30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

jrbecker @, Samstag, 28. März 2026, 00:10 (vor 155 Tagen)

... werden hier zum Verkauf angeboten. Die Orgel steht in einer Aula im Raum Ingolstadt...

Kennt sie jemand und weiß mehr?

Sieht zumindest äußerlich nicht uninteressant aus, finde ich...

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

fluteceleste @, Samstag, 28. März 2026, 06:51 (vor 155 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von fluteceleste, Samstag, 28. März 2026, 07:37

op.1388, kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bild hier (oben auf der Seite):

https://www.ku.de/unileben/campus-und-umfeld/lageplan/kg-bau-d

Kenne sie aber nicht.

An der KU läuft ein Mega-Sanierungsprojekt.

Zitat:

Entwarnung für Nostalgiker: Aber auch in Zukunft werde es weiter die klassischen Hörsäle mit treppenartig angeordneten festen Sitzreihen geben – das klassische Uni-Feeling wird also nicht ganz verschwinden. Aber vieles soll praktischer werden, etwa auch in der Aula: Hier werden wohl die langen, unflexiblen Sitzreihen komplett verschwinden und einer flexibleren Bestuhlung und Raumnutzung weichen müssen..."

Also nicht nur die Sitzreihen müssen weichen. Anscheinend braucht man auch an einer kath. Uni keine Orgeln mehr. Vielleicht ein paar E-Gitarren und Schlagzeuge anschaffen.

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

C-Musiker, Samstag, 28. März 2026, 11:11 (vor 154 Tagen) @ jrbecker

Es ist von einem mechanischen Setzer die Rede. Wie funkioniert das bei elektrischer Registertraktur?

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Wolfgang Gourgé @, Samstag, 28. März 2026, 11:20 (vor 154 Tagen) @ C-Musiker

Es ist von einem mechanischen Setzer die Rede. Wie funkioniert das bei elektrischer Registertraktur?

...das könnte ein sog. "Sternchensetzer" sein. Frag' mich nicht, wie die Dinger genau funktioniert haben, die waren meines Wissens mechanisch ziemlich aufwendig und teuer. Jedenfalls bis zu sechs Kombinationen waren damit möglich.

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

untersatz32, Samstag, 28. März 2026, 11:39 (vor 154 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
bearbeitet von untersatz32, Samstag, 28. März 2026, 17:17

Ja. Als ich in St Gangolf Trier ein paar Jahre Organist war, ging es bei der ungefähr zeitgleichen Orgel so: mechanischen Fusstritt runtergedrückt (oder je nach Orgel hochgedrückt) halten, gewünschte Registerwippen einrasten, Tritt loslassen. Fertig. Danach konnte man dann immer die betreffende Kombination mit den Tritten A - F aktivieren. Gleiches System bei Rieger in dieser Zeit.

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Orlos @, Samstag, 28. März 2026, 11:41 (vor 154 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Klais hat sie ab und zu gebaut, die Orgel in Bad Homburg hatte sie auch. Wenn ich mich richtig erinnere, musste man die entsprechende Kombination heruntertreten, dann stellte sich bei den Wippen (die eher wie bei einer Kino-Orgel aussahen) die eingestellte Registrierung ein. Um sie zu ändern, musste man weiterhin den Tritt herunterdrücken. Je mehr sich bei einer Registrierung änderte, umso stärker musste man drücken.
Der dort amtierende Kollege meinte, es sei ein sehr robustes System.

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Christoph @, Samstag, 28. März 2026, 11:49 (vor 154 Tagen) @ Orlos

Bei den Exemplaren, die ich kenne, ist der Setzer mechanisch, aber die Registertraktur selbst funktioniert elektrisch. Die Züge liegen alle in einer Reihe, bei gezogenen Zügen wird gesetzt, indem der entsprechende Tritt mit dem Fuß nach oben gehoben wird. Das Abrufen der Kombination geschieht dann mittels Heruntertreten. Winterhalters mechanischer Setzer (z.B. Offenburg oder Schweinfurt) funktioniert ähnlich, aber da ist alles mechanisch. Tolle Sache.

