Frage zu Ottobeuren
Stephan Kreutz, Dienstag, 24. Juni 2025, 10:17 (vor 440 Tagen)
Kennt jemand von euch die Disposition Riepps für die nicht verwirklichte Hauptorgel in Ottobeuren?
Frage zu Ottobeuren
Evacuant, Dienstag, 24. Juni 2025, 10:26 (vor 440 Tagen) @ Stephan Kreutz
Soweit ich weiß, sind Gehäuseentwürfe, aber keine Dispositionsentwürfe überliefert.
Frage zu Ottobeuren
Friedrich
, Dienstag, 24. Juni 2025, 10:40 (vor 440 Tagen) @ Stephan Kreutz
Schreibe eine Clicquot-32'/16'-Dispo auf, füge ein paar Streicher hinzu und schreibe alle Registernamen so kurz, dass man sie gerade noch erkennt, aber nur, wenn man sie sich laut vorsagt.
Voilà.
Frage zu Ottobeuren
Karsten
, Dienstag, 24. Juni 2025, 12:51 (vor 440 Tagen) @ Stephan Kreutz
Kennt jemand von euch die Disposition Riepps für die nicht verwirklichte Hauptorgel in Ottobeuren?
Hallo!
So ziemlich alles, was man über die Ottobeurer Orgelgeschichte weiß, hat Josef Miltschitzky in seiner Dissertation zusammengetragen, die online abrufbar ist:
https://dare.uva.nl/search?arno.record.id=431279
Zum Entwurf der Hauptorgel finden sich in Abschnitt E ab Druckseite 232 die überkommenen Entwürfe (in der Tat "nur" Prospektideen, keine Disposition).
Gruß
Karsten
Frage zu Ottobeuren
MCVL
, Dienstag, 24. Juni 2025, 13:20 (vor 440 Tagen) @ Karsten
Kennt jemand von euch die Disposition Riepps für die nicht verwirklichte Hauptorgel in Ottobeuren?
Hallo!So ziemlich alles, was man über die Ottobeurer Orgelgeschichte weiß, hat Josef Miltschitzky in seiner Dissertation zusammengetragen, die online abrufbar ist:
https://dare.uva.nl/search?arno.record.id=431279
Darauf wollte ich auch gerade hinweisen. Es existieren Prospektentwürfe und -skizzen aus verschiedener Hand für die Neubauprojekte von Riepp und später Holzhey, aber über die geplante klangliche Ausgestaltung ist nichts bekannt.
Da die Kunsthistorikerin Gabriele Dischinger für ihr dreibändiges Monumentalwerk über die Bau- und Ausstattungsgeschichte der Abtei Ottobeuren im Prinzip alles an Material wie Akten, Rechnungen, chronikale Aufzeichnungen ausgewertet hat, scheinen die Chancen auch gegen 0 zu streben, daß über diese Projekte noch aussagekräftige Dokumente aufgefunden werden können.
Wer sich für die kunsthistorische Einschätzung der Prospektentwürfe interessiert, dem sei auch das Werk von Klaus Könner "Der süddeutsche Orgelprospekt des 18. Jahrhunderts" nahegelegt.
Ansonsten gab es auf der Nordempore schon Ende des 18. Jahrhunderts tatsächlich ein prospektloses Instrument mit 20 Registern, dessen Herkunft und Baugeschichte mangels Archivalien bislang nicht hieb- und stichfest geklärt werden konnte. Das Pfeifenwerk wurde 1912 für einen Neubau durch die Mindelheimer Firma Schwarzbaur teilweise wiederverwendet; die Schwarzbaur-Orgel kam nach dem Neubau der Marienorgel durch Steinmeyer in die Pfarrkirche nach Babenhausen, wurde dort in überarbeiteter Form durch Reiser 1956 aufgestellt und war bis in die 1980er Jahre erhalten. Bei ihrem Abbau wurden einige Pfeifen aufgefunden, die eindeutig dem 18. Jahrhundert zuzuschreiben sind und die meines Wissens in die jetzige Sandtner-Orgel integriert wurden.