Neresheim und Giengen

Dorforganist, Montag, 26. Mai 2025, 22:01 (vor 470 Tagen)

Am kommenden Montag (2.6.) bin ich voraussichtlich vormittags in Neresheim und nachmittags in Giengen. Das sind orgeltechnisch natürlich Hotspots, die ich mir nicht entgehen lassen will.
Hat jemand für mich Kontakte zu diesen beiden Ausnahmeinstrumenten, die ich liebend gerne spielen möchte?

Neresheim und Giengen

Alkooikerker @, Montag, 26. Mai 2025, 22:21 (vor 470 Tagen) @ Dorforganist

Giengen an der Brenz:

Christoph Kuppler

ist seit August 2020 Kantor und Organist unserer Gemeinde

Kontakt:     cdkuppler@web.de

Neresheim und Giengen

MCVL @, Montag, 26. Mai 2025, 23:06 (vor 470 Tagen) @ Dorforganist

Und wenn es in Neresheim nicht klappen sollte, versuche es in Dischingen.
Dieses wunderschöne Instrument von Joseph Höß vermittelt den oberschwäbischen Orgelklassizismus weitaus authentischer.

(Auch wenn ich dafür wieder von mancher Seite Prügel bekomme)

Neresheim und Giengen

Alkooikerker @, Dienstag, 27. Mai 2025, 09:18 (vor 470 Tagen) @ MCVL

Vielleicht MAIHINGEN noch besser:

Für die Orgelbesichtigung und Führungen

Rosi Seifert, Tel. 09087/794

E-mail: Seifert.Hans@gmx.de

Neresheim und Giengen

MCVL @, Dienstag, 27. Mai 2025, 10:50 (vor 469 Tagen) @ Alkooikerker
bearbeitet von MCVL, Dienstag, 27. Mai 2025, 10:54

Vielleicht MAIHINGEN noch besser:

Ohne Zweifel ist auch Maihingen eine herrliche Orgel, aber ich finde gerade Dischingen im Kontext zu Holzhey in Neresheim interessanter.

Waren doch Höß und Holzhey seinerzeit die Marktführer und Hauptkonkurrenten im oberschwäbischen Orgelbau (mit Johann Baptist Lang als drittem Rad am Wagen - wenn man so möchte) und da ein direkter Vergleich eines Zeitgenossen zwischen ihren Orgeln, welcher die Meriten und Schwachstellen der Instrumente beider Werkstätten hervorhebt, überliefert ist, ist eine Gegenüberstellung von Dischingen mit einer Holzhey-Orgel sicherlich interessant.

Wobei Neresheim nicht als die authentische Holzhey-Orgel gesehen und verstanden werden darf, wie es leider immer wieder geschieht. Vielmehr fällt diese Rolle Rot an der Rot zu.

Neresheim und Giengen

Alkooikerker @, Dienstag, 27. Mai 2025, 16:15 (vor 469 Tagen) @ MCVL

Stimmt, NERESHEIM IST AM BESTEN ERHALTEN.
Auch in Ursberg gift auch viele schone klanken.


Ursberg: St. Johannes Evangelist

DekanatGünzburgPGMindeltalPatronSt. Johannes EvangelistPfarrerBach Florian

Anschrift

Christoph-v.-Schmid-Str. 10

86470 Thannhausen

KontaktTelefon08281 3443Fax08281 797338E-Mailpg.mindeltal@bistum-augsburg.de

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Neresheim und Giengen

MCVL @, Dienstag, 27. Mai 2025, 17:06 (vor 469 Tagen) @ Alkooikerker

Stimmt, NERESHEIM IST AM BESTEN ERHALTEN.

Vermutlich meinst du die von den großen Westemporenorgeln Holzheys am wenigsten original erhaltene.
Zwischenzeitlich stand dort ja mehr oder weniger eine Späth-Orgel, welche große Teile des Pfeifenwerks (in teilweise umgearbeiteten Zustand) von Holzhey und teilweise die Windladen integrierte. Und dann noch der eingemottete Spieltisch.

Klanglich ist das Instrument aber von den großen Holzhey-Orgeln wohl dasjenige, welches am weitesten vom ursprünglichen Zustand entfernt ist. Schon allein die berühmt-berüchtigte Pauke...

Neresheim und Giengen

GoswinHeilmann, Dienstag, 27. Mai 2025, 16:47 (vor 469 Tagen) @ MCVL

Maihingen eine herrliche Orgel? Das möchte ich doch stark bezweifeln.

