Anna Lapwood in Köln

JSBach @, Dienstag, 15. Juli 2025, 20:21 (vor 417 Tagen)

Wird man spätestens morgen drüber in der Zeitung lesen können...

Anna Lapwood in Köln

Rolf @, Dienstag, 15. Juli 2025, 20:44 (vor 417 Tagen) @ JSBach

Wird man spätestens morgen drüber in der Zeitung lesen können...

Lapwood rührt schon auf Insta, Tik Tok etc. seit Tagen die Werbetrommel. Der Dom wird, wie immer in den letzten Jahren, erst eine halbe Stunde vor dem Konzert geöffnet. Ich möchte nicht völlig ausschließen, dass da Chaos entsteht, zumal der Zutritt m.W. ja nur über das Hauptportal läuft.

Anna Lapwood in Köln

JSBach @, Dienstag, 15. Juli 2025, 20:49 (vor 417 Tagen) @ Rolf

Kurzfassung: die Türen waren schon viel früher offen, gegen 19.35 wurde wegen Überfüllung geschlossen. Es gab zwei Konzerte da draussen noch tausende standen. Auf der gesamten domplatte ging gar nix mehr, Menschen soweit das Auge sieht

Anna Lapwood in Köln

Rolf @, Dienstag, 15. Juli 2025, 20:54 (vor 417 Tagen) @ JSBach

Kurzfassung: die Türen waren schon viel früher offen, gegen 19.35 wurde wegen Überfüllung geschlossen. Es gab zwei Konzerte da draussen noch tausende standen. Auf der gesamten domplatte ging gar nix mehr, Menschen soweit das Auge sieht

Ich habe es mir fast gedacht und mich deshalb erst garnicht auf den Weg gemacht, obwohl ich mir gerne mal einen Liveeindruck von ihrem Spiel verschafft hätte.

Anna Lapwood in Köln

Große Pfeife @, Dienstag, 15. Juli 2025, 22:01 (vor 417 Tagen) @ Rolf

Mir hat es in Dortmund/Konzerthaus gut gefallen, nur Orgel zu klein und Akustik zu trocken. Interstellar muss im Dom mega rüberkommen…

Anna Lapwood in Köln

Rolf @, Dienstag, 15. Juli 2025, 21:06 (vor 417 Tagen) @ JSBach

In der Tat: Es gibt im Anschluss direkt noch ein zweites Konzert. Unfassbar. Wir sprechen von einem Orgelkonzert. Der Dom fasst bis 4000 Leute...

Anna Lapwood in Köln

ErikvdNeers, Dienstag, 15. Juli 2025, 21:15 (vor 417 Tagen) @ Rolf

Ist doch eine super Werbung für unsere Instrumente.

Anna Lapwood in Köln

Grundstimmenplenum, Dienstag, 15. Juli 2025, 21:43 (vor 417 Tagen) @ ErikvdNeers
bearbeitet von Grundstimmenplenum, Dienstag, 15. Juli 2025, 22:01

[image]

Anna Lapwood in Köln

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 15. Juli 2025, 21:47 (vor 417 Tagen) @ Grundstimmenplenum

Stark!

Anna Lapwood in Köln

Rolf @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 09:22 (vor 416 Tagen) @ Rolf

Nach Angaben von Frau Lapwood auf Instagram haben an den beiden Konzerten im Kölner Dom jeweils ca. 4000 Zuhörer teilgenommen. Weitere 5000 konnten wegen Überfüllung nicht eingelassen werden. Eine Quelle für diese Zahlen wurde nicht angegeben.

Anna Lapwood in Köln

Große Pfeife @, Dienstag, 15. Juli 2025, 21:59 (vor 417 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von Große Pfeife, Dienstag, 15. Juli 2025, 22:26

[image]20.00 Uhr. Soll auf der anderen Seite auch so gewesen sein. So‘n Scheiss. 300km umsonst.
Nächstes mal zelte ich vorm Dom.


[image][image]

Anna Lapwood in Köln

3rd_astronaut, Dienstag, 15. Juli 2025, 22:22 (vor 417 Tagen) @ Große Pfeife

hier sieht man auch schön die schlange: https://www.facebook.com/reel/3001200740053667

auch mit dem doppelkonzert kamen wohl viele nicht hinein und der einlass war wohl ziemlich unkoordiniert laut fb-kommentaren.

Anna Lapwood in Köln

Friedrich @, Dienstag, 15. Juli 2025, 21:50 (vor 417 Tagen) @ JSBach

Also, lieber Guido, nun verzähl mal.

Du kamst an und dann ...?

Anna Lapwood in Köln

gk @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 10:42 (vor 416 Tagen) @ Friedrich

Aye, aye, Sire! ;-)

Anna Lapwood in Köln

CamilVH, Dienstag, 15. Juli 2025, 23:00 (vor 417 Tagen) @ JSBach

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Orgelkonzert nach Edwin Lemare schon mal jemals einen solchen Zulauf hatte. Ob dieser Zulauf nun durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder Social Media erzeugt wurde, ist zweitrangig. Es ist zwar ein "Hype", aber solche gab es schon immer, auch bei den Beatles und Franz Liszt. Es ist eine tolle Werbung für unser Musikinstrument, das so die Mauern der Kirchen aufbrechen kann. Es wird hoffentlich dazu führen, dass das Interesse für die Orgel bei Kindern und Jugendlichen weiter anwächst. Darüber sollten wir uns freuen und nicht mäkeln.

