Noise Cancelling

hintersatz ⌂ @, Samstag, 12. April 2025, 23:56 (vor 518 Tagen)
bearbeitet von hintersatz, Sonntag, 13. April 2025, 00:03

Hatte mir die 2 bestbeschrieben Noise-Cancelling Kopfhörer, den Sony WM1000 und den B&W PX-8 im Netz bestellt, in der heren Absicht, zu urteilen und auszuwählen, und hab sie, knickebein, beide behalten, weil sie beide einfach viel zu gut klingen, um sie zurück zu schicken.
Würde morgen Mittag diese zwei Meister ihrer Klasse mal nach Merdingen entführen, um zu testen, ob man die Merdi mit dieser Art Gehörschutz auch romantisch spielen kann. Die Register hat sie, bloß wenn die Trompette harmonique am Spielplatz bei offenem Schwellwerk akkordisch wird, möchtest du da nicht mehr wirklich sitzen. Sony, B&We will See.

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Organiste titulaire de l'Opus diaboli

Noise Cancelling

voixceleste @, Montag, 14. April 2025, 07:18 (vor 517 Tagen) @ hintersatz

Welchen WH 1000 meinst Du genau? XM4 oder XM5?

Noise Cancelling

Lowdee, Montag, 14. April 2025, 11:03 (vor 517 Tagen) @ hintersatz

Funktioniert das nach Deiner Erfahrung gut, weitgehend den Orgelklang am Spieltisch zu unterdrücken und die Orgel nur aus der Ferne mit den dort positionierten Mikrofonen zu hören? Wie viel leistet das Noise Canceling in diesem Fall? Das ist ja schon ein Unterschied, Umgebungsgeräusche aus Zug oder Flugzeug auszulöschen, oder ein Scharffes Brustwerk.

Noise Cancelling

hintersatz ⌂ @, Montag, 14. April 2025, 16:15 (vor 517 Tagen) @ Lowdee

Habs am Sonntag nicht dorthin geschafft, werde aber berichten, ich denke die Dinger können dem Schwellwerk zumindest etwas an Schärfe und Lautstärke nehmen. Eine Mikrofonquelle gibt es dort wegen den baulichen Verhältnissen nicht, ein Mikroständer im Kirchenschiff müsste hier so einige Höhenmeter überwinden.

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Noise Cancelling

hintersatz ⌂ @, Freitag, 02. Mai 2025, 21:27 (vor 499 Tagen) @ hintersatz
bearbeitet von hintersatz, Freitag, 02. Mai 2025, 21:45

Heute war es dann mal soweit, mit dem Sony WH-1000XM5 Noice Cancelling Kopfhörer nach Merdingen gefahren und das Ding an der großen lauten Orgel mit ihren berüchtigten Zungen ausprobiert.
Zum Funktionskonzept des Kopfhöreres hat dieser zunächt einmal 3 Betriebsarten:
[image]

1.Rauschunterdrückung (ist natürlich Quatsch, die Bezeichnung)
2.Umgebungsgeräusche
3.Aus
Modus 1: Rauschunterdrücken, besser Unterdrückung der Umgebungsgeräusche.
Man hört die Orgel auch im Plein Jeu ziemlich leise, es fehlt viel an Bass, das Klangbild erinnert an den etwas dünnlichen Klang einer schlechten Digitalorgel
Modus 3: Aus
Der Kopfhörer wirkt nur akustisch dämpfend als Mickey-Mouse, macht eine eigentlich recht gute Dämpfung der Lautstärke, allerdings schlagen die massiven Merdinger Bässe ziemlich ungehindert durch und verderben damit diese Einsatzmöglichkeit.
Modus 2: Umgebungsgeräusche
Beim ersten ausprobieren war der Klang unter dem Kopfhörer gefühlt sogar noch lauter als die Orgel ohne Kopfhörer, geht gar nicht, dachte ich, bis ich dann herausgefunden habe, dass die Lautstärke der Umgebungsgeräusche in der mit dem Kopfhörer verbundenen App einstellbar ist, voreingestellt war 20/20, daher auch überlaut.
[image]
Mit einer Einstellung von 10/20 sieht die Sache dann schon ganz anders aus, man hat eine wirkungsvolle Dämpfung der Lautstärke bei eigentlich weitgehend erhaltenem Klangbild. Dass da ein Signalprozessor werkelt, der auf Sprache konditioniert ist, merkt man daran, dass die wunderschönen aber eben auch lauten Merdinger Zungen eigentlich perfekt abgebildet, also in der Lautstärke bedämpft werden. Probleme gab es, ich bin heute bei Barockmusik geblieben, mit der Hauptwerksmixtur, deren am Spielplatz schon ziemlich lauter, silbrig heller Klang hat das Soundprocessing massiv überfordert, heraus kam wieder so ein an Digitalorgel erinnerndes Irgendwielaut. Durchaus erträglich, nur halt nicht schön. Probleme gab es noch bei irgendeinem Pedallauf in der Mittellage von oben nach unten, ich habe nur nicht herausbekommen, ob die Zunge jetzt ein Problem hatte oder das Noise Cancelling.
Singen kann man unter dem Ding auch, mein Registrierungen für das Oster-Orgelbüchlein wusste der Setzer noch, im Vergleich zu Todtmoss auffallend waren die Spargel-Registrierungen, um der Lautstärke-Anbrandung zu entgehen, passend zur Jahreszeit, draußen auf den Feldern hier müssen die bösen Ausländer auf den Feldern schufften, während ich hier im teuersten Wohnzimmer Merdingens meine Luxusspielzeuge ausprobiere, egal, das darf jetzt aber auch mal sein.
Beim Singen hört man fast nur seine innere Stimme, was im Raum klingt wir meistenteils gecancelt, gut für die Tonkontrolle, aber wie man im Raum klingt, keine Ahnung. Vermutlich schlecht wie immer.
Was Spaß gemacht hat, ist das was in Merdingen halt am Meisten Spaß macht, die Zungen. Endlich kann man die mal an-, aus- und durchdiskutieren, die können sich warmlaufen und man kann an der Artikulation arbeiten, ohne das man sich ständig fragen muss, wie lange man das noch aushält.
In Todtmoos brauche ich kein Noise Cancelling, aber die fast 60 Jahre alte Holztraktur hat natürlich nicht mehr den Biss die die junge in Merdingen. Jäger&Brommer haben grade die Orgel in Bernau saniert, vielleicht finden sich ja Mittel und Wege, dass sich die Mädels auch in Todtmoos meiner seelischen Probleme und intrapsychischen Konflikte annehmen. Da wäre zum Beispiel der Pedaltritt der II/P-Koppel, und vieles mehr.