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

ThoFi, Samstag, 28. März 2026, 19:55 (vor 154 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Der Sternchensetzer war von Heuss. Man konnte mW mit einem Sternchensetzer bis zu 8 Kombinationen setzen (z.B. Rieger St. Jakob, Rothenburg). Der Spieltisch wurde dann aber ziemlich tief. Bei meiner ersten Stelle in der Diözese München (St. Cäcilia Germering) konnte ich 1984 einen 5fachen Sternchensetzer "bestellen".
Thomas

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

MCVL @, Samstag, 28. März 2026, 23:07 (vor 154 Tagen) @ ThoFi
bearbeitet von MCVL, Samstag, 28. März 2026, 23:14

Der Sternchensetzer war von Heuss. Man konnte mW mit einem Sternchensetzer bis zu 8 Kombinationen setzen (z.B. Rieger St. Jakob, Rothenburg). Der Spieltisch wurde dann aber ziemlich tief. Bei meiner ersten Stelle in der Diözese München (St. Cäcilia Germering) konnte ich 1984 einen 5fachen Sternchensetzer "bestellen".
Thomas


Ich meine, daß auch Hubert Sandtner bei einer seinen frühen Orgeln einen solchen mechanischen Setzer angewendet hat. Er war auch anderen mechanischen Spielhilfen gegenüber aufgeschlossen, es gibt beispielsweise an der Orgel in Gutenzell einen Tuttitritt, wobei mittels Art "Gabeln" in die Registermechanik eingegriffen wird. Über den Tritt können die Registerzüge nicht wieder zurückgestellt werden, sondern das muss einzeln per Hand erfolgen. Der Tritt ist aber sehr schwergängig.

--
__________
Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Dorforganist, Samstag, 28. März 2026, 23:23 (vor 154 Tagen) @ MCVL

Ich meine, daß auch Hubert Sandtner bei einer seinen frühen Orgeln einen solchen mechanischen Setzer angewendet hat. Er war auch anderen mechanischen Spielhilfen gegenüber aufgeschlossen, es gibt beispielsweise an der Orgel in Gutenzell einen Tuttitritt, wobei mittels Art "Gabeln" in die Registermechanik eingegriffen wird. Über den Tritt können die Registerzüge nicht wieder zurückgestellt werden, sondern das muss einzeln per Hand erfolgen. Der Tritt ist aber sehr schwergängig.

Das hat er ziemlich gut weiterentwickelt: 106866. Damit bin ich sehr zufrieden; die Tritte werden sogar jeweils durch einen kleinen Balg wieder zurückgestellt.

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

ThoFi, Sonntag, 29. März 2026, 08:08 (vor 154 Tagen) @ ThoFi

Kann aber sein, dass Rieger den Sternchensetzer "erfunden" hat
Thomas

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

ThoFi, Sonntag, 29. März 2026, 08:10 (vor 154 Tagen) @ ThoFi

War tatsächlich Rieger in den 50er Jahren
Thomas

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Florian-L @, Sonntag, 29. März 2026, 12:10 (vor 153 Tagen) @ ThoFi

War tatsächlich Rieger in den 50er Jahren

Ich meine gelesen zu haben, dass der Sternchensetzer bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in Kanada erfunden wurde und dann von Rieger aufgegriffen und weiterentwickelt wurde.
Weiß vielleicht jemand Näheres?

Gruß, Florian

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

bot @, Sonntag, 29. März 2026, 14:00 (vor 153 Tagen) @ Florian-L

Meines Wissens ist das spätestens ab den 1920ern bei Orgeln von Austin, Hartford CT welche die typischen Stop-Tab Spieltische haben eine Mechanik für den Setzer. Sowas gibts auch in Italien u.a. bei Mascioni in den 1930er-Jahren, allerdings beide Male wird die Betätigung nicht wie bei Rieger mittels mech. Fußtritt und Bowdenzügen, sondern mittels Pistons und Elektromagneten realisiert.

