Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

FranzS., Montag, 17. Februar 2025, 18:15 (vor 568 Tagen)

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Friedrich @, Montag, 17. Februar 2025, 18:51 (vor 568 Tagen) @ FranzS.

Wow. Das ist mir mal ein butterweicher Subbass.
Und ein echt gemütliches Tempo.

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Florian-L @, Montag, 17. Februar 2025, 19:26 (vor 568 Tagen) @ FranzS.

Diese Orgel wurde leider 1985 abgebaut.

Unglaublich, wie viele Aufnahmen auf diesem Kanal mittlerweile wieder hinzugekommen sind.

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Dorforganist, Montag, 17. Februar 2025, 19:44 (vor 568 Tagen) @ FranzS.

Ewig schade um den Klang dieser Orgel! Der (alte) Weise konnte schon was! Ob die Jann da mithalten kann?

Meines Wissens hatte sie in den letzten Jahren ziemlich mit Schimmel zu kämpfen. Weißt Du, ob die das Problem jetzt im Griff haben?

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

FranzS., Montag, 17. Februar 2025, 20:26 (vor 568 Tagen) @ Dorforganist

Ewig schade um den Klang dieser Orgel! Der (alte) Weise konnte schon was! Ob die Jann da mithalten kann?

Meines Wissens hatte sie in den letzten Jahren ziemlich mit Schimmel zu kämpfen. Weißt Du, ob die das Problem jetzt im Griff haben?

Davon weiß ich nichts, kenne allerdings nur die historische Steinmeyer Orgel in Oberaltaich, die mit um die 30 Register immer noch weitgehend original dasteht. Die ganze Orgel steht auf Sturz im historischen Gehäuse von ca. 1800 und der Klang kommt nicht so recht. Der Spieltisch ist von Hirnschrodt aus den 50ern und die sich dort befindenden 42 Register wurden nie gebaut, anders als auf Wikipedia behauptet.
Zum Schimmel: Gerade zwischen Isar und Donau sind sehr viele Orgeln, neu und alt, teilweise extrem von Schimmel befallen. Ich kenne Orgeln die über 100 Jahre alt sind, und von heute auf morgen total verschimmelt waren, obwohl nichts am Heiz und Lüftverhalten in der Kirche geändert wurde.
Hab ja eine Verschwörungstheorie, dass das aus den Biogasanlagen kommt, die zufällig zu dieser Zeit massenhaft hochgezogen wurden ;-). Wer weiß was da drin alles brodelt....

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

link1907 @, Dienstag, 18. Februar 2025, 14:55 (vor 567 Tagen) @ Dorforganist

Ewig schade um den Klang dieser Orgel! Der (alte) Weise konnte schon was! Ob die Jann da mithalten kann? <

Schade um die Weise? Warum? Wer hatte das zu verantworten?

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Stimmeisen, Mittwoch, 19. Februar 2025, 17:23 (vor 566 Tagen) @ Dorforganist

Wie mag diese Weise-Orgel wohl geklungen haben? Wenigstens steht sie noch, wenn auch, soweit ich weiß, stillgelegt. Im Prospekt ein 32'. Rätsel-Spezialisten vor.

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Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Stimmeisen, Mittwoch, 19. Februar 2025, 17:27 (vor 566 Tagen) @ Stimmeisen

Jetzt klappts hoffentlich.[image]

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

bot @, Mittwoch, 19. Februar 2025, 18:18 (vor 566 Tagen) @ Stimmeisen

Freilassing. Vox humana sogar im Extraschwellkasten soweit ich weiß.

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Stimmeisen, Mittwoch, 19. Februar 2025, 19:27 (vor 566 Tagen) @ bot

Freilassing St. Rupert ist richtig! Anscheinend wurde die Orgel entgegen anderslautenden Berichten doch schon zusammen mit der Kirche 1926 fertig gestellt. Von Michael Weise.

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Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

ThoFi, Mittwoch, 19. Februar 2025, 19:36 (vor 566 Tagen) @ Stimmeisen

Sorry. Ja, Michael Weise war da schon.
Thomas

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

ThoFi, Mittwoch, 19. Februar 2025, 19:47 (vor 566 Tagen) @ Stimmeisen

Wenn das Gutachten von 1926, dann wirds vlt so sein. War das schon der Endstand?

Weise Orgel von 1926 in Freilassing

fluteceleste @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 15:11 (vor 565 Tagen) @ Stimmeisen

In der Orgeldatenbank Bayern steht sie mit derselben Dispo und dem Baujahr "1926/29" - was auch immer das bedeutet..

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Solcena ⌂ @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:03 (vor 564 Tagen) @ Stimmeisen
bearbeitet von Solcena, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:12

Oh, ein offener 32' ... da war doch mal was! Bislang haben wir erst vier Orgeln in Deutschland - die drei im Link sowie St. Margaret in München-Sendling - gefunden, die einen ab C offenen metallenen 32' im Prospekt haben.
Weiß jemand, ob der Subkontra 32' - viele Pfeifen offensichtlich mit Überlängen - komplett offen ausgeführt ist oder ab welcher Pfeife er im Prospekt steht?

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

FranzS., Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:09 (vor 564 Tagen) @ Solcena

Oh, ein offener 32' ... da war doch mal was! Bislang haben wir erst vier Orgeln in Deutschland - die drei im Link sowie St. Margaret in München-Sendling - gefunden, die einen ab C offenen metallenen 32' im Prospekt haben.
Weiß jemand, ob der Subkontra 32' komplett offen ausgeführt ist?

Sieht mir eher nach extremer Überlänge aus, sollte das alles klingende Länge sein, wäre das wohl die einzige Contraaeoline 32.....

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:22 (vor 564 Tagen) @ Solcena
bearbeitet von Cmcmcm1, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:55

Zu der Liste der Orgeln mit offenem 32' im Prospekt möchte ich noch Regensburg St. Wolfgang anführen, die auch einen 32' mit Überlänge im Prospekt besitzt. Auch hier war Weise am Werk.

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Evacuant, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:46 (vor 564 Tagen) @ Cmcmcm1

Zu der Liste der Orgeln mit offenem 32' im Prospekt möchte ich noch Regensburg St. Wolfgang anführen, die meines Wissens auch einen 32' mit Überlänge im Prospekt besitzt. Auch hier war Weise am Werk.

Dem Foto nach zu schließen ist das eher ein 16'...

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:52 (vor 564 Tagen) @ Evacuant

Dem Foto nach zu schließen ist das eher ein 16'...

Ja das schaut auf den ersten Blick so aus, aber hier täuscht der Maßstab gewaltig! Die Kirche ist so verdammt riesig, dass der 32' aus dem Innenraum wie ein 16' wirkt. Wenn man auf der Empore direkt davor steht sieht man erst die wirkliche Dimension dieses monumentalen Prospektes. Die Holzpfeifen sind tatsächlich der Contrabass 32' - und sie haben sogar noch Überlänge.

...Zur Orientierung: Der Kirchenraum hat eine Höhe von 23,7 m, die Fensterrose einen Durchmesser von über 9 m

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Solcena ⌂ @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:54 (vor 564 Tagen) @ Evacuant

Der offene Regensburger 32‘ war in dem oben verlinkten Gigantismus-Thread drin - aber er ist aus Holz ;-)

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

WK @, Freitag, 21. Februar 2025, 00:07 (vor 564 Tagen) @ Solcena

Die Schuster-Orgel in Zittau St. Johannes hat auch einen offenen 32' ab C im Prospekt
https://orgel-verzeichnis.de/zittau-st-johannis/

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Solcena ⌂ @, Freitag, 21. Februar 2025, 00:15 (vor 564 Tagen) @ WK

Die Schuster-Orgel in Zittau St. Johannes hat auch einen offenen 32' ab C im Prospekt
https://orgel-verzeichnis.de/zittau-st-johannis/

Genau. Die war ja schon in meinem Link genannt.

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

jori @, Freitag, 21. Februar 2025, 00:36 (vor 564 Tagen) @ WK

Die Schuster-Orgel in Zittau St. Johannes hat auch einen offenen 32' ab C im Prospekt
https://orgel-verzeichnis.de/zittau-st-johannis/

Hört man das C, oder steht es nur da?

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Orlos @, Freitag, 21. Februar 2025, 02:34 (vor 564 Tagen) @ jori

Eine legitime Frage. Ich erinnere mich an die alte Orgel in St. Katharinen in Hamburg. Da klangen nicht alle Prospektpfeifen, obwohl sie sollten. Aus manchen kam nur Luft, bei anderen immerhin ein Fauchen, manche erzeugten sogar etwas, was entfernt an einen Orgelton erinnerte.

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

JRorgel @, Freitag, 21. Februar 2025, 11:08 (vor 564 Tagen) @ jori

Aus eigener Erfahrung vor Ort kann ich sagen - ja, man hört das C, und man spürt es am Spieltisch auch. Sehr deutlich sogar…

--
"Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren." (Charles-Marie Widor)

Offener Subkontra 32' - tiefes C in Luzern

untersatz32, Mittwoch, 26. Februar 2025, 11:47 (vor 559 Tagen) @ JRorgel

Der Riesenkoloss von historischer 32'-C-Pfeife in der Hofkirche St. Leodegar in Luzern (genau in der Mitte) pustet am Spieltisch relativ heftig (man sitzt genau drunter) - in der Kirche unten geht der Ton einem durch Mark und Bein, man spürt alles.

