Tatort: Paderborn, Dom. Oder: Der Fisch stinkt fast nur am Kopf
Im Rahmen des Festaktes zur Eröffnung des Jubiläums "1250 Jahre Westfalen" am 15. Mai 2025 im Dom zu Paderborn waren unter den Gästen der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Dr. Udo Bentz, der Erzbischof von Paderborn. Der Festakt wurde vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) veranstaltet.
Der Festakt begann mit Ansprachen und festlicher Musik. Nach ungefähr einer Stunde begann die Performance auf einem Podium vor dem Hauptaltar. Die knapp fünfminütige Aufführung stand unter dem Motto "Westfalen Side Story".
"Halbnackte Performer tanzten im Paderborner Dom mit küchenfertigen, also toten, gerupften, ausgenommenen sowie kopf- und fußlosen Suppenhühnern, denen immerhin Windeln angelegt wurden. Diese Darbietung wurde als künstlerischer Programmpunkt für einen hochoffiziellen Festakt anlässlich des 1250-jährigen Jubiläums Westfalens gebucht. Die honorige Festgemeinde hüstelte das vor ein paar Tagen mehr oder weniger weg, der im Anschluss an die Darbietung sprechende Bundespräsident Steinmeier trug ein Lächeln zum Rednerpult, kommentierte das zuvor Erlebte aber lieber nicht...
Hart ist nur, dass die sowieso schon schwer auszuhaltende 80er-Jahre-Pophymne „Live is Life“ von Opus für diese Aufführung umgedichtet wurde. Jetzt heißt sie „Fleisch ist Fleisch“. Zum Ausdruck gebracht werden solle das Spannungsfeld zwischen Fleischindustrie und Nachhaltigkeit in der Lebenswelt junger Menschen aus Westfalen. So steht es in dem Workshopkonzept der Formation Bodytalk, die sicher noch Fördermittel für eine abendfüllende Edition zu dieser Thematik beantragt hat."
Berliner Zeitung
"Ärger um Performance im Paderborner Dom
Kunst im Kreuzfeuer: Eine Performance im Paderborner Dom provoziert Protest. Das Domkapitel bereut und zieht Konsequenzen.
Paderborn
Das Paderborner Domkapitel hat sich von einer Kunstaktion in der Kathedrale distanziert. Ein teils halbnackt auftretendes Trio war Mitte Mai bei der Eröffnung des Jubiläumsjahres 1.250 Jahre Westfalen mit drei ausgenommenen und in Windeln gewickelten Tiefkühl-Hähnchen durch den Altarraum getanzt. In einem Statement des Domkapitels auf seiner Homepage heißt es, das Gremium und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Veranstalter bedauerten, dass die Performance religiöse Gefühle verletzt habe.
„Eine solche Wirkung war zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt und entspricht auch nicht unserem Anspruch an diesen Ort mit seiner besonderen religiösen, historischen und kulturellen Bedeutung“, heißt es weiter in der Erklärung. „Wir nehmen die Reaktionen auf die Darbietung sehr ernst und haben bereits begonnen, unsere internen Abläufe zu überarbeiten.“ Künftig werde es ein verändertes Verfahren zur Freigabe von Veranstaltungen im Dom geben, das eine genauere inhaltliche Prüfung gewährleiste.
Petition auf konservativer Plattform
Gegen die Aufführung des Ensembles Bodytalk wurde auf der rechtskonservativen Online-Plattform „citizengo“ eine Petition „Gegen die Entweihung des Paderborner Domes“ gestartet. Nach Informationen des „Westfalen-Blatts“ stammt ein großer Teil der Unterstützer nicht aus Paderborn oder dem Erzbistum, sondern aus dem Ausland, insbesondere aus Österreich. Am Mittwochmittag zählte die Plattform rund 20.000 Unterschriften. Die Website veröffentlicht aber nur eine Handvoll Namen der Beteiligten, bleibt also Beweise für die genaue Zahl der Unterschriften schuldig.
An dem Festakt im Dom hatten auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz teilgenommen."
Der Dom
Die Paderborner-Propaganda-Plattform "Der Dom" weiß das Problem zu lösen:
1. Aus Empörung wird "Ärger".
2. Aus dem unsäglichen Scheißdreck wird "Kunst".
3. Anscheinend hat es dem Domkapitel samt Generalvikaren und Erdbeerschorsch gefallen, da weder der Erdbeerschorsch noch die beiden Feiglinge aus dem GV oder die Memmen des Domkapitels bis dahin zu einer Stellungnahme fähig oder willens waren.
4. Erst eineinhalb Wochen später äußert sich das Domkapitel - nachdem es wohl erhebliche Proteste gab - dazu.
5. Der Protest dagegen von der Seite "citizengo" wird sogleich als rechtskonservativ, ergo nationalsozialistisch diffamiert. Weil unsere "synodale Kirche" natürliche immer richtig handelt.
6. In welchem Zustand sind die Verantwortlichen, die diese Veranstaltung freigegeben haben?
7. Wo war das repräsentative Werk für Chor, Orgel, Orchester, Solisten und 100 Schützengewehre?