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Florian-L @, Sonntag, 29. März 2026, 22:21 (vor 153 Tagen) @ bot

Meines Wissens ist das spätestens ab den 1920ern bei Orgeln von Austin, Hartford CT welche die typischen Stop-Tab Spieltische haben eine Mechanik für den Setzer. Sowas gibts auch in Italien u.a. bei Mascioni in den 1930er-Jahren, allerdings beide Male wird die Betätigung nicht wie bei Rieger mittels mech. Fußtritt und Bowdenzügen, sondern mittels Pistons und Elektromagneten realisiert.

Hier steht:

"Sternchensetzer wurde von Casavant-Frères entwickelt und dann von Rieger weiterentwickelt. Die Orgel im Kölner Prieserseminar (1962, II/22) war eine der ersten Orgeln, die Rieger mit Sternchensetzer ausstattete."

Gruß, Florian

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

jrbecker @, Sonntag, 29. März 2026, 09:19 (vor 154 Tagen) @ ThoFi
bearbeitet von jrbecker, Sonntag, 29. März 2026, 15:04

Hallo Thomas,
hallo in die Runde,

ich habe vor einigen Jahren mal einen Orgelbauer besucht und durfte einige Fotos machen, ich hatte vor allem verschiedene Pfeifen fotografiert und Detailaufnahmen gemacht und mir die Erlaubnis eingeholt, dass meine Frau diese im Schulunterricht verwenden kann. Dem hatte er zugestimmt, ich hoffe, dass er nichts dagegen hat, wenn ich diese Erlaubnis jetzt hier auf das Forum übertrage.

Warum ich das hier schreibe: Er hatte einen ausgebauten Sternchensetzer da liegen und ich habe tatsächlich ein einziges Foto davon gemacht, das vielleicht die Konstruktion ein wenig klarer macht bzw. anhand dessen die Orgelbauer oder Nutzer wie Thomas hier vlt. auch weitere Erklärungen geben können.

[image]

Der Setzer lag, ich versuche mal aus meiner Erinnerung zu rekonstruieren: Die Sterne sind auf den Registerzugstangen montiert, diese bewegen sich bei Ansicht des Fotos also nach rechts bzw. links. Wird der Tritt für die Kombination betätigt, bewegt sich ... welche der sichtbaren befilzten oder die sichtbare runde Stange? (Ich vermute, die obere) ... zur Zugstange hin, dann wird das zu setzende Register gezogen, das Sternchen dreht sich. Wird dann zum Schalten der Kombination der Tritt betätigt, bewegt sich die gleiche Stange zu den Sternchen hin und schaltet damit je nach Sternchenstellung die einen Zugstangen ein, die anderen aus ...

So ungefähr zumindest die Deutung des Laien ...

(Ich hoffe, ich liege damit nicht allzufalsch...)

Für weitere Kombinationen muss es einfach auf der Zugstange weitere Sternchenreihen und natürlich auch weitere Einstellmechaniken geben ...

Ich kenne tatsächlich nur eine Orgel mit einem solchen Setzer persönlich, diese habe ich etwa 1985 und 1990 zweimal gespielt, da hat er nicht richtig funktioniert ... (oder ich habe ihn nicht richtig bedient, ich glaube aber eher ersteres, denn ich hatte in das dort liegende Heft eine Anmerkung geschrieben, woraufhin ich später von der Organistin einen Anschiss bekam, warum ich das da rein schreiben würde, das sei ihr doch bekannt ...)

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Friedrich @, Sonntag, 29. März 2026, 09:51 (vor 154 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von Friedrich, Sonntag, 29. März 2026, 16:04

Im Adelung ist die Funktion schematisch und mit Zeichnungen beschrieben. Mir wurde damals nicht gleich klar, dass sich eine elektrische Schaltung anschließt und wie die Sternchen in der jeweiligen Position arrettieren.