Offener Subkontra 32' - tiefes C in Luzern

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 26. Februar 2025, 17:31 (vor 559 Tagen) @ untersatz32

Der Riesenkoloss von historischer 32'-C-Pfeife in der Hofkirche St. Leodegar in Luzern (genau in der Mitte) pustet am Spieltisch relativ heftig (man sitzt genau drunter) - in der Kirche unten geht der Ton einem durch Mark und Bein, man spürt alles.

Hast du den 32'-Violonbass in SG Laurenzen schon live gehört? Da es noch einen Contra-Bourdon gibt, wird der Violon alleine vielleicht noch nicht physiotherapeutisch wirken, aber wer weiß? ;-)

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Freitag, 21. Februar 2025, 10:25 (vor 564 Tagen) @ Solcena

Oh, ein offener 32' ... da war doch mal was! Bislang haben wir erst vier Orgeln in Deutschland - die drei im Link sowie St. Margaret in München-Sendling - gefunden, die einen ab C offenen metallenen 32' im Prospekt haben.
Weiß jemand, ob der Subkontra 32' - viele Pfeifen offensichtlich mit Überlängen - komplett offen ausgeführt ist oder ab welcher Pfeife er im Prospekt steht?

Der 32' steht erst ab Fis im Prospekt. C-F sind akustisch.

Offener Subkontra 32' - stillgelegte Weise-Orgel Freilassing

Solcena ⌂ @, Freitag, 21. Februar 2025, 10:49 (vor 564 Tagen) @ Uli Skriwan

Oh, ein offener 32' ... da war doch mal was! Bislang haben wir erst vier Orgeln in Deutschland - die drei im Link sowie St. Margaret in München-Sendling - gefunden, die einen ab C offenen metallenen 32' im Prospekt haben.
Weiß jemand, ob der Subkontra 32' - viele Pfeifen offensichtlich mit Überlängen - komplett offen ausgeführt ist oder ab welcher Pfeife er im Prospekt steht?


Der 32' steht erst ab Fis im Prospekt. C-F sind akustisch.

Herzlichen Dank für die schnelle Aufklärung!

Das freigelassene Fenster in Freilassing...

perotin, Donnerstag, 20. Februar 2025, 15:26 (vor 565 Tagen) @ Stimmeisen

[image]

Das Freilassen des Fensters wurde ja sehr ernst genommen. Vielleicht wollte man auch vorsorgen für eine allfällige "wunderbare Fenstervermehrung"...

Das freigelassene Fenster in Freilassing...

Florian-L @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 16:01 (vor 565 Tagen) @ perotin
bearbeitet von Florian-L, Donnerstag, 20. Februar 2025, 16:24

Das Freilassen des Fensters wurde ja sehr ernst genommen. Vielleicht wollte man auch vorsorgen für eine allfällige "wunderbare Fenstervermehrung"...

Da fällt mir eine Anekdote zur Rieger-Orgel in Schwarzach, St. Sebastian ein:
Beim Orgelneubau 1994 war die Vorgabe des Bundesdenkmalamtes, das Westfenster freizulassen. Als die Orgel fertiggestellt war, fiel der Sachverständige aus allen Wolken aufgrund des verbauten Emporenfensters. Christoph Glatter-Götz wies in Richtung Apsis und meinte, dass das Westfenster doch wie vorgegeben frei geblieben war.
Die Pfarrkirche St. Sebastian in Schwarzach ist nach Nordwesten ausgerichtet.

Gruß, Florian

Das freigelassene Fenster in Freilassing...

fluteceleste @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 16:14 (vor 565 Tagen) @ Florian-L

Herrlich! Der Prospekt hat mich sogleich an Tübingen St. Johannes erinnert, der m.W. von Reimund G-G stammte:
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zum Vergleich:
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Das freigelassene Fenster in Freilassing...

friedemannw @, Gießen, Freitag, 21. Februar 2025, 09:08 (vor 564 Tagen) @ Florian-L

Sehr schön:D

Ich hatte an der Orgel einige Zeit Unterricht, da ist es schön, diese Geschichte zu erfahren!

Das freigelassene Fenster in Freilassing...

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Freitag, 21. Februar 2025, 00:12 (vor 564 Tagen) @ perotin

Das Freilassen des Fensters wurde ja sehr ernst genommen. Vielleicht wollte man auch vorsorgen für eine allfällige "wunderbare Fenstervermehrung"...

...dasselbe dachte ich mir vor einigen Jahren auch mal - et voilà:


[image]

Das freigelassene Fenster in Freilassing...

perotin, Freitag, 21. Februar 2025, 01:36 (vor 564 Tagen) @ Cmcmcm1

Das Freilassen des Fensters wurde ja sehr ernst genommen. Vielleicht wollte man auch vorsorgen für eine allfällige "wunderbare Fenstervermehrung"...

...dasselbe dachte ich mir vor einigen Jahren auch mal - et voilà:

[image]

Stark!

Weise/Freilassing, war: Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Wolfgang Gourgé @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 20:41 (vor 565 Tagen) @ Stimmeisen

Jetzt klappts hoffentlich.[image]

...vor zehn Jahren, also 2015, fand die VOD-Tagung in Traunstein statt. Ich nahm selbst nicht teil, weiß aber von einer Exkursion nach Freilassing zu ebenjener Orgel; sie sollte als Beispiel für die Frage des Rangs eines solchen Instruments und seiner Wiederherstellung stehen. Sie war auch damals, so hörte ich es jedenfalls, schon stillgelegt.

Ob sich seither etwas getan hat, weiß ich nicht - bezweifle es allerdings im Hinblick auf die selbst in Oberbayern wegbrechende Zahl der Kirchenmitglieder und den immer größeren Priestermangel.

Die ein- oder andere dieser Orgeln würde sicher nicht mehr zur Disposition stehen, hätte sie bis heute überlebt (die Steinmeyer im Passauer Dom als wohl prominentestes Beispiel, oder die von Mahrenholz konzipierte elektropneumatische Furtwängler & Hammer in St. Andreas in Hannover von 1930, 1986 durch einen Neubau ersetzt). Die Orgel in St. Michaelis in Lüneburg hat glücklicherweise "überlebt", auch bei ihr gab es selbst in den 1990er Jahren noch Stimmen, sie durch einen besser zum historischen Gehäuse passenden Neubau zu ersetzen (auch von einer führenden Autorität.....)....

Im Oktober letzten Jahres konnte ich die Mauracher/Kauffmann-Orgel von 1927 in der Wiener Lazaristenkirche besichtigen, Wiens letzte große spätromantische Orgel mit Fernwerk, in den 2000er Jahren nochmal renoviert und mit Setzeranlage ausgestattet (OBM Bodem) und deshalb - vom unvermeidlichen Staub (hielt sich aber noch in Grenzen) abgesehen - in ordentlichem Zustand. Vielleicht kein Premiuminstrument, aber gleichwohl erhaltenswert und mit augenscheinlich solider (Kegelladen-)substanz, schönen Klangfarben und genug Kraft für den gar nicht kleinen Raum.

Aber auch diese Pfarrei wird Ende 2025 aufgelöst, so dass die Zukunft von Kirche und Orgel ungewiss ist.

Gruß,
Wolfgang

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

ThoFi, Mittwoch, 19. Februar 2025, 18:39 (vor 566 Tagen) @ Stimmeisen

Wer kommt auf die Idee, dass die jetzt in Rupert Freilassing steht?
Da steht mW grundsätzlich eine Ignaz-Weise aus 1929,
Thomas

Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

FranzS., Mittwoch, 19. Februar 2025, 20:52 (vor 566 Tagen) @ ThoFi

Wer kommt auf die Idee, dass die jetzt in Rupert Freilassing steht?
Da steht mW grundsätzlich eine Ignaz-Weise aus 1929,
Thomas

Hallo Thomas, den Ignaz Weise gabs 1929 nicht mehr, zumindest den Firmennamen. Weise firmierte von 1919 bis zum Schluss als Michael Weise, Plattling/Bayern.

Stille in Freilassing

fluteceleste @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 15:35 (vor 565 Tagen) @ Stimmeisen
bearbeitet von fluteceleste, Donnerstag, 20. Februar 2025, 16:03

Laut orgbase seit 2006 "Fondsverwing" :-) für eine neue und größere, und derzeit Elektrium.
Dort auch Bilder vom Spieltisch (von GdO-Urgestein Bert Wisgerhof :-), die ich hier mal wiedergebe).
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Stille in Freilassing

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Donnerstag, 20. Februar 2025, 18:38 (vor 565 Tagen) @ fluteceleste

Irgendwann hat man die Orgel mal "sanft" barockisiert. Die Gamba 8' wurde zur Quinte 2 2/3' und im zweiten Manual wurde ein 1 1/3' eingefügt (weiß aber nicht mehr genau, welcher 8' hier geopfert wurde). Die Registerschilder blieben aber kurioserweise erhalten.
Vor ca. 10 Jahren wurde eine Bestandsuntersuchung gemacht. Dr. Könner vom Landesdenkmalamt hätte die "größte noch erhaltene Weise-Orgel" (meiner Meinung nach nur größte pneumatische ?) gerne restauriert gesehen, aber die Pfarrei konnte/wollte das Projekt nicht angehen und der dortige Kirchenmusiker hat sich dann lieber eine DO installiert.

