20. Todestag Wilhelm Krumbach
Liebe Forengemeinde,
Im letzten Herbst war hier Wilhelm Krumbach bereits Thema.
Aus Anlass seines 20. Todestages, auf den ich heute tatsächlich beim Klick auf seinen Wikipedia-Artikel völlig unwissend und zufällig gestoßen bin, möchte ich noch einmal auf diese Einspielung aufmerksam machen, die auf einem bekannten Youtubekanal vor wenigen Wochen zugänglich gemacht wurde:
https://www.youtube.com/watch?v=eb4iPJXdrMc&t=1946s
Krumbach spielt dort norddeutsches Repertoire in Sillenstede und auf der (kürzlich dem Vernehmen nach vorbildlich re-restaurierten) Orgel in Berne. Ich habe anfangs eher aus dokumentarischem Interesse reingehört, war dann aber doch erstaunt, wie sehr mich teilweise gerade an der Berner Orgel dieser mild neobarocke Sound in Kombination mit Krumbachs Spiel "catchen" konnte. Gerade den ansonsten eher als medioker gehandelten und äußerst selten gespielten Boelsche fand ich da überraschend eindrucksvoll.
Daß das alles (Orgeln und Spielweise) nicht ewig "so bleiben konnte", leuchtet ein.
Daß aber auch damals nicht alles sinnlos war, muss auch jemand zugestehen können, der eher das wertschätzt, was danach kam.
Eine überraschende Entdeckung also.
Und ich ertappe mich dabei, daß ich ausgerechnet den neobarock wiedergegebenen Boelsche seit einiger Zeit immer wieder rauf- und runterhöre. Besonders, wenn ich etwas musikalische Motivation brauche. Und um Marcel Reich-Ranickis Abwandlung von Kortners Diktum aufzunehmen: Ich amüsiere mich niemals unter meinem Niveau.
Danke, Wilhelm Krumbach!