Neresheim und Giengen

MCVL @, Dienstag, 27. Mai 2025, 17:02 (vor 469 Tagen) @ GoswinHeilmann
bearbeitet von MCVL, Dienstag, 27. Mai 2025, 17:07

Maihingen eine herrliche Orgel? Das möchte ich doch stark bezweifeln.

Das ist Geschmackssache... Die Orgel hat mehr Charakter und Persönlichkeit als etliche Orgeln des frühen 21. Jahrhunderts.

Neresheim und Giengen

Alkooikerker @, Dienstag, 27. Mai 2025, 18:32 (vor 469 Tagen) @ MCVL

Ja sorry, ich meinte naturlich ROT an der ROT.

Diesel orgel ist sehr und sehr schon en am besten erhalten !!!!

Neresheim und Giengen

untersatz32, Dienstag, 27. Mai 2025, 20:00 (vor 469 Tagen) @ MCVL

Mir gfallt's.

Neresheim und Giengen

supperoktaf @, Dienstag, 27. Mai 2025, 22:13 (vor 469 Tagen) @ MCVL

Wobei Neresheim nicht als die authentische Holzhey-Orgel gesehen und verstanden werden darf, wie es leider immer wieder geschieht. Vielmehr fällt diese Rolle Rot an der Rot zu.


Das deckt sich mit meinem - wirklich absolut subjektiven - Höreindruck aus Neresheim. Weder hatte ich das Gefühl, die Erbauungszeit der Orgel spüren zu können, noch hat mich ihr Klang irgendwie berührt. Ich sag's nochmal: Subjektiver Höreindruck.

Neresheim und Giengen

MCVL @, Dienstag, 27. Mai 2025, 22:38 (vor 469 Tagen) @ supperoktaf
bearbeitet von MCVL, Dienstag, 27. Mai 2025, 23:27

Wobei Neresheim nicht als die authentische Holzhey-Orgel gesehen und verstanden werden darf, wie es leider immer wieder geschieht. Vielmehr fällt diese Rolle Rot an der Rot zu.

Das deckt sich mit meinem - wirklich absolut subjektiven - Höreindruck aus Neresheim. Weder hatte ich das Gefühl, die Erbauungszeit der Orgel spüren zu können, noch hat mich ihr Klang irgendwie berührt. Ich sag's nochmal: Subjektiver Höreindruck.

Die Holzhey-Orgel in Rot an der Rot kenne ich seit meinen Teenager-Jahren - steht sie doch nur etwa 20 Minuten von mir entfernt - und ich war immer begeistert von ihrem Klangbild, das weitaus mehr schon das 19. Jahrhundert vorwegnimmt, als die Disposition ahnen lässt, sich aber trotzdem noch auf traditionellem Boden bewegt. Diese Orgel ist bis heute meine liebste unter den oberschwäbischen Instrumenten des 18. Jahrhunderts.

Als ich die Orgel in Neresheim zum ersten Mal live gehört habe, da war ich 20 oder 21, war ich sehr verwundert. Im Vergleich zu der geliebten Orgel in Rot an der Rot wirkte der Klang auf mich wie "hygenisiert", "sterilisiert", als ob mit einem Hygienetuch und doppelt Desinfektionsmittel darüber gegangen wäre, auch viel zu sehr in Richtung französische Schule getrimmt mit Kraft durch Zungen.

Kurz danach bekam ich Ulrich Höflachers Holzhey-Monographie zum Lesen und dann habe ich auch so langsam begriffen, was in Neresheim alles geschehen war...

Wenn ich an Holzhey denke, habe ich den Klang der Orgel in Rot an der Rot im Kopf und nichts anderes.

Der Klang von Rot an der Rot ist wunderbar abgerundet, geformt, warm und weich, auf der anderen Seite unbeschreiblich majestätisch und von einer - wie ich sagen möchte - wohldurchdachten Eleganz, wie eine Dossenberger-Kirche oder eine Haydn-Symphonie.

Das fehlt mir in Neresheim völlig und es kann mir auch niemand erzählen, daß ein Orgelbauer in so kurzer Zeit sein Klangideal gewechselt hat.

So nun genug von meiner Liebeserklärung an Rot an der Rot.

Neresheim und Giengen

jrbecker @, Mittwoch, 28. Mai 2025, 07:30 (vor 469 Tagen) @ MCVL

Nur interessehalber für mich als etwas "Entfernteren": Rot an der Rot kenne ich noch nicht, aber ich habe vor etwa 10 Jahren sehr ausgiebig in Weißenau spielen dürfen. Wie ist das da mit dem Holzhey-Feeling?

