Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Hallo,
gerade habe ich zufällig entdeckt, dass die neue Glatter-Götz-Rosales-Orgel bereits eingeweiht wurde. Hier das Video sowie der "Service Bulletin" mit den Dispositionen zum Runterladen. Schöne Chormusik - leider recht wenig Orgel-Solo, aber da stehen ja noch einige Konzerte an... (Ja: AL macht den Anfang - hoffentlich haben sie aus Köln gelernt ;) )
https://trinitychurchnyc.org/videos/organ-dedication-evensong
Viel Vergnügen!
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Habe das ganz durchgehört.
Der Chor ist klasse, die Begleitungen ebenso.
Hat die Orgel auch Mixturen?
Alles recht muffig…vielleicht die Micros….
Irgendwie packt mich das überhaupt nicht.
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Habe das ganz durchgehört.
Der Chor ist klasse, die Begleitungen ebenso.
Hat die Orgel auch Mixturen?
Alles recht muffig…vielleicht die Micros….
Irgendwie packt mich das überhaupt nicht.
Bin gerade da, alles neu, die alten Register in der Tonne.
Alex der Organscholar hat mir die Orgel in einer Stunde gezeigt. Tolles Instrument, Mixturen, Septime und Nomen, alles vorhanden. Tolle Grundstimmen. Zungen in allen Schattierungen. Elektrische Traktur sehr flott. Nur sehr, sehr laut. Man kann ja ausdünnen, aber die 32 Fuss Zunge zerschlägt alles. Die laute Tuba ebenfalls. Die Kirche ist klein aber reich.
![[image]](images/uploaded/202507291149116888b537762ba.jpg)
![[image]](images/uploaded/202507291150436888b5939f43e.jpg)
![[image]](images/uploaded/202507291139186888b2e603705.jpg)
![[image]](images/uploaded/202507291152596888b61b0119e.jpg)
![[image]](images/uploaded/202507291153596888b65749def.jpg)
![[image]](images/uploaded/202507291155156888b6a381f66.jpg)
![[image]](images/uploaded/202507291156256888b6e9e9eb8.jpg)
![[image]](images/uploaded/202507291158006888b7481fb38.jpg)
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Danke für die hochkondensierte Beschreibung und die Bilder.
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Bisher ist noch nirgends eine Disposition veröffentlicht, gibt es da Neuigkeiten?
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Hallo!
Friedemann hat im Eingangsposting bzgl des Links auch auf den "Service Bulletin" mit den Dispositionen verwiesen. Dort wird man fündig.
Alles sehr üppig, nur das Pedal...
Gruß
Karsten
Edith:
Für die ganz klickfaulen...
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Mein Browser schafft das wohl nicht, der Link tat es. Das ist echt üppig!
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Tolle Bilder und danke für den Bericht aus erster Hand!
In der Registerstaffel auf der Diskant-Seite gibt's oben rechts noch Löcher ohne Registerzüge. Fehlt da noch was?
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Da fehlt die Verkaufsanzeige der Marshall & Oggeltree No.1. Ich hätte hier grade noch etwas Platz und etwas Kleingeld übrig. Aber wahrscheinlich wird sich die der hübsche Knabe aus Berlin unter den Nagel gerissen haben.
--
Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Nee, die beiden Digitalspieltische sind als Opus 15 und Opus 16 an zwei Kirchen verkauft worden.
Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Ich vermute, die sind für Minigolf!
Tharp; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Inzwischen ist auch das Konzert mit Stephen Tharp online: Ganz großes Kino!
PS: Mit dem Spieltisch werde ich nicht warm ;)
Tharp; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Dieses Konzert ist eine absolute Glanzleistung, musikalisch, interpretatorisch und registratorisch.
Tharp; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Inzwischen ist auch das Konzert mit Stephen Tharp online: Ganz großes Kino!
PS: Mit dem Spieltisch werde ich nicht warm ;)
Wenn ich an den Unterschied zwischen Klavier und Blockflöte denke sollte Dir aber schon ziemlich warm werden (können)
Was mir besonders gut gefällt - Licht aus in der Kirche
und natürlich ist der (el fahrbare und angeleuchtete) Spieltisch nicht nur Schnittstelle sondern auch "Bilderrahmen" für den Organisten ;-)
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Tharp; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
PS: Mit dem Spieltisch werde ich nicht warm ;)
Warum das? Ist ja noch recht klassisch in der Form. Zu klobig?
