Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 26. März 2025, 14:02 (vor 532 Tagen)
Der Anregung von link1907 folgend eröffne ich gerne so einen Thread. Dieser ist im Forum ja inhaltlich schon oft geflochten worden, aber das Thema ist fortlaufend aktuell, für mich persönlich ist es bekanntlich sogar ein täglicher Denkprozess.
Aufgerufen wurden die ehem. Zeilhuber-Orgel der Münchener Frauenkirche und die Walcker-Orgel der Stuttgarter Stiftskirche.
Beide Instrumente sind allerdings definitv Vergangenheit. Von der Zeilhuber ist aber noch was in Valley, oder?
Die Zeilhuber habe ich einstens nur gesehen, an der Walcker habe ich sogar mal umgeblättert bei einem kleinen Konzert von Bine Bryndorf auf Einladung von Kay Johannsen. Klanglich habe ich leider gar keine Erinnerung mehr daran (war wohl zu sehr beschäftigt), nur noch optisch an die farbigen Kombinationsschalter.
Wir könnten jetzt natürlich herumspinnen - angenommen, die Zeilhuber-Orgel wäre aus geheimnisvollen Umständen bis in die 2010er-Jahre gekommen - was würde man heute überlegen? Wäre so etwas wie im Wiener Stephansdom richtig und überhaupt möglich (gewesen)? Unter völligem oder teilweisem Beibehalt des Prospektes oder nicht?
Zur Walcker (1958) der Stuttgarter Stiftskirche würde ich sagen: Auf dem Papier sehr interessante Dispo! Würde ich heute auch als relativ universell einschätzen. Die Kirche mag zwar "bedeutend" sein, der Bau ist aber klanglich nicht so faszinierend (Als ich da war, gab es ja noch nicht einmal die Glas-Segel). Er war es vielleicht einmal, und ähnlich wie in Reinoldi Dortmund schwebt da ein ererbter Mythos des Vorgängerinstruments. Während Reinoldi als Raum wohl so klingt wie vor dem Krieg, ist das bei der Stiftskirche nicht der Fall. Und sehe ich jetzt noch einmal das Bild im Organindex an, dann ist klar: So wird das nichts bzw. konnte es auch nichts werden, außer, man würde auch Hörplätze in der Turmkammer anbieten. Wie hätte hier eine Rettung des Walcker-Konzeptes incl. wesentlicher Teile des Pfeifenwerks aussehen können?
Es ibt ja auch stattgefundene Beispiele von Fortschreibungen, z. B. die großen Klais-Orgeln in Karlsruhe. Dann natürlich auch die Rieger-Arbeiten in Wien und Luxemburg (Kathedrale). Auch Hamburg-Nikolai wird zu nennen sein. Als riesiges Add-on wird man St. Gallen St. Laurenzen sehen müssen. Immerhin wurde die Bestandsorgel kaum verändert. War ja auch kein No-name-Ding.
Noch mal zur Frauenkirche: In diesem halligen Raum würde auch ein Sordun 32' mit 1/8-Becherlänge noch brauchbar klingen. In solchen Räumen machen viele Instrumente gute Figur, die nach Verlegung in ein trockeneres Objekt sehr kläglich wirken würden. Und die guten Instrumente sowieso. Das ist im Fall der Stiftskirche m. E. nicht so gegeben - also, eine Akustik, die auch schwächeren Klingen noch einen Reiz verleiht.
Von guter Akustik zehren wir hier vor Ort natürlich auch...
Der vorige Woehl-Lübeck-Faden lässt mich noch einmal auf das Namens- und Generationenproblem hinweisen, nicht nur im Orgelbau: Bei den Walckers hat es noch relativ gut geklappt, bei Klais auch, aber bei Kemper sehen wir schon sehr unterschiedliche Qualitäten in den Generationen. Interessant fände ich die Kemper-Orgeln im heutigen Polen, sofern noch unverändert greifbar. Da ist viel von Karl Kemper und der Bartensteiner Filiale. Ich habe hier in Bützow in der katholischen Kirche eine Kleinorgel aus dieser Werkstatt angetroffen, die recht bemerkenswert ist, und im heutigen Polen gab/gibt es noch fettere Instrumente. Emanuel II und III konnten da nicht mithalten, sie sind diejenigen, die das Bild der unattraktiven oder gar schlampig gebauten Kemper-Orgeln geprägt haben. Eine differenzierte Betrachtung der Generationen scheint mir wichtig, bei allen Orgelbauer-Familien.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Mittwoch, 26. März 2025, 15:04 (vor 532 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
an der Walcker habe ich sogar mal umgeblättert bei einem kleinen Konzert von Bine Bryndorf auf Einladung von Kay Johannsen. Klanglich habe ich leider gar keine Erinnerung mehr daran (war wohl zu sehr beschäftigt), nur noch optisch an die farbigen Kombinationsschalter.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Orgel klanglich recht blass war. Ich habe sie auch noch gehört, nach meiner Erinnerung klang sie wie eine eher zahme 40-Register-Orgel.
Der vorige Woehl-Lübeck-Faden lässt mich noch einmal auf das Namens- und Generationenproblem hinweisen, nicht nur im Orgelbau: Bei den Walckers hat es noch relativ gut geklappt, bei Klais auch, aber bei Kemper sehen wir schon sehr unterschiedliche Qualitäten in den Generationen.
Gut geklappt? Die Walcker-Orgeln der 1950er bis 1970er Jahre weisen in handwerklicher wie klanglicher Hinsicht ein oft erbärmliches Niveau auf, wenn wir andere große alte Namen (Klais, Steinmeyer, Weigle etc.) oder auch etwa Beckerath zum Vergleich heranziehen.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
MCVL
, Mittwoch, 26. März 2025, 15:33 (vor 532 Tagen) @ Evacuant
Gut geklappt? Die Walcker-Orgeln der 1950er bis 1970er Jahre weisen in handwerklicher wie klanglicher Hinsicht ein oft erbärmliches Niveau auf, wenn wir andere große alte Namen (Klais, Steinmeyer, Weigle etc.) oder auch etwa Beckerath zum Vergleich heranziehen.
Ich würde hinsichtlich Walcker noch weitergehen. Das Niveau stagnierte dort in technischer/konstruktiver Hinsicht spätestens seit dem Zeitpunkt der Übernahme durch Oscar Walcker, vergleicht man die Erzeugnisse jener Jahre mit denjenigen anderer süddeutscher Orgelbauer. Klanglich mag vieles noch ganz charmant gewesen sein, ohne die Brillanz andere Firmen zu erreichen. Und vieles wurde tatsächlich durch den Namen (und wohl auch durch entsprechende Connections) kompensiert, bevor es dann nach dem II. Weltkrieg rasant bergab ging.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 26. März 2025, 15:46 (vor 532 Tagen) @ MCVL
Gut geklappt? Die Walcker-Orgeln der 1950er bis 1970er Jahre weisen in handwerklicher wie klanglicher Hinsicht ein oft erbärmliches Niveau auf, wenn wir andere große alte Namen (Klais, Steinmeyer, Weigle etc.) oder auch etwa Beckerath zum Vergleich heranziehen.
Ich würde hinsichtlich Walcker noch weitergehen. Das Niveau stagnierte dort in technischer/konstruktiver Hinsicht spätestens seit dem Zeitpunkt der Übernahme durch Oscar Walcker, vergleicht man die Erzeugnisse jener Jahre mit denjenigen anderer süddeutscher Orgelbauer. Klanglich mag vieles noch ganz charmant gewesen sein, ohne die Brillanz andere Firmen zu erreichen. Und vieles wurde tatsächlich durch den Namen (und wohl auch durch entsprechende Connections) kompensiert, bevor es dann nach dem II. Weltkrieg rasant bergab ging.
Ich gebe Euch beiden gerne Recht, wollte aber selbst nicht zu deutlich werden. Außerdem fehlt mir zu viel Wissen. Aber wenn andere das so deutlich sagen, will ich gerne mitgehen. (Dass Walcker nicht aufgrund höhere Gewalt als Unternehmen verschwunden ist, war mir klar...)
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link1907
, Mittwoch, 26. März 2025, 16:58 (vor 532 Tagen) @ MCVL
Das Niveau stagnierte dort in technischer/konstruktiver Hinsicht spätestens seit dem Zeitpunkt der Übernahme durch Oscar Walcker, vergleicht man die Erzeugnisse jener Jahre mit denjenigen anderer süddeutscher Orgelbauer. Klanglich mag vieles noch ganz charmant gewesen sein, ohne die Brillanz andere Firmen zu erreichen.<
Im Ernst jetzt???
Zu Oscar Walcker (Wikipedia):
Unter Oscar Walckers Leitung wurden über 2000 Orgeln gebaut. Der Betrieb war damit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der weltweit größten. Es wurden bis zu 200 Mitarbeiter beschäftigt.