Neresheim und Giengen

Evacuant, Mittwoch, 28. Mai 2025, 07:56 (vor 469 Tagen) @ jrbecker

Nur interessehalber für mich als etwas "Entfernteren": Rot an der Rot kenne ich noch nicht, aber ich habe vor etwa 10 Jahren sehr ausgiebig in Weißenau spielen dürfen. Wie ist das da mit dem Holzhey-Feeling?

Weißenau wurde mehrmals klanglich stark verändert. Bei der letzten Restaurierung hat die Intonation einen deutlichen Schuss "Sandtner 1980er Jahre" abbekommen. Register wie Gamba oder Quintadena klingen z. B. in Obermarchtal viel weniger forciert.

Neresheim und Giengen

supperoktaf @, Mittwoch, 28. Mai 2025, 16:52 (vor 468 Tagen) @ Evacuant
bearbeitet von supperoktaf, Mittwoch, 28. Mai 2025, 17:10

Ich wollt's nicht schreiben, aber das ist haargenau mein Eindruck von der Weißenau-Fahrt auf der GdO-Tagung (rund um den Bodensee, ich weiß gerade das Jahr nicht mehr):

Weißenau klang einfach stark ... nach Sandtner, 1980er Jahre.

Zeitweise dachte ich bei der Orgelvorführung, ich sitze unter einem neu erbauten Instrument der 80er.

Neresheim und Giengen

MCVL @, Mittwoch, 28. Mai 2025, 11:06 (vor 468 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 28. Mai 2025, 11:48

Nur interessehalber für mich als etwas "Entfernteren": Rot an der Rot kenne ich noch nicht, aber ich habe vor etwa 10 Jahren sehr ausgiebig in Weißenau spielen dürfen. Wie ist das da mit dem Holzhey-Feeling?

Ich würde vom Klang her folgendes "Ranking" aufstellen:

1) Rot an der Rot
2) Obermarchtal und Ursberg
3) Weißenau
4) Neresheim

Man darf auch nicht vergessen, daß die Restaurierungspraxis in diesen Jahren zwischen dem Neubau unter Verwendung historischer Substanz in Neresheim bis zu Obermarchtal gewaltige Fortschritte gemacht hat und auch über Holzhey und sein Werk viele neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten.

In Weißenau finde ich auch die gemischten Stimmen ausgeprägt "sandtnerisch", dadurch wirkt auch das Plenum schon etwas in Richtung "neobarock/orgelbewegt" (oder wie man es auch immer bezeichnen will, ich denke, jeder weiß, was damit gemeint ist) gehend.

In Rot an der Rot geschahen weitaus die wenigsten Eingriffe, wobei dort auch manches noch gar nicht genau geklärt ist, vor allem die Geschichte der Chororgel. Akten konnten dazu bislang nicht viele aufgefunden werden. Schon lange wollte ich mal in das dortige Pfarrarchiv, da ich vermute, daß der Schriftverkehr zu den einzelnen Orgelbauarbeiten in den Beilagen der Kirchenrechnungen zu finden ist. Aber irgendwie ist bisher immer wieder etwas dazwischen gekommen.
Jedenfalls wird die Chororgel in Rot an der Rot in einer Annonce von Johann Baptist Schefold um 1880 als "Neubau" aus seiner Hand bezeichnet. Teilweise mag das sogar zutreffen; wie gesagt, ist die Orgelgeschichte von Rot an der Rot das 19. und frühe 20. Jahrhundert betreffend noch unvollständig bekannt. Und wie gesagt lässt sich an der Hauptorgel auch ablesen, daß diese von umfassenden Modernisierungen und Verbesserungen weitgehend verschont geblieben ist. Auch wurde sie noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als sehr gutes Instrument bezeichnet, nicht ganz selbstverständlich.

Neresheim und Giengen

friedemannw @, Gießen, Dienstag, 27. Mai 2025, 23:36 (vor 469 Tagen) @ MCVL

Zu Dischingen siehe auch dieses Video von "Stiftung Orgeltest":

https://m.youtube.com/watch?v=-7DZ9kzccZY&pp=ygUQRGlzY2hpbmdlbiBvcmdlbA%3D%3D

Neresheim und Giengen

MCVL @, Dienstag, 27. Mai 2025, 23:59 (vor 469 Tagen) @ friedemannw

Vielen Dank dafür.

Auch wenn die Kameraführung manchmal nervös wirkt, kommt der "ehrliche oberschwäbische" Klang dieser Orgel gut zur Geltung und sollte manchen zum Nachdenken animieren.

