Dariia Lytvishko CD
Sweelinck, Donnerstag, 06. November 2025, 06:52 (vor 303 Tagen)
Die habe ich mir als Fan gekauft.
Ich kenne die Kirche nicht. Aber hätte der Tonmeister nicht etwas mehr Raumklang aufnehmen können?
Ich habe den Eindruck, dass die Mikrofone ziemlich nahe an der Orgel stehen.
Oder hat die Kirche keinen Nachhall? Oder hätte Naxos etwas digitalen Nachhall zufügen können?
Die romantischen Stücke könnten schon etwas "Pedal" vertragen.
Dariia Lytvishko CD
stein
, Donnerstag, 06. November 2025, 08:08 (vor 302 Tagen) @ Sweelinck
Die habe ich mir als Fan gekauft.
Ich kenne die Kirche nicht. Aber hätte der Tonmeister nicht etwas mehr Raumklang aufnehmen können?
Ich habe den Eindruck, dass die Mikrofone ziemlich nahe an der Orgel stehen.
Oder hat die Kirche keinen Nachhall? Oder hätte Naxos etwas digitalen Nachhall zufügen können?
Die romantischen Stücke könnten schon etwas "Pedal" vertragen.
Die bei JPC zu hörenden Ausschnitte hören sich etwas hektisch und angeschnitten an.
Die Orgel ist wirklich nicht der Bringer. Vielleicht wurde das vor Ort aus der Gemeinde finanziert, da muss man Kompromisse eingehen und das Beste daraus machen.
Dariia Lytvishko CD
link1907
, Donnerstag, 06. November 2025, 15:13 (vor 302 Tagen) @ stein
Die Orgel ist wirklich nicht der Bringer. Vielleicht wurde das vor Ort aus der Gemeinde finanziert, da muss man Kompromisse eingehen und das Beste daraus machen.<
https://www.orgel-information.de/Orgeln/i/ip-it/iserlohn_bauernkirche.html
Das ist doch eigentlich eine Orgel für dieses Repertoire.
Dariia Lytvishko CD
MAT
, Donnerstag, 06. November 2025, 08:13 (vor 302 Tagen) @ Sweelinck
Ich habe mich auch gefragt, warum man diesen Raum gewählt hat. Der hat nur sehr wenig Nachhall und die Orgel ist m. E. vollkommen überdimensioniert. Allerdings habe ich sie nicht Live gehört. Mein Fazit: Falsches Instrument, falscher Ort. Nix für mich.
--
Gruß
MAT
Dariia Lytvishko CD
VoxCoelestis, Donnerstag, 06. November 2025, 10:43 (vor 302 Tagen) @ MAT
bearbeitet von VoxCoelestis, Donnerstag, 06. November 2025, 10:50
Man könnte auch sagen: falsches Repertoire für diese Orgel. Wobei vielleicht auch mit einem anderen Repertoire nicht mehr viel herauszuholen gewesen wäre mit dieser Aufnahmetechnik und diesem Instrument? Dafür kenne ich die Verhältnisse zu schlecht.
Trotzdem würde ich nach einem ersten Querhören noch differenzieren:
Manche leisen und zurückgenommenen Passagen sind noch in Ordnung. Sobald es dann ins Crescendo geht, wird es zu direkt (siehe z.B. Méditation von Vierne). Das "Standard-Repertoire" (Boellmann, Widor) funktioniert in den Toccaten prinzipiell sogar noch einigermaßen auf diesem Instrument, aber klanglich ist es keine Wohltat und gerade hier gäbe es ausreichend Alternativen, die eher zu empfehlen sind.
Ganz unglücklich finde ich die Duruflé-Toccata, die sicherlich bei den bereits im Stück liegenden hohen Anforderungen *irgendwie* gemeistert wird, aber vermutlich schon bei der Aufnahme schwer in den Kasten bekommen zu war. Dementsprechend klingt es leider auch und damit kann eigentlich weder die Interpretin noch ein Zuhörer glücklich sein. Die schon in anderen Beiträgen angesprochenen Defizite kommen hier voll zum Tragen.
Nicht zuletzt bestärkt mich das ganze in der Meinung, dass nicht immer alle alles veröffentlichen müssen. Nicht jeder Interpret, der live ein sehr passables Konzert abliefert, bringt automatisch eine ordentliche Aufnahme zustande (noch von der Aufnahmetechnik ganz abgesehen). Jeder, der schon etwas mehr als nur zur eigenen Hörkontrolle festhalten wollte, wird festgestellt haben, wie schwer manchmal ein eigentlich gut beherrschtes Stück werden kann, wenn es den eigenen Ansprüchen soll und wirklich mal gar nichts schieflaufen soll.
