Notensatzprogramm Musescore2
Hallo,
gestern hab ich zum ersten mal das Notensatzprogramm Musescore2 benutzt.Ich wollte einen 3 - 4 stg. Orgelsatz in 2 Systeme (Diskant - und Baßschlüssel) schreiben. Am Anfang sind die 1. und 2. Stimme im ersten System, die 3. Stimme im 2. System. Das ging wunderbar. Dann aber wanderte die 2. Stimme wegen sehr tiefer Notierung in das 2.System. Das hat die Software nicht begriffen (oder ich bin zu blöd, es ihr zu vermitteln). Jetzt wurden im 1. System an Stelle der 2. Stimme automatisch lauter Pausen gesetzt. Außerdem mußte ich die ins 2. System gewanderte 2. Stimme als 3. Stimme von 4 stimmen eingeben, damit ich sie überhaupt eingeben konnte (sonst hätte sie die Software als Unterstimme des Satzes interpretiert und ich hätte meine dritte Stimme gar nicht mehr eingeben können). Als dann die 2. Stimme des Satzes aber wieder vom 2. System in das 1. System zurückwanderte, war es ganz aus. Auf Zählzeit 1 war da nämlich noch eine Achtelnote im 2. System notiert, die nachfolgende Viertel dann aber als Unterstimme im 1. System. Es war dem Programm nicht zu vermitteln, daß auf Zählzeit 1 im 1. System keine Achtelpause stehen durfte.
Ich hab im Handbuch des Programmes nachgesehen und nichts dergleichen gefunden. Dann hab ich mich im Forum Musescore angemeldet und erfahren, daß Notensatzprogramme so etwas nicht können. Das muß ich dann so glauben und schreib es eben dann doch mit der Hand. Oder ich frag mal hier im Forum, ob da jemand ist, der sehr viel mehr Erfahrungen mit Notensatzprogrammen hat als ich (dazu gehört nicht viel). Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Vielleicht gibt es ja auch bessere Programme (müßten aber auf Linux lauffähig sein).
MfG
Claus
Notensatzprogramm Musescore2
Hallo!
Ich bin kein Notensatzexperte, erste Anlaufstellen wären auch die verschiedenen Foren (evtl. auch auf Englisch, der Nutzerkreis ist einfach größer und das Schwarmwissen entsprechend größer).
"Bessere" Satzprogramme gibt es sicherlich, diese sind aber meist kostenpflichtig, und laufen leider nicht für Linux. Übersichten gibt es in der Wikipedia.
Was ich bei meiner bescheidenen Erfahrung mit Notensatzprogrammen gelernt habe ist, dass man je nach Leistung des Programms es vor allem als "besonderes" Grafikprogramm verstehen muss. Um das gewünschte grafische Ergebnis zu bekommen, muss man unter Umständen mit vielen (oft nervigen) Tricks arbeiten, auch wenn es der musikalischen Struktur eigentlich widerspricht. Dazu gehört zum Beispiel völlig "unlogische" Stimmverteilungen, damit die Note eben dort erscheint, wo sie soll. Oder das Ausblenden von bestimmten Notationszeichen.
Viel Erfolg bei der Arbeit, je nach Umfang geht es "von Hand" natürlich immer noch schneller...
Gruß
Karsten
Notensatzprogramm Musescore2
. Dann hab ich mich im Forum Musescore angemeldet und erfahren, daß Notensatzprogramme so etwas nicht können. Das muß ich dann so glauben und schreib es eben dann doch mit der Hand. Oder ich frag mal hier im Forum, ob da jemand ist, der sehr viel mehr Erfahrungen mit Notensatzprogrammen hat als ich (dazu gehört nicht viel). Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Vielleicht gibt es ja auch bessere Programme (müßten aber auf Linux lauffähig sein).
Hallo Claus, ich arbeite seit Urzeiten mit capella und bin nach wie vor sehr zufrieden. Ich muss alles schön handgetippt eingeben (über Keyboard/Midi kann ich gar nicht), kann dafür viele Sachen korrigieren oder „schönrücken“ (eben z. B. solche zeilenübergreifenden Stimmen) und erhalte ein mich sehr ansprechendes Endergebnis. Wenn man ein solches Programm neu erlernen möchte/muss, sollte man aber viele viele Übestunden einplanen. Am Ende lohnt es sich aber, denke ich.
Viele andere Komponisten und Arrangeure haben viele andere Notenschreibprogramme - auf Windows, auf Apple, bestimmt auch auf Linux. Mit etwas Recherche im Internet findest Du bestimmt etwas Passendes. Doch es sei auf ggf. einige Kosten hingewiesen, die können im Einzelfall recht hoch werden.
Gruß von HARP
Notensatzprogramm Musescore2
Auch in Finale ist das systemübergreifende Notieren kein (größeres) Problem. Die Software läuft aber leider aus. Zu Dorico und Sibelius kann ich nichts sagen, die Aufgabenstellung ist aber ein MUSS für ein ernstzunehmendes Programm.
Notensatzprogramm Musescore2
Kein Problem mit Sibelius.
Notensatzprogramm Musescore2
Nach Capella und Finale (wegen des Wechsels auf macOs) bin ich bei Dorico gelandet. Es ist im Vergleich das intuitivste Programm, bei dem auch die Texteingabe, z. B. von Chorsätzen sehr gut gelöst ist.