Stille in Freilassing

FranzS., Donnerstag, 20. Februar 2025, 18:46 (vor 565 Tagen) @ Uli Skriwan

Irgendwann hat man die Orgel mal "sanft" barockisiert. Die Gamba 8' wurde zur Quinte 2 2/3' und im zweiten Manual wurde ein 1 1/3' eingefügt (weiß aber nicht mehr genau, welcher 8' hier geopfert wurde). Die Registerschilder blieben aber kurioserweise erhalten.
Vor ca. 10 Jahren wurde eine Bestandsuntersuchung gemacht. Dr. Könner vom Landesdenkmalamt hätte die "größte noch erhaltene Weise-Orgel" (meiner Meinung nach nur größte pneumatische ?) gerne restauriert gesehen, aber die Pfarrei konnte/wollte das Projekt nicht angehen und der dortige Kirchenmusiker hat sich dann lieber eine DO installiert.

Man muss dafür schon Verständnis haben, gehört doch Freilassing zu den ärmsten Gegenden Deutschlands, wenn nicht sogar Europas! Deshalb aber auch ein Geheimtipp, Einzimmereigentumswohnungen gibt es dort bereits schon ab einer halben Millionen Euro zu kaufen!

Stille in Freilassing

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Donnerstag, 20. Februar 2025, 20:31 (vor 565 Tagen) @ FranzS.

Irgendwann hat man die Orgel mal "sanft" barockisiert. Die Gamba 8' wurde zur Quinte 2 2/3' und im zweiten Manual wurde ein 1 1/3' eingefügt (weiß aber nicht mehr genau, welcher 8' hier geopfert wurde). Die Registerschilder blieben aber kurioserweise erhalten.
Vor ca. 10 Jahren wurde eine Bestandsuntersuchung gemacht. Dr. Könner vom Landesdenkmalamt hätte die "größte noch erhaltene Weise-Orgel" (meiner Meinung nach nur größte pneumatische ?) gerne restauriert gesehen, aber die Pfarrei konnte/wollte das Projekt nicht angehen und der dortige Kirchenmusiker hat sich dann lieber eine DO installiert.


Man muss dafür schon Verständnis haben, gehört doch Freilassing zu den ärmsten Gegenden Deutschlands, wenn nicht sogar Europas! Deshalb aber auch ein Geheimtipp, Einzimmereigentumswohnungen gibt es dort bereits schon ab einer halben Millionen Euro zu kaufen!

Ich denke, dort ist eher die Einwohnerstruktur und die Nähe zu Salzburg das Problem. Freilassing ist als Eisenbahnknoten groß geworden und eher geprägt von Arbeitersiedlungen.
Mittlerweile dient es den Salzburgern als Einkaufszentrum und das nicht nur, wenn in Österreich Feiertag ist.
Umgekehrt bietet Salzburg den Freilassingern Kultur und Religion satt. Daher ist die Bereitschaft, so ein Projekt anzugehen, (derzeit) leider nicht so groß.

Große Weise-Orgeln vor 1945?

MCVL @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 22:16 (vor 564 Tagen) @ Uli Skriwan

Nochmal zu dem Thema "größere Orgeln von Weise".
Wo sind denn beispielsweise in Bayern noch größere Weise-Orgeln über 20 Registern erhalten? Der Orgeldatenbank Bayern traue ich da manchmal nicht so recht über den Weg, was die Angaben zum Erhaltungszustand anbelangt.

Mir selbst ist durch eigene Kenntnis die Chororgel in Aldersbach bekannt, die wir einmal generalüberholt haben.

Wobei ich auch schätze, daß bei Weise eher kleinere Instrumente für den ländlichen Bereich gebaut wurden; man dürfte die Zahl der ausgelieferten größeren Orgeln beispielsweie wohl nicht mit Späth vergleichen, wo ja in den 1920er und 1930er Jahren jährlich zwei und teilweise noch nehr dreinanualige Orgeln gebaut wurden.

Große Weise-Orgeln vor 1945?

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Donnerstag, 20. Februar 2025, 22:55 (vor 564 Tagen) @ MCVL

Nochmal zu dem Thema "größere Orgeln von Weise".
Wo sind denn beispielsweise in Bayern noch größere Weise-Orgeln über 20 Registern erhalten? Der Orgeldatenbank Bayern traue ich da manchmal nicht so recht über den Weg, was die Angaben zum Erhaltungszustand anbelangt.

Mir selbst ist durch eigene Kenntnis die Chororgel in Aldersbach bekannt, die wir einmal generalüberholt haben.

Wobei ich auch schätze, daß bei Weise eher kleinere Instrumente für den ländlichen Bereich gebaut wurden; man dürfte die Zahl der ausgelieferten größeren Orgeln beispielsweie wohl nicht mit Späth vergleichen, wo ja in den 1920er und 1930er Jahren jährlich zwei und teilweise noch nehr dreinanualige Orgeln gebaut wurden.

Laut Wikipedia über https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Weise sind z.B. in Altbayern noch die größeren Instrumente in Landshut-Seligenthal, Weiden St.Augustinus und Regensburg St.Cäcilia erhalten. Alle drei allerdings mit elektropneumatischer Traktur.

Große Weise-Orgeln vor 1945?

Holger Popp @, Samstag, 22. Februar 2025, 16:43 (vor 563 Tagen) @ Uli Skriwan

Zur Weise Orgel in St. Augustin, Weiden kann ich ein wenig beitragen. Im Jahr 2011 begannen in unserer Pfarrei die Überlegungen statt eines Orgelneubaus die Weise Orgel aus Weiden zu kaufen, um sie in der kath. Pfarrkirche in Erbendorf aufzustellen. Daher habe ich dazu einige Bilder, leider vom Pfeifenwerk nur das Pedal.

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Bevor in St. Michael die Weimbs-Orgel eingebaut war, konnte man das Instrument im Rahmen der Max-Reger-Tage immer wieder hören. Ich erinnere mich da an einige wunderbare Konzerte. 2012 konnte ich das Instrument selbst spielen und die verschiedenen Klänge der Orgel genießen. Es ist ein sehr schönes Instrument. Bis 2016 hatte ich immer wieder mal die Gelegenheit an der Orgel zu spielen, bis dann endgültig die Entscheidung fiel, dass die Orgel aus Gründen des Denkmalschutzes nicht ausgebaut werden darf. Wie der Zustand der Orgel heute ist, kann ich nicht beantworten. Die Kirche wurde im Jahr 2010 profaniert und wird im Moment auch nicht für Konzerte o. ä. genutzt. Persönlich finde ich es sehr schade, dass sich um diese Orgel niemand kümmert und ihr Schicksal offen ist. Am Rande möchte ich noch bemerken, auch wenn es für uns ein großer Rückschlag war, die Orgel nicht zu bekommen, hat sich eine neue Tür für unsere Pfarrei aufgetan. Seit September 2023 erklingt die Voit Konzertsaalorgel aus Baden-Baden in unserer Kirche.

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Über die Historie der Weise Orgel kann ich aus meinen Unterlagen noch etwas beisteuern: Orgelbau Michael Weise hat am 6. Juli 1935 ein Angebot für eine dreimanualige Orgel mit 42 klingenden Stimmen, 2 Transmissionen, 2954 Pfeifen, Membranladen und elektrischer Traktur für 22.400,00 Reichsmark abgegeben. Am 26.08.1935 wird die Orgel bestellt und bereits im November wird das Instrument per Bahn nach Weiden geliefert. Am 21.12.1935 wird die Orgel als Opus 387 eingeweiht.

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Große Weise-Orgeln vor 1945?

Regermann @, Oberpfalz, Samstag, 22. Februar 2025, 17:23 (vor 563 Tagen) @ Holger Popp

Edgar Krapp und Ludger Lohmann haben tolle Reger-Programme auf dieser Orgel gespielt! Man beachte auf dem 2. Bild von unten den Knopf "Erregung", der wurde da bestimmt betätigt ;-)

--
freundliche Grüße, Regermann

Große Weise-Orgeln vor 1945?

Florian-L @, Samstag, 22. Februar 2025, 21:00 (vor 563 Tagen) @ Regermann

Man beachte auf dem 2. Bild von unten den Knopf "Erregung", der wurde da bestimmt betätigt ;-)

Was wird damit ausgelöst?

Gruß, Florian

"Erregung" an älteren elektr. Spieltischen

perotin, Samstag, 22. Februar 2025, 22:10 (vor 562 Tagen) @ Florian-L

Man beachte auf dem 2. Bild von unten den Knopf "Erregung", der wurde da bestimmt betätigt ;-)

Was wird damit ausgelöst?

Möglicherweise hilft dieser Thread etwas weiter...

"Erregung" an älteren elektr. Spieltischen

Florian-L @, Samstag, 22. Februar 2025, 22:20 (vor 562 Tagen) @ perotin

Man beachte auf dem 2. Bild von unten den Knopf "Erregung", der wurde da bestimmt betätigt ;-)

Was wird damit ausgelöst?

Möglicherweise hilft dieser Thread etwas weiter...

Vielen Dank!

"Erregung" an älteren elektr. Spieltischen

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Samstag, 22. Februar 2025, 22:34 (vor 562 Tagen) @ Florian-L

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Auch in den Nachkriegsjahren hat man der Stromversorgung offensichtlich noch nicht ganz getraut. An dieser Wastlhuberin gab es die Möglichkeit, bei Stromausfall den Balg per Schöpftritt zu füllen und die Traktur auf Batteriebetrieb umzuschalten.