Dariia Lytvishko CD
kjz1, Donnerstag, 06. November 2025, 11:27 (vor 302 Tagen) @ Sweelinck
Der Aufnahmeleiter ist ja eigentlich eher als Gitarrist bekannt. Da bleibt die Frage, warum man keinen Toningenieur engagiert hat, am besten noch jemand, der sich etwas mit Orgeln auskennt.
Dariia Lytvishko CD
link1907
, Donnerstag, 06. November 2025, 11:28 (vor 302 Tagen) @ kjz1
https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/dariia-lytvishko-toccatas-und-meditatione...
Nach unten scrollen und die Rezensionen lesen!
Dariia Lytvishko CD
ErikvdNeers, Donnerstag, 06. November 2025, 12:28 (vor 302 Tagen) @ link1907
Ich sehe keine Rezension
Dariia Lytvishko CD
Orlos
, Donnerstag, 06. November 2025, 13:10 (vor 302 Tagen) @ ErikvdNeers
Merkwürdig: Erst standen dort zwei negative Kritiken, jetzt sind sie weg.
Dariia Lytvishko CD
elias.orgel, Donnerstag, 06. November 2025, 12:47 (vor 302 Tagen) @ Sweelinck
https://www.orgelglanzlichter.de/
Dariia hat im Rahmen der Glanzlichter-Orgelkonzerte in der Bauernkirche gespielt. Im Zusammenhang damit hat sie darum gebeten, auch Aufnahmen an der Orgel machen zu dürfen.
Die Orgel gehört ja nicht der Kirchengemeinde, sondern wird weiterhin von der Stifterfamilie betreut. Über die Familie ging dann auch der weitere Kontakt zu Dariia und die Absprachen bezüglich der Aufnahme.
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Dariia Lytvishko CD
Friedrich
, Donnerstag, 06. November 2025, 15:58 (vor 302 Tagen) @ Sweelinck
Die habe ich mir als Fan gekauft.
Ich kenne die Kirche nicht. Aber hätte der Tonmeister nicht etwas mehr Raumklang aufnehmen können?
Ich habe den Eindruck, dass die Mikrofone ziemlich nahe an der Orgel stehen.
Oder hat die Kirche keinen Nachhall? Oder hätte Naxos etwas digitalen Nachhall zufügen können?
Die romantischen Stücke könnten schon etwas "Pedal" vertragen.
Ich habe schon viele ähnliche Aufnahmen gehört, vor allem von amerikanischen CDs. Dort haben viele Kirchen einfach "keine Akustik", auch bei teils gigantischen Orgeln. Ich habe das zu schätzen gelernt, weil man mehr intonatorische Details hört -- und weil man das Orgelspiel gnadenlos wahrnimmt, bis hin zu Legatofehlern und Pedalschleifern. Insofern muss man sich als Spieler:in schon sehr sicher fühlen, wenn man so aufnimmt. Macht nicht jede:r mit, und kommt auch nicht jede:r so sauber raus wie Frau Lytvishko. Wer traut sich hier einen Bach? Zum Zuhören macht der sicher Spaß, aber zum Spielen?
In der Duruflé-Toccata hört man vor der Reprise, dass sie selber dem Frieden nicht so recht traut. Da fällt die Zäsur nach dem "Doppelpunkt" doch knapp aus. Die Orgel steht nun mal unter einem nicht sehr hohen Seitenschiffgewölbe unmittelbar vorm Publikum und bläst ihm ins Gesicht. Der Höreindruck im Raum wird dem der Aufnahme recht nahe kommen. Da höre ich gerne, was Grenzings Mannschaft gezaubert hat. Unschön finde ich die Orgel nicht, im Gegenteil. Dafür, dass sie so nahe klingt, funktionieren zum Beispiel die großen Registrierungen erstaunlich erträglich. Die Balance zwischen den Klangebenen klappt auch sehr gut. Der spezielle Wind und die sorgfältige Intonation sind hörbar, trotz der nahen Position klingt alles kernig und farbig, der Sound wurde nirgends abgewürgt.
Es kann ja nicht alles wie Saint-Ouen klingen. Übrigens -- von dort gibt es neue Aufnahmen von Bruckners Fünfter und Achter mit Gerd Schaller, deutlich näher und klarer aufgenommen als alle Aufnahmen, die ich bisher gehört habe. Eine schöne Gelegenheit, intimere Bekanntschaft mit dem Positif de dos zu machen.
Viele Grüße
Friedrich
P. S.
Doch, ein Stück gibt es, das mich nicht überzeugt. Der Boellmann haut ihr in der Piano-Strophe ab, und ein falsch geübter Kadenz-Akkord ist auch dabei.
Dariia Lytvishko CD
stein
, Donnerstag, 06. November 2025, 16:36 (vor 302 Tagen) @ Friedrich
Der Boellmann haut ihr in der Piano-Strophe ab, und ein falsch geübter Kadenz-Akkord ist auch dabei.
G Dur ist ein schöner Gitarrenakkord, wollte der Tonmeister haben!