Viele Grüße
Friedrich

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

fluteceleste @, Sonntag, 29. März 2026, 10:26 (vor 154 Tagen) @ jrbecker

Danke für das foto, ich kann es mir jetzt viel besser vorstellen..
Laienhafte Grüße

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

jrbecker @, Sonntag, 29. März 2026, 15:56 (vor 153 Tagen) @ fluteceleste

Danke für das foto, ich kann es mir jetzt viel besser vorstellen..
Laienhafte Grüße

... gerne, das war meine Hoffnung!

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Lowdee, Sonntag, 29. März 2026, 11:36 (vor 154 Tagen) @ jrbecker

Ich meine mich zu erinnern, dass im Orgelmuseum Borgentreich sich ein solcher Setzer befindet, vom Besucher betätigt und die Mechanik dabei beobachtet werden kann.

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Flautino2 @, Sonntag, 29. März 2026, 14:02 (vor 153 Tagen) @ jrbecker

Ich biete diese hier https://organindex.de/index.php?title=Haar,_St._Bonifatius mit mechanischem Setzer. Ob es ein Sternchen-Setzer ist, weiß ich nicht; jedenfalls wird zum Programmieren der entsprechende Tritt nach oben bewegt. Abruf der Kombination durch Treten nach unten.

Viele Grüße
Flautino.

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

jrbecker @, Sonntag, 29. März 2026, 14:54 (vor 153 Tagen) @ Flautino2

Ich biete diese hier https://organindex.de/index.php?title=Haar,_St._Bonifatius mit mechanischem Setzer. Ob es ein Sternchen-Setzer ist, weiß ich nicht; jedenfalls wird zum Programmieren der entsprechende Tritt nach oben bewegt. Abruf der Kombination durch Treten nach unten.

Viele Grüße
Flautino.

Ah, wenn es so ist, dass der Tritt zum Setzen gehoben und zum Abrufen getreten wird, dann wird es auch so sein, dass zum Setzen die eine der auf dem Foto zu sehende befilzten Leisten zu den Sternen hin bewegt wird und zum Abrufen die andere?!?

Foto Sternchensetzer - war: 30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

Violonbass @, Sonntag, 29. März 2026, 21:05 (vor 153 Tagen) @ Flautino2

Soweit ich mich erinnere, hat auch die Albiez-Orgel in Rottenburg einen mechanischen Setzer mit der Sternchenmechanik.
Violonbass

Sternchen- und andere Setzer um 1970

elias.orgel, Montag, 30. März 2026, 10:06 (vor 153 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von elias.orgel, Montag, 30. März 2026, 10:10

Heute können wir uns das ja kaum vorstellen, bei Smartphones mit 1TB Speicher und der Rechenleistung von mehreren SuperComputern der 70er Jahre...

ich kenne sogar noch Orgeln mit Lochkarten oder StiftSpeicher (8-fach ?) - dagegen ist das mechanisch-pneumatische System (1910) in Dresden Philippus ja geradezu RaumschiffTechnik (3x 10fach ?)

irgendwo in Amerika steht eine Orgel da braucht der Setzer einen halben KellerRaum an Platz - und lieber nicht darüber nachdenken ob da irgendjemand einen Fehler finden oder gar reparieren kann

aber

kann es sein, dass diese mechanischen Speichersysteme, insbesondere im Hinblick auf die heute (bei manchen) ja so beliebten selbststellenden Wippen einfach wesentlich billiger waren?

