Registerzug "Wind"

MCVL @, Samstag, 30. August 2025, 12:43 (vor 371 Tagen) @ chp
bearbeitet von MCVL, Samstag, 30. August 2025, 12:46

Hallo,

ich habe gestern auf der Orgel von St. Gordian und Epimachus in Stöttwang (Allgäu) gespielt. Gebaut wurde die Orgel 1888 von den Gebr. Hindelang (Ebenhofen), repariert oder besser umgebaut 1960 von Gerhard Schmid (Kaufbeuren).

Ein Registerzug ist mit "Wind" beschriftet. Was bedeutet das? Beim Spielen habe ich keinen Unterschied bemerken können.

Die aktuellen Registerbezeichungen stimmen nicht alle mit denen von 1888 überein, z.B. wurde das 2. Manual anscheinend "barockisiert" mit einem Prinzipal 2' (aus einem der 8'?). Es kann also gut sein, dass der Zug "Wind" von Schmid zugefügt wurde.

Die Orgel klingt schön, enthält schöne Flöten, auch wenn man aus meiner Sicht das 2. Manual nicht unbedingt hätte umbauen bzw. einen 8' hätte abschneiden müssen (1888 laut Orgeldatenbank Bayern: Geigenprincipal 8', Liebl. Gedackt 8', Salicional 8', Fugara 4'; aktuell: Salicional 8', Gedeckt 8', Principal 2', Rohrflöte 4').

Beste Grüße aus dem Allgäu
Christoph P.

P.S.: Habe leider meine Literatur nicht dabei..

Das ist der Kalkantenzug. Schöne Orgel, wobei der Klangumbau von Hindelang selbst vorgenommen wurde.
Die Orgel ist äußerst robust und solid gefertigt, einmal musste ich dort wegen zwei oder drei festgeklemmten Kegelhubwellen hin, das war im ersten "Jahrhundertsommer" 2003, ansonsten ist das ein Instrument, welches nie Probleme machte.
Die Restaurierung durch Schmid war später als 1960 (gerade auf der Opusliste nachgesehen: 1984 [Opus Rs 45 = Restaurierung Nr. 45], ich meine, der Sachverständige war Jürgen Eppelsheim).


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