Große Weise-Orgeln vor 1945?

flutceleste-Admin, Samstag, 22. Februar 2025, 20:05 (vor 563 Tagen) @ MCVL

St. Cäcilia in Regensburg sollten wir nicht vergessen: 1939 III/44
Über den Zustand weiß ich leider nichts. Franz?

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Große Weise-Orgeln vor 1945?

fluteceleste @, Samstag, 22. Februar 2025, 20:56 (vor 563 Tagen) @ flutceleste-Admin

Große Weise-Orgeln vor 1945?

FranzS., Samstag, 22. Februar 2025, 21:34 (vor 563 Tagen) @ flutceleste-Admin

St. Cäcilia in Regensburg sollten wir nicht vergessen: 1939 III/44
Über den Zustand weiß ich leider nichts. Franz?

Leider nicht, obwohl mir Erich Weber (der damalige Organist) schon vor 20 Jahren angeboten hatte die Orgel jederzeit besuchen zu können, ist es mir nie ausgegangen. Leider nie gehört und nie gespielt. Ich war auch noch nie in der Kirche drin, da sie damals in der Regel abgesperrt war. In den 2000ern war das Ostenviertel in Regensburg noch sozialer Brennpunkt, wahrscheinlich deswegen.

Stille in Freilassing

Wolfgang Gourgé @, Freitag, 21. Februar 2025, 00:07 (vor 564 Tagen) @ FranzS.

Irgendwann hat man die Orgel mal "sanft" barockisiert. Die Gamba 8' wurde zur Quinte 2 2/3' und im zweiten Manual wurde ein 1 1/3' eingefügt (weiß aber nicht mehr genau, welcher 8' hier geopfert wurde). Die Registerschilder blieben aber kurioserweise erhalten.
Vor ca. 10 Jahren wurde eine Bestandsuntersuchung gemacht. Dr. Könner vom Landesdenkmalamt hätte die "größte noch erhaltene Weise-Orgel" (meiner Meinung nach nur größte pneumatische ?) gerne restauriert gesehen, aber die Pfarrei konnte/wollte das Projekt nicht angehen und der dortige Kirchenmusiker hat sich dann lieber eine DO installiert.


Man muss dafür schon Verständnis haben, gehört doch Freilassing zu den ärmsten Gegenden Deutschlands, wenn nicht sogar Europas! Deshalb aber auch ein Geheimtipp, Einzimmereigentumswohnungen gibt es dort bereits schon ab einer halben Millionen Euro zu kaufen!

...Etagentoilette, oder schon in der Wohnung?

Da muss das Herz des elektropneumatischen Cäcilianers ja höherschlagen - so günstige Wohnungen im Orgelparadies Ostbayern.....

Stille in Freilassing

FranzS., Freitag, 21. Februar 2025, 22:31 (vor 563 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

...Etagentoilette, oder schon in der Wohnung?

Toiletten sind bequem zu Fuß zu Erreichend, im Hof platziert. Das alte Model aus Holz (SH Kompakt Reichspatent 2389/B) wurde kürzlich durch ein chices modernes Kleinbadezimmer der Premiummarke Dixi ersetzt.

Stille in Freilassing

MCVL @, Donnerstag, 20. Februar 2025, 19:47 (vor 565 Tagen) @ Uli Skriwan

Vor ca. 10 Jahren wurde eine Bestandsuntersuchung gemacht. Dr. Könner vom Landesdenkmalamt hätte die "größte noch erhaltene Weise-Orgel" (meiner Meinung nach nur größte pneumatische ?) gerne restauriert gesehen, aber die Pfarrei konnte/wollte das Projekt nicht angehen und der dortige Kirchenmusiker hat sich dann lieber eine DO installiert.

Ich würde es vielleicht so formulieren: "die größte, vor 1945 erbaute Orgel von Weise, die in Bayern noch erhalten ist".
Soweit ich informiert bin, ging da gerade in den 1930er Jahren auch einiges in den Export außerhalb Deutschlands.
Ein vollständiges Werkverzeichnis von Weise habe ich noch nie gesehen. Schon in den 1990er Jahren wollte ich die Firma einmal anschreiben oder anrufen, um nach einem Werkverzeichnis zu fragen, aber ich habe es immer wieder "verbummelt", bis die Werkstatt dann nicht mehr existiert hat. Vielleicht taucht ja eines Tages irgendwo eine entsprechende Liste auf.

Stille in Freilassing

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:39 (vor 564 Tagen) @ MCVL

Mit einer solchen Liste kann ich vllt. dienen, habe ich auf dem Rechner. Wenn ich mich recht entsinne wurde sie mir vor vielen Jahren noch von Reinhard Weise selbst zugeschickt (bin mir aber nicht sicher).

Die Liste ist aber dennoch unvollständig, denn ich hatte schon einige Male den Fall, dass eine Weise-Orgel dort nicht auftaucht.

Dennoch zum Nachschlagen von Baujahren ist die Liste Gold wert und sie differenziert sogar nach Ladentypen und Systemen, denn Weise hat zeitweise parallel Membean- und Kegelladen gebaut.

Gebe die Liste bei Interesse gerne weiter! Einfach schreiben :)

Stille in Freilassing

MCVL @, Freitag, 21. Februar 2025, 11:00 (vor 564 Tagen) @ Cmcmcm1

Meinen allerherzlichsten Dank für die e-mail : -)

Wie ich es mir dachte, überwiegend Orgeln kleiner als 15 Register; wenn man es genau betrachtet, sind von den großen Instrumenten tatsächlich überraschend viele erhalten, viel mehr als die in dem verlinkten Wikipedia-Artikel waren das auch nicht, die über 30 Register erhielten. Nur beispielsweise Pfarrkirchen oder Friedberg sind mittlerweile verschwunden.

Weise in Pfarrkirchen

fluteceleste @, Freitag, 21. Februar 2025, 11:26 (vor 564 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von fluteceleste, Freitag, 21. Februar 2025, 11:40

Meinen allerherzlichsten Dank für die e-mail : -)

Wie ich es mir dachte, überwiegend Orgeln kleiner als 15 Register; wenn man es genau betrachtet, sind von den großen Instrumenten tatsächlich überraschend viele erhalten, viel mehr als die in dem verlinkten Wikipedia-Artikel waren das auch nicht, die über 30 Register erhielten. Nur beispielsweise Pfarrkirchen oder Friedberg sind mittlerweile verschwunden.

...an erstere dachte ich auch, die war Baujahr 1929 und hatte übrigens einen sehr eigenwilligen Prospekt (sieht fast aus, als wären es konische Pfeifen, ist aber nur das Licht...):

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Wie in Freilassing gab es im HW nur ein Cornett und keine Mixtur. Prinzipalischer 4' ist auch nur einmal vorhanden. Dafür aber Zungenbatterie im SW und respektable Manual- und Pedalumfänge und ausgebaute Superoktaven :-).
Ich meine das Abnahmegutachten stammte von Otto Dunkelberg.

Heute steht da eine Eisenbarth von 1978.

Weise in Pfarrkirchen

elias.orgel, Freitag, 21. Februar 2025, 14:30 (vor 564 Tagen) @ fluteceleste

Wie in Freilassing gab es im HW nur ein Cornett und keine Mixtur. Prinzipalischer 4' ist auch nur einmal vorhanden. Dafür aber Zungenbatterie im SW und respektable Manual- und Pedalumfänge und ausgebaute Superoktaven :-)

ausgebaute SuperOktaven im Pedal kannte ich bisher noch gar nicht...

mich würde sehr interessieren warum ausgerechnet das 1. Manual / HauptWerk nicht bis c5 ausgebaut wurde

eine SuperOktavKoppel wäre auch ohne Ausbau möglich (siehe Reinoldi 1909)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Noch eine untergegangene große Weise..

fluteceleste @, Freitag, 21. Februar 2025, 22:34 (vor 563 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von fluteceleste, Freitag, 21. Februar 2025, 22:57

...und zwar eine recht bedeutende - unter großen Anstrengungen direkt nach dem Krieg erbaut, und auch mit 32' im Prospekt (den erkennbar der Münchner Bildhauer Hanns Miller schuf):

[image]

Zur Geschichte des Instruments gibt es erfreulicherweise einiges zu lesen (in der Festschrift für Rudolf Walter zum 90. Geburtstag - ich kann gern noch dazu später Weiteres sagen). Die Begründung für den die Weisin ersetzenden Neubau (1993 durch Karl Schuke ) fällt aber sehr dürftig aus: in den 1980er Jahren Schäden an den Windladen und Funktionsstörungen und eben "geänderte Klangvorstellungen"...

Noch eine untergegangene große Weise..

MCVL @, Freitag, 21. Februar 2025, 23:26 (vor 563 Tagen) @ fluteceleste

Klasse! Ich hoffe, die "Weise-Festtage" halten noch etwas an : -)

Ich muss mal am Wochenende nach den Unterlagen suchen, aus denen die Auslandsaufträge der Firma Weise hervorgehen. Aus dem Kopf heraus möchte ich behaupten, dass in den 1920er und 1930er Jahren u.a. Orgeln nach Südamerika jnd Afrika geliefert wurden und vor dem I. Weltkrieg auch in die K. u. K. Monarchie (Böhmen oder Mähren). Irgendwo müssen die 350 Opera, die um 1930 erreicht waren, ja gestanden haben.

Weise zum Üben oder @home?