Das erste bedeutende Werk von Oscar Walcker war die Orgel für den Odeonssaal in München, die in Zusammenarbeit mit Max Reger 1906 entstand (op. 1233, III/64).[1]
In Straßburg befreundete er sich beim Bau der Orgel der Wilhelmskirche (op. 804, III/51)[2] mit Émile Rupp, zusammen mit Albert Schweitzer Begründer der Elsässisch-Neudeutschen Orgelreform.[3] Rupp war Organist an der Paulskirche, deren Orgel (op. 777, III/58)[4][5] 1897 ebenfalls von der Firma Walcker gebaut worden war. Walcker griff die Ideen von Rupp auf[6] und setzte sie beim Bau der Orgel (op. 1500, V/105) der St. Reinoldikirche in Dortmund um.[7][8]
Nachdem 1906 die Hauptkirche Sankt Michaelis in Hamburg abgebrannt war, musste auch die Orgel neu gebaut werden. Diesen Auftrag bekam Walcker. Die 1912 fertiggestellte Orgel (op. 1700) hatte fünf Manuale und 163 Register. Als Anerkennung für diese Arbeit bekam Walcker den Preußischen Kronenorden verliehen. Die Orgel wurde 1945 zerstört.[9][10]
Auch im Ausland war Walcker sehr erfolgreich:
1925 Bau der Orgel in der Blauen Halle (schwedisch Blå hallen) des Stadshuset in Stockholm (op. 2073 mit IV/115)[11],
1928 für die Weltausstellung in Barcelona im Palau Nacional op. 2222 mit V/154,[12]
1930 Oslo, Dom op. 2270 mit IV/103.[13]<
Richtig, Zahlen (2000) sagen nicht unbedingt was aus.
Aber, klanglich charmant? Hast Du schon mal eine der angeführten Orgeln gehört?
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 26. März 2025, 17:11 (vor 532 Tagen) @ link1907
Das Niveau stagnierte dort in technischer/konstruktiver Hinsicht spätestens seit dem Zeitpunkt der Übernahme durch Oscar Walcker, vergleicht man die Erzeugnisse jener Jahre mit denjenigen anderer süddeutscher Orgelbauer. Klanglich mag vieles noch ganz charmant gewesen sein, ohne die Brillanz andere Firmen zu erreichen.<
Im Ernst jetzt???
Nun, Mark schrieb "stagnierte" - das kann ja auch heißen "auf hohem Niveau". Als direkt Betroffener würde ich auch Oscar Walcker noch zur Hohen Zeit der Dynastie rechnen. Aber es stimmt natürlich, Masse war inzwischen gefragt, die Klasse begann zwangsläufig, darunter zu leiden. Nach meiner eigenen Wahrnehmung würde ich sagen, dass der deutliche Abstieg mit dem NS-Aufstieg beginnt. Als die Partei auch noch anfing, große Orgeln zu bestellen und ohnehin das Land in Wahn zu fallen begann, ab 1935 auch noch die kriegswichtigen Materialien (für den Orgelbau Zinn und Kupfer) rationiert waren - das war, denke ich, im Verbund mit den dann folgenden Kriegszerstörungen die große, scharfkantige Zeitenwende im (deutschen) Orgelbau. Der erste Weltkrieg kostete Prospektpfeifen, war aber sonst kein sehr markanter Einschnitt.
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MCVL
, Mittwoch, 26. März 2025, 17:50 (vor 532 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Das Niveau stagnierte dort in technischer/konstruktiver Hinsicht spätestens seit dem Zeitpunkt der Übernahme durch Oscar Walcker, vergleicht man die Erzeugnisse jener Jahre mit denjenigen anderer süddeutscher Orgelbauer. Klanglich mag vieles noch ganz charmant gewesen sein, ohne die Brillanz andere Firmen zu erreichen.<
Im Ernst jetzt???
Nun, Mark schrieb "stagnierte" - das kann ja auch heißen "auf hohem Niveau". Als direkt Betroffener würde ich auch Oscar Walcker noch zur Hohen Zeit der Dynastie rechnen. Aber es stimmt natürlich, Masse war inzwischen gefragt, die Klasse begann zwangsläufig, darunter zu leiden. Nach meiner eigenen Wahrnehmung würde ich sagen, dass der deutliche Abstieg mit dem NS-Aufstieg beginnt. Als die Partei auch noch anfing, große Orgeln zu bestellen und ohnehin das Land in Wahn zu fallen begann, ab 1935 auch noch die kriegswichtigen Materialien (für den Orgelbau Zinn und Kupfer) rationiert waren - das war, denke ich, im Verbund mit den dann folgenden Kriegszerstörungen die große, scharfkantige Zeitenwende im (deutschen) Orgelbau. Der erste Weltkrieg kostete Prospektpfeifen, war aber sonst kein sehr markanter Einschnitt.
So ist es. Und wenn man es ehrlich betrachtet, ruhte man sich - vielleicht nicht in allen, aber in vielen Fällen - bei Walcker etwas auf den Leistungen der Vorfahren aus.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Mittwoch, 26. März 2025, 20:08 (vor 532 Tagen) @ MCVL
So ist es. Und wenn man es ehrlich betrachtet, ruhte man sich - vielleicht nicht in allen, aber in vielen Fällen - bei Walcker etwas auf den Leistungen der Vorfahren aus.
Und das hat erstaunlich lange "gut geklappt". Auch nachdem schon längst hätte klar sein müssen, dass man aus Ludwigsburg im Normalfall bestenfalls durchschnittliche Stangenware geliefert bekommt, hat der "gute Klang des Namens Walcker" noch über viele Jahre für volle Auftragsbücher gesorgt.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Mittwoch, 26. März 2025, 22:11 (vor 532 Tagen) @ Evacuant
Und das hat erstaunlich lange "gut geklappt". Auch nachdem schon längst hätte klar sein müssen, dass man aus Ludwigsburg im Normalfall bestenfalls durchschnittliche Stangenware geliefert bekommt, hat der "gute Klang des Namens Walcker" noch über viele Jahre für volle Auftragsbücher gesorgt.
Also wenn es so etwas wie "überdurchschnittliche Stangenware" gibt, dann würde das m. E. (dafür bekomme ich gleich sicher aufs Dach) auch über weite Zeiträume auf Klais zutreffen.
Kein Schrott natürlich, alles andere als das. Aber etwas "Standardisiertes". Ich kann auch verstehen, daß genau das für viele Auftraggeber attraktiv war.
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Evacuant, Mittwoch, 26. März 2025, 22:22 (vor 532 Tagen) @ Poupoulcorouse
Also wenn es so etwas wie "überdurchschnittliche Stangenware" gibt, dann würde das m. E. (dafür bekomme ich gleich sicher aufs Dach) auch über weite Zeiträume auf Klais zutreffen.
Kein Schrott natürlich, alles andere als das. Aber etwas "Standardisiertes". Ich kann auch verstehen, daß genau das für viele Auftraggeber attraktiv war.
Serien-Kleinorgeln mit konstruktiven Macken könnte man als unterdurchschnittliche Stangenware bezeichnen.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Friedrich
, Donnerstag, 27. März 2025, 09:37 (vor 531 Tagen) @ Poupoulcorouse
Also wenn es so etwas wie "überdurchschnittliche Stangenware" gibt, dann würde das m. E. (dafür bekomme ich gleich sicher aufs Dach) auch über weite Zeiträume auf Klais zutreffen.
Kein Schrott natürlich, alles andere als das. Aber etwas "Standardisiertes". Ich kann auch verstehen, daß genau das für viele Auftraggeber attraktiv war.
Aus dem Gedächtnis HGK zitiert: "Wer eine Klais-Orgel bestellt, bekommt eine Klais-Orgel."
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
MCVL
, Mittwoch, 26. März 2025, 17:49 (vor 532 Tagen) @ link1907
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 26. März 2025, 18:15
Keine der angeführten, aber dafür etliche kleinere bis große Orgeln im südwestdeutschen Raum.
Stagniert bedeutet einfach, es wurde nur noch weniges von sich aus weiterentwickelt. Die hier vor einigen Tagen angesprochene Orgel in Balderschwang von 1926 hätte technisch/konstruktiv genauso gut aus dem Jahr 1905 stammen können. So etwas wird man weder bei Weigle, bei Späth, bei Siemann, bei Steinmeyer und anderen finden.
Ebenso wenig sprechen auch Instrumente für sich, deren Teilwerke auf Windladen verschiedener Bauarten stehen und die selbst nach einer guten Restaurierung nicht präzise zusamnenwirken.
Und klanglich charmant ist ja nicht unbedingt ein Negativmerkmal. Nur, daß es auch Orgelbauer gab, die klanglich einfach noch einen daraufsetzen konnten. Das mag Geschmackssache sein, aber es lohnt sich beispielsweise einmal der Vergleich zwischen einer Orgel von Weigle wie Tumlingen oder ähnlichen Instrumenten von Steinmeyer mit einer Walcker-Orgel dieser Jahre. Wer wirklich unvoreingenommen herangeht, der wird zugeben müssen, daß das doch noch ein etwas andere Dimension ist.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
link1907
, Mittwoch, 26. März 2025, 19:23 (vor 532 Tagen) @ MCVL
Und klanglich charmant ist ja nicht unbedingt ein Negativmerkmal. Nur, daß es auch Orgelbauer gab, die klanglich einfach noch einen daraufsetzen konnten. Das mag Geschmackssache sein, aber es lohnt sich beispielsweise einmal der Vergleich zwischen einer Orgel von Weigle wie Tumlingen oder ähnlichen Instrumenten von Steinmeyer mit einer Walcker-Orgel dieser Jahre. Wer wirklich unvoreingenommen herangeht, der wird zugeben müssen, daß das doch noch ein etwas andere Dimension ist.<
Das ist Geschmacksache wie Du schreibst.