Neresheim und Giengen und Stiftung Orgeltest

fluteceleste @, Mittwoch, 28. Mai 2025, 10:34 (vor 468 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von fluteceleste, Mittwoch, 28. Mai 2025, 10:37

Die Folgen sind mE alle sehenswert, das hat in manchen Orgelkreisen schon Kultstatus..
Giengen und Neresheim (in memoriam P. Hugo!) sind auch dabei.
Stiftung Orgeltest

Neresheim und Giengen und Stiftung Orgeltest

MCVL @, Mittwoch, 28. Mai 2025, 22:12 (vor 468 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von MCVL, Donnerstag, 29. Mai 2025, 00:52

Die Folgen sind mE alle sehenswert, das hat in manchen Orgelkreisen schon Kultstatus..
Giengen und Neresheim (in memoriam P. Hugo!) sind auch dabei.
Stiftung Orgeltest


Ja und auch für Orgel-Laien verständlich erklärt.
Gerade habe ich mir das Video nochmals in Ruhe angeschaut, schön, daß auch der langjähriger Hüter dieser Orgel, der mittlerweile verstorbene Bernhard Pampuch zu Wort kommt.

Eine Anmerkung sei mir aber noch gestattet: was das Klangbild anbelangt, sehe ich das weitaus optimistischer als Haller, das liegt meiner Einschätzung nach (von den Zungen einmal abgesehen) viel näher am ursprünglichen Zustand.
Die Arbeiten von 1939 als zerstörerische zu bezeichnen halte ich für weit über das Ziel hinausgeschossen, völlig überheblich. Die Akten dazu hatte ich vor etlichen Jahren einmal in der Hand und die Orgel habe ich auch selbst einmal eingehend unter die Lupe genommen.
Dieser Restaurierung gingen akribisch Vorarbeiten und Ermittlungen der Mensuren verloren gegangener Pfeifen voraus. Die Holzpfeifen wurden zwar 1939 wegen angeblich starken Anobienbefalls erneuert, das erfolgte aber durchweg an der Machart und Mensur von Höß angelehnt. Diese ganze Aktion war weitaus pietätvoller als die Dinge, die dann in der Nachkriegszeit in Oberschwaben an Orgeln des 18. Jahrhunderts vorgefallen sind und hatte für die damalige Zeit schlichtweg Vorbildcharakter. Die Beratung und Konzeption lag, wenn ich mich richtig erinnere, bei Wörsching oder Mehl (da müsste ich aber nochmals nachschauen). Offenbar löst alleine die Erwähnung des Namens Reiser im Zusammenhang mit Orgeln des 18. Jahrhunderts bei manchen Schnappatmung aus.

Neresheim und Giengen und Stiftung Orgeltest

Evacuant, Donnerstag, 29. Mai 2025, 09:46 (vor 468 Tagen) @ MCVL

Die Beratung und Konzeption lag, wenn ich mich richtig erinnere, bei Wörsching oder Mehl (da müsste ich aber nochmals nachschauen).


"1938 dann wäre allerdings auch beinahe das Dischinger Instrument gestorben. Einen Neubau, mit dem bereits geliebäugelt worden war, hatte der hochangesehene Orgelforscher Joseph Wörsching verhindert. Und anschließend setzte sich Wörsching auch gegen den evangelischen Orgelsachverständigen Walter Supper aus Stuttgart durch, der die Orgel gern in Richtung neobarock umgebaut hätte"

https://www.hz.de/lokales/dischingen/zahlensymbolik-und-schnupftabak-in-der-pfarrkirche...

Neresheim und Giengen und Stiftung Orgeltest

MCVL @, Donnerstag, 29. Mai 2025, 10:15 (vor 467 Tagen) @ Evacuant

Die Beratung und Konzeption lag, wenn ich mich richtig erinnere, bei Wörsching oder Mehl (da müsste ich aber nochmals nachschauen).

"1938 dann wäre allerdings auch beinahe das Dischinger Instrument gestorben. Einen Neubau, mit dem bereits geliebäugelt worden war, hatte der hochangesehene Orgelforscher Joseph Wörsching verhindert. Und anschließend setzte sich Wörsching auch gegen den evangelischen Orgelsachverständigen Walter Supper aus Stuttgart durch, der die Orgel gern in Richtung neobarock umgebaut hätte"

https://www.hz.de/lokales/dischingen/zahlensymbolik-und-schnupftabak-in-der-pfarrkirche...

Genau, Wörsching war es. Mehr oder weniger durch Zufall wurde Wörsching auf diese Orgel aufmerksam. Es ist schon lange her, als ich diese Akten einmal eingesehen habe, aber ich meine mich zu erinnern, daß zu dem Zeitpunkt, als Wörsching die Orgel kennengelernt hat, der Neubau bereits in Auftrag gegeben war.