Große Pfeife @, Samstag, 22. Februar 2025, 09:48 (vor 563 Tagen) @ MCVL

Hat Weise auch Haus- und Übungsorgeln gebaut? Im Organindex ist jedenfalls keine.

Weise zum Üben oder @home?

MCVL @, Samstag, 22. Februar 2025, 10:08 (vor 563 Tagen) @ Große Pfeife

Hat Weise auch Haus- und Übungsorgeln gebaut? Im Organindex ist jedenfalls keine.

Ich denke, bei der Größe der Firma schon die eine oder andere, wahrscheinlich auch Übungsorgeln für Lehrerseminare. Aber dazu müsste man ein vollständiges Werkverzeichnis der Firma besitzen. Wenn dort um 1930 schon die Opusnummer 350 erreicht wurde, liegt da - anhand der bislang bekannt gewordenen Orgeln gerechnet - noch vieles im Dunkeln. Wobei bei den 350 Orgeln (bis zum Ende des II. Weltkriegs soll sogar die Opusnummer 500 (?!) erreicht worden sein) sicherlich auch die ab 1889 durch Ignaz Weise in Passau erbauten Instrumente eingerechnet sind.
Die Exportaufträge (und die gab es, das weiß ich sicher*) sind leider auch bislang nur unvollständig bekannt.

* gerade in meinen Weise-Unterlagen gefunden: 1924 wurde beispielsweise eine dreimanualige Orgel mit 55 Registern für die Kirche Sant'Ignazio de Loyola nach Rom-Campo Marzio geliefert (ich halte es für nicht abwegig, daß diese noch existiert); im Jahr zuvor ging eine größere Orgel ins nordbadische Lauda.

Weise zum Üben oder @home?

Zartbass @, Samstag, 22. Februar 2025, 10:16 (vor 563 Tagen) @ MCVL


* gerade in meinen Weise-Unterlagen gefunden: 1924 wurde beispielsweise eine dreimanualige Orgel mit 55 Registern für die Kirche Sant'Ignazio de Loyola nach Rom-Campo Marzio geliefert (ich halte es für nicht abwegig, daß diese noch existiert);

Tatsächlich? Diese Quelle sagt etwas anderes.

Weise zum Üben oder @home?

MCVL @, Samstag, 22. Februar 2025, 10:46 (vor 563 Tagen) @ Zartbass
bearbeitet von MCVL, Samstag, 22. Februar 2025, 10:59


* gerade in meinen Weise-Unterlagen gefunden: 1924 wurde beispielsweise eine dreimanualige Orgel mit 55 Registern für die Kirche Sant'Ignazio de Loyola nach Rom-Campo Marzio geliefert (ich halte es für nicht abwegig, daß diese noch existiert);


Tatsächlich? Diese Quelle sagt etwas anderes.

Laut Fischer/Wohnhaas ja (von diesen habe ich es auf mein eigenes Weise-Verzeichnis übernommen). Worauf diese sich berufen, haben sie leider nicht angegeben.

Weise zum Üben oder @home?

Stimmeisen, Samstag, 22. Februar 2025, 11:23 (vor 563 Tagen) @ MCVL

Offenbar war die Quelle dieser Firmenprospekt von Weise.

Sorry, ich bekomme die Bilder (im Original Hochformat) nicht gedreht, und wäre für einen Tipp dankbbar.

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Weise zum Üben oder @home?

MCVL @, Samstag, 22. Februar 2025, 13:07 (vor 563 Tagen) @ Stimmeisen

Wunderbar! Vielen Dank. Ein durchaus bemerkenswertes Instrument. Weshalb es kaum 10 Jahre später wohl durch einen Neubau ersetzt wurde? An der Qualität wird es meiner Meinung nach nicht gelegen haben.

Weise zum Üben oder @home?

fluteceleste @, Samstag, 22. Februar 2025, 13:15 (vor 563 Tagen) @ Stimmeisen

Bei mir hat es geholfen, zuerst in einem Bildbearbeitungsprogramm zu öffnen, und unter anderem Namen abspeichern. Wenn ich dann diese Datei hochlade, ist es richtig.
Meine Hauptwerkorgel besteht aus Weise-Manualen aus einer Übungsorgel (ehem. Seminar in Straubing).
Hast Du noch mehr von diesen schönen Werbeblättern? :-)

Weise zum Üben oder @home?

Stimmeisen, Samstag, 22. Februar 2025, 18:46 (vor 563 Tagen) @ Große Pfeife

Hat er. Diese Salonorgel für Herrn Wemhöner aus Essen hat Weise - vermutlich 1920 - bauen dürfen, nachdem er sage und schreibe 40 Konkurrenten aus dem Feld geschlagen hat, siehe Abnahme-Bericht. Ob sie wohl noch existiert?

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Weise zum Üben oder @home?

Stimmeisen, Samstag, 22. Februar 2025, 19:19 (vor 563 Tagen) @ Große Pfeife

Jetzt wird es interessant. Ebenfalls um 1920 hat Weise eine Salonorgel nach Regensburg geliefert. Ich habe keine Ahnung und auch keine Idee, an wen. Das Werbeblatt schweigt sich darüber leider aus.
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Trotzdem kam sie mir irgwendwie bekannt vor, bis ich unlängst darauf kam, woher:
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Dieses Instrument entstand 1908 für einen Industriellen und ist wohl die ältere der beiden Orgeln. Sie ist in ihrem einzigartigen Ambiente übrigens unverändert erhalten, aber wegen der entfernten Windanlage nicht mehr spielbar, Stand 2015.

Die optische Ähnlichkeit beider Orgeln (bei unterschiedlicher Disposition und Größe) ist sicher kein Zufall. Vielleicht hat die beiden Villen der selbe Archtikekt geplant, oder die Steinmeyerin war schlicht Vorbild.

Weise zum Üben oder @home?

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Samstag, 22. Februar 2025, 22:02 (vor 563 Tagen) @ Stimmeisen

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Noch eine Variante dieses Modells steht in München in der Landesschule für Körperbehinderte. Die Steinmeyerin stammt von 1914 und wurde vor 20 Jahren restauriert.

Weise zum Üben oder @home?

fluteceleste @, Samstag, 22. Februar 2025, 20:23 (vor 563 Tagen) @ Große Pfeife

ich habe noch eine gefunden, in der wunderbaren Zeitschrift für Instrumentenbau, Ausgabe 1928.

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Noch eine untergegangene große Weise..

fluteceleste @, Samstag, 22. Februar 2025, 15:05 (vor 563 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von fluteceleste, Samstag, 22. Februar 2025, 15:39

Im Rahmen der Weise-Festtage dürfen auch die Theaterorgeln nicht fehlen!
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Als Kuriosität der 8 1/2' Dulcian :-).
Die angedeuteten Extensions-Reihen sind zu erkennen(z.B. bei den Zungen Fagott- Oboe, Vox humana - Regal, Trompete - Clairon) .
Schon beeindruckend, was die Firma alles hervorgebracht hat. Das 1927 eröffnete große Helia-Theater wurde im 2. Weltkrieg zerstört.

Noch eine untergegangene große Weise..

Stimmeisen, Samstag, 22. Februar 2025, 18:31 (vor 563 Tagen) @ fluteceleste

...und auch im Union-Theater in Darmstadt hat Weise eine große Kinoorgel mit zwei Jazzgruppen (?) gebaut. Danke für den Tipp mit Tipp zum Bilderdrehen, lieber fluteceleste. Funktioniert! Ein paar wenige Firmenprospekte hab ich noch...

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Noch eine untergegangene große Weise..

Evacuant, Samstag, 22. Februar 2025, 21:56 (vor 563 Tagen) @ Stimmeisen

...und auch im Union-Theater in Darmstadt hat Weise eine große Kinoorgel mit zwei Jazzgruppen (?) gebaut.

Fünf Jazzgruppen, ich tippe mal auf feste Kombinationen.

Noch eine untergegangene große Weise..

Florian-L @, Samstag, 22. Februar 2025, 22:23 (vor 562 Tagen) @ Evacuant

...und auch im Union-Theater in Darmstadt hat Weise eine große Kinoorgel mit zwei Jazzgruppen (?) gebaut.


Fünf Jazzgruppen, ich tippe mal auf feste Kombinationen.

Für den völlig neuen Big-Band-Sound? :-D

Noch eine untergegangene große Weise..

elias.orgel, Mittwoch, 23. April 2025, 10:57 (vor 503 Tagen) @ fluteceleste

Im Rahmen der Weise-Festtage dürfen auch die Theaterorgeln nicht fehlen!
Als Kuriosität der 8 1/2' Dulcian :-).

was hat es denn mit dem 8 1/2' auf sich - das sagt mir gar nichts...
(ist aber kein Druckfehler - oder ?)

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Noch eine untergegangene große Weise..

Solcena ⌂ @, Samstag, 22. Februar 2025, 01:10 (vor 563 Tagen) @ fluteceleste

...und zwar eine recht bedeutende - unter großen Anstrengungen direkt nach dem Krieg erbaut, und auch mit 32' im Prospekt (den erkennbar der Münchner Bildhauer Hanns Miller schuf):

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Zur Geschichte des Instruments gibt es erfreulicherweise einiges zu lesen (in der Festschrift für Rudolf Walter zum 90. Geburtstag - ich kann gern noch dazu später Weiteres sagen). Die Begründung für den die Weisin ersetzenden Neubau (1993 durch Karl Schuke ) fällt aber sehr dürftig aus: in den 1980er Jahren Schäden an den Windladen und Funktionsstörungen und eben "geänderte Klangvorstellungen"...