Aber ich denke das war damals nicht anders wie heute. Die Gemeinden bestellen ihre Orgel
bei dem Orgelbauer der ihnen das liefert was ihren klanglichen Vorstellungen entspricht, und
das entspricht halt nicht immer Deinem Geschmack, weder damals noch heute.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
hama-music
, Mittwoch, 26. März 2025, 21:19 (vor 532 Tagen) @ Evacuant
Gut geklappt? Die Walcker-Orgeln der 1950er bis 1970er Jahre weisen in handwerklicher wie klanglicher Hinsicht ein oft erbärmliches Niveau auf, wenn wir andere große alte Namen (Klais, Steinmeyer, Weigle etc.) oder auch etwa Beckerath zum Vergleich heranziehen.
Wir hatten Anfang November 2024 in einem Faden über die Reinoldi-Orgeln schon einmal über die objektiv fehlende Qualität von Walcker-Orgeln aus den 1950-1970er Jahren gesprochen. Damals hatte ich bereits einige Beispiele genannt, die gegen eine nachhaltige Renovierung dieser Instrumente sprechen.
Deshalb möchte ich jetzt nur ein weiteres Beispiel nennen, das aus handwerklich-technischer Sicht zum Kopfschütteln geeignet ist:
In einer Dorfkirche im Landkreis Ludwigsburg, also in unmittelbarer Umgegend der damaligen Firma Walcker, steht eine Orgel aus besagtem Haus (zweimanualig, ca. 15 Register), die technisch neu gebaut werden muss (das Pfeifenwerk ist gut und wird in das Neubaukonzept übernommen). Warum nicht sanieren? Weil die Windladen dieser Orgel im Hause Walcker aus Pressspanplatten (!) gebaut wurden. Nach nun 60 Jahren Betrieb hängen diese wie ein beladenes Regalbrett durch - undicht auf allen Schleifenbahnen. Und undicht irgendwo im Nirvana, denn an den Faserplatten gibt es trotz des Leim-Ausgießens immer irgendwie einen Wind-Verschlich.
Solch ein Bestand ist also weder sanierbar, noch zu restaurieren: das muss neu gebaut werden - Pressspanplatten können nicht wieder gerade gebogen werden...
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
MCVL
, Mittwoch, 26. März 2025, 21:54 (vor 532 Tagen) @ hama-music
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 26. März 2025, 21:58
Gut geklappt? Die Walcker-Orgeln der 1950er bis 1970er Jahre weisen in handwerklicher wie klanglicher Hinsicht ein oft erbärmliches Niveau auf, wenn wir andere große alte Namen (Klais, Steinmeyer, Weigle etc.) oder auch etwa Beckerath zum Vergleich heranziehen.
Wir hatten Anfang November 2024 in einem Faden über die Reinoldi-Orgeln schon einmal über die objektiv fehlende Qualität von Walcker-Orgeln aus den 1950-1970er Jahren gesprochen. Damals hatte ich bereits einige Beispiele genannt, die gegen eine nachhaltige Renovierung dieser Instrumente sprechen.
Wie gesagt würde ich dort schon manches aus den 1920er und 1930er Jahren kritisch betrachten.
Mir fällt gerade ďer Ort nicht ein, es war aber in der Ecke Haigerloch/Horb, dort stand jedenfalls noch bis in die 1990er Jahre eine wirklich grauenhafte Mühle von Walcker aus den Jahren um 1935 (wenn KBK Bilder "seiner" Sauer zeigt, erinnert mich das immer an jene Orgel). Mag das von der Konstruktion und der Materialauswahl der Laden alles noch in Ordnung gewesen sein, von der Ausführung der pneumatischen Traktur, der Spieltischkonstruktion, der Zugänglichkeit, dem Klangbild her war das unter dem Durchschnitt der für Württemberg gültigen Maßstäbe. Ich muss nochmals suchen, wie der Ort hieß, heute steht dort meines Wissens eine Stehle.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
MCVL
, Mittwoch, 26. März 2025, 22:40 (vor 532 Tagen) @ MCVL
Gut geklappt? Die Walcker-Orgeln der 1950er bis 1970er Jahre weisen in handwerklicher wie klanglicher Hinsicht ein oft erbärmliches Niveau auf, wenn wir andere große alte Namen (Klais, Steinmeyer, Weigle etc.) oder auch etwa Beckerath zum Vergleich heranziehen.
Wir hatten Anfang November 2024 in einem Faden über die Reinoldi-Orgeln schon einmal über die objektiv fehlende Qualität von Walcker-Orgeln aus den 1950-1970er Jahren gesprochen. Damals hatte ich bereits einige Beispiele genannt, die gegen eine nachhaltige Renovierung dieser Instrumente sprechen.
Wie gesagt würde ich dort schon manches aus den 1920er und 1930er Jahren kritisch betrachten.
Mir fällt gerade ďer Ort nicht ein, es war aber in der Ecke Haigerloch/Horb, dort stand jedenfalls noch bis in die 1990er Jahre eine wirklich grauenhafte Mühle von Walcker aus den Jahren um 1935 (wenn KBK Bilder "seiner" Sauer zeigt, erinnert mich das immer an jene Orgel). Mag das von der Konstruktion und der Materialauswahl der Laden alles noch in Ordnung gewesen sein, von der Ausführung der pneumatischen Traktur, der Spieltischkonstruktion, der Zugänglichkeit, dem Klangbild her war das unter dem Durchschnitt der für Württemberg gültigen Maßstäbe. Ich muss nochmals suchen, wie der Ort hieß, heute steht dort meines Wissens eine Stehle.
Nachtrag: die Orgel stand in Bad Imnau. Merkwürdig: auf die Schnelle habe ich sie auf den gedruckten Walcker-Verzeichnissen nicht gefunden, warum auch immer. Vielleicht findet sie sich in den Opusbüchern.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Mittwoch, 26. März 2025, 21:10 (vor 532 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Evacuant, Mittwoch, 26. März 2025, 21:28
Es ibt ja auch stattgefundene Beispiele von Fortschreibungen, z. B. die großen Klais-Orgeln in Karlsruhe. Dann natürlich auch die Rieger-Arbeiten in Wien und Luxemburg (Kathedrale). Auch Hamburg-Nikolai wird zu nennen sein. Als riesiges Add-on wird man St. Gallen St. Laurenzen sehen müssen. Immerhin wurde die Bestandsorgel kaum verändert. War ja auch kein No-name-Ding.
Mit "Fortschreibungen", wo eine für den Raum schon ordentlich bis üppig disponierte Orgel nochmals um 30, 40, 50 sätzliche Register aufgeplustert wird, bescheinigen sich die Planer in meinen Augen ein mangelndes Verständnis für das vorgefundene Konzept.
Ich gebe zu, dass ich auch schon verschiedentlich Erweiterungen und Dispositionsänderungen befürwortet oder zumindest mitgetragen habe. Bei kleineren Orgeln aus den 1950ern bis 1970ern ist das oft ein Ringen mit grundlegenden Bedürfnissen. Mit einem zusätzlichen Streicher 8' im Schwellwerk würde halt die Chorbegleitung besser funktionieren, und was wird zur Chorbegleitung am wenigsten gebraucht? Richtig, die Scharfzimbel, also raus damit. Aber beim festlichen Nachspiel fehlt dann der Orgel doch etwas. Oben am Spieltisch vielleicht nicht, aber unten im Raum eben doch. (Vor 60 Jahren hat man in den Dorforgeln den letzten Streicher geopfert, um eine Scharfzimbel einbauen zu können und fand das ganz super. Sind wir heute wirklich schlauer?)
Woher kommt aber der unwiderstehliche Drang nach stilfremden Zubauten bei großzügig dimensionierten Instrumenten? Fast jede Orgel ab 20 Registern hat heute eine Vox coelestis 8' und eine Oboe 8' im Schwellwerk. Die hochromantische Walcker-Orgel in der Votivkirche in Wien hat bei 61 Registern weder eine Schwebung 8' noch eine Oboe 8' im Schwellwerk. Braucht sie eine Schwebung 8' und eine Oboe 8' im Schwellwerk? Nein, hat sie nie gebraucht und braucht sie auch in Zukunft nicht. Braucht eine Beckerath-Orgel von 1955 oder eine Steinmeyer-Orgel von 1961 mit 60 Registern eine Schwebung 8' und eine Oboe 8' im Schwellwerk? Erst recht nicht!
