Laux spielt Winterhalter Orgel

elias.orgel, Samstag, 13. Dezember 2025, 09:42 (vor 262 Tagen)
bearbeitet von elias.orgel, Samstag, 13. Dezember 2025, 10:24

laux spielt Winterhalter Orgel

Das Praeludium Es-Dur BWV 552 von Bach ‚pro Organo Pleno‘
ist an der Winterhalter-Orgel aus folgenden Gründen genau so
(beginnend mit der Soloflöte 8‘ im Hauptwerk)
registriert:

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Laux spielt Winterhalter Orgel

Friedrich @, Samstag, 13. Dezember 2025, 22:38 (vor 261 Tagen) @ elias.orgel

laux spielt Winterhalter Orgel

Das Praeludium Es-Dur BWV 552 von Bach ‚pro Organo Pleno‘
ist an der Winterhalter-Orgel aus folgenden Gründen genau so
(beginnend mit der Soloflöte 8‘ im Hauptwerk)
registriert:

Wie schön zu hören, dass eine Stück, das man sowieso schon anbetet, noch besser ist als bisher gehört!

Laux spielt Winterhalter Orgel

Dorforganist, Montag, 15. Dezember 2025, 00:09 (vor 260 Tagen) @ Friedrich

Wie schön zu hören, dass eine Stück, das man sowieso schon anbetet, noch besser ist als bisher gehört!

Interessant fand ich diese Deutung in ihrer Transparenz durchaus (und die Soloflöte ist tatsächlich hervorragend intoniert), bei der Fuge störten mich aber dann schon einige Gasttöne, und die diversen Transkriptionen konnten mich ebenso wenig überzeugen wie die für meinen Geschmack nach ziemlich überspannte "Epidemische".

Bei der Schluß-Improvisation wurden allerdings viele Klangfarben aus dem gar nicht so großen Instrument gezaubert, die mit der Aufnahme insgesamt versöhnen. Mehr "Original-Literatur" anstatt der Transkriptionsversuche hätten vermutlich die Qualitäten der Orgel besser herausgestellt.

Laux spielt Winterhalter Orgel

gk @, Montag, 15. Dezember 2025, 10:56 (vor 260 Tagen) @ Dorforganist

Die Carbon-Traktur dort muss wohl extremst sensibel sein, erzählte mir einmal ein nicht ganz unbekannter Organist, da muss man die Töne nur mal schief angucken und: zack.....

Höre gerade das Präludium. Interessante, nicht unschlüssige Deutung, nur das Pedal könnte m.E. etwas mehr Zeichnung vertragen und das Aufregistrieren zwischendurch finde ich weniger zwingend.

Laux spielt Winterhalter Orgel

Axel, Montag, 15. Dezember 2025, 12:45 (vor 260 Tagen) @ elias.orgel

Puh ja...ich werde mich wohl damit nicht befreunden können. Dass man die klanglich sehr schöne Ott verkauft hat, halte ich immer noch für einen schweren Fehler.

Ott-Orgel Bad Godesberg

Solcena ⌂ @, Dienstag, 16. Dezember 2025, 08:12 (vor 259 Tagen) @ Axel
bearbeitet von Solcena, Dienstag, 16. Dezember 2025, 09:23

Puh ja...ich werde mich wohl damit nicht befreunden können. Dass man die klanglich sehr schöne Ott verkauft hat, halte ich immer noch für einen schweren Fehler.

Auf der Recherche, wie die Ott-Orgel gestaltet war, stieß ich auf den Eintrag auf der Kunert-Seite.
Ich finde bemerkenswert, dass hier der Ott-Orgel weniger die Qualität abgesprochen und auch keine gravierenden technischen Mängel genannt werden. Was man in erster Linie rauslesen kann ist: Unsere Kirche hat keine gute / eine problematische Akustik, der man nur mit mehr Grundstimmen Herr werden kann. Wir wünschen unserer Ott-Orgel, dass sie zukünftig in einer besseren Akustik klingen darf …

Unter solchen Umständen (ein undankbarer Orgelraum) Spenden für eine Orgel einzuwerben, ist sicher nicht die einfachste Aufgabe.

Edit: Ich sehe gerade, dass es seinerzeit schon einen längeren Thread zu dem Neubauprojekt gab.

Ott-Orgel Bad Godesberg

Axel, Dienstag, 16. Dezember 2025, 13:10 (vor 259 Tagen) @ Solcena

Naja, das hat man schon vor Ort gemacht. Ich war mal bei einer Veranstaltung dort und habe mich unbeliebt gemacht bei der damaligen Organistin, die die Ott unbedingt weg haben wollte und kurz danach selbst verschwunden ist.