Ein gewaltiger Prospekt!
Stichwort „geänderte Klangvorstellungen“:
Ich finde es oberheftig, dass man so viele Jahrzehnte mit einem Instrument auskommen musste, dem die wirklich absolut essenziellen Register Prinzipal 8‘ und Sesquialtera im Positiv sowie Hautbois 8‘ im Schweller fehlten.
Sarkasmusmodus aus, vorher schnell noch eine Runde Mitleid mit Looping ;-)

https://organindex.de/index.php?title=Bad_Kissingen,_Herz_Jesu

Noch eine untergegangene große Weise..

otto krämer, Samstag, 22. Februar 2025, 21:02 (vor 563 Tagen) @ Solcena

In der neuen Orgel wurde von Schuke offensichtlich das seltene Register
Mombarde 16‘ verbaut.

Noch eine untergegangene große Weise..

Stimmeisen, Samstag, 22. Februar 2025, 19:49 (vor 563 Tagen) @ fluteceleste

Hier noch ein Prospektentwurf von Hans Miller. Die Orgel steht in Kallmünz, Lkr. Regensburg, und wurde 1938 mit II/15 von Michael Weise gebaut.

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Noch eine untergegangene große Weise..

Stimmeisen, Sonntag, 23. Februar 2025, 10:56 (vor 562 Tagen) @ fluteceleste

Ich möchte noch auf eine bedeutende Weise - Orgel aus dem Jahr 1928 hinweisen, seine größte bis 1945, sofern man bei der Helia - Orgel einige Transmissionen annehmen darf. Dieses Werk ist auch insofern bemerkenswert, da zu seiner Entstehungszeit nach wie vor die Firma (Binder &) Siemann in Regensburg ansässig war. Siemann kam dann wieder in Herz Jesu (1936, III/31) und St. Wolfgang (1943, III/48) zum Zuge; diese beiden Orgeln sind übrigens erhalten.

Die Orgel von St. Anton in Regensburg wurde in den 1980er Jahren abgerissen, bevor Thomas Jann 1996 eine neue, mit III/33 deutlich kleinere aufstellte. Leider fehlt vom Gutachten im Firmenprospekt die zweite Seite.

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eine... große Weise... mit ausgebauter SuperKoppel im HW

elias.orgel, Donnerstag, 27. Februar 2025, 09:41 (vor 558 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von elias.orgel, Donnerstag, 27. Februar 2025, 12:08

...und zwar eine recht bedeutende

[image]


mir fällt gerade erst auf, dass ja diese Orgel ein (und NUR ein) ausgebautes HW hat - allerdings fehlen hier leider die Angaben zu den einzelnen Koppeln...

ich habe mich mal ein wenig umgeschaut und bei organindex nach OberOktav- und SuperOktavKoppel gesucht:
OberOktav = 22 (+12) Treffer
SuperOktav = 387 Treffer

SuperOktavKoppel I/I ist offenbar nicht so oft vorhanden ...
- wahrscheinlich spielte mir hier meine eigene Wahrnehmung einen Streich, denn die (meisten) Orgeln die ich "kenne", haben oder hatten tatsächlich diese I/I SuperOktavKoppel

ImmanuelKirche Marten
LutherKirche Asseln
Reinoldi Walcker 1909
Sauer Dorstfeld
um nur einige zu nennen

ausgebaute SuperOktaven scheinen aber wirklich selten zu sein
- insbesondere im Pedal...

sehr interessant finde ich dieses (kleine) Instrument:

Bruckner Orgel im Orgelmuseum Kehlheim
(das "ausgebaute" Pedal ist wohl eher ein Witz - oder ein TippFehler ;-)

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eine... große Weise... mit ausgebauter SuperKoppel im HW

fluteceleste @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:04 (vor 558 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von fluteceleste, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:35

Ich habe jetzt die zweite Seite gefunden.
(Edit: Hatte zuerst fälschlicherweise das I.Man. für das HW gehalten..) Die Oberoktav II war sogar die einzige Superoktavkoppel.
In jedem Fall war die Kiste eine Rarität, die verloren ist.
Man bedenke nur, welche Anstrengungen zu der Zeit nötig waren.

[image]

eine... große Weise... mit ausgebauter SuperKoppel im HW

elias.orgel, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:14 (vor 558 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von elias.orgel, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:25

Ich habe jetzt die zweite Seite gefunden, allerdings gibt es keine Oberoktav in I, sondern nur in II !
Womöglich gehören die "70 Noten" nicht zum I. Man. sondern zum Il. (Druckfehler)..
In jedem Fall war die Kiste eine Rarität, die verloren ist.
Man bedenke nur, welche Anstrengungen zu der Zeit nötig waren.

[image]


Vielen Dank für die 7. Saite*... (aber)

Nein - das kommt wenn Mann die Manuale vor lauter Registern nicht mehr sieht

die Super I/I welche ich erwähnt habe bezieht sich ja immer auf I = Hauptwerk !!!

und bei dieser Orgel ist eben das II. Manual das Hauptwerk ;-)
und das II. Manual hat auch hier in der Beschreibung die 70 "Noten"

hier Augsburg, St Johannis ist fast alles ausgebaut - nur die Physhar-Monika nicht - sehr sonder-Bar
.
.
.
* ja, ich weiß, funktioniert geschrieben nicht so gut...

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eine... große Weise... mit ausgebauter SuperKoppel im HW

fluteceleste @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:34 (vor 558 Tagen) @ elias.orgel

Ja, ich hatte es bemerkt und wohl editiert während Du schon schriebst..

eine... große Weise... mit ausgebauter SuperKoppel im HW

elias.orgel, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:56 (vor 558 Tagen) @ fluteceleste

;-)

die Suche nach "ausgebaut" ergibt übrigens 384 Treffer (bei organindex)
wenn ChatGpt mir das bitte mal schnell statistisch zusammenfassen und auswerten könnte...

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eine... große Weise... mit ausgebauter SuperKoppel im HW

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Freitag, 28. Februar 2025, 10:19 (vor 557 Tagen) @ elias.orgel

;-)

die Suche nach "ausgebaut" ergibt übrigens 384 Treffer (bei organindex)
wenn ChatGpt mir das bitte mal schnell statistisch zusammenfassen und auswerten könnte...

Vorsicht, bei "ausgebaut" handelt es sich um ein typisches Januswort:

"Die Superoktavkoppel ist bis g4 ausgebaut" --> 12 Pfeifchen mehr
"Die Superoktavkoppel bis g4 wurde in den 60ern ausgebaut" --> 12 Pfeifchen weniger ;)

Da müsste Chat-gpt den Kontext mit auswerten

eine... große Weise... mit ausgebauter SuperKoppel im HW

elias.orgel, Freitag, 28. Februar 2025, 12:08 (vor 557 Tagen) @ Cmcmcm1

Vorsicht, bei "ausgebaut" handelt es sich um ein typisches Januswort:


Ach was... ;-)

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Weise in Pfarrkirchen

elias.orgel, Sonntag, 23. Februar 2025, 09:10 (vor 562 Tagen) @ fluteceleste

... und respektable Manual- und Pedalumfänge und ausgebaute Superoktaven :-)


vielleicht hätte ich eine konkrete Frage formulieren müssen...

ist es eher "üblich" dass zwei oder drei NebenWerke ausgebaute SuperOktaven erhalten - das Hauptwerk aber nicht?
(und dann auch keine SuperOktavKoppel)

gibt es ausgebaute PedalWerke (SuperOktave) öfter?

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Weise in Pfarrkirchen

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Sonntag, 23. Februar 2025, 17:24 (vor 562 Tagen) @ elias.orgel

ist es eher "üblich" dass zwei oder drei NebenWerke ausgebaute SuperOktaven erhalten - das Hauptwerk aber nicht?
(und dann auch keine SuperOktavKoppel)

Ja. Als Gründe vermute ich, dass das HW aufgrund seiner Stärke keiner Aufdopplung nur um der Kraft willen bedürfen sollte - als Option für interessante Registrierungen wären Sub-/Superkoppeln im HW (incl. nach Möglichkeit unison off/Normal ab) natürlich ebenfalls interessant.
Aber reale Ausbauten begegneten mir meist nur in Nebenwerken, und fast immer nur nach oben, selten auch mal nach unten (ohne 16').

Weise in Pfarrkirchen

elias.orgel, Montag, 24. Februar 2025, 11:08 (vor 561 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Montag, 24. Februar 2025, 13:07

Aber reale Ausbauten begegneten mir meist nur in Nebenwerken, und fast immer nur nach oben, selten auch mal nach unten (ohne 16').


Gibt es irgendwo eine Übersicht über Orgeln mit ausgebauten SuperOktaven

zB hat/hatte
Sauer in Berlin Dom - keins
Sauer in Bremen Dom - eins
Walcker in Hamburg Michel - zwei
Walcker in Dortmund Reinoldi - drei
Ausgebaute Werke

Kann jemand einschätzen welche zusätzlichen Kosten diese oberen 12 Töne verursachen?
(Material ja eher wenig, aber 20% mehr Pfeifen wenn alle Register eines Werkes ausgebaut werden)

Da erscheinen mir die PfeifenReihen mit Einzeltonsteuerung geradezu eine logische "Weiterentwicklung" zu sein...