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Willscher, Mittwoch, 26. März 2025, 23:22 (vor 532 Tagen) @ Evacuant
O doch! Wer das leugnet, hat bedauerlicherweise die katholische Liturgie nicht verstanden.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Donnerstag, 27. März 2025, 07:54 (vor 531 Tagen) @ Willscher
O doch! Wer das leugnet, hat bedauerlicherweise die katholische Liturgie nicht verstanden.
Das belegen die von mir genannten Beispiele ja schlagend: In der Votivkirche in Wien hat man zu keinem Zeitpunkt die katholische Liturgie verstanden. Vorbildliche katholische Liturgie wird dagegen (zumindest seit einigen Jahren) in Hamburg St. Petri und in der Stadtkirche Bayreuth praktiziert.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
link1907
, Donnerstag, 27. März 2025, 10:25 (vor 531 Tagen) @ Evacuant
Die hochromantische Walcker-Orgel in der Votivkirche in Wien hat bei 61 Registern weder eine Schwebung 8' noch eine Oboe 8' im Schwellwerk. Braucht sie eine Schwebung 8' und eine Oboe 8' im Schwellwerk? Nein, hat sie nie gebraucht und braucht sie auch in Zukunft nicht.<
Und was willst Du uns jetzt damit sagen?
Was hat das mit katholischer Liturgie zu tun, in Wien und zwei evangelischen Kirchen in
Deutschland?
Geht es hier um die Entlassung eines katholischen Pfarrers wegen seiner Kleidung und
seiner Faschingspredigt?
Wenn ja, was hat das mit dieser Diskussion zu tun?
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Donnerstag, 27. März 2025, 11:35 (vor 531 Tagen) @ link1907
Die hochromantische Walcker-Orgel in der Votivkirche in Wien hat bei 61 Registern weder eine Schwebung 8' noch eine Oboe 8' im Schwellwerk. Braucht sie eine Schwebung 8' und eine Oboe 8' im Schwellwerk? Nein, hat sie nie gebraucht und braucht sie auch in Zukunft nicht.<
Und was willst Du uns jetzt damit sagen?
Was hat das mit katholischer Liturgie zu tun, in Wien und zwei evangelischen Kirchen in
Deutschland?
Geht es hier um die Entlassung eines katholischen Pfarrers wegen seiner Kleidung und
seiner Faschingspredigt?
Wenn ja, was hat das mit dieser Diskussion zu tun?
In dem Beitrag, den Du zitierst, ist von katholischer Liturgie nicht die Rede, geschweige denn von einer Faschingspredigt. Das Thema der Diskussion lautet "Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Die hochromantische Walcker-Orgel in der Votivkirche in Wien hat bei 61 Registern weder eine Schwebung 8' noch eine Oboe 8' im Schwellwerk. (Das war nur ein Beispiel, es fehlen auch sonst einige Register und technische Einrichtungen, mit denen man heute üblicherweise eine Orgel ausstattet.)
Was soll man mit so einer Orgel machen? Restaurieren, wie sie ist, mit ihrer aus heutiger Sicht unvollkommenen Disposition? Umbauen, um sie heutigen Ansprüchen anzupassen? Oder wäre eine neue Orgel die bestmögliche Lösung?
Ich würde eine vorhandene Orgel, die handwerklich qualitätvoll gebaut ist, die dem Raum angemessen bzw. großzügig dimensioniert ist, die (im Stil ihrer Erbauungszeit) schlüssig disponiert ist, so restaurieren, wie sie ist. Und das unabhängig davon, ob sie in einer katholischen oder evangelischen Kirche oder in einem Konzertsaal steht, ob sie aus dem 18., 19. oder 20. Jahrhundert stammt.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
link1907
, Donnerstag, 27. März 2025, 12:04 (vor 531 Tagen) @ Evacuant
Katholische Liturgie hat ja Andreas Willscher ins Spiel gebracht, als Antwort zu Deinen
Ausführungen zur Votivkirche.
Ich verstehe da den Zusammenhang nicht. Wie ist das zu verstehen?
Zugegeben, katholische Liturgie hat mich auch noch nie groß interessiert.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Donnerstag, 27. März 2025, 12:12 (vor 531 Tagen) @ link1907
Katholische Liturgie hat ja Andreas Willscher ins Spiel gebracht, als Antwort zu Deinen
Ausführungen zur Votivkirche.
Ich verstehe da den Zusammenhang nicht. Wie ist das zu verstehen?
Zugegeben, katholische Liturgie hat mich auch noch nie groß interessiert.
Das war offensichtlich ironisch gemeint. Dass die Walcker-Orgel der Votivkirche, die seit fast 150 Jahren im gottesdienstlichen Einsatz ist, für die katholische Liturgie ungeeignet ist, wird ja niemand im Ernst behaupten wollen.
Ebensowenig, dass es die katholische Liturgie war, die die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen in Hamburg St. Petri oder Bayreuth Stadtkirche erzwungen hat.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 27. März 2025, 13:47 (vor 531 Tagen) @ Evacuant
Katholische Liturgie hat ja Andreas Willscher ins Spiel gebracht, als Antwort zu Deinen
Ausführungen zur Votivkirche.
Ich verstehe da den Zusammenhang nicht. Wie ist das zu verstehen?
Zugegeben, katholische Liturgie hat mich auch noch nie groß interessiert.
Das war offensichtlich ironisch gemeint. Dass die Walcker-Orgel der Votivkirche, die seit fast 150 Jahren im gottesdienstlichen Einsatz ist, für die katholische Liturgie ungeeignet ist, wird ja niemand im Ernst behaupten wollen.
Ich würde es in gewisser Weise behaupten, weil ich selbst dort als Organist der KHG eine Zeit lang tätig war. Das Hauptinstrument für Gottesdienste war (und ist vielleicht auch noch) die "neue" Chororgel (Eppel 1970) vorne rechts, und dann gibt es ja noch die für einen englischen Horrorfilm als Deko taugende pneumatische Orgel im Chorumgang (Capek 1904).
Soll heißen: Die Walcker-Orgel der Votivkirche kam vermutlich deutlich seltener in der Liturgie zum Einsatz, als man denken oder hoffen würde. Unabhängig von ihrer "Eignung".
In meiner Studienzeit war die Walcker-Orgel, wie immer bei interessanten oder halbwegs brauchbaren Instrumenten in Wien, quasi unzugänglich. Ich glaube, eine Dame war zuständig. Johannes Lenius, der dann folgte, hat, ebenfalls in Wiener Tradition, die orgel-unabhängig ist, die Exklusivität weiter gepflegt.
Deshalb wiederum weiß ich auch gar nichts über den Zustand vor der Klais-Restaurierung - das Instrument schwieg überwiegend. Das gewlatige Gebäude hatte ja auch keine lange gewachsene Kirchengemeinde hinter sich. Schon damals war die Seelsorge für div. Fremdsprachen dort angesiedelt, wenn ich es richtig erinnere. Die meiste Musik machte seinerzeit in Amerikaner (Australier?), der hinter einer dreiseitigen Keyboardburg, auf einem fahrbaren Podest angeordent, Klassik mit Synthies spielte, Isao Tomita live, sozusagen.
Meine Wahrnehmung umfassen natürlich nicht einmal ein Jahrzehnt, und die Orgel gibt es ja ja deutlich länger. Aber gerne erfahre ich mehr (auch von unseren österreichsichen Korrespondenten), welche musikalischen Highlights von dieser Orgel nach dem zweiten Weltkrieg oder in der ersten Hälfte des 20. Jhdts. oder der Entstehungszeit an ihr zu erleben waren. Okay, es war von Liturgie die Rede. Aber wie gesagt...
Aktuell scheint man sich dort etwas offener um die Orgel zu kümmern, gut so.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
tiratutti
, Donnerstag, 27. März 2025, 14:31 (vor 531 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
In meiner Studienzeit war die Walcker-Orgel, wie immer bei interessanten oder halbwegs brauchbaren Instrumenten in Wien, quasi unzugänglich. Ich glaube, eine Dame war zuständig.
war das Elfriede Kandler oder so ähnlich heißend?
Grüße von tiratutti
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 27. März 2025, 15:02 (vor 531 Tagen) @ tiratutti
In meiner Studienzeit war die Walcker-Orgel, wie immer bei interessanten oder halbwegs brauchbaren Instrumenten in Wien, quasi unzugänglich. Ich glaube, eine Dame war zuständig.
war das Elfriede Kandler oder so ähnlich heißend?Grüße von tiratutti
Ja, genau!
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Donnerstag, 27. März 2025, 21:00 (vor 531 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Das Hauptinstrument für Gottesdienste war (und ist vielleicht auch noch) die "neue" Chororgel (Eppel 1970) vorne rechts,
Diese hier: https://organindex.de/index.php?title=Wien,_Votivkirche_(Chororgel)
und dann gibt es ja noch die für einen englischen Horrorfilm als Deko taugende pneumatische Orgel im Chorumgang (Capek 1904).