Tharp; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Dem ist nichts hinzuzufügen - ein unglaublich guter Organist!
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
PS: Mit dem Spieltisch werde ich nicht warm ;)
Warum das? Ist ja noch recht klassisch in der Form. Zu klobig?
Vorweg: Wir haben es hier mit einem 'landmark instrument' zu tun, bei dem keine Kosten und Mühen gescheut wurden, dies ist der Anspruch, an dem ich auch den Spieltisch messe. Wenn ich den Spieltisch zum Beispiel mit den aktuellen Spieltischen von Rieger, Klais und Späth vergleiche, springt mir folgendes ins Auge:
- sehr klobig und platzfressend bei einfallslosem Design
- unbefriedigende Notenpultlösung und -beleuchtung
- unergonomisch:
- ungewöhnlich großer Abstand zwischen Pedal und Manualblock
- Manualblock bzw. Pedal nicht höhenverstellbar
- unübersichtliche Manubrienanordnung (Terrassenlogik nur angetäuscht)
- ungewöhnlich großer Abstand zwischen Pedal und Manualblock
- nicht state of the art:
- keine freie Manualzuordnung
- keine frei belegbaren Wippen/Registerzüge (vgl. M&O op.1)
- keine freie Manualzuordnung
Das alles soll aber nicht davon ablenken, dass ich sowohl Konzert als auch Instrument großartig finde!
Und die Lichtsituation macht auch etwas her ;)
Tharp; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
PS: Mit dem Spieltisch werde ich nicht warm ;)
Das kleine Notenpult (mit schiefer Leuchte!) passt aufgrund der Proportionen da nicht wirklich rein - von der Praktikabilität habe ich nicht mal angefangen….
Ansonsten gibt es doch eigentlich nichts zu meckern?
Eine solche Orgel wird doch eh weitestgehend mit Setzer (Konzert) oder Divisionals (Liturgie) bedient.
An der rechten Seite kann man zumindest noch Stepper für den Registranten erkennen - Tasten für Bluetooth waren jetzt allerdings nicht erkennbar :-)
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Es ist sehr schwierig, Spieltische großer Orgeln zu gestalten. Wir sehen das aktuell in Passau. Nicht alles, was möglich ist, ist den Kostenaufwand wert. So haben wir uns bewusst gegen höhenverstellbare Manuale und Pedal entschieden. Ebenso gegen Laufzeitanpassung von Teilorgeln gemäß Hörerposition oder dynamische Ventilsteuerung gemäß Tastenstellung.
Uns war jedoch wichtig, die vorhandenen Werke und Registerreihen gemäß Bauweise bestmöglich an den Spieltischen registrierbar zu machen. Gelöst haben wir das mit zwei ‚clouds‘.
In einer sind alle getrennt sinnvoll möglich zuzuordnenden Windladen der Teilwerke, in der anderen alle Pfeifenreihen, die mit Einzeltonventilen angespielt werden, verfügbar.
Damit sind floating die Teilwerke/ teilweise unterteilt nach zB. Kleinpedal/ Grosspedal etc. jeweils als 16-8-4 (oder in anderen Intervallen) den Klaviaturen zuzuordnen; zudem sind aus der anderen cloud alle Pfeifenreihen auf elektr. Laden mit Einzeltonsteuerung als Transmissionen wählbar (ebenso 16-8-4 an jede Klaviatur oder auch andere Intervalle).
Das ermöglicht eine bestmögliche Ausnutzung der vorhandenen Pfeifenreihen.
Es ist nicht alles finanzierbar und sinnvoll, was rein technisch machbar ist. Man muss Kompromisse eingehen, um Spieltische nicht zu überfrachten und klar und logisch zu gestalten. Man muss Prioritäten setzen.
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Bei einem rein elektrisch angeschlossenen Spieltisch fände ich es gut, den Abstand zwischen Pedal und erstem Manual verstellbar zu machen. Ich habe das erlebt und als sehr positiv empfunden. An den mechanischen Orgeln unserer Pfarrei ist dieser Abstand sehr unterschiedlich von Orgel zu Orgel; in einem Fall ist der Abstand so groß, dass sich Kolleginnen weigern, dort zu spielen.