Ich stand seit 18:15 Uhr in der Schlange, schon fast am Heumarkt. Die Stimmung innerhalb der Schlange war positiv, die Menschen sympathisch und für ein Orgelkonzert erstaunlich jung. Die neuesten Informationen wurden ausgetauscht, die Hoffnung auf das zweite Konzert stieg.

Etwas erstaunt war ich, dass nur ein einziges Mal Polizei vorbeikam, alles schien etwas unkoordiniert. Als dann noch ein Schlangenkollege erzählt, wie perfekt ein solcher Menschenandrang in Rom, z.B. beim Tod des Papstes beherrscht würde, war ich doch etwas betrübt, wenngleich erfreut über die fast schon englisch heitere Gelassenheit und Disziplin derer, die in der Schlange standen.

Als die Schlange sich gegen 20:45 nur wenige hundert Meter nach vorne bewegt hatte, gab ich auf, hatten wir doch noch die Fahrt ins Bergische Land, wo wir zur Zeit Urlaub machen, vor mir. Als ich dann am Domplatz ankam, wurde mir klar, dass da ein anderer Menschenschlag stand, Hunderte anderer Interessenten kümmerten sich nicht um die Schlange, sondern versuchten, von welcher Seite auch immer durch das Hauptportal in den Dom zu kommen - viele werden es geschafft haben. Ich weiß jedoch, dass Freunde, die in meiner Gegend standen, unverrichteter Dinge nach Hause fuhren. Schade!

Aber insgesamt bleibt die Freude bestehen, dass Orgelmusik wieder Menschen anlocken kann. Großes Kompliment an Anna Lapwood, die das mit ihrem sympathischen Wesen, ihrem großen Können, ihrem zeitgemäßen Programm und ihrem virtuosen Umgang mit dem Medium der sozialen Medien erreicht hat, Gruß Gabriel

Anna Lapwood in Köln

JSBach @, Dienstag, 15. Juli 2025, 23:45 (vor 417 Tagen) @ CamilVH

Ich kam vom Bahnhof zum Dom und stand dort in der Traube, bis ich nach Schließung der Türen heimgefahren bin. Von der Existenz einer Schlange habe ich erst Zuhause erfahren...

Anna Lapwood in Köln

Große Pfeife @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 00:10 (vor 417 Tagen) @ CamilVH

Lieber Gsbriel,
„zeitgemäßes Programm“. Das könnte der Schlüssel zur Begeisterung für diese Mega-Instrument Orgel sein. Ich habe mich in der Schlange mit einem Augustiner trinkenden jungen Schlagzeuger aus Bonn unterhalten, der von Orgel null (!) Ahnung hatte, aber unbedingt in das Konzert wollte.
Die Lapwood hat da was geschafft, unglaublich. Die Kölner sollten die nochmal für sofort einladen, besser kann frau doch gar nicht für Orgel werben…

Anna Lapwood in Köln

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Mittwoch, 16. Juli 2025, 01:39 (vor 417 Tagen) @ CamilVH

Es ist zwar ein "Hype", aber solche gab es schon immer, auch bei den Beatles und Franz Liszt. Es ist eine tolle Werbung für unser Musikinstrument, das so die Mauern der Kirchen aufbrechen kann.


Bei aller Begeisterung: Jein bis Nein.
Es ist bestimmt eine gute Sache, für große Kirchen oder Konzertsäle mit entsprechend nutzbaren Instrumenten.

Für handelsübliche Dorf- oder Kleinstadtkirchen mit ganz normalen nebenamtlichen Musikerinnen und Musikern setzt das allerdings Ansprüche, die man auch mit guter Vorbereitung nicht einlösen kann. Da kommt es dann auch weiterhin vielmehr auf gute Gemeindebegleitung und solides Mittelmaß an. Und das ist heute immer schwerer vermittelbar.


Lasst ihr ihren persönlichen Ruhm, als etwas Besonderes. Lasst auch den großen Instrumenten ihre Besonderheit. Aber versucht bitte nicht, daraus Werbung für "Orgel" insgesamt zu machen. Das kann nur nach hinten losgehen und führt zu noch mehr Enttäuschung und noch schlechteren Gewohnheiten.

Anna Lapwood in Köln

ErikvdNeers, Mittwoch, 16. Juli 2025, 07:49 (vor 416 Tagen) @ Poupoulcorouse

Die können aber auch keinen großen Bach oder Reger oder Messiean oder was sonst spielen.

Anna Lapwood in Köln

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Mittwoch, 16. Juli 2025, 12:19 (vor 416 Tagen) @ ErikvdNeers

Müssen sie auch nicht.

Aber ein solides, einfaches aber wirkungsvolles Vor- und Nachspiel und eine gute Gemeindebegleitung sind ja auch schon die halbe Miete. Wenn das klappt und die Gemeinde mit einer guten Stimmung rausgeht, dann hat's doch bereits funktioniert.

Und wir wissen alle, wie schwer es schon ist, bereits das flächendeckend aufrechtzuerhalten.