Diese hier: https://organindex.de/index.php?title=Wien,_Votivkirche_(Orgel_im_Chorumgang)
Drei Orgeln, und keine mit Schwebung und Oboe im Schwellwerk...
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Donnerstag, 27. März 2025, 22:06 (vor 531 Tagen) @ Evacuant
Och Leutchens ...
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Donnerstag, 27. März 2025, 23:01 (vor 531 Tagen) @ Poupoulcorouse
Och Leutchens ...
Was hast Du auf dem Herzen? Sprich Dich aus...
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 28. März 2025, 01:07 (vor 531 Tagen) @ Evacuant
Das Hauptinstrument für Gottesdienste war (und ist vielleicht auch noch) die "neue" Chororgel (Eppel 1970) vorne rechts,
Diese hier: https://organindex.de/index.php?title=Wien,_Votivkirche_(Chororgel)
und dann gibt es ja noch die für einen englischen Horrorfilm als Deko taugende pneumatische Orgel im Chorumgang (Capek 1904).
Diese hier: https://organindex.de/index.php?title=Wien,_Votivkirche_(Orgel_im_Chorumgang)Drei Orgeln, und keine mit Schwebung und Oboe im Schwellwerk...
Meine Truhenorgel hat auch keine Oboe und keine Schwebung! :D
Ist ja auch evangelisch.
Aber: Während ich die Oboe nicht hinkriege, gibt es manchmal eine Schwebung mit begrenzter Schleifenöffnung zw. Diskant-Principal (voll gezogen) und Gedeckt 8 (vermindert). Wenn man die Position des Registerschiebers einübt oder markiert und das Instrument auch noch ungleichstufig stimmt, dann ist man schon nahe an der Elevationstoccata. (Die nur gedackte 8'-Hälfte iom Bass bekommt dann dort auch noch die Flöte 4', damit der Sprung zum Principaleinsatz nicht so groß ist)
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Florian-L
, Freitag, 28. März 2025, 08:16 (vor 530 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Johannes Lenius, der dann folgte, hat, ebenfalls in Wiener Tradition, die orgel-unabhängig ist, die Exklusivität weiter gepflegt.
Er hat mich vor über zehn Jahren sehr freundlich empfangen, und es war kein Problem, die Orgel ausgiebig zu bespielen.
Highlights von dieser Orgel nach dem zweiten Weltkrieg oder in der ersten Hälfte des 20. Jhdts. oder der Entstehungszeit an ihr zu erleben waren.
Ein bedeutender Organist im 20. Jahrhundert war vor allem Walter Pach.
Gruß, Florian
Votivkirche, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 28. März 2025, 13:36 (vor 530 Tagen) @ Florian-L
Johannes Lenius, der dann folgte, hat, ebenfalls in Wiener Tradition, die orgel-unabhängig ist, die Exklusivität weiter gepflegt.
Er hat mich vor über zehn Jahren sehr freundlich empfangen, und es war kein Problem, die Orgel ausgiebig zu bespielen.
Highlights von dieser Orgel nach dem zweiten Weltkrieg oder in der ersten Hälfte des 20. Jhdts. oder der Entstehungszeit an ihr zu erleben waren.
Ein bedeutender Organist im 20. Jahrhundert war vor allem Walter Pach.
Gruß, Florian
Danke für beides - ersteres, weil es das von mir gezeichnete Bild nötigerweise korrigiert. Vielleicht habe ich es damals auch zu wenig intensiv versucht.
Ja, Walter Pach - denn gab es auch mal. Dass er an der Votivkirche war, hatte ich aus dem Blick verloren. Damit dürfte in der Tat für gutes (= den Fähigkeiten des Instruments entsprechendes) Orgelspiel in seinen Jahren gesorgt worden sein.
Auf G. Walcker-Mayers Website gab es mal mp3s von Elfriede Kandler, in der neuen Version aber nicht mehr.
Walter Pach, Franz Schütz, Franz Schmidt, Alois Forer - ich läse gerne ein Buch in der Art von "Zur Wiener Orgelszene in der Mitte des 20. Jahrhunderts – Tradition und Aufbruch". Einzelne Anekdoten wurden immer mal erzählt, aber es gab unter den Herren und dann mit der nächsten Generation (insbes. Anton Heiller) wohl auch Dissens über die Fortschreibung der Orgelkultur. Ob sich allein aus Text-, Bild- und Tondokumenten noch so etwas zubereiten ließe? Die Zeitzeugen sind ja schon weitestgehend verstorben. Naja, das gehört nicht hierher.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Wolfgang Gourgé
, Donnerstag, 27. März 2025, 23:05 (vor 531 Tagen) @ link1907
Zugegeben, katholische Liturgie hat mich auch noch nie groß interessiert.
...prima, Du eignest Dich damit perfekt als katholischer Pfarrer.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 28. März 2025, 01:10 (vor 531 Tagen) @ Evacuant
Wie wirken denn im obigen Kontext jene Isntrumente, die wir als Meisterwerke schätzen, allerdings Um- und Erweiterungsbauten sind?
Ich nenne mal St. Sulpice, St. Jakobi, St. Paul's (Die Orte dazu sind bekannt...). Und ja, die letztgenannte mag qualitativ etwas abfallen. Aber es gibt noch ein paar ähnliche Fälle.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Freitag, 28. März 2025, 10:23 (vor 530 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Wie wirken denn im obigen Kontext jene Isntrumente, die wir als Meisterwerke schätzen, allerdings Um- und Erweiterungsbauten sind?
Ich nenne mal St. Sulpice, St. Jakobi, St. Paul's (Die Orte dazu sind bekannt...). Und ja, die letztgenannte mag qualitativ etwas abfallen. Aber es gibt noch ein paar ähnliche Fälle.
St. Jakobi ist eine Schnitger-Orgel. Technisch gesehen war es ein kompletter Neubau, die klangliche Konzeption war 100% Schnitger, auch wenn bei etwa der Hälfte der Register altes Pfeifenwerk verwendet wurde, wobei auch da kaum ein Register unverändert blieb (Pfeifen in der Mensur gerückt, Mixturpfeifen umgestellt etc.).
Ganz ähnlicher Fall St. Sulpice. Das ist eine astreine Cavaillé-Coll-Orgel. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, die Orgeln von St. Jakobi und St. Sulpice als Scherer- bzw. Cliquot-Orgel zu bezeichnen.
Allerdings wurden beide Orgeln wenige Jahrzehnte nach ihrer Erbauung geringfügig umdisponiert. Ob sie dadurch verbessert wurden, darüber mag man geteilter Meinung sein. Ursprünlich baute Cavaillé-Coll in St. Sulpice neben den Bombarden und Bassons 16' noch ein Cor Anglais 16' und eine Euphone 16'. Jetzt gibt es nur noch Bombarden und Bassons. In St. Jakobi wurde die Schalmey 4' durch eine Trompete 8' ersetzt, bei der Kemper-Restaurierung wurde die Trompete 8' zur Schalmey 4' umgebaut und bei der letzten Restaurierung wurde die Schalmey 4' wieder zur Trompete 8' rückgebaut. Das zeigt schon ein wenig die Problematik bei Umdisponierungen. Die Problematik war im 17. und 18. Jahrhundert dieselbe: In Altenbruch (Paradebeispiel für eine historisch gewachsene Orgel) stellte Fritzsche 1649 eine Schalmey 4' ins Hauptwerk. Zwanzig Jahre später (1668) wollte man statt der 4'-Zunge lieber eine zweite 8'-Zunge haben und bezahlte Richborn 10 Reichstaler dafür. Bereits 1698 hatte man die Nase voll von dieser 8'-Zunge, und Dropa baute erneut eine Schalmey 4' ein. Und schon beim nächsten Umbau 1727 ersetzte Klapmeyer diese Schalmey wiederum - unter Verwendung alten Materials - durch eine Vox humana 8'. (Im 19. Jahrhundert wollte man die Vox humana wieder durch einen 4' ersetzen, allerdings eine Flûte harmonique. Das ist zum Glück unterblieben.)
St. Paul's könnte man damit vergleichen, seit dem Neubau durch Willis 1872 wurde sie circa alle 20 Jahre umgebaut und erweitert. Und ja, die Orgel fällt gegenüber St. Sulpice und St. Jacobi ab. Ob sie heute schöner ist als 1872, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist sie größer, und man kann mehr Krach damit machen.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 28. März 2025, 13:40 (vor 530 Tagen) @ Evacuant
Wie wirken denn im obigen Kontext jene Isntrumente, die wir als Meisterwerke schätzen, allerdings Um- und Erweiterungsbauten sind?
Ich nenne mal St. Sulpice, St. Jakobi, St. Paul's (Die Orte dazu sind bekannt...). Und ja, die letztgenannte mag qualitativ etwas abfallen. Aber es gibt noch ein paar ähnliche Fälle.
St. Jakobi ist eine Schnitger-Orgel. Technisch gesehen war es ein kompletter Neubau, die klangliche Konzeption war 100% Schnitger, auch wenn bei etwa der Hälfte der Register altes Pfeifenwerk verwendet wurde, wobei auch da kaum ein Register unverändert blieb (Pfeifen in der Mensur gerückt, Mixturpfeifen umgestellt etc.).