Die Ott hätte eine Nachintonation vertragen. Ansonsten funktionierte es gut in der Akustik. Jedenfalls besser als jetzt. Die Orgel ist gut gemacht, aber diese Grundstimmenkonzepte klingen in solchen Räumen immer wie ein zu großes Harmonium.

Ott-Orgel Bad Godesberg

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 16. Dezember 2025, 15:29 (vor 259 Tagen) @ Axel

Naja, das hat man schon vor Ort gemacht. Ich war mal bei einer Veranstaltung dort und habe mich unbeliebt gemacht bei der damaligen Organistin, die die Ott unbedingt weg haben wollte und kurz danach selbst verschwunden ist.

Die Ott hätte eine Nachintonation vertragen. Ansonsten funktionierte es gut in der Akustik. Jedenfalls besser als jetzt. Die Orgel ist gut gemacht, aber diese Grundstimmenkonzepte klingen in solchen Räumen immer wie ein zu großes Harmonium.

Die letzte Formulierung finde ich ein sehr griffiges Bild - ohne beurteilen zu können, ob sie in B. Godesberg passt.

Zwischen den Zeilen lässt sich lesen, dass auch die Erbauer der jetzigen Orgel heftig mit der Akustik zu tun hatten - zitiert von hier:

Ideen sind das eine – ihre Realisierung das andere. – Obwohl die mit solchen Orgelkonzepten erfahrenen Mitarbeiter der Werkstatt Winterhalter sich in puncto Windführung, Mensurierung und Intonation „warm angezogen“ hatten (u.a. Probetöne im Originalraum auf Reisewindlade etc.) verlangte die musikfeindliche Akustik von allen Beteiligten einen langen Atem. Für ein perfektes Ergebnis musste immer wieder durch weiteres Öffnen der Pfeifenfüße und anderer windführender Bereiche, die Tonenergie für die tiefen Lagen gesteigert werden. Intonateur Alois Schwingshandl hat ein Maximum aus dem dicht angeordneten Pfeifenwerk herausgeholt. Gewünscht war eine gravitätische, aber keine brüllende Orgel, die in der sensiblen und stets gut besuchten Christuskirche ohnehin fehl am Platz gewesen wäre. Die heikle Akustik hat immerhin den Vorteil, dass die Orgel von fast allen Plätzen aus gleich gut zu hören ist.

Ott-Orgel Bad Godesberg

Friedrich @, Dienstag, 16. Dezember 2025, 16:00 (vor 259 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Naja, das hat man schon vor Ort gemacht. Ich war mal bei einer Veranstaltung dort und habe mich unbeliebt gemacht bei der damaligen Organistin, die die Ott unbedingt weg haben wollte und kurz danach selbst verschwunden ist.
Ideen sind das eine – ihre Realisierung das andere. – Obwohl die mit solchen Orgelkonzepten erfahrenen Mitarbeiter der Werkstatt Winterhalter sich in puncto Windführung, Mensurierung und Intonation „warm angezogen“ hatten (u.a. Probetöne im Originalraum auf Reisewindlade etc.) verlangte die musikfeindliche Akustik von allen Beteiligten einen langen Atem. Für ein perfektes Ergebnis musste immer wieder durch weiteres Öffnen der Pfeifenfüße und anderer windführender Bereiche, die Tonenergie für die tiefen Lagen gesteigert werden. Intonateur Alois Schwingshandl hat ein Maximum aus dem dicht angeordneten Pfeifenwerk herausgeholt. Gewünscht war eine gravitätische, aber keine brüllende Orgel, die in der sensiblen und stets gut besuchten Christuskirche ohnehin fehl am Platz gewesen wäre. Die heikle Akustik hat immerhin den Vorteil, dass die Orgel von fast allen Plätzen aus gleich gut zu hören ist.

[/i]

Das erinnert mich schon wieder an meine Grenacher-Begegnung.
Ich habe hier ja schon mal von einem Gespräch zwischen Goll-Chef Beat Grenacher, Markus Zimmermann und mir im Freiburger Restaurant »Kreuzblume« erzählt, als Grenacher die Münsterorgel von Rieger neu intonierte. Die Rede kam auf die Goll-Orgel für die akustisch extrem trockene Stabkirche Hahnenklee, die er auch intoniert hatte. Er erinnerte sich, sichtlich beeindruckt: »Da braucht man eine Kraft …«
Von hier.

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