Anna Lapwood in Köln

Solcena ⌂ @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 09:10 (vor 416 Tagen) @ Poupoulcorouse
bearbeitet von Solcena, Mittwoch, 16. Juli 2025, 09:44

Natürlich ist das beste Werbung für Orgel allgemein! Wenn von den gestern Abend „bespielten“ 10.000 Personen nur 50 auch künftig gelegentlich Orgelkonzerte besuchen, wäre doch schon ein positiver Effekt da.

Es wird kein Brautpaar daraus den Anspruch konstruieren, bei der Trauung in einer Dorfkirche mit pfurztrockener Akustik ohne jeden Nachhall von einem durchschnittlichen Organisten an einer unterdurchschnittlichen Gebrauchsorgel „Interstellar“-Transkriptionen gespielt zu bekommen und sich damit der gleiche Effekt wie im Kölner Dom ergibt. Und wenn, dann lassen sich diesbezügliche unrealistische Erwartungen ganz leicht argumentativ bzw. durch eine Demonstration vor Ort widerlegen. ;-)

Ich glaube nicht, dass es AL primär um Ruhm geht. Wenn bei Diskussionen in den Sozialen Medien Organisten, die dort selbst vertreten sind und Aspekte ihres privaten und beruflichen Lebens posten, ihr den Hype in den Sozialen Medien vorwerfen bzw. dass sie diese eben äußerst erforderlich bespielt, wird die Diskussion schon reichlich lachhaft bzw. absurd.

Anna Lapwood in Köln

SpanischeTrompete @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 11:55 (vor 416 Tagen) @ Solcena

Es wird kein Brautpaar daraus den Anspruch konstruieren, bei der Trauung in einer Dorfkirche mit pfurztrockener Akustik ohne jeden Nachhall von einem durchschnittlichen Organisten an einer unterdurchschnittlichen Gebrauchsorgel „Interstellar“-Transkriptionen gespielt zu bekommen und sich damit der gleiche Effekt wie im Kölner Dom ergibt. Und wenn, dann lassen sich diesbezügliche unrealistische Erwartungen ganz leicht argumentativ bzw. durch eine Demonstration vor Ort widerlegen. ;-)

Richtig, diesen Anspruch hatten Brautpaare auch schon vorher.

Anna Lapwood in Köln

Orlos @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 18:18 (vor 416 Tagen) @ SpanischeTrompete

Richtig, diesen Anspruch hatten Brautpaare auch schon vorher.

Ja, genau. Vor ein paar Wochen hatte ich ein Brautpaar zum Gespräch. Ich lade sie immer zur Orgel ein. Ich saß also an unserer 7-Register-Ersatzorgel – und die Braut führte mir ein Video vor, das im Kölner Dom aufgenommen worden war. Ich spielte ihr das Stück dann an unserer Orgel vor; das Brautpaar merkte sofort, dass Kirchen nd Orgeln sehr unterschiedlich sein können. Da ist ja kein böser Wille dabei. Während Geigen überall auf der Welt ziemlich ähnlich klingen, tun das Orgeln eben nicht. Genau deswegen treffe ich mich ja mit den Paaren an der Orgel. Die Paare können dann selbst entscheiden, ob sie das Stück trotzdem gespielt haben wollen oder ein anderes nehmen, das ich ihnen alternativ vorspiele. Es gab da noch nie Probleme.

Anna Lapwood in Köln

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Mittwoch, 16. Juli 2025, 12:17 (vor 416 Tagen) @ Solcena

Ich meinte das mit dem "Ruhm" gar nicht negativ, eher im modernen Sinne von "Fame". Und den hat sie ja durchaus verdient.

Ich glaube trotzdem nicht, daß es unterm Strich besonders nützlich für die Orgelkultur insgesamt ist, mit ihrer Musik Werbung zu machen. Ich sehe das auch nicht bei den ganzen populären Transkriptionen von Filmmusik usw. die auf Youtube kursieren. Das Ergebnis bleibt doch oft dürftig. Und wenn unrealistische Erwartungen einmal im Raum stehen, dann kommen halt am Ende immer öfter der wedding planner mit der Stereoanlage oder die Band zum Zuge.

Anna Lapwood in Köln

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Donnerstag, 17. Juli 2025, 10:28 (vor 415 Tagen) @ Solcena

Was ich allerdings gut nachvollziehen kann, ist der Ruf danach, ihren Erfolg zum Anlass zu nehmen, um mehr Investitionen in die Kirchenmusik zu fordern.

Mit Wittener Sakropop erreicht man jedenfalls nicht so ein großes Publikum. Und die Reichweite, wenn man es gut anstellt, ist auch deutlich größer als die Reichweite der meisten kirchlichen Social-Media-Firlefanzprojekte.


Qualitätvolle Kirchenmusik auch in der Fläche ist immer noch das beste Mittel gegen die enttäuschten Erwartungen, von denen ich hier gesprochen habe.