Ganz ähnlicher Fall St. Sulpice. Das ist eine astreine Cavaillé-Coll-Orgel. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, die Orgeln von St. Jakobi und St. Sulpice als Scherer- bzw. Cliquot-Orgel zu bezeichnen.
Allerdings wurden beide Orgeln wenige Jahrzehnte nach ihrer Erbauung geringfügig umdisponiert. Ob sie dadurch verbessert wurden, darüber mag man geteilter Meinung sein. Ursprünlich baute Cavaillé-Coll in St. Sulpice neben den Bombarden und Bassons 16' noch ein Cor Anglais 16' und eine Euphone 16'. Jetzt gibt es nur noch Bombarden und Bassons. In St. Jakobi wurde die Schalmey 4' durch eine Trompete 8' ersetzt, bei der Kemper-Restaurierung wurde die Trompete 8' zur Schalmey 4' umgebaut und bei der letzten Restaurierung wurde die Schalmey 4' wieder zur Trompete 8' rückgebaut. Das zeigt schon ein wenig die Problematik bei Umdisponierungen. Die Problematik war im 17. und 18. Jahrhundert dieselbe: In Altenbruch (Paradebeispiel für eine historisch gewachsene Orgel) stellte Fritzsche 1649 eine Schalmey 4' ins Hauptwerk. Zwanzig Jahre später (1668) wollte man statt der 4'-Zunge lieber eine zweite 8'-Zunge haben und bezahlte Richborn 10 Reichstaler dafür. Bereits 1698 hatte man die Nase voll von dieser 8'-Zunge, und Dropa baute erneut eine Schalmey 4' ein. Und schon beim nächsten Umbau 1727 ersetzte Klapmeyer diese Schalmey wiederum - unter Verwendung alten Materials - durch eine Vox humana 8'. (Im 19. Jahrhundert wollte man die Vox humana wieder durch einen 4' ersetzen, allerdings eine Flûte harmonique. Das ist zum Glück unterblieben.)
St. Paul's könnte man damit vergleichen, seit dem Neubau durch Willis 1872 wurde sie circa alle 20 Jahre umgebaut und erweitert. Und ja, die Orgel fällt gegenüber St. Sulpice und St. Jacobi ab. Ob sie heute schöner ist als 1872, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist sie größer, und man kann mehr Krach damit machen.
Okay, dann wären diese Beispiele wohl nicht in der Liga, die Du kritisiert hast, wenn Konzepte nicht verstanden werden und stimmige Orgeln stark erweitert werden. Das hieße dann, dass diese Kritik sich z. B. auch nicht auf die Kauffmann-Orgel in Wien bezöge? Denn vermutlich würden wir erstens nicht von einem stimmigen Ausgangskonzept sprechen (oder doch? und nur die Umsetzung war schwach?), und es wäre dann also vergleichbar mit St. Jakobi und St. Sulpice - technischer Neubau unter Übernahme eines Teils des Pfeifenwerks?
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Evacuant, Montag, 31. März 2025, 20:30 (vor 527 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Okay, dann wären diese Beispiele wohl nicht in der Liga, die Du kritisiert hast, wenn Konzepte nicht verstanden werden und stimmige Orgeln stark erweitert werden. Das hieße dann, dass diese Kritik sich z. B. auch nicht auf die Kauffmann-Orgel in Wien bezöge? Denn vermutlich würden wir erstens nicht von einem stimmigen Ausgangskonzept sprechen (oder doch? und nur die Umsetzung war schwach?), und es wäre dann also vergleichbar mit St. Jakobi und St. Sulpice - technischer Neubau unter Übernahme eines Teils des Pfeifenwerks?
Die Kauffmann-Riesenorgel habe ich weder gespielt noch gehört, nur Teile von ihr nach dem Abbau in der Werkstatt gesehen. Von denen, die sie gekannt haben, habe ich wenig Gutes vernommen, sie wird wohl kein Meisterwerk gewesen sein...
Was ich kritisiere, sind Eingriffe an Meisterwerken, die Stil und Intentionen des Meisters nicht respektieren. Viele gutgemeinte Verbesserungen stellen sich früher oder später als Verschlimmbesserungen heraus. Ich würde da zu größter Vorsicht raten. Man schaue sich an, welche Verwüstungen die barockbegeisterte frühe Orgelbewegung an den Barockorgeln angerichtet hat. Kaum hatte man den Wert der Schnitger-Orgel in St. Jacobi wiederentdeckt, hielt man es für nötig, Schwellkästen für Brustwerk und Oberwerk einzubauen. (Das waren noch vergleichsweise harmlose Späßchen.)
In späteren Jahren später hat man dann gern mal die Schwellkästen aus romantischen Orgeln entfernt, damit das Pfeifenwerk freier sprechen kann, die Mixturen etwas höher gelegt und die überflüssigen Sub- und Superkoppeln stillgelegt und fand das super. Inzwischen werden solcherlei "Verbesserungen", wenn möglich, wieder rückgängig gemacht.
Heute werden an den Orgeln der 1960er Jahre gerne die höheren Mixturchöre stillgelegt und dafür Sub- und Superkoppeln eingebaut. Sind wir heute viel schlauer? Oder haben wir vielmehr nichts dazugelernt?
Auch wenn man es mit Orgeln zu tun hat, bei denen unstreitig ist, dass es sich um erhaltenswerte Meisterwerke handelt, die eben der orgelbewegen Ästhetik folgen, auch wenn man sich gern auf die Schulter klopft, dass man alle Register vollzählig erhalten hat, kann man es sich offensichtlich vielerorts nicht verkneifen, im Rahmen einer Sanierung den Erbauern noch mal so richtig den Stinkefinger zu zeigen, indem man in eine stilreine 1960er-Orgel noch Aeoline, Vox coelestis, Sub- und Superkoppel reinpfriemelt - Dinge, von denen man weiß, dass die Erbauer davon das kalte Grausen bekommen hätten.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Samstag, 29. März 2025, 23:37 (vor 529 Tagen) @ Evacuant
Mit "Fortschreibungen", wo eine für den Raum schon ordentlich bis üppig disponierte Orgel nochmals um 30, 40, 50 sätzliche Register aufgeplustert wird, bescheinigen sich die Planer in meinen Augen ein mangelndes Verständnis für das vorgefundene Konzept.
Ein Projekt möchte ich hier noch ansprechen, habe aber auch das Gefühl, dass es recht einzigartig ist, und zwar Hamburg St. Michaelis.
Dort ist bekanntlich die Steinmeyer-Orgel von 1960 nur aufgearbeitet, aber nicht klanglich verändert worden.
Die "Konzertorgel" (die Chorbegleitorgel), ursprünglich Marcussen 1914, wurde aber aus ihrer neobarocken Umbau-Gestalt (Walcker 1952), die konzeptionell nahe an der Steinmeyer gelegen war, zurückgedreht, gleichzeitig aber über den neuen Fernspieltisch mit der Steinmeyer verbunden.
Das Fernwerk wiederum ist eine Rekonstruktion des Werkes Walcker 1912 und war verbunden mit einer gewaltigen Hauptorgel, beide im Krieg verbrannt.
Ein Beibehalt der Walcker-Gestalt der Konzertorgel wäre nach restaurierung der Steinmeyer natürlich langweilig gewesen - man hätte sozusagen die Steinmeyer nochmal in kleiner (und wohl auch, mindestens durch die innere Anordnung bedingt, schlechter). In romantischer Wiederauferstehung ist sie aber, wenn verbunden mit der Steinmeyer genutzt, letzterer sehr "fremd", wenn man den Konzept-Gedanken im stilistischen Sinne hochhält, noch mehr gilt dies für das Fernwerk. Aber im Ergebnis steht für geschmackvolle Anwender eine faszinierende Farbenpalette zur Verfügung. Die günstigen geometrischen bzw. räumlichen Verhältnisse erlauben eine selten hohe zeitliche Synchronizität für die Hörer. Da die stilistisch unterschiedlichen Instrumentensektionen als optisch deutlich getrennte Teilorgeln wahrzunehmen und letztlich auch über eigene Anlagen unabhängig zu spielen sind, wirkt diese deutliche und massive Erweiterung der Teil-Konzepte - egal, ob aus der romantischen Marcussen- oder der neobarocken Steinmeyer-Perspektive betrachtet - eben nicht wie eine solche.
Persönlich würde ich zugeben, mit meinem Interesse an der Kombination von unterschiedlichen Teilinstrumenten immer dem Reiz der Michel-Orgeln nachzustreben.
Das räumliche Setting lässt sich aber schwer übertragen.
