagen) @ fluteceleste
https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/germany/munich/1910-concert-munich-12-09-...
da gibts wenigstens mal ein Bild der Ausstellungsorgel (ich habs mal von der Belichtung her aufgepeppt):
![[image]](images/uploaded/2026042814572769f0cad717a86.jpg)
![[image]](images/uploaded/2026042814583669f0cb1c9e99d.jpg)
Maerz-Schönle St. Peter
fluteceleste
, Mittwoch, 29. April 2026, 10:17 (vor 122 Tagen) @ ThoFi
ich habe mich mal ans EB Archiv gewandt, mal sehen was rauskommt.
Maerz-Schönle St. Peter
ThoFi, Mittwoch, 29. April 2026, 12:19 (vor 122 Tagen) @ fluteceleste
Würde mich wundern, wenn das EB-Archiv was hätte.
St. Peter hat selbst ein sehr umfangreiches Archiv.
Thomas
Maerz-Schönle St. Peter
fluteceleste
, Dienstag, 28. April 2026, 18:15 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
auf Wiki gibts ein Bild
![[image]](images/uploaded/2026042816132569f0dca519b15.jpg)
Die Orgelgeschichte der Pfarrei hat ja auch fast alles gesehen, inkl. Simplifikationsgerät ;-)
Maerz-Schönle
ThoFi, Dienstag, 28. April 2026, 22:18 (vor 123 Tagen) @ ThoFi
Die Übergabe an Schönle ist mir auch noch etwas schleierhaft. Lt. Hammermayer war Albert Schönle 1906 nicht in der Mitarbeiterliste und tatsächlich taucht er auch erst im Adressbuch 1910 als "Nachfolger" auf. Kam er erst zur Übernahme der Firma nach München? Woher kam er?
Thomas
Albert Schönle
fluteceleste
, Mittwoch, 29. April 2026, 17:12 (vor 122 Tagen) @ ThoFi
bearbeitet von fluteceleste, Mittwoch, 29. April 2026, 17:26
Die Übergabe an Schönle ist mir auch noch etwas schleierhaft. Lt. Hammermayer war Albert Schönle 1906 nicht in der Mitarbeiterliste und tatsächlich taucht er auch erst im Adressbuch 1910 als "Nachfolger" auf. Kam er erst zur Übernahme der Firma nach München? Woher kam er?
Thomas
In der ZfI von 1905/06 findet sich zweimal folgende Anzeige:
![[image]](images/uploaded/2026042915025869f21da2d5345.jpg)
1906 ist Schönle angeblich in Ummendorf bei Biberach tätig, wo er das "durch die Schuld des bisherigen Orgelstimmers vernachlässigte Orgelwerk" im Jahr 1906 instandsetzt. (Mark, klingelt da was ? ;-))
Interessanterweise listet ein Klavierbauer-Verzeichnis ihn unter der Adresse Kasernenstr. 4 [recte: Kasernengasse?] in Ochsenhausen.
PS. Eintrag in MGG: geb. 1871 in Mengen ..
Albert Schönle
MCVL
, Mittwoch, 29. April 2026, 17:16 (vor 122 Tagen) @ fluteceleste
Die Übergabe an Schönle ist mir auch noch etwas schleierhaft. Lt. Hammermayer war Albert Schönle 1906 nicht in der Mitarbeiterliste und tatsächlich taucht er auch erst im Adressbuch 1910 als "Nachfolger" auf. Kam er erst zur Übernahme der Firma nach München? Woher kam er?
Thomas
In der ZfI von 1905/06 findet sich zweimal folgende Anzeige:
1906 ist Schönle angeblich in Ummendorf bei Biberach tätig, wo er das "durch die Schuld des bisherigen Orgelstimmers vernachlässigte Orgelwerk" im Jahr 1906 instandsetzt. (Mark, klingelt da was ? ;-))
Adolf Schefold aus Biberach, Sohn des recht angesehenen Orgelbauers Johann Baptist Schefold, ein Walcker-Schüler. Die Nachfolge trat dann 1906 Albert Reiser an.
Schönle war an der Orgel in Ummendorf tatsächlich mal dran.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Datenblatt zu Albert Schönle
MCVL
, Mittwoch, 29. April 2026, 19:40 (vor 122 Tagen) @ fluteceleste
![[image]](images/uploaded/2026042917393469f242564e050.jpg)
Weiters vermute ich ihn auch als den Erbauer der um 1906 entstandenen Orgel in Füramoos (Krs. Biberach).
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Datenblatt zu Albert Schönle
ThoFi, Mittwoch, 29. April 2026, 21:30 (vor 122 Tagen) @ MCVL
Danke an Stefan und Mark für diese interessanten Infos.
Schönle kam also tatsächlich von "außen"? Das erklärt vlt. auch die zahlreichen Abgänge/Neugründungen ab 1910.