Anna Lapwood in Köln

ErikvdNeers, Donnerstag, 17. Juli 2025, 12:59 (vor 415 Tagen) @ Poupoulcorouse

In die Erzbistum Koeln werde jetzt vier Worship-Kirchen eingebaut. Die kardinaal will das so und bekommen einen Pfarrer, eine Worshipmusiker und eine Pastoralreferent. Ausserhalb von die normalen Pfarreien. In Duesseldorf wird St. Rochus soeine kirche. das wird dir katholisch kirchen retten.....sagt die Bishof

Anna Lapwood in Köln

link1907 @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 15:20 (vor 416 Tagen) @ Poupoulcorouse

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Anna Lapwood in Köln

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Mittwoch, 16. Juli 2025, 17:01 (vor 416 Tagen) @ link1907

Ja eben!

Anna Lapwood in Köln

gk @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 11:16 (vor 416 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von gk, Mittwoch, 16. Juli 2025, 13:20

Mist, eine falsche Taste und alles weg. Also nochmal......:

Einfach irre, was da gestern in Köln ablief. Die Domplatte war schwarz vor Leuten, die Schlange kilometerlang. Mir war zwar klar, dass es etwas voller werden könnte, aber sooooooo voll......??? Auch ein drittes Konzert wäre wohl pickepackevoll gewesen. Echt ärgerlich, dass die meisten sich brav anstellten, und andere Deppen sich einfach vor dem Dom reindrängelten. Selbst für Orgelfeierstunden-Insider war es ein Glücksfall reinzukommen. Ich kannte glücklicherweise die richtigen Leuten und traf sie dann auch zufällig. Glück gehabt.

Von diesem megasupergigantischen Andrang sind wirklich alle überrascht worden, das war selbst bei früheren Konzerten Lapwoods noch nicht der Fall. Ich hatte sie mal in Dortmund (Reinoldi) gehört, da war es "normal" voll. Wen's interessiert: für das Konzerthaus, wo sie auch schon gespielt hat, habe ich mal ein kurzes Interview mit ihr gemacht (https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/mediathek/interview-anna-lapwood) und in der aktuellen Organ steht ein längerer Artikel über sie aus meiner Feder.

Die Verantwortlichen und Lapwood haben wirklich alles getan, um die Situation zu retten. Es gab zwei Konzerte mit einem verkürzten Programm nach Ansage. Musikalisch war das allererste Sahne, kann man nicht anders sagen. Alles tiptop gespielt. Man hörte wirklich, dass sie sich zwei Nächte mit Einregistrieren um die Ohren geschlagen hatte. Und: keine Spur von Müdigkeit! Selten hat man die Domorgeln so adäquat registriert gehört. Es gab nur Filmmusik. Vor die Wahl gestellt (per "Applausometer"), ob sie Einaudi oder ein modernes Stück spielen soll, wählte das Volk natürlich Einaudi. Da war die Suppe aber wirklich verdammt dünn, das klang wie aus Interstellar abgekupfert - was sie ausgerechnet auch noch direkt hinterher spielte.....

Lapwood selbst wirkte völlig aus dem Häuschen. Die Polizei bei einem Orgelkonzert, das hatte sie auch noch nicht erlebt. Es gab ein Geburtstagsständchen für eine Konzertbesucherin und insgesamt ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Es ist schon bemerkenswert, wie souverän und authentisch Lapwood ihr Publikum im Griff hat. Da ist m.E. nach nix gekünstelt, sie ist einfach so. Und das macht sie auch so glaubwürdig. Wie lange sie diese Welle reiten kann - keine Ahnung. Sie kann jedenfalls was und so lange sie nicht nur Einaudi spielt.....

Anna Lapwood in Köln

Friedrich @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 11:32 (vor 416 Tagen) @ gk

Gracias, Señor!

Ich finde das ja auch okay, was sie macht. Sie macht vielen Leuten zugänglich, was für viele von uns schon lange stimmt: dass Orgeln, wie fast alle Musikinstrumente, Emotionen wecken und anfachen. Ihr Sony-Album liefert da einige sehr eindrückliche Beispiele. Und es ist ja einfach entwaffnend, wie emotional sie das eigene Musizieren erlebt.

Hoffen wir, dass sie irgendwann ihr Publikum auch mitnimmt auf eine Achterbahnfahrt durch BWV 532. Dass mal 4000 Leute im Kölner Dom in "Schmücke dich, o liebe Seele" schwelgen dürfen und dabei vielleicht eine Träne verdrücken.

Mich erinnert das an eine Geschichte, die mir mal einer von einer Orgelstunde bei Kynaston erzählte. Da spielte der Student Brahms' "O Traurigkeit". Hinterher Schweigen. Dann Kynaston: "Good piece."

Ja! Und davon gibt's viele!

Anna Lapwood in Köln

fluteceleste @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 18:14 (vor 416 Tagen) @ JSBach

Anna Lapwood in Köln

stein @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 21:55 (vor 416 Tagen) @ fluteceleste

https://www.rundschau-online.de/koeln/koeln-orgel-konzert-stiftet-chaos-am-dom-mehr-als...

Chaos am Dom ...
hätte es sich um alkoholisierte Fussballraudis gehandelt, die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen und die Domorgel mit Bierflaschen beschmeissen, könnte ich die Schlagzeile verstehen.

Anna Lapwood in Köln

elias.orgel, Donnerstag, 17. Juli 2025, 09:58 (vor 415 Tagen) @ JSBach

Wird man spätestens morgen drüber in der Zeitung lesen können...