Ebenfalls sinnvoll finde ich, den Einschub des Pedals nach hinten verstellbar zu machen. So findet man wirklich seine individuell perfekte Sitzposition. In Anbetracht der Gesamtkosten der Passauer Arbeiten kann das eigentlich kein großer Punkt sein.
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Es ist sehr schwierig, Spieltische großer Orgeln zu gestalten.
- ist das so? (ein Naturgesetz? Gottesgebot?)
Wir sehen das aktuell in Passau. Nicht alles, was möglich ist, ist den Kostenaufwand wert. So haben wir uns bewusst gegen höhenverstellbare Manuale und Pedal entschieden.
- Aus Kostengründen? Bei so einem Projekt?
Hier muss ich Orlos vollkommen recht geben - für mich ist das überhaupt nicht nachvollziehbar...
Es ist nicht alles finanzierbar und sinnvoll, was rein technisch machbar ist. Man muss Kompromisse eingehen, um Spieltische nicht zu überfrachten und klar und logisch zu gestalten. Man muss Prioritäten setzen.
Wachstum ist wichtig - gutes Schuhwerk auch! (Volker Pispers)
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Es ist sehr schwierig, Spieltische großer Orgeln zu gestalten. Wir sehen das aktuell in Passau. Nicht alles, was möglich ist, ist den Kostenaufwand wert. So haben wir uns bewusst gegen höhenverstellbare Manuale und Pedal entschieden. Ebenso gegen Laufzeitanpassung von Teilorgeln gemäß Hörerposition oder dynamische Ventilsteuerung gemäß Tastenstellung.
Volles Verständnis, nur weil man aus dem vollen schöpfen kann, muss man das nicht zwingend. Nennt man Ökonomie der Mittel. Entsprechend verstehe ich, wenn man sich gegen Laufzeitanpassungen oder Proportionaltraktur entscheidet. Auch über Design lässt sich streiten.
Aber bei der Ergonomie zu sparen, halte ich persönlich für nicht sinnvoll. Ich bin über 190 cm groß und hatte an einer meiner alten Dienstorgeln die Wahl, ob ich mir je nach Höhe der Orgelbank lieber die Knie stoße oder mein Pedalspiel einschränke. Eine andere Orgel im Seelsorgsbereich hatte ein amerikanisches Pedal. Das war bei meinem ersten Gottesdienst dort eine ziemliche Überraschung - und stressig.
Entsprechend bin ich ein Fan aller sinnvollen Features, die es - u.a. neber der allgemeinem Übersichtlichkeit der Registeranordnung, sprechenden Bezeichnungen für Register und Spielhilfen sowie einer einfachen Bedienlogik des Setzers - einem Spieler ermöglichen, sich möglichst schnell heimisch zu fühlen, sodass man sich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren kann. Das beinhaltet für mich übrigens auch eine vernünftige Ausleuchtung sowie je nach Einsatzzweck ein großes Glasnotenpult bzw. ein Holzpult mit transparenten Füllungen. Besonders dann, wenn viel mit Chor gespielt wird.
Uns war jedoch wichtig, die vorhandenen Werke und Registerreihen gemäß Bauweise bestmöglich an den Spieltischen registrierbar zu machen. Gelöst haben wir das mit zwei ‚clouds‘. In einer sind alle getrennt sinnvoll möglich zuzuordnenden Windladen der Teilwerke, in der anderen alle Pfeifenreihen, die mit Einzeltonventilen angespielt werden, verfügbar. Damit sind floating die Teilwerke/ teilweise unterteilt nach zB. Kleinpedal/ Grosspedal etc. jeweils als 16-8-4 (oder in anderen Intervallen) den Klaviaturen zuzuordnen; zudem sind aus der anderen cloud alle Pfeifenreihen auf elektr. Laden mit Einzeltonsteuerung als Transmissionen wählbar (ebenso 16-8-4 an jede Klaviatur oder auch andere Intervalle). Das ermöglicht eine bestmögliche Ausnutzung der vorhandenen Pfeifenreihen.
