Aus aktuellem Anlass, leider hinter einer Bezahlschranke: https://www.pnp.de/lokales/landkreis-deggendorf/orgelbau-weise-stiftung-eroertert-moegl...
Vielleicht kann uns jemand, der Zugriff auf die Seite hat, darüber aufklären, was da gerade in Plattling im Gange ist.
Was geschieht mit dem Weise-Areal?
Karsten
, Sonntag, 13. Juli 2025, 12:29 (vor 419 Tagen) @ MCVL
Projektvorhaben der Orgelbau Weise Stiftung
- Die Orgelbau Weise Stiftung plant auf ihrem 6815 m² großen Grundstück in der Dr.-Kiefl-Straße in Plattling einen Abriss der maroden Bestandsgebäude und einen Neubau.
- Die Gebäude sind laut Architektin Antonia Ottinger stark baufällig und nicht sanierungsfähig.
- Ziel ist eine wirtschaftlich tragfähige und sozial orientierte Nutzung des Areals.
Geplante Nutzung & Bebauung
Kombination aus Wohnbebauung und sozialer Nutzung:
- Sechs dreigeschossige Wohngebäude mit Dachgeschoss.
- Ein zentrales, zweistöckiges Gebäude mit noch offener Nutzung (z. B. Supermarkt, medizinische Praxis).
- Parkähnliche Grünflächen mit halb privaten, halb öffentlichen Bereichen.
- Tiefgaragen für die Autos.
Die Stiftung möchte die Einheiten selbst verwalten und vermieten.
Reaktion des Bau- und Umweltausschusses
- Grundsätzliche Offenheit für das Projekt.
- Ablehnung einer maximalen Verdichtung: Die vorgeschlagenen 72 Wohneinheiten gelten als zu viel.
- Bürgermeister und Ausschussmitglieder fordern Reduzierung der Wohnanzahl.
- Ohne Bebauungsplan kann die Kommune nur begrenzt Einfluss nehmen – etwa über die Stellplatzsatzung.
Nächste Schritte
- Einreichung eines Antrags auf Vorbescheid durch die Architektin.
- Klärung von Parametern wie Bauhöhe, Grundflächenzahl und Nutzung.
- Anpassung der Stellplatzsatzung an die neue Bayerische Bauordnung ab Oktober.
Was geschieht mit dem Weise-Areal?
MCVL
, Sonntag, 13. Juli 2025, 13:58 (vor 419 Tagen) @ Karsten
Vielen lieben Dank!
Eigentlich gehört von dem Gebäudekomplex und den Werkstatträumlichkeiten vor dem Abbruch noch eine bildliche Dokumentation angefertigt. Das hat alles schon recht beeindruckende Dimensionen, wenn ich mich richtig erinnere, ist das beispielsweise sicher größer als der Werkstattkomplex von Link in Giengen.
Was geschieht mit dem Weise-Areal?
MCVL
, Samstag, 13. Dezember 2025, 17:28 (vor 266 Tagen) @ MCVL
Dieser Artikel ist mir heute zugegangen (vielen Dank dafür):
https://www.pnp.de/lokales/landkreis-deggendorf/zu-stark-ueberformt-orgelbau-weise-in-p...
Die Argumentation des Landsdenkmalamtes kann ich nur sehr schwer nachvollziehen. Mögen die Sprossenfenster des ursprünglichen Hauptgebäudes durch neue ersetzt worden sein, mag die ursprüngliche Fensterfront des Montagesaals durch Glasbausteine verunstaltet worden sein, aber ansonsten präsentiert sich der Gebäudekomplex in seinem Äußeren nach wie vor im Zustand, wie er zwischen 1903 und 1929 entstanden ist.
Ich frage mich, welche Unterlagen das Landesamt tatsächlich herangezogen hat. Die mir bekannten reichen bis 1903 und nicht nur bis 1909 zurück und enthalten u.a. die originalen Baupläne des Hauptgebäudes und des Maschinensaals sowie umfangreichen Schriftverkehr bis 1919. Kurz nach dem I. Weltkrieg wurde dann der Montagesaal sowie anschließend an den Maschinensaal die Metallpfeifenwerkstatt ergänzt, in den späten 1920er Jahren folgte das Gebäude mit dem charakteristischen Torbogen und weitere Vergrößerungen besonders des südöstlichen Gebäudekomplex.
Hier eine Ansicht im Zustand etwa 1920:
![[image]](images/uploaded/20251213162655693d93cf593e6.jpg)
Und eine weitere im Zustand etwa 1930:
![[image]](images/uploaded/20251213162724693d93ec651e2.jpg)
Es kann sich jeder sein eigenes Bild über die Sache machen. Irgend etwas läuft hier gewaltig schief... In dem Presseartikel ist übrigens auch noch die Mär von der 1889 erfolgten Firmengründung enthalten, die mittlerweile ins Spätjahr 1895 datiert werden muß.