-

Oder hier:
https://www.domradio.de/artikel/organistin-anna-lapwood-erklaert-den-reiz-von-filmmusik...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Anna Lapwood in Köln

3rd_astronaut, Donnerstag, 17. Juli 2025, 20:29 (vor 415 Tagen) @ elias.orgel

Kürzlich beim ION in Nürnberg hat der BR mitgeschnitten: https://www.br-klassik.de/audio/musikfest-ion-anna-lapwood-orgel-100.html

Anna Lapwood in Köln

Florian-L @, Freitag, 18. Juli 2025, 23:14 (vor 414 Tagen) @ 3rd_astronaut

Kürzlich beim ION in Nürnberg hat der BR mitgeschnitten: https://www.br-klassik.de/audio/musikfest-ion-anna-lapwood-orgel-100.html

Ich habe reingehört, der Klang der Orgel in St. Sebaldus hat mich überrascht, da wurde 2014 wohl gehörig nachintoniert.

Anna Lapwood in Hamburg

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 19. Juli 2025, 00:20 (vor 414 Tagen) @ Florian-L

Anna Lapwood in Hamburg

Wolfgang Gourgé @, Samstag, 19. Juli 2025, 11:26 (vor 413 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

auf NDR

...haha, mich hat der NDR-Kameramann auch "eingefangen" - aber ich überlasse es mal...

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...dem Forum, mich zu "finden" (so schwer ist es nicht)....;--)....

Anna Lapwood in Hamburg

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 19. Juli 2025, 14:13 (vor 413 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Und wie erging es dir da so?

Anna Lapwood in Hamburg

Wolfgang Gourgé @, Samstag, 19. Juli 2025, 15:35 (vor 413 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Und wie erging es dir da so?

...ich zitiere mal meinen eigenen FB-Text:

"...Anna Lapwood, gestern abend im Hamburger Mariendom: ein Wirbelwind und eine Publikumsfängerin, die die üblichen Konzert-Konventionen - Begrüßung, Vorstellung, dann ein in andächtigem Schweigen durchgespieltes Programm mit Applaus am Schluss - weit hinter sich lässt, ohne Berührungsängste oder Star-Gehabe. Ein Naturtalent darin, "die Leute abzuholen": mit Moderationen zwischen den Stücken, eingeflochtenen Anekdoten und Witzen, einem spontanen "Happy Birthday" mit vollem Werk für ein (natürlich immer in einer solchen Menge) anwesendes) "Geburtstagskind" - ein Feuerwerk an guter Laune, ähnlich wie Virgil Fox, der es ebenso verstand, das Publikum für sich einzunehmen. Allerdings: bei Fox standen dann auch "schwere Brocken" auf dem Programm, große "Bäche", Middelschultes "Perpetuum Mobile". Das fehlte mir gestern, aber wenn das Konzertvolk begeistert ist, wirken solche Fragen beckmesserisch. Sie kann mit Menschen umgehen, das ist keine geringzuschätzende Fähigkeit - "if you are no showman, you are wrong on stage!" (Fox). Um die Elphi zu füllen, ist sie die Richtige, das temperamentvolle Gegenteil dröger Biedermeierlichkeit, und die Atmosphäre ist bei dieser Art der Moderation zwischen den Stücken ungleich gelöster als sonst. Das muss nicht immer sein, aber ab und zu lockert das auf. Mögen bis zu ihrem Elphi-Auftritt ein paar der besagten "Bäche" den Weg auf ihr Tablet finden (oder auch Werke anderer Komponisten vielleicht etwas höheren Rangs als Robbie Williams....), und alles wäre gut."

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Anna Lapwood in Nürnberg

Dorforganist, Samstag, 19. Juli 2025, 00:31 (vor 414 Tagen) @ Florian-L

Ich habe reingehört, der Klang der Orgel in St. Sebaldus hat mich überrascht, da wurde 2014 wohl gehörig nachintoniert.

Ich war zwar nicht in diesem Konzert, aber ich finde die Peter-Orgel von Sebald in dieser Aufnahme des BR auch ungewöhnlich präsent. Ich vermute, daß da ein sehr guter Tontechniker sehr nahe am Instrument war, um einen derart fetten Sound einzufangen.

Anna Lapwood in Köln

Orlos @, Samstag, 19. Juli 2025, 17:00 (vor 413 Tagen) @ 3rd_astronaut

Die Sendung habe ich mir vollständig angehört. Sie spielt hervorragend, aber das Programm ist ziemlich "dünn". Diese Filmmusik-Übertragungen funktionieren alle irgendwie ähnlich, das ermüdet schnell. Über die Gigout-Toccata habe ich mich gefreut, auch wenn das kompositorisch kein anspruchsvolles Stück wäre. Ich fände es schön, wenn sie das begeisterte Publikum auch mit "richtiger" Orgelmusik konfrontieren würde. Die Mischung macht's; bei anderen Konzerten als dem vom BR mitgeschnittenen gibt es wohl mehr "seriöse" Musik.
(Bevor ich jetzt als erzkonservativ gesteinigt werde: Ich spiele auch sehr gerne die Star-Wars-Bearbeitungen.)