Das klingt alles sehr sinnvoll und ich bin wirklich sehr auf das Ergebnis gespannt. Einen Dorforganisten wird das wahrscheinlich trotzdem überfordern, aber gemeinhin sind die Personen, die an eine Domorgeln gelassen werden, handverlesen und hinreichend versiert.
Es ist nicht alles finanzierbar und sinnvoll, was rein technisch machbar ist. Man muss Kompromisse eingehen, um Spieltische nicht zu überfrachten und klar und logisch zu gestalten. Man muss Prioritäten setzen.
Wie oben schon gesagt, kein Widerspruch - außer wenn es um Ergonomie geht ;)
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
das Notenpult haben wir auch lang diskutiert.
Die Verstellbarkeit einer Chassis mit 5 Manualen ist aufwendig, und es hat auch Nachteile beim Design.
Bei meinen zahlreichen Konzerten an vielen Orgeln habe ich fast nie einen verstellbaren Spieltisch vorgefunden.
Nicht alles, was machbar ist, ist sinnvoll.
Es gab so viele Überlegungen, aber irgendwann muss man sich auf einen sinnvollen Kompromiss festlegen
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
das Notenpult haben wir auch lang diskutiert.
Die Verstellbarkeit einer Chassis mit 5 Manualen ist aufwendig, und es hat auch Nachteile beim Design.
- ist das bei drei oder vier Manualen nicht der Fall? Anstatt das komplette Oberteil, kann mann auch "nur" das Pedal...
.
Bei meinen zahlreichen Konzerten an vielen Orgeln habe ich fast nie einen verstellbaren Spieltisch vorgefunden.
- Ich kann es nicht fassen, dass sich elektrische Gebläse, Setzer Kombination etc "durchgesetzt" haben...
.
Nicht alles, was machbar ist, ist sinnvoll.
- nochmal Pispers?
"wahre Perfektion ist nicht dann erreicht wenn mann nichts mehr hinzufügen kann..."
(Antoine de Saint Exupery)
.
Es gab so viele Überlegungen, aber irgendwann muss man sich auf einen sinnvollen Kompromiss festlegen
- ist das nicht generell so?
außer vielleicht bei großen Künstlern und echten Genies...
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
das Notenpult haben wir auch lang diskutiert.
Die Verstellbarkeit einer Chassis mit 5 Manualen ist aufwendig, und es hat auch Nachteile beim Design.
Bei meinen zahlreichen Konzerten an vielen Orgeln habe ich fast nie einen verstellbaren Spieltisch vorgefunden.
Nicht alles, was machbar ist, ist sinnvoll.
Es gab so viele Überlegungen, aber irgendwann muss man sich auf einen sinnvollen Kompromiss festlegen
Nervig scheint mir die Situation zu sein, wenn man ständig Bank, Pult, Pedal und Manuale aus einer Extremposition verstellen muss. Dann lieber das neutrale Mittelmass
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
das stimmt. Eine verstellbare Orgelbank sowie Notenpult ist Standard, und das macht Sinn.
Wir haben sonst einige Neuerungen in den Spieltischen für Passau vorgesehen, hier geht es aber im Wesentlichen um Klangfarben, was mir als Musiker viel wichtiger ist, als andere Ausstattungen.
Und bei solchen Projekten ist es wie auch bei Bauprojekten: mit Genialität alleine kommt man nicht weit, es muss realistisch und machbar sein. Auch schließen sich manche Optionen gegenseitig aus. Alles ist daher nicht machbar. Außerdem geht es auch darum, Finanzmittel verantwortungsvoll und angemessen einzusetzen
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Und bei solchen Projekten ist es wie auch bei Bauprojekten: mit Genialität alleine kommt man nicht weit, es muss realistisch und machbar sein. Auch schließen sich manche Optionen gegenseitig aus. Alles ist daher nicht machbar. Außerdem geht es auch darum, Finanzmittel verantwortungsvoll und angemessen einzusetzen
-
Ich gelobe feierlich: ich werde mich nie wieder über die hohlen Phrasen von Politikys beschweren...
Eine Orgel (der Spieltisch ?) muss ja auch zum Stadtbild passen
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
das Notenpult haben wir auch lang diskutiert.