Thomas
Datenblatt zu Albert Schönle
MCVL
, Mittwoch, 29. April 2026, 22:10 (vor 122 Tagen) @ ThoFi
Die biographischen Daten habe ich größtenteils einem Schreiben von Schönle an die Kirchenverwaltung Heudorf bei Mengen entnommen, welches im dortigen Pfarrarchiv erhalten ist.
Schönle hat sich dort um den Orgelbau für die neu erbaute Kirche beworben und etliches aus seinem Lebenslauf mitgeteilt. Der Auftrag ging aber an Späth.
Weshalb es Schönle nicht schaffte, sich im oberschwäbischen Raum gegen Späth und andere Werkstätten durchzusetzen, wie es ab 1906 Reiser gelang, ist mir nicht völlig klar, er hat für die dortigen Verhältnisse etwas konservativ gebaut, aber nicht grundsätzlich schlecht.
Die Orgei in Pfärrich habe ich noch gekannt, sie ist aber mittlerweile auch schon über ein Vierteljahrhundert Geschichte. Ihr Manko war vor allem die verschachtelte Bauweise und die für Stimm- und Wartungsarbeiten ziemlich ungünstige Zugänglichkeit.
Dorndorf ist in stark verändertem Zustand noch erhalten.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Datenblatt zu Albert Schönle
ThoFi, Mittwoch, 29. April 2026, 23:31 (vor 121 Tagen) @ MCVL
Die Frage bleibt: Wie kam FB März dazu, die Firma an den von "außen" kommenden Schönle zu übergeben? Gab es da Beziehungen/Verpflichtungen?
Thomas
Datenblatt zu Albert Schönle
MCVL
, Donnerstag, 30. April 2026, 11:33 (vor 121 Tagen) @ ThoFi
Die Frage bleibt: Wie kam FB März dazu, die Firma an den von "außen" kommenden Schönle zu übergeben? Gab es da Beziehungen/Verpflichtungen?
Thomas
Sicher bin ich mir nicht, aber März hat in den 1890er Jahren regelmäßig Orgelteile bei Weigle bezogen. So besitzt die Orgel in Lamerdingen von 1892 für das Pedal eine Weigle-Membranlade (bei Hammermayer steht Kegellade, aber das ist nicht korrekt, die Orgel besitzt aber für das Manual eine mechanische Kegellade). Nach weiteren solchen Spuren müsste man mittels einer vollständigen Inventarisierung der noch erhaltenen Orgeln aus dieser Zeit suchen.
Auch der bei Hammermeyer auf S. 41 abgebildete Spieltisch von Unterliezheim ist der optischen Gestaltung nach eindeutig ein Weigle-Produkt, diese Spieltische wurden von Friedrich Weigle junior um 1906/07 herum eingeführt. Letzte Gewissheit hätten wir, wenn man die Koppelapparate des Spieltischs erkennen könnte.
Ich halte es deshalb durchaus für möglich, daß da eine Beziehung März - Weigle - Schönle bestand und Schönle womöglich von Weigle empfohlen wurde oder Franz Borgias März persönlich kannte.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Datenblatt zu Albert Schönle
ThoFi, Donnerstag, 30. April 2026, 13:37 (vor 121 Tagen) @ MCVL
Ahhh...Lamerdingen...sollte ich eigentlich kennen, da wir seit über 25 Jahren im OT Großkitzighofen wohnen. War aber bisher nur ca. 2mal in der Kirche (nicht dienstlich), kann also nichts dazu sagen.
Thomas
Datenblatt zu Albert Schönle
ThoFi, Donnerstag, 30. April 2026, 14:43 (vor 121 Tagen) @ ThoFi
Ich habe (hatte) aber mit einer März aus dem gleichen Jahr wie Lamerdingen (1892) zu tun: Pasing Rosenkranzkirche der engl. Fräulein (CJ). Leider ist die Kirchendecke einsturzgefährdet und die Kirche wg. fehlender finanzieller Mittel profaniert. Was mit der Orgel passiert, ist noch nicht klar. Sie ist bis auf den 2Fuß mM nach original erhalten (siehe organindex).
Thomas
Datenblatt zu Albert Schönle
MCVL
, Donnerstag, 30. April 2026, 21:21 (vor 121 Tagen) @ ThoFi
Lamerdingen ist bis auf die Prospektpfeifen noch original erhalten. Die haben wir in den späten 1990er Jahren einmal ausgereinigt und überholt und die typischen Weigle-Membrandeckel der Pedallade neu beledert.
Um an die Pedallade zu gelangen, müssen klappbare Füllungen in der Zwischendecke der zweiten Empore geöffnet werden, dann kann daran von der ersten Empore aus gearbeitet werden.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
![[image]](images/uploaded/2026042914461169f219b365658.jpg)