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freundliche Grüße, Regermann
Notensatzprogramm Musescore2
Hallo,
gestern hab ich zum ersten mal das Notensatzprogramm Musescore2 benutzt.Ich wollte einen 3 - 4 stg. Orgelsatz in 2 Systeme (Diskant - und Baßschlüssel) schreiben. Am Anfang sind die 1. und 2. Stimme im ersten System, die 3. Stimme im 2. System. Das ging wunderbar. Dann aber wanderte die 2. Stimme wegen sehr tiefer Notierung in das 2.System. Das hat die Software nicht begriffen (oder ich bin zu blöd, es ihr zu vermitteln). Jetzt wurden im 1. System an Stelle der 2. Stimme automatisch lauter Pausen gesetzt. Außerdem mußte ich die ins 2. System gewanderte 2. Stimme als 3. Stimme von 4 stimmen eingeben, damit ich sie überhaupt eingeben konnte (sonst hätte sie die Software als Unterstimme des Satzes interpretiert und ich hätte meine dritte Stimme gar nicht mehr eingeben können). Als dann die 2. Stimme des Satzes aber wieder vom 2. System in das 1. System zurückwanderte, war es ganz aus. Auf Zählzeit 1 war da nämlich noch eine Achtelnote im 2. System notiert, die nachfolgende Viertel dann aber als Unterstimme im 1. System. Es war dem Programm nicht zu vermitteln, daß auf Zählzeit 1 im 1. System keine Achtelpause stehen durfte.
Ich hab im Handbuch des Programmes nachgesehen und nichts dergleichen gefunden. Dann hab ich mich im Forum Musescore angemeldet und erfahren, daß Notensatzprogramme so etwas nicht können. Das muß ich dann so glauben und schreib es eben dann doch mit der Hand. Oder ich frag mal hier im Forum, ob da jemand ist, der sehr viel mehr Erfahrungen mit Notensatzprogrammen hat als ich (dazu gehört nicht viel). Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Vielleicht gibt es ja auch bessere Programme (müßten aber auf Linux lauffähig sein).MfG
Claus
Hallo,
ich benutze MuseScore (die aktuelle Version ist eigentlich 4.5.2) regelmäßig und obwohl man ab und zu gewisse Umwege gehen muss, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, läßt sich alles, was einen normalen Orgelsatz betrifft, in der Regel relativ einfach machen. Bisher habe ich schon einiges mit MS machen können/müssen und hatte eigentlich keine nennenswerten Probleme dabei. Könntest Du ein Bild Deines (handgeschriebenen) Notensatzes posten? Ich kann Dir nach Bedarf auch eine MS-Datei vorbereiten, wenn Du mich per PN kontaktierst.
M
Notensatzprogramm Musescore2
Dann aber wanderte die 2. Stimme wegen sehr tiefer Notierung in das 2.System. Das hat die Software nicht begriffen (oder ich bin zu blöd, es ihr zu vermitteln). Jetzt wurden im 1. System an Stelle der 2. Stimme automatisch lauter Pausen gesetzt. Außerdem mußte ich die ins 2. System gewanderte 2. Stimme als 3. Stimme von 4 stimmen eingeben [...]
Ist aus der Ferne jetzt schwer zu beurteilen (kannst auch mir gerne ein Bild der Situation schicken), aber wenn ich die Fragestellung richtig verstanden habe, solltest Du tatsächlich diese Stimme durchgängig als zweite Stimme eingeben und kannst dann einfach die genannten Sequenzen markieren und mit <Ctrl>+<Umschalt>+<Bild ab> in das untere System verlegen, ohne dass MuseScore den Zusammenhang verliert.
Notensatzprogramm Musescore2
Hallo,
vielen Dank für die vielen Hinweise. Da werd ich mich doch noch einmal intensiver mit dem Programm beschäftigen, scheint ja doch an mir zu liegen. Ein anderes kann ich ja immer noch installieren, wenn ich mit musescore nicht zurechkomme. Zumindest scheint die Auskunft aus dem musescore-Forum, daß ein Notensatzprogramm so etwas nicht kann, nicht zu stimmen.
MfG
Claus
Notensatzprogramm Musescore2
Hallo,
vielen Dank für die vielen Hinweise. Da werd ich mich doch noch einmal intensiver mit dem Programm beschäftigen, scheint ja doch an mir zu liegen. Ein anderes kann ich ja immer noch installieren, wenn ich mit musescore nicht zurechkomme. Zumindest scheint die Auskunft aus dem musescore-Forum, daß ein Notensatzprogramm so etwas nicht kann, nicht zu stimmen.MfG
Claus
Ja, die Aussage stimmt sicher nicht - ich arbeite jetzt seit Jahren damit (immer noch mit Version 2, da mir die neueren Versionen meine ganze Formatierung eigenmächtig zerstört hätten) und habe (fast) mein gesamtes Repertoire - rd. 250 Stücke unterschiedlichster Länge und Komplexität - damit gesetzt.
16 davon habe ich bei Musescore veröffentlicht, das komplexeste dürfte die Reger-Toccata op. 59 gewesen sein. Dort kannst Du Dich gerne von der Leistungsfähigkeit dieses kostenlosen(!) Produkts überzeugen. Ich finde, hier kriegt man ziemlich viel für lau.
Wenn Du mal nicht weiterkommst, kannst Dich gerne an mich wenden; ich weiß, wie viel Zeit man damit verbraten kann. Manchmal dachte ich, ich sollte die Zeit besser für Üben verwenden, aber wenn ich dann einen Satz aus der Tasche ziehen kann, der mal gut funktioniert hat, funktioniert er - bestenfalls mit ein bißchen Durchspielen - ziemlich bald wieder. Und dann denke ich: hat sich doch gelohnt, meine eigene Edition...