Das glaube ich gerne. Da gibts ja auch sehr viele unterschiedliche Lösungen. Manche besser, manche nunja ;) Gerade bei großen Spieltischen bin ich immer wieder recht amüsiert, wenn ich feststelle, dass das Notenpult so eingestellt wurde, dass man quasi das oberste Manual nicht benutzen kann. Der Koppel sei Dank!
Die Verstellbarkeit einer Chassis mit 5 Manualen ist aufwendig, und es hat auch Nachteile beim Design.
Kann ich sehr gut nachvollziehen, deshalb gefällt mir zB. die Lösung, dass sich de fato nur das Pedal im Spieltischpodest bewegt. Die hat hinsichtlich Design die wenigsten Nachteile.
Bei meinen zahlreichen Konzerten an vielen Orgeln habe ich fast nie einen verstellbaren Spieltisch vorgefunden. Nicht alles, was machbar ist, ist sinnvoll. Es gab so viele Überlegungen, aber irgendwann muss man sich auf einen sinnvollen Kompromiss festlegen
Ich bin mir bewusst, dass diese Diskussion sehr akademisch ist, schließlich ist die Entscheidung längst gefallen, Eisenschmid hat meines Wissens auch keine Erfahrung mit derlei Lösungen. Mein Gedanke ist nur, dass man in Passau so sehr aus dem Vollen schöpft, dass man nicht ausgerechnet beim Spieltisch sparen sollte. Ausgerechnet an der Ergnonomie. Aber Organisten sind wohl Kummer gewöhnt und entsprechend leidensfähig.
In anderen Berufen wäre es undenkbar, wenn z.B Schreibtisch und Bürosessel nicht verstellbar wären. Dann gäbe es ein Problem mit dem Arbeitsschutz - zu Recht. Mir ist aber trotzdem vom Spiel auf vielen verschiedenen Orgel bewusst, wie ergonomisch wertvoll allein schon eine höhenverstellbare Bank ist und wie wertvoll es ist, wenn auch bzgl. räumlicher Position von Pedal und Manualen zueinander die BdO-Norm eingehalten wird ;)
PS: Jenseits aller Ergonomie-Diskussion bin ich aber am meisten gespannt, wie nun final die Zuordnung der Teilwerke sowie Einzeltonreihen zu den Manualen gelöst wurde.
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
das stimmt. Eine verstellbare Orgelbank sowie Notenpult ist Standard, und das macht Sinn.
Wir haben sonst einige Neuerungen in den Spieltischen für Passau vorgesehen, hier geht es aber im Wesentlichen um Klangfarben, was mir als Musiker viel wichtiger ist, als andere Ausstattungen.
Und bei solchen Projekten ist es wie auch bei Bauprojekten: mit Genialität alleine kommt man nicht weit, es muss realistisch und machbar sein. Auch schließen sich manche Optionen gegenseitig aus. Alles ist daher nicht machbar. Außerdem geht es auch darum, Finanzmittel verantwortungsvoll und angemessen einzusetzen
Auch wenn stein das Mittelmaß bevorzugt - naja, wohl nur bei der Sitzposition - möchte ich doch eine Lanze brechen für große Spieler:innen. Insbesondere die Schwellerbedienung kann zur Qual werden, wenn der Abstand für längere Unterschenkel nicht reicht (zuletzt erlebt an der ansonsten wunderschönen Marcussen in Meldorf). Diese Bemerkung ist allgemein und zielt nicht auf Passau, denn die Maße sind mir ja nicht bekannt und vielleicht wäre ich dort ja ohnehin zufrieden und nur die "Kleinen" wären unglücklich :-).
(Wenn die Mittelmäßigen sich dort nicht wohlfühlen, wäre das im übertragenen Sinne für so einen Ort sogar optimal)
Spieltisch; war: Glatter-Götz-Rosales-Orgel Trinity Church NYC eingeweiht
Der Spieltisch der Walcker-Orgel in der Wiesbadener Lutherkirche ist extra umgebaut worden, weil der damalige Organist sehr lang war (er war aber nicht lang da, sondern jetzt am Michel in Hamburg tätig). Jetzt braucht niemand diesen absurd großen Abstand zwischen Pedal und erstem Manual. Es ist sehr ungewohnt, dort zu spielen.