Eine gelungene Variante stellt für mich Düsseldorf St. Antonius dar, mit der Mühleisen-Orgelanlage. Allerdings sind die Vorgänger-Teilorgeln bzw. ihre Materialressourcen dort nicht so unterschiedlich wie das Hamburger Steinmeyer-Marcussen-Team. So bleibt, wie schon eingangs gesagt, der Michel eine Besonderheit. An der wirklich viel Spiel- und Hörfreude aufkommt.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
Moritz
, Mittwoch, 26. März 2025, 22:21 (vor 532 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Der Anregung von link1907 folgend eröffne ich gerne so einen Thread. Dieser ist im Forum ja inhaltlich schon oft geflochten worden, aber das Thema ist fortlaufend aktuell, für mich persönlich ist es bekanntlich sogar ein täglicher Denkprozess.
Aufgerufen wurden die ehem. Zeilhuber-Orgel der Münchener Frauenkirche und die Walcker-Orgel der Stuttgarter Stiftskirche.
Beide Instrumente sind allerdings definitv Vergangenheit. Von der Zeilhuber ist aber noch was in Valley, oder?
Die Zeilhuber habe ich einstens nur gesehen, an der Walcker habe ich sogar mal umgeblättert bei einem kleinen Konzert von Bine Bryndorf auf Einladung von Kay Johannsen. Klanglich habe ich leider gar keine Erinnerung mehr daran (war wohl zu sehr beschäftigt), nur noch optisch an die farbigen Kombinationsschalter.
Die Walcker-Orgel aus Stuttgart existiert sogar noch spielfähig in Zory .
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
link1907
, Donnerstag, 27. März 2025, 15:15 (vor 531 Tagen) @ Moritz
Um bei Stuttgart zu bleiben:
Ein überaus gelungenes Beispiel eine vorhandene Orgel zu erhalten, und dann im Lauf der
Jahre sinnvoll zu erweitern ist für mich die Orgel der Matthäuskirche Stuttgart/Heslach.
Der ehemalige Organist dort, Ulrich Stierle, hat damals die Internationalen Orgelkonzerte ins
Leben gerufen. Durchaus eine Pioniertat!
Da spielte wirklich alles was Rang und Namen hatte. Auch der jetzt verstorbene Nicolas Kynaston
war regelmäßig zu Gast. Ihn zu hören war immer ein besonderes Erlebnis.
https://organindex.de/index.php?title=Stuttgart/Heslach,_Matth%C3%A4uskirche
Sehr interessant auch:
https://www.internationale-orgelkonzerte-stuttgart.de/erinnernungen
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
link1907
, Donnerstag, 27. März 2025, 15:25 (vor 531 Tagen) @ link1907
Ergänzend noch zu den Internationalen Konzerten:
Aus der Geschichte der internationalen Orgelkonzerte in der Matthäuskirche
Orgel in der Matthaeuskirche
Seit der Wiedereinweihung der grundlegend renovierten Orgel am 05. November 1967, unter Stabführung von Professor Herbert Liedecke, sind drei Jahre und drei Monate vergangen. Eine nötige Reifezeit für die Idee der Konzertreihe. Die Orgel, von 35 auf 49 Register erweitert, in ausladender Akustik der Kirche, bietet unter dem Wissensstand der Nachkriegszeit gute Möglichkeit, unterschiedliche Musikrichtungen klanglich angemessen zu interpretieren.
Am 31. Januar 1971 verwirklicht sich der Traum von Oberstudienrat Ulrich Stierle: Eine große Zuhörerzahl findet sich in der Kirche ein, der renommierte Professor und „Orgelsenior“ Herbert Liedecke präsentiert das erste Orgelkonzert, als Auftakt einer neuen, internationalen Konzertreihe. Er spielt u.a. das Monumentalwerk „Introduktion, Passacaglia und Fuge“ e-Moll op. 127 von Max Reger (Spieldauer: 30 Minuten). „Internationale Orgelmusik in Stuttgart“ zeichnet sich als Erfolgsrezept ab, ist aber oft noch schwierig durchzuführen.
Es gilt, in der Kirchengemeinde Überzeugungsarbeit zu leisten, denn sie ist die Besitzerin des Instrumentes. Finanzen müssen gesichert, Eintrittspreise kalkuliert werden. Zuschüsse des Landes, des Städtischen Kulturamtes, andere große und kleine Spendenaktionen kommen dazu.Termine und Honorare müssen mit den Künstleragenturen ausgehandelt, Fahrtkosten berücksichtigt, Unterkünfte gefunden werden. Rechtzeitige Bekanntgaben durch Plakate, Handzettel, Zeitungsartikel sind gefragt.
Zum Stimmen der Orgelpfeifen direkt vor dem Konzert will der Orgelbauer organisiert sein. Ebenso die Abendkasse, Heizung, Beleuchtung und Bestuhlung für die Zuhörer.Über viele Jahre hinweg hat Ulrich Stierle gemeinsam mit seiner Familie dies mit ungeheurem ehrenamtlichem Aufwand ermöglicht. Und so intensiv, wie er sich um das Wohl der auswärtigen Musikergekümmert hat, ist manche Freundschaft zu den Gastorganisten auf diese Weise über Grenzen hinwegentstanden – Musik verbindet.
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
perotin, Donnerstag, 27. März 2025, 15:53 (vor 531 Tagen) @ link1907
Sehr interessant auch:
https://www.internationale-orgelkonzerte-stuttgart.de/erinnernungen
Danke für diesen Lesetipp!
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Montag, 31. März 2025, 12:45 (vor 527 Tagen) @ link1907
Zu den Versuchen, ein vorhandenes Instrument vor allem durch Ergänzung an veränderte (oder schon ursprünglioch nicht erfüllte) Bedürfnisse anzupassen, gehört auch Düsseldorf Eller, St. Gertrud.
Man muss das sicher vor Ort erleben, was von den neuen Möglichkeiten (einige würden auch "Spielereien" sagen) wirklich gut funktioniert. Definitiv versammeln sich nun in Düsseldorf schon einige Instrumente ähnlicher Konzeption, also mit viel Griff in die Trakturtechnik-Kiste. Auf Facebook postete Marco Eller bereits den fertigen Spieltisch für Düsseldorf-Derendorf, Hl. Dreifaltigkeit (IV/100+).
Ein inzwischen ehemaliges Forumsmitglied würde jetzt vermutlich über die Selbstbedienungsmentalität von Organisten und OSV schimpfen, wo doch vermutlich in den Gottesdiensten dortselbst nur kleine Scharen anzutreffen wären. Aber ich hoffe mal, dass auch oder gerade abseits der Liturgie diese Geräte gut genutzt werden.
Die Orgel von St. Gertrud ist ja auch Cover-Story des aktuellen "Ars organi"-Heftes. Die Zeitung bekam eine optische Neugestaltung. War auch nötig, obgleich der Wert der Inhalte davon immer unabhängig war und ist. Ist gut geworden, ohne spektakulär anders zu sein. Aber wahrscheinlich liest das hier eh keiner mehr, oder? ;-)
Es wurde ja im Forum viel Kritik an der GdO geübt und Änderungen verlangt. Ein paar Dinge scheinen so langsam auf den Weg zu kommen.
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Contrebasson 32'
, Wien, Montag, 31. März 2025, 15:34 (vor 527 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Zu den Versuchen, ein vorhandenes Instrument vor allem durch Ergänzung an veränderte (oder schon ursprünglioch nicht erfüllte) Bedürfnisse anzupassen, gehört auch Düsseldorf Eller, St. Gertrud.
Man muss das sicher vor Ort erleben, was von den neuen Möglichkeiten (einige würden auch "Spielereien" sagen) wirklich gut funktioniert. Definitiv versammeln sich nun in Düsseldorf schon einige Instrumente ähnlicher Konzeption, also mit viel Griff in die Trakturtechnik-Kiste.
Die Orgel von St. Gertrud ist ja auch Cover-Story des aktuellen "Ars organi"-Heftes. Die Zeitung bekam eine optische Neugestaltung. War auch nötig, obgleich der Wert der Inhalte davon immer unabhängig war und ist. Ist gut geworden, ohne spektakulär anders zu sein. Aber wahrscheinlich liest das hier eh keiner mehr, oder? ;-)
Im Kern handelt es sich bei der Orgel ja um das ehemalige Dienstinstrument von Reinhard Kluth. Die Gemeinde ist lebendig und sehr engagiert und der Pfarrer ein großer Orgelnarr (im positiven Sinne). Entsprechend groß war hier die Lust, im Anschluss an die Kirchenrenovierung eine Orgellösung zu finden und neue Ideen, u.a. von KiMu Christoph Ritter, einfließen zu lassen. Durchaus beeindruckend, wenn man bedenkt, was hier an Mitteln in den letzten Jahren aufgebracht werden musste. Ein netter Nebeneffekt der neuen Orgellösung: Endlich ist mehr Platz für den Chor auf dem vorderen Teil der Empore, sodass niemand mehr im Turmraum stehen muss. Insgesamt ein durchaus spannendes Konzept.
Um Möglichkeiten und Bedienung des neuen Spieltischs nachvollziehen zu können, bräuchte es aber wohl hochauflösende Detailfotos als auf der Weimbs-Homepage.