die Orgel in St Martin Do-Körne zB hat drei freie Kombinationen und nur für die 5 Koppeln selbststellende Wippen, da diese auch durch FußPistons geschaltet werden können
viel mehr als 5/6 freie Kombinationen sind aber wohl eher unüblich und vom Aufwand eben auch kaum konkurrenzfähig

dieses mechanische System (SternchenSetzer) hat ja auch noch den Vorteil, dass nicht nur die Speicherung sondern auch der Abruf und die Bewegung der Wippen allein durch die Kraft des Organisten erfolgen...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Sternchen- und andere Setzer um 1970

elias.orgel, Freitag, 10. April 2026, 21:30 (vor 141 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von elias.orgel, Samstag, 11. April 2026, 08:08

die Orgel in St Martin Do-Körne zB hat drei freie Kombinationen und nur für die 5 Koppeln selbststellende Wippen, da diese auch durch FußPistons geschaltet werden können

Leider verfällt diese Orgel gerade während mann dabei zusehen kann...
die vielen abgefallenen hellen Beläge (Knochen?) auf den Halbtontasten sehen nicht nur nach Verwahrlosung aus, sondern fühlen sich auch unangenehm an...

aber egal - die Technik dahinter ist wahrscheinlich nicht mehr betriebssicher
und die Konstruktion für die 5 selbststellenden Koppel Wippen hat selbst mich überrascht:

[image]

gut zu erkennen:
3 freie Kombinationen (oben)
10 Registerwippen für HW
3 freie Kombinationen mit Spezial Relais (?) für die 5 Koppeln
Registerwippen für 5 Koppeln, 9 Registerwippen für BW

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Sternchen- und andere Setzer um 1970

Subbass1, Samstag, 11. April 2026, 09:53 (vor 141 Tagen) @ elias.orgel

Verfällt...
Da würde ich den Herrn Bezirkskantor und/oder OSV darauf hinweisen, er hat dafür zu sorgen, dass das (= auch grobe Missachtung der "eingebettelten Spenden") nicht passiert - was am Ende ja dann auch deutlich teurer wird. Oder billiger, falls man "aufgibt", was bei den Prioritäten der Kirchenleitungen immer häufiger passieren werden wird.

Foto Sternchensetzer + Erklärung

elias.orgel, Dienstag, 31. März 2026, 19:47 (vor 151 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 31. März 2026, 22:50

[image]

Der Setzer lag, ich versuche mal aus meiner Erinnerung zu rekonstruieren: Die Sterne sind auf den Registerzugstangen montiert, diese bewegen sich bei Ansicht des Fotos also nach rechts bzw. links. Wird der Tritt für die Kombination betätigt, bewegt sich ... welche der sichtbaren befilzten oder die sichtbare runde Stange? (Ich vermute, die obere) ... zur Zugstange hin, dann wird das zu setzende Register gezogen, das Sternchen dreht sich. Wird dann zum Schalten der Kombination der Tritt betätigt, bewegt sich die gleiche Stange zu den Sternchen hin und schaltet damit je nach Sternchenstellung die einen Zugstangen ein, die anderen aus ...


ich hatte überlegt, ob ich "mal eben" eine schematische Animation erstellen soll - aber ich glaube, ggü der Wippen Koppel ist der Sternchen Setzer nicht ganz so dramatisch wichtig...

Also:
für Setzen, EINschalten und AUSschalten braucht es jeweils eine eigene "Stange"
die obere (hier mit grünem Filz) wird zum Setzen gegen die Sternchen gedrückt und somit wird die Stellung der Registerstange gespeichert
zum EINschalten muss eine Registerstange herausgedrückt
zum AUSschalten muss eine Registerstange hinein gezogen werden
dafür gibt es unter den Sternchen zwei Stangen, die wie eine Zange zusammen greifen und somit, je nachdem ob das Sternchen auf der rechten oder linken Seite eine Angriffsfläche bietet, die Registerstange entsprechend bewegen...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

30 Register Klais aus 1969 für 50.000 Euro...

orgelquaeler, Montag, 30. März 2026, 08:02 (vor 153 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Otto Hoffmann, Rhön, baute 1971 einen solchen Setzer in der Wallfahrtskirche Hessenthal (OT von Mespelbrunn). Register ziehen, Fußhebel nach oben, fertig.
Irgendjemand meinte, dass das Werk sein Meisterstück war.

powered by my little forum