Dariia Lytvishko CD
JSBach
, Donnerstag, 06. November 2025, 16:39 (vor 302 Tagen) @ Friedrich
Es kann ja nicht alles wie Saint-Ouen klingen. Übrigens -- von dort gibt es neue Aufnahmen von Bruckners Fünfter und Achter mit Gerd Schaller, deutlich näher und klarer aufgenommen als alle Aufnahmen, die ich bisher gehört habe. Eine schöne Gelegenheit, intimere Bekanntschaft mit dem Positif de dos zu machen.
Monnot nimmt dort aktuell u.a. Bilder einer Ausstellung auf...
Dariia Lytvishko CD
Sweelinck, Donnerstag, 06. November 2025, 21:31 (vor 302 Tagen) @ Friedrich
bearbeitet von Sweelinck, Donnerstag, 06. November 2025, 21:35
Doch, ein Stück gibt es, das mich nicht überzeugt. Der Boellmann haut ihr in der Piano-Strophe ab, und ein falsch geübter Kadenz-Akkord ist auch dabei.
Der Anfang ist etwa Viertel = 135. Wenn die Melodie in der Oberstimme kommt, dann wird sie 10 Schläge langsamer. Macht auch Cochereau. Bei der Reprise nimmt sie wieder Fahrt auf, ein paar Schläge mehr, was ich ganz korrekt finde. Die Interpretationen von Diane Bish geben bei der Oberstimmenmelodie auch etwas nach. Oder sollte man da mit der zunehmenden Lautstärke auch das Tempo anziehen? Statische Interpretationen des Werkes gefallen mir weniger. Cochereau nimmt das Tempo aber etwas lebhafter. Viertel 150 am Anfang. https://www.youtube.com/watch?v=loJBoFQg5AQ
Dariia Lytvishko CD
VoxCoelestis, Freitag, 07. November 2025, 01:27 (vor 302 Tagen) @ Friedrich
Was trockene Akustik und Bach angeht : Ja, da trennt sich wirklich die Spreu vom Weizen (NB: auf der CD befindet sich leider kein einziger Bach).
Was die trockene Akustik und das Instrument angeht: Ja, eine Grenzing-Orgel klingt sicherlich in aller Regel besser. Aus meinen zugegebenermaßen durchschnittlichen Kopfhörern klang es teilweise (gerade im Pedal) wie eine Matthäus Opus XVII Sakralorgel).
Was die Platzierung der Mikrofone angeht: der Höreindruck in der Bauernkirche mag so sein, aber selbst sitze ich nur ungern in einem ganzen Konzert mit französischer Romantik direkt vor den Pfeifen des Positiv - Transparenz hin oder her. Es würde mich viele (Hör-)Nerven kosten.
Was die Transparenz angeht: Ja, bei Bach wie schon geschrieben sehr gerne auch im Konzert. Bei diesem Programm: zum Üben hervorragend und dafür klingt es auf der CD auch recht ordentlich (soll man doch op. 5 erstmal selbst so hinbekommen…), aber im Konzert gehört doch wenigstens ein bisschen Akustik dazu - für solche Räume wurde diese Musik doch auch schließlich geschrieben.
Mit vorliegender Aufnahme tut sich die Interpretin leider weder selbst noch der Musik noch dem Instrument einen Gefallen.
Dariia Lytvishko CD
FranzS., Freitag, 07. November 2025, 21:09 (vor 301 Tagen) @ Sweelinck
bearbeitet von FranzS., Freitag, 07. November 2025, 21:26
Die habe ich mir als Fan gekauft.
Ich kenne die Kirche nicht. Aber hätte der Tonmeister nicht etwas mehr Raumklang aufnehmen können?
Ich habe den Eindruck, dass die Mikrofone ziemlich nahe an der Orgel stehen.
Oder hat die Kirche keinen Nachhall? Oder hätte Naxos etwas digitalen Nachhall zufügen können?
Die romantischen Stücke könnten schon etwas "Pedal" vertragen.
Hallo, ich hab ein bisschen reingehört bei open spotify, also wahrscheinlich nicht die beste Qualität. Gerade in den leiseren Stücken sind doch wunderschön intonierte Register zu hören. ABER; ich kenne die Orgel nicht, klingt sie für mich doch wie eine typische Schmid-Orgel der 70er und 80er Jahre. Ich persönlich mag das ganz gerne, weiß aber sehr wohl über die Nachteile einer extrem engen Bauweise bescheid (Stimmen durch Pfeifendrehen). Obwohl ich wie gesagt die Orgel nicht kenne, tippe ich auf eine ähnlich extrem enge Bauweise, die zwar einen sehr kompakten Klang ermöglicht, jedoch immer auch etwas unsauber (oder verschmelzend, euphemistisch gesagt) klingt. Nur meine spontanen Gedanken beim kurz reinhören.
Technisch ist das schon sehr virtuos!