PS: Natürlich wird die Ars Organi hier noch gelesen ;)
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
ErikvdNeers, Montag, 31. März 2025, 17:21 (vor 527 Tagen) @ Contrebasson 32'
Das ging aber nur weil eine Gestorbener eine Mio Euro an die Gemeinde hat gespendet.
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Montag, 31. März 2025, 17:48 (vor 527 Tagen) @ ErikvdNeers
Das ging aber nur weil eine Gestorbener eine Mio Euro an die Gemeinde hat gespendet.
Solche Beiträge sind wichtig und oft auch die Initialzündung oder die Hauptenergie, aber meistens braucht es noch Geld drum rum, und n icht zu knapp. So gesehen waren vermutlich nicht nur der Verstorbene, sondern auch andere Menschen bzw. Gremien engagiert und dem Projekt gegenüber wohlwollend. Wie auch immer: Scheint eine gute Sache geworden zu sein.
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Evacuant, Montag, 31. März 2025, 20:41 (vor 527 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Zu den Versuchen, ein vorhandenes Instrument vor allem durch Ergänzung an veränderte (oder schon ursprünglioch nicht erfüllte) Bedürfnisse anzupassen, gehört auch Düsseldorf Eller, St. Gertrud.
Eine Orgel des 21. Jahrhunderts gehört wohl klar in die Kategorie Neubau. Die Angaben zur Geschichte des Vorgängerinstruments, von dem einige Teile übernommen wurden, sind widersprüchlich.
Hier ist von einem Neubau 1999 die Rede:
http://www.orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2013777&LGE=NL&LIJS...
Oskar Gottlieb Blarr und Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf (Düsseldorf 1982) geben als Erbauer Gerhard Opitz 1977 an (allerdings als Umbau gekennzeichnet).
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Contrebasson 32'
, Wien, Dienstag, 01. April 2025, 10:32 (vor 526 Tagen) @ Evacuant
Zu den Versuchen, ein vorhandenes Instrument vor allem durch Ergänzung an veränderte (oder schon ursprünglioch nicht erfüllte) Bedürfnisse anzupassen, gehört auch Düsseldorf Eller, St. Gertrud.
Eine Orgel des 21. Jahrhunderts gehört wohl klar in die Kategorie Neubau. Die Angaben zur Geschichte des Vorgängerinstruments, von dem einige Teile übernommen wurden, sind widersprüchlich.
Hier ist von einem Neubau 1999 die Rede:
http://www.orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2013777&LGE=NL&LIJS...Oskar Gottlieb Blarr und Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf (Düsseldorf 1982) geben als Erbauer Gerhard Opitz 1977 an (allerdings als Umbau gekennzeichnet).
Zur Orgelgeschichte:
- 1936: Neubau durch Klais (für Provinzial Feuerversicherung)
- 1972: Einlagerung durch Opitz (in St. Joseph, Düsseldorf-Wersten)
- 1977: Versetzung durch Opitz inkl. neuem Gehäuse und technischen Anpassungen (nach St. Gertrud, Düsseldorf-Eller)
- 1999: Umbau durch Weimbs (u.a. neuer Spieltisch)
- 2022: Techn. Neubau und Erweiterung durch Weimbs
Ich hoffe, das sorgt für die nötige Klarheit :)
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
ErikvdNeers, Dienstag, 01. April 2025, 12:39 (vor 526 Tagen) @ Contrebasson 32'
Aber in Wersten gibt es keine Joseph Kirche
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Contrebasson 32'
, Wien, Dienstag, 01. April 2025, 13:10 (vor 526 Tagen) @ ErikvdNeers
Aber in Wersten gibt es keine Joseph Kirche
St. Joseph, Holthausen: Am Langen Weiher 21, 40589 Düsseldorf, Deutschland
Wersten und Holthausen bilden gemeinsam den Düsseldorfer Stadtbezirk 9.
Wobei der genaue Ort der Einlagerung eh nicht so interessant ist wie der Rest. Ein Neubau war es jedenfalls 1999 nicht, auch nicht laut Weimbs, da es primär um einen neuen Spieltisch ging.
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Evacuant, Dienstag, 01. April 2025, 14:47 (vor 526 Tagen) @ Contrebasson 32'
Zur Orgelgeschichte:
- 1936: Neubau durch Klais (für Provinzial Feuerversicherung)
- 1972: Einlagerung durch Opitz (in St. Joseph, Düsseldorf-Wersten)
- 1977: Versetzung durch Opitz inkl. neuem Gehäuse und technischen Anpassungen (nach St. Gertrud, Düsseldorf-Eller)
- 1999: Umbau durch Weimbs (u.a. neuer Spieltisch)
- 2022: Techn. Neubau und Erweiterung durch Weimbs
Ich hoffe, das sorgt für die nötige Klarheit :)
Vielen Dank, dann die die Angabe "1982 durch die Firma Weimbs mit einem neuen Spieltisch versehen" in der neuen Ars Organi also Unfug.
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
Contrebasson 32'
, Wien, Dienstag, 01. April 2025, 15:57 (vor 526 Tagen) @ Evacuant
Zur Orgelgeschichte:
- 1936: Neubau durch Klais (für Provinzial Feuerversicherung)
- 1972: Einlagerung durch Opitz (in St. Joseph, Düsseldorf-Wersten)
- 1977: Versetzung durch Opitz inkl. neuem Gehäuse und technischen Anpassungen (nach St. Gertrud, Düsseldorf-Eller)
- 1999: Umbau durch Weimbs (u.a. neuer Spieltisch)
- 2022: Techn. Neubau und Erweiterung durch Weimbs
Ich hoffe, das sorgt für die nötige Klarheit :)
Vielen Dank, dann die die Angabe "1982 durch die Firma Weimbs mit einem neuen Spieltisch versehen" in der neuen Ars Organi also Unfug.
Ich muss korrigieren, laut Weimbs (und die müssen es wissen) wurde der neue Spieltisch bereits 1991 montiert. Was auch zur damaligen technischen Ausstattung passen würde. Der historische Abriss muss also wie folgt lauten:
- 1936: Neubau durch Klais (für Provinzial Feuerversicherung)
- 1972: Einlagerung durch Opitz (in St. Joseph, Düsseldorf-Holtausen)
- 1977: Versetzung durch Opitz inkl. neuem Gehäuse und technischen Anpassungen (nach St. Gertrud, Düsseldorf-Eller)
- 1991: Umbau durch Weimbs (u.a. neuer Spieltisch)
- 2022: Techn. Neubau und Erweiterung durch Weimbs
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
perotin, Montag, 31. März 2025, 23:53 (vor 527 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Definitiv versammeln sich nun in Düsseldorf schon einige Instrumente ähnlicher Konzeption, also mit viel Griff in die Trakturtechnik-Kiste. Auf Facebook postete Marco Eller bereits den fertigen Spieltisch für Düsseldorf-Derendorf (...)
Marco Ellmer ;-)
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
fluteceleste
, Dienstag, 01. April 2025, 15:09 (vor 526 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Auf Facebook postete Marco Eller bereits den fertigen Spieltisch für Düsseldorf-Derendorf, Hl. Dreifaltigkeit (IV/100+).
Kannst Du das mal verlinken? ich habe es noch nicht gefunden...
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
fluteceleste
, Dienstag, 01. April 2025, 18:34 (vor 526 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von fluteceleste, Dienstag, 01. April 2025, 18:37
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
ErikvdNeers, Dienstag, 01. April 2025, 18:43 (vor 526 Tagen) @ fluteceleste
Kann ich niet öffnen
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
fluteceleste
, Dienstag, 01. April 2025, 19:23 (vor 526 Tagen) @ fluteceleste
Ich poste es mal hier, Marcos Einverständnis annehmend :-)
![[image]](images/uploaded/2025040117231567ec2103a98c6.jpg)
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
ErikvdNeers, Dienstag, 01. April 2025, 19:41 (vor 526 Tagen) @ fluteceleste
Bedankt
D-Eller und Ars organi, war: Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren...
ErikvdNeers, Dienstag, 01. April 2025, 21:08 (vor 526 Tagen) @ ErikvdNeers
An die 27.April ist die Fernsehgottesdienst aus Eller
https://fernsehen.katholisch.de/fernsehgottesdienste/jahresplan2025/zdfgottesdienst2025...
Vorhandene Orgel sanieren, restaurieren - oder Neubau?
domorgelfan, Freitag, 11. April 2025, 14:18 (vor 516 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
In Saarbrücken St. Michael hat Orgelwekstatt Scheffler die Späth-Orgel aus 1925 wieder von ihren nachkriegschädlichen Veränderungen befreit und rekonstruiert, in einer späteren Phase wird nach Dachsanierung auch das Vorkriegsstand Dachbodenfernwerk wieder neu aufgebaut nach Späth-Vorlagen.
Dieses Jahr zum 100jährigen Jubiläum kommt noch der rekonstruierte viermanualige Spieltisch mit Sub-und Superoktavkoppeln.
Der Festreigen beginnt mit einem Konzert mit Pascal Reber DO Straßburg mit u.a einer Uraufführung von ihm.
https://www.pfarrei-st-johann.de/foerderverein-st-michael.html