Hinterher stellte aber Supper sich und das Landesdenkmalamt ungeniert als die großen Retter des "Orgelkleinods" da.

Dischingen

fluteceleste @, Donnerstag, 29. Mai 2025, 15:38 (vor 467 Tagen) @ MCVL

Dischingen

Evacuant, Donnerstag, 29. Mai 2025, 21:50 (vor 467 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von Evacuant, Donnerstag, 29. Mai 2025, 21:53

...siehe auch hier:
https://organindex.de/index.php?title=Dischingen,_St._Johannes_Baptist

Die Cymbel ist tatsächlich 5fach, nicht 3fach (hier ist es richtig: http://www.orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2002332&LGE=EN&LIJS...

Ist die Angabe zur Trompete "1939 auf pneumatischer Lade" richtig oder basiert die auf einem Missverständnis?

Dischingen

MCVL @, Donnerstag, 29. Mai 2025, 22:26 (vor 467 Tagen) @ Evacuant
bearbeitet von MCVL, Donnerstag, 29. Mai 2025, 23:18

Ist die Angabe zur Trompete "1939 auf pneumatischer Lade" richtig oder basiert die auf einem Missverständnis?

Das ist offensichtlich ein Missverständnis und es ist die Erweiterungslade für das Pedal bis d1 damit gemeint.
Die (fehlende) Trompete wurde 1939 anhand von vorgefundenen Resten und Becherrastern an alter Stelle neu hergestellt.

Auch die Angabe zu den erneuerten Pfeifen der Mixtur und der Cymbel ist etwas unscharf formuliert. Dort wurden 1939 keine Originalpfeifen durch neue ersetzt, sondern es waren im 19. Jahrhundert Chöre aus den gemischten Stimmen entfernt worden und diese wurden 1939 wieder ergänzt.

Wie gesagt war das Grundkonzept der 1939 ausgeführten Arbeiten für diese Zeit absolut vorbildlich und pietätvoll. Und das ist einzig und allein Josef Wörsching zu verdanken.

Warum man dann 1985 (!) auf die Idee kam, die Orgel auf eine "zeitgemäße" Tonhöhe durch Anlängen des Pfeifenwerks zu bringen, stimmt einen mit Blick auf die sorgfältig geplanten und ausgeführten Arbeiten von 1939 sehr nachdenklich.

Dischingen

elias.orgel, Freitag, 30. Mai 2025, 10:00 (vor 466 Tagen) @ Evacuant

...siehe auch hier:
https://organindex.de/index.php?title=Dischingen,_St._Johannes_Baptist


Die Cymbel ist tatsächlich 5fach, nicht 3fach (hier ist es richtig: http://www.orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2002332&LGE=EN&LIJS...

Ist die Angabe zur Trompete "1939 auf pneumatischer Lade" richtig oder basiert die auf einem Missverständnis?

-

ich glaube so:

http://www.orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2002332&LGE=EN&LIJS...

ist es "richtig" ;-)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Dischingen

Evacuant, Freitag, 30. Mai 2025, 13:33 (vor 466 Tagen) @ elias.orgel

ich glaube so:

http://www.orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2002332&LGE=EN&LIJS...

ist es "richtig" ;-)


Danke! Ich hatte den Link noch korrigiert, aber die Korrektur (wurde) nicht gespeichert.

Joseph Höß - Werkverzeichnis

MCVL @, Freitag, 30. Mai 2025, 21:13 (vor 466 Tagen) @ fluteceleste

Für diejenigen, denen der Name nichts sagt oder etwas mehr über diesen Orgelbauer erfahren möchten, hier das Werkverzeichnis auf dem aktuellen Stand.

Übrigens wurde bereits über Höß geforscht, die Diplomarbeit von Johannes Mayr dreht sich um diesen Orgelbauer und wäre ein gutes Fundament für weitere detailliertere Forschungen. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind noch längst nicht alle Orgelneubauten erfasst.

Ich war mit den Holzhaischen Orgeln nie ganz zufrieden. Ihr Ton war mir immer zu jung und zu lärmend. Ich wünschte seinen Orgeln mehr Rundung, und Dicke des Tones, Auch überhäufte er seine Manuale mit zu viel Schnarrwerken, die selten gut gestimmt, mit ihrem Gekreische dem Ohre einen widrigen Eindruck verursachten.
[...]
Ueberhaupts haben die Hessischen Orgeln einen solidern Ton, als die Holzhaischen, aber sie sind auch viel schwerer zu traktiren, als jene.

(Franz Bühler, Etwas über Musik, Orgel, dessen Erfindung, nebst einigen Bemerkungen darüber, Augsburg 1811)


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