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Noise Cancelling

Contrebasson 32' @, Wien, Samstag, 03. Mai 2025, 21:58 (vor 498 Tagen) @ hintersatz

Für den hier geschilderten Zweck empfehle ich einen Gehörschutz für Musiker, der linear über den gesamten Frequenzverlauf dämpft. Da gibt es auch keine Elektronik, die überfordert sein könnte...

Noise Cancelling

hintersatz ⌂ @, Samstag, 03. Mai 2025, 22:03 (vor 498 Tagen) @ Contrebasson 32'

So ein Ding hatte ich mir für damals noch ziemlich teures Geld für meine Experimente im Punkrock-Probenkeller schon mal anfertigen lassen, so ganz überzeugt hatte das Produkt mich damals nicht, es wurde eher weggelassen als eingesetzt. Wobei ich gestehen muss, dass meine Rythm-Guitar (3 Akkorde für ein Halleluja) stets, penetrant und unbelehrbar, zu laut war.
Da finde ich den digitalen Ansatz deutlich interessanter, insbesondere, weil zur Zeit zumindest in der Lautstärke konfigurierbar.

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Noise Cancelling

hintersatz ⌂ @, Sonntag, 04. Mai 2025, 18:04 (vor 497 Tagen) @ hintersatz
bearbeitet von hintersatz, Sonntag, 04. Mai 2025, 22:19

Das Konkurenzprodukt zum Sony WH1000XM5, den Px-8 von B&W hatte ich mir vor ein paar Monaten mitbestellt, eigentlich in der Absicht, nach dem Vergleich der Kopfhörer einen der beiden zurück zu geben. Den Px-8 musste ich behalten, weil er viel zu gut gut klingt, den Sony habe ich dann auch behalten, weil der LDAC-Codec auch 24bit Audio per Bluetooth übertragen kann und mein High-End-Handy diesen auch unterstützt. Wer jetzt denkt, er könne damit ein 24bit-Audio-Stremingdienst für Musik nutzen, wird enttäuscht, weil die LDAC-Übertragung nur störungsfrei funktioniert, wenn das WLAN des Handy deaktiviert ist. Zum Vergleich heute den Px-8 mit Nach Merdingen genommen, nach dem die beiden Histörchen in Leiselheim und Königschaffhausen meinen nicht lange aber intensiv vorbereiteten BWV541 regelrecht gekreuzigt hatten. In Leiselheim am Ende der Fuge einen Blackout, bei dem ich die Notenzeilen nicht mehr zuordnen konnte, in Königschaffhause ist der Druckpunkt der Orgel witterungsbedingt wieder soweit hochgekommen, dass das Ding fast unspielbar war. Die Gemeinde war begeistert, langer Aplaus und die Kasse hat wohl auch geklingelt.
In Merdingen mit dem Px-8, ähnliches Konzepet wie beim Sony , 3 Betriebmodi, Noise Cancelling, Umgebungsgeräusche, Aus.
Der Aus-Modus liefert einen extrem basslastigen Sond, wenn man man eine besondere Perspektive auf seine Basslinien haben möchte, vielleicht soar brauchbar, im Alltag eher nicht.
Hoffnungsvoll auf dem beim Sony brauchbaren Umgebungsgeräusch-Modus umgeschaltet, die Ernüchterung kam mit der Feststellung, das die Lautstärke hier, anders als beim Sony, nicht einstellbar ist , und die Vorséinstellung ist wie beim Sony viel zu laut.
Blieb noch der Noise-Cancelling-Modus.
Aha. Die Merdi in leise. Wieder das Erlebnis, dass die Zungen schön klingen und der Px-8 kann sogar die Mixturen so leise machen, dass sie schön und dann, wenn sie dich eben nicht mehr anschreien, auch transparent klingen. Was der Kopfhörer nicht kann, ist, die gnadenlosen Basswellen ab G abwärts ausregeln, die brummen abgedämpft durch, das ist aber durchaus erträglich, wobei ich den Eindruck habe, dass der Kopfhörer besser ausregelt, sprich Noise cancelt, wenn der Bass alleine klingt. Singen ist auch besser als mit dem Sony, man hört sich irgendwie natürlicher.
Was auffiel war insbesondere der schöne Klang der Zungen (fast schöner wie in echt), die Lautstärke die das Ohr erreicht, in diesem Modus leider nicht regelbar. Es klingt recht leise, bei stärkerer Registrierung dann aber auch noch grade so angenehm laut.
Klar, man kann sich auch ein paar ekel-ranzige Silikon-Pfropfen in die Ohren stopfen, aber warum eigentlich?

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