Anna Lapwood in Köln

Große Pfeife @, Samstag, 19. Juli 2025, 19:08 (vor 413 Tagen) @ Orlos

Star Wars: Dann komm ich Dich mal für ein Privatkonzert besuchen…

Anna Lapwood in Köln

Orlos @, Samstag, 19. Juli 2025, 21:23 (vor 413 Tagen) @ Große Pfeife

Es hat hier im Forum 'mal einer nach meiner Transkription gefragt. Ich habe sie ihm geschickt und nie wieder von ihm gehört...
Auf meine Homepage möchte ich sie nicht zum Download stellen. Urheberrecht. Ich frage mich sowieso, wie Anna Lapwood das mit dem Urheberrecht handhabt.

Anna Lapwood in Köln

Karsten @, Samstag, 19. Juli 2025, 21:40 (vor 413 Tagen) @ Orlos

Es hat hier im Forum 'mal einer nach meiner Transkription gefragt. Ich habe sie ihm geschickt und nie wieder von ihm gehört...
Auf meine Homepage möchte ich sie nicht zum Download stellen. Urheberrecht. Ich frage mich sowieso, wie Anna Lapwood das mit dem Urheberrecht handhabt.

Hallo!

Vermutlich wird sie ganz offiziell um die Erlaubnis einer Transkription gefragt und ggf. auch dafür bezahlt haben. Die Rechteinhaber wären bescheuert, wenn sie ihr nicht die entsprechenden Rechte einräumen würden, denn letztlich landet alles wieder im eigenen Tantiemenbeutel, angemeldet werden müssen die Werke ja.
Und was die sozialen Medien angeht: die Algorithmen erkennen ja oft die Musik, bzw. die Stücke werden von den Usern sogar verlinkt. Auch da zahlt sich jeder Click und jeder Verlinkung letztlich aus. Anna Lapwood wird schon wissen, warum sie ihre Fans ermutigt, Konzertschnipsel zu filmen und zu verlinken :D

Gruß
Karsten

Anna Lapwood in Köln

Willscher, Samstag, 19. Juli 2025, 22:50 (vor 413 Tagen) @ Karsten

Es gibt nur asoziale Netzwerke!!!!!

Anna Lapwood in Köln

SpanischeTrompete @, Samstag, 19. Juli 2025, 22:53 (vor 413 Tagen) @ Karsten

Es hat hier im Forum 'mal einer nach meiner Transkription gefragt. Ich habe sie ihm geschickt und nie wieder von ihm gehört...
Auf meine Homepage möchte ich sie nicht zum Download stellen. Urheberrecht. Ich frage mich sowieso, wie Anna Lapwood das mit dem Urheberrecht handhabt.


Hallo!

Vermutlich wird sie ganz offiziell um die Erlaubnis einer Transkription gefragt und ggf. auch dafür bezahlt haben. Die Rechteinhaber wären bescheuert, wenn sie ihr nicht die entsprechenden Rechte einräumen würden, denn letztlich landet alles wieder im eigenen Tantiemenbeutel, angemeldet werden müssen die Werke ja.
Und was die sozialen Medien angeht: die Algorithmen erkennen ja oft die Musik, bzw. die Stücke werden von den Usern sogar verlinkt. Auch da zahlt sich jeder Click und jeder Verlinkung letztlich aus. Anna Lapwood wird schon wissen, warum sie ihre Fans ermutigt, Konzertschnipsel zu filmen und zu verlinken :D

Das ist ein vielschichtiges Thema. Es kommt, so zumindest mein Wissensstand (Ich bin kein Anwalt), darauf an, ob man nur transkribiert oder auch arrangiert.

Eine reine Transkription erfüllt die Definition eines Covers, also die Aufführung eines Musikstücks in anderer Besetzung. Dafür braucht es auch keine Genehmigung des Rechteinhabers, Ausführungen zu Tantiemen würden jetzt zu weit führen. (Zur Verbreitung von Noten kann ich nichts sagen, da ich mich damit nicht beschäftigt habe, meine Noten veröffentliche ich ja nicht.)

Anders sieht es aus, wenn das Stück bearbeitet wird, also mit neuem Text versehen wird, oder signifikant im Charakter verändert, oder neu zusammengestellt wird. Dabei gibt es noch eine gewisse Grauzone, beispielsweise wenn ein Stück eingekürzt wird oder aufgrund der begrenzten Möglichkeiten des Zielinstrumentes vereinfacht wird.

Ich habe gerade mal geschaut, mein erstes Filmmusikkonzert ist jetzt über 10 Jahre her, wie doch die Zeit vergeht. Vor zwei Tagen im Dom zu Wurzen hatte ich volles Haus - zwar keine kölschen Zustände mit langer Schlange vor dem Dom, aber trotzdem war eine halbe Stunde vor Beginn das Gestühl fast komplett belegt, sodass die Kantorin mit weiteren Helfern im Ostchor Stuhlreihen aufstellte.

Transkriptionen - Anna Lapwood in Köln

Orlos @, Samstag, 19. Juli 2025, 23:02 (vor 413 Tagen) @ SpanischeTrompete

Wie machst Du das, spielst Du aus gedruckten Noten, die Du gekauft hast? Oder arrangierst Du selbst? Oder improvisierst Du über die Themen?

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Transkriptionen - Anna Lapwood in Köln

SpanischeTrompete @, Samstag, 19. Juli 2025, 23:33 (vor 413 Tagen) @ Orlos

Wie machst Du das, spielst Du aus gedruckten Noten, die Du gekauft hast? Oder arrangierst Du selbst? Oder improvisierst Du über die Themen?