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Weise in Pfarrkirchen

ErikvdNeers, Montag, 24. Februar 2025, 11:14 (vor 561 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von ErikvdNeers, Montag, 24. Februar 2025, 11:18

Walcker hat auch bei kleine Instumenten oft in die Swellwerk eine Superkopppel ausgebaut.
Ich kenne eine II/16 aus 1900 da macht das schöne Effekt mit die Vox celeste.

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Montag, 24. Februar 2025, 12:39 (vor 561 Tagen) @ ErikvdNeers

Walcker hat auch bei kleine Instumenten oft in die Swellwerk eine Superkopppel ausgebaut.
Ich kenne eine II/16 aus 1900 da macht das schöne Effekt mit die Vox celeste.

Selbst unsere Orgel bekam im 1907 angefügten SW eine ausgebaute Oberoktave. Kurios - eine nur geringfügig "abgenordete" mechanische Spätbarock-Orgel (1793) mit Barkermaschinen (um 1888, nicht genau bekannt, für welche Werke) erhält eine zusätzliche Kleinpedallade mit Streichern und neuem 16'-Principal und wie gesagt ein komplettes SW (beides pneum. Kegellade) mit 16.8.8.8.8.8.8.8.8.4.4.Prog.Schf.16.8.4 und Superoctavausbau.

Die Akten sprechen allerdings von 61 Tönen für die Windlade, und es wird zwar ausdrücklich eine "Octavkoppel" berechnet - 61 Töne wäre aber nur C-c4. Die restliche Orgel hatte Manualumfang C-f3 (mit in den drei Marx-Werken nicht vorhandenem Cis, die Taste zog angeblich cis°), demnach hätte eine ausgebaute Oberoktave eigentlich zu 65 oder 66 Tönen führen müssen. Entweder, es wurde ein wenig gespart (auch könnte Platz ein Problem gewesen sein) oder die Laden wurden in einem Standard-Umfang zugekauft und sollten mithilfe der Octavkoppel möglichst gut genutzt werden. Pfeifenzahlen pro Register sind in der Rechnung leider nicht genannt. Als Pedalumfang wurden, passend zu den älteren Laden, 27 Töne genannt.

Eine eigene Klaviatur bekam das neue SW nicht, es wurde wohl mit einem der anderen Manuale verbunden. Der damalige Organist Hans Klöres hat wenig Nachrichten hinterlassen. Ob auch er, wie manche Vorgänger, mit der Bauaufsicht überfordert war, bleibt spekulativ.

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

elias.orgel, Montag, 24. Februar 2025, 13:04 (vor 561 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Selbst unsere Orgel bekam im 1907 angefügten SW eine ausgebaute Oberoktave....
ein komplettes SW (beides pneum. Kegellade) mit 16.8.8.8.8.8.8.8.8.4.4.Prog.Schf.16.8.4 und Superoctavausbau.

Die Akten sprechen allerdings von 61 Tönen für die Windlade, und es wird zwar ausdrücklich eine "Octavkoppel" berechnet - 61 Töne wäre aber nur C-c4.

Eine eigene Klaviatur bekam das neue SW nicht, es wurde wohl mit einem der anderen Manuale verbunden.


Das finde ich hoch interessant...
Ein Ausbau um "nur" 7 Töne könnte ja durchaus Sinn machen (Standard Windladen wie Du schreibst)

Bei einigen DigitalOrgeln gibt es, quasi umgekehrt, den Effekt, dass Oktavkoppeln vorhanden sind, diese aber eben nicht (wie es ja technisch höchst einfach wäre)
über die gesamte Klaviatur auch Klänge erzeugen
sondern
die TranspositionsGrenzen (zB -6/+5 HT) "einhalten" was zu Sub bis FIS und Super bis f3 führt und mbunnmMn vollkommen unsinnig ist...

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... für Gott

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

MCVL @, Montag, 24. Februar 2025, 14:12 (vor 561 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von MCVL, Montag, 24. Februar 2025, 19:39

Selbst unsere Orgel bekam im 1907 angefügten SW eine ausgebaute Oberoktave....
ein komplettes SW (beides pneum. Kegellade) mit 16.8.8.8.8.8.8.8.8.4.4.Prog.Schf.16.8.4 und Superoctavausbau.

Die Akten sprechen allerdings von 61 Tönen für die Windlade, und es wird zwar ausdrücklich eine "Octavkoppel" berechnet - 61 Töne wäre aber nur C-c4.

Eine eigene Klaviatur bekam das neue SW nicht, es wurde wohl mit einem der anderen Manuale verbunden.

Das finde ich hoch interessant...
Ein Ausbau um "nur" 7 Töne könnte ja durchaus Sinn machen (Standard Windladen wie Du schreibst)

Das gab es gerade in den 1920er und 1930er Jahren öfters. Besonders die Firma Reiser aus Biberach hat das gerne praktiziert und Superkoppeln nur bis h3 oder c4 ausgebaut, auch wenn der Manualumfang bis f3 reichte.

Wenn ich mich richtig erinnere, war beispielsweise an der Reiser-Orgel der Stiftskirche Wolfegg, die mittlerweile auch der Vergangenheit angehört, die Superkoppel im II. Manual nur bis c4 ausgebaut (sowieso war dort alles etwas "schräg", auch die übereinander gebauten Windladen, je Werk eine Ober- und Unterlade, die oberste Lade konnte nur nurch eine etwas abenteuerliche Kletterpartie erreicht werden).

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Dienstag, 25. Februar 2025, 23:51 (vor 559 Tagen) @ MCVL

An einer 30er-Jahre Faust-Dachbodenorgel, die ich kürzlich am neuen Standort aufgebaut habe, ist die Superoktavkoppel im II. Manual unterschiedlich ausgebaut:

[image]

Das kupferne Waldhorn besitzt 12 (labiale) Töne Superausbau bis g4, die Terz 1 3/5' besitzt keinen Superausbau, die Waldflöte 2' wiederum davor besitzt 5 Töne Superausbau bis c4, die Gemshornquinte 2 2/3' und alle größeren Register sind wieder voll bis g4 ausgebaut.


Im Hintergrund die posthorngekröpfte Contrabombarde 32' ;)

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

MCVL @, Mittwoch, 26. Februar 2025, 09:38 (vor 559 Tagen) @ Cmcmcm1

Das mit den nur teilweise ausgebauten Superoktavkoppeln kenne ich beispielsweise von Schwarzbaur. Im Schwellwerk in Pfaffenhausen fehlt die Superoktave bei allem ab 2'.

Habe gerade nochmal nachgesehen, in Wolfegg waren die Superoktavkoppeln voll ausgebaut, sowohl im II. Manual als auch im I. Manual (letzteres ist dann doch nicht allzu häufig zu finden).

Eine der Reiser-Orgeln, welche nur eine bis h3 ausgebaute Superoktavkoppel besitzt, ist das nach wie vor erhaltene Instrument im "Käppele" in Aufhofen.

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

elias.orgel, Sonntag, 27. April 2025, 07:27 (vor 499 Tagen) @ MCVL

Eine der Reiser-Orgeln, welche nur eine bis h3 ausgebaute Superoktavkoppel besitzt, ist das nach wie vor erhaltene Instrument im "Käppele" in Aufhofen.


Welchen Sinn könnte es machen "nur" bis h3 auszubauen?
Dass eine Orgel Klaviatur "nur" bis f3, g3 oder a3 geht - okay...

Aber h3.??? und nicht c4.????
(what's the use, candide ?)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

jrbecker @, Mittwoch, 26. Februar 2025, 18:21 (vor 559 Tagen) @ MCVL

Selbst unsere Orgel bekam im 1907 angefügten SW eine ausgebaute Oberoktave....
ein komplettes SW (beides pneum. Kegellade) mit 16.8.8.8.8.8.8.8.8.4.4.Prog.Schf.16.8.4 und Superoctavausbau.

Die Akten sprechen allerdings von 61 Tönen für die Windlade, und es wird zwar ausdrücklich eine "Octavkoppel" berechnet - 61 Töne wäre aber nur C-c4.

Eine eigene Klaviatur bekam das neue SW nicht, es wurde wohl mit einem der anderen Manuale verbunden.

Das finde ich hoch interessant...
Ein Ausbau um "nur" 7 Töne könnte ja durchaus Sinn machen (Standard Windladen wie Du schreibst)


Das gab es gerade in den 1920er und 1930er Jahren öfters. Besonders die Firma Reiser aus Biberach hat das gerne praktiziert und Superkoppeln nur bis h3 oder c4 ausgebaut, auch wenn der Manualumfang bis f3 reichte.

Wenn ich mich richtig erinnere, war beispielsweise an der Reiser-Orgel der Stiftskirche Wolfegg, die mittlerweile auch der Vergangenheit angehört, die Superkoppel im II. Manual nur bis c4 ausgebaut (sowieso war dort alles etwas "schräg", auch die übereinander gebauten Windladen, je Werk eine Ober- und Unterlade, die oberste Lade konnte nur nurch eine etwas abenteuerliche Kletterpartie erreicht werden).

In meiner kleinen Dienstorgel gibt es für die Pfeifen der ausgebauten Superoktavkoppel des II. Manuals (gis3 - g4) ein kleine Extralade, die aus Platzgründen über den Diskantpfeifen des II. Manuals angeordnet ist.

Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

MCVL @, Mittwoch, 26. Februar 2025, 22:21 (vor 558 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 26. Februar 2025, 22:38

Selbst unsere Orgel bekam im 1907 angefügten SW eine ausgebaute Oberoktave....
ein komplettes SW (beides pneum. Kegellade) mit 16.8.8.8.8.8.8.8.8.4.4.Prog.Schf.16.8.4 und Superoctavausbau.

Die Akten sprechen allerdings von 61 Tönen für die Windlade, und es wird zwar ausdrücklich eine "Octavkoppel" berechnet - 61 Töne wäre aber nur C-c4.

Eine eigene Klaviatur bekam das neue SW nicht, es wurde wohl mit einem der anderen Manuale verbunden.

Das finde ich hoch interessant...
Ein Ausbau um "nur" 7 Töne könnte ja durchaus Sinn machen (Standard Windladen wie Du schreibst)


Das gab es gerade in den 1920er und 1930er Jahren öfters. Besonders die Firma Reiser aus Biberach hat das gerne praktiziert und Superkoppeln nur bis h3 oder c4 ausgebaut, auch wenn der Manualumfang bis f3 reichte.

Wenn ich mich richtig erinnere, war beispielsweise an der Reiser-Orgel der Stiftskirche Wolfegg, die mittlerweile auch der Vergangenheit angehört, die Superkoppel im II. Manual nur bis c4 ausgebaut (sowieso war dort alles etwas "schräg", auch die übereinander gebauten Windladen, je Werk eine Ober- und Unterlade, die oberste Lade konnte nur nurch eine etwas abenteuerliche Kletterpartie erreicht werden).


In meiner kleinen Dienstorgel gibt es für die Pfeifen der ausgebauten Superoktavkoppel des II. Manuals (gis3 - g4) ein kleine Extralade, die aus Platzgründen über den Diskantpfeifen des II. Manuals angeordnet ist.

Hallo Jörg,

habe ich sowohl bei reinen Neubauten, als auch pneumatischen Umbauten gesehen.
Gerade bei pneumatischen Umbauten konnte man damit, falls die alten Windladen einen Umfang bis f3 hatten, gleich noch die Zusatztöne fis und g und die Superkoppel unterbringen.

In Wolfegg hätten solche kleinen Zusatzladen aber quasi noch alles getoppt (die Orgel ist übrigens auch im "Völkl" vorgestellt, seit einigen Jahren ist sie aber Geschichte - trotz aller ihren Schwächen bin ich froh, sie noch gut gekannt zu haben).

Nochmals zu Wolfegg (Vom Reiz der Superkoppel)

MCVL @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:13 (vor 558 Tagen) @ MCVL

Hier noch ein Werbeblatt der Firma Reiser zur Orgel der Stiftskirche Wolfegg.

Vor dem Abbruch der Orgel 2005 setzte sich das Pfeifenwerk aus Beständen von Jacob Hör 1736, Ignaz Rothmundt 1768, Vitus Klingler 1848, Steinmeyer um 1900, Späth 1920, Reiser 1933, 1965 und 1993, einer Trompete aus dem 1954 erstellten Zusatzwerk für die Gabler-Orgel in Weingarten sowie verschiedenen, nicht mehr zuzuordnenden Pfeifenbeständen unbekannter Herkunft des 19. Jahrhunderts zusammen. Nun denn...

[image]

[image]

Weingarten, war: Nochmals zu Wolfegg (Vom Reiz der Superkoppel)

fluteceleste @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:27 (vor 558 Tagen) @ MCVL

Hier noch ein Werbeblatt der Firma Reiser zur Orgel der Stiftskirche Wolfegg.

Vor dem Abbruch der Orgel 2005 setzte sich das Pfeifenwerk aus Beständen von Jacob Hör 1736, Ignaz Rothmundt 1768, Vitus Klingler 1848, Steinmeyer um 1900, Späth 1920, Reiser 1933, 1965 und 1993, einer Trompete aus dem 1954 erstellten Zusatzwerk für die Gabler-Orgel in Weingarten sowie verschiedenen, nicht mehr zuzuordnenden Pfeifenbeständen unbekannter Herkunft des 19. Jahrhunderts zusammen. Nun denn...


Schade um ein weiteres postromantisches Kuriosum..
Witzig: Das Zusatzwerk in Weingarten war der "entschärfte" Nachfolger des Hochdruckwerks von Weigle (Details hier). Ich habe gelesen (leider weiss ich nicht mehr wo), dieses Zusatzwerk erhielt die Trompete aus der Hauptorgel, die Weigle um 1860 als Ersatz für das Gabler-Register Trombetten eingestellt haben soll. Weißt Du dazu etwas?

Weingarten, war: Nochmals zu Wolfegg (Vom Reiz der Superkoppel)

MCVL @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:40 (vor 558 Tagen) @ fluteceleste

Hier noch ein Werbeblatt der Firma Reiser zur Orgel der Stiftskirche Wolfegg.

Vor dem Abbruch der Orgel 2005 setzte sich das Pfeifenwerk aus Beständen von Jacob Hör 1736, Ignaz Rothmundt 1768, Vitus Klingler 1848, Steinmeyer um 1900, Späth 1920, Reiser 1933, 1965 und 1993, einer Trompete aus dem 1954 erstellten Zusatzwerk für die Gabler-Orgel in Weingarten sowie verschiedenen, nicht mehr zuzuordnenden Pfeifenbeständen unbekannter Herkunft des 19. Jahrhunderts zusammen. Nun denn...

Schade um ein weiteres postromantisches Kuriosum..
Witzig: Das Zusatzwerk in Weingarten war der "entschärfte" Nachfolger des Hochdruckwerks von Weigle (Details hier). Ich habe gelesen (leider weiss ich nicht mehr wo), dieses Zusatzwerk erhielt die Trompete aus der Hauptorgel, die Weigle um 1860 als Ersatz für das Gabler-Register Trombetten eingestellt haben soll. Weißt Du dazu etwas?

In Friedrich Jakobs Werk "Die große Orgel der Basilika zu Weingarten" steht tatsächlich, daß die Trompete des Zusatzwerks 1954 der Hauptorgel entstammte, vermutlich [...] die Trompete 8' von Weigle aus dem Jahre 1860/62.

1984 wurde nach der Aufgabe des Zusatzwerks in Weingarten die Trompete überflüssig und von Reiser in Wolfegg eingebaut, die entsprechende Kanzelle war 1933 mitsamt Pneumatik eingerichtet worden, blieb aber unbesetzt.

Die Wolfegger Orgel habe ich selbst am 22. August 2000 fast einen Tag lang (von 9.00 Uhr Vormittags bis in den Nachmittag hinein) von oben bis unten genauestens untersucht. Die 1984 eingestellte Trompete war aber sicherlich kein Register von Weigle des 19. Jahrhunderts, sondern besaß Naturgußbecher, von C-h0 mit Expressionen und passte von der Machart her gut in die 1950er Jahre (ab c3 besaß das Register Labialpfeifen aus Naturguß)

Weingarten, war: Nochmals zu Wolfegg (Vom Reiz der Superkoppel)

fluteceleste @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 11:55 (vor 558 Tagen) @ MCVL

many thanks ;-)

Weingarten, war: Nochmals zu Wolfegg (Vom Reiz der Superkoppel)

MCVL @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 12:03 (vor 558 Tagen) @ fluteceleste

Schade um ein weiteres postromantisches Kuriosum..

Die Orgel war schon ein "Gemischtwarenladen" der besonderen Art. Aber sie war klanglich alles andere als unsympathisch und wirkte auch keinesfalls besonders inhomogen.

Nur war sie wegen der ungleichen Ansprache der verschiedenen Teil-Laden (die Laden standen in vier "Stockwerken" übereinander) leider technisch nicht ganz einwandfrei. Alle Möglichkeiten, die Teilwerke präzise miteinander ansprechen zu lassen, waren ausgeschöpft. Das war im Prinzip der Grund, der der Orgel das Genick brach.

Schade ist es irgendwie trotzdem um sie. Schon allein der Spieltisch war ein Hingucker...

Eine Ausgebaute Sub - v Reiz der Superkoppel (Weise Pfarrkirchen)

elias.orgel, Dienstag, 11. März 2025, 17:52 (vor 546 Tagen) @ elias.orgel

Nochmal zurück zur Jahrhundertwende um 1900

Gerade habe ich diese "Orgel" entdeckt, eine der wenigen mit voll ausgebauter Sub-Oktave II zu I

Landshut, Heilig Geist (Steinmeyer 1908)

bei der nicht nur die beiden Manual-Werke um 12 Töne (bis g4) sondern auch noch das Schwellwerk (mit 6x 8' und 2x 4') bis C1 ausgeführt sein soll...

Letzteres kann ich mir kaum vorstellen - weiß das jemand genau?

--
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Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

fluteceleste @, Mittwoch, 12. März 2025, 12:49 (vor 545 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von fluteceleste, Mittwoch, 12. März 2025, 13:04

Das ist tatsächlich ungewöhnlich. Es gibt aber zumindest eine Beschreibung in der Musica Sacra aus 1908, die das bestätigt (daher stammt der Vermerk im Oindex auch). Ob es tatsächlich so ist, oder nur ein Druckfehler (oder gar Desideratum des Revidenten [image] ) weiss ich aber nicht. Auffällig ist allerdings, dass das Kontra-C sogar zweimal erwähnt wird, und