Zum Teil arrangiere ich die Stücke vorher, zum Teil spiele ich direkt aus Klaviernoten (und mache mir vorher Gedanken). Das hängt immer davon ab, wie kompliziert die jeweiligen Stücke sind.

Aus den Klaviernoten direkt habe ich z.B. "Comptine d'un autre été, l'après-midi" ("Die fabelhafte Welt der Amelie") oder das Harry-Lime-Thema ("Der Dritte Mann") gespielt. Für "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" und "Probiers mal mit Gemütlichkeit" hatte ich nur ein Lead Sheet, das reicht aber bei den Titeln auch vollkommen aus, die Begleitung ist da relativ gerade durch, so als ob es ein NGL wäre. Und den Walking Bass beim Dschungelbuch schreib ich mir nicht extra hin...

Für andere Stücke habe ich viel in den Klaviernoten ergänzt, weil die verfügbaren Klavierarrangements arg vereinfacht sind, z.B. bei "Gladiator" oder es an der Orgel einfach vielviel zu tun gibt, z.B. bei "Conquest of Paradise".

Und für einige Stücke habe ich auch ausführliche Orgelnoten geschrieben, z.B. für "Der einsame Hirte" (aus dem Film "Kill Bill") oder "Star Wars". Da geht es einfach nicht anders, weil Stimmen auf der Orgel anders aufgeteilt werden können/müssen als im Klavierarrangement.

Ein Teil der Vorbereitung ist am Ende dann noch, dass ich mir eine Playlist mit den "Originalen" zusammenstelle und die Stücke im Alltag höre, um sie quasi "ins Ohr" zu bekommen.

Anna Lapwood in Köln

3rd_astronaut, Samstag, 19. Juli 2025, 22:33 (vor 413 Tagen) @ Orlos

Die Sendung habe ich mir vollständig angehört. Sie spielt hervorragend, aber das Programm ist ziemlich "dünn". Diese Filmmusik-Übertragungen funktionieren alle irgendwie ähnlich, das ermüdet schnell. Über die Gigout-Toccata habe ich mich gefreut, auch wenn das kompositorisch kein anspruchsvolles Stück wäre. Ich fände es schön, wenn sie das begeisterte Publikum auch mit "richtiger" Orgelmusik konfrontieren würde. Die Mischung macht's; bei anderen Konzerten als dem vom BR mitgeschnittenen gibt es wohl mehr "seriöse" Musik.
(Bevor ich jetzt als erzkonservativ gesteinigt werde: Ich spiele auch sehr gerne die Star-Wars-Bearbeitungen.)

Ich habe es auch ganz angehört. Einiges fand ich ebenfalls "dünn" -- wahrscheinlich insbesondere dann, wenn ich den zugehörigen Film nicht kenne. Das "Fluch-der-Karibik"-Medley hat mir gefallen. Ihre aufwändige, nächtelange Vorbereitung zahlt sich aus, die Klangregie ist toll (die Tontechnik im Nürnberger Fall sicher auch, wie schon bemerkt wurde).

Aber das ist ja nichts Neues. Wahrscheinlich ist sie nicht die "Über"-Organistin für die meisten hier, und der Hype nicht ganz nachvollziehbar. Was ja nicht schlimm ist.

Anna Lapwood in Köln

gk @, Freitag, 18. Juli 2025, 11:06 (vor 414 Tagen) @ JSBach

Anna Lapwood in Köln

3rd_astronaut, Freitag, 18. Juli 2025, 18:14 (vor 414 Tagen) @ gk

bild aus facebook (hoffe der link funktioniert für die meisten)
https://scontent-fra3-2.xx.fbcdn.net/v/t39.30808-6/518278904_1310679234398020_868446136...

Anna Lapwood in Köln

stein @, Freitag, 18. Juli 2025, 21:32 (vor 414 Tagen) @ 3rd_astronaut

Die Frau würde ich sehr gerne einladen, wenn sie kommen würde. Dazu fehlt mir sicherlich das Budget. Hätte ich es, würde ich vermutlich andere einladen.
Ich habe etwa 10 Videos angehört, nach relativ kurzer Zeit finde ich es anstrengend.
Die Musik hat für mich keinen Wiedererkennungseffekt, da ich in meinem Leben nur 3 mal im Kino war. Schlafes Bruder, prêt à porter, und noch was, nein kein Sexkino.
Die grosse Menge ist begeistert, Wie froh würde ich sein, wenn ich durch sie neue Horizonte eröffnet bekommen würde. Man wird sie weiter zu Gehör bekommen, das kann ja noch alles entwickeln.
Ihr Auftreten ist sehr sympathisch und tut der Orgelwelt sehr gut.

Anna Lapwood in Köln

domorgelfan, Samstag, 19. Juli 2025, 10:27 (vor 413 Tagen) @ stein
bearbeitet von domorgelfan, Samstag, 19. Juli 2025, 10:49

Musikfestspiele Saar haben es für 2027 geschafft. Wird vielleicht ein "Lapwoodstock" in Echelmeyerpark und St. Michael Saarbrücken
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Anna Lapwood in Köln

hintersatz ⌂ @, Samstag, 19. Juli 2025, 22:15 (vor 413 Tagen) @ stein

Wenn ich jetzt rumlästern wollte, müsste ich mir den Krach ja zumindest mal anhören, aktuell möchte ich weder diese schreckliche Domorgel noch die Schlepptop an ihrem Regietisch hören. Dass dümmliche Tonfolgen einübbar und live reproduzierbar sind, ist nicht, das so etwas hier bejubelt wird, schon neu. Wäre vor 10 Jahren hier nicht passiert, aber die Herren müssen halt mit und von ihrem Krach leben, und da kriecht man doch mal gerne auf der Schnecken Schleimspur?

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

FAZ-Artikel vom 18.7.2025: Anna Lapwood

Orlos @, Samstag, 19. Juli 2025, 00:10 (vor 414 Tagen) @ JSBach

Wie eine Organistin zum Social-Media-Star wurde
Von Selma Schiller

Die Organistin Anna Lapwood begeistert ein neues Publikum für ihr Instrument. Sie flirtet mit den Leuten, vergrößert mit einer Social-Media-Lawine ihre Reichweite – und pfeift auf Urheberrechte.

In klassischen Konzerten ist ans Filmen oder Mitschneiden übers Mobiltelefon nicht zu denken, zu groß die Angst vor den wertenden Blicken der Nachbarn oder gar des auf der Bühne stehenden Künstlers. Anne-Sophie Mutter oder Ian Bostridge brechen ein Konzert ab, wenn sie jemanden im Publikum am Handy erwischen.
Nicht so Anna Lapwood. Die 29 Jahre alte Organistin ermutigt ihr Publikum aktiv dazu, ihre Konzerte zu filmen und die Aufnahmen in den sozialen Medien zu veröffentlichen, meistens repostet sie die Clips auf eigenen Kanälen und teilt sie mit ihren mehr als zwei Millionen Fans. Scrollt man durch ihren Instagram-Account, stößt man auf Videos aus der Royal Albert Hall in London, in denen Tausende von Handytaschenlampen leuchten und den Saal in ein Lichtermeer verwandeln, der Moment wurde von Hunderten Nutzern festgehalten und geteilt. So steigert sie, unter Verzicht auf ihre Urheberrechte, per Social-Media-Lawine ihre Reichweite.
Lapwood ist derzeit ein Star der Orgelszene. Die Britin hat vor wenigen Tagen mit zwei Gratiskonzerten im Kölner Dom für kilometerlange Warteschlangen gesorgt, mehr als 13.000 Menschen standen an, um einen Platz in der Kirche zu ergattern. Auch ihr Konzert beim Hamburger Orgelsommer im Mariendom war Monate im Voraus ausverkauft, auf den Emporen drängten sich junge Zuhörer teilweise auf dem Boden.
Lapwoods Erfolgsgeschichte hat mit harter Arbeit und glücklichen Zufällen zu tun. Als Teenager begann sie nach jahrelangem Unterricht auf der Geige und dem Klavier mit dem Orgelspiel, 2016 wurde sie die erste weibliche Orgelstipendiatin am Magdalen College in Oxford und leitete später zwei Chöre am Pembroke College in Cambridge. Parallel startete sie ihre Karriere als Organistin und beeindruckte bei einer nächtlichen Übesession in der Royal Albert Hall den Musiker Bonobo dermaßen, dass er sie einlud, am nächsten Abend mit ihm aufzutreten. Mit diesem Konzert spielte Lapwood sich in eine neue Sphäre des Ruhms und entdeckte ihre Liebe für Pop- und Filmmusik.
Ihr Entschluss, klassische Musik für andere Zuhörerschichten zu öffnen, hat sich für ihre Karriere ausgezahlt und zugleich ein viel jüngeres Publikum begeistert. Originalwerke und Transkriptionen von Olivier Messiaen und Claude Debussy wechseln sich auf ihren Programmen ab mit den auf der Orgel bombastisch klingenden Soundtracks aus „Interstellar” und „Star Wars“ und sind damit ex­trem massentauglich; der größte Baustein ihres Erfolgs sind aber wahrscheinlich Lapwoods Kommunikationstalent und ihre bemerkenswerte Freude und Begeisterung für die Musik und ihr Publikum.
In Hamburg scherzte und schäkerte die zarte blonde Musikerin im glitzernden Jackett zwischen den Stücken mit dem Publikum, spielte ein Geburtstagsständchen für einen Fan, den sie kurz vorher kennengelernt hatte – alle sangen mit –, und wurde dafür gefeiert wie ein Popstar. Dass es ihr um mehr geht als die eigene Reichweite, bewies sie am Schluss, als sie statt auf ihren Instagram­Account auf die folgenden Konzerte des Hamburger Orgelsommers hinwies – dass die Zuhörer im Anschluss die Videomitschnitte ihrer Lieblingsstücke auf der Plattform hochladen werden, weiß sie wahrscheinlich sowieso.

Anna Lapwood im SWR

elias.orgel, Donnerstag, 24. Juli 2025, 11:19 (vor 408 Tagen) @ JSBach

https://www.swr.de/swrkultur/musik-klassik/schlangestehen-fuer-anna-lapwood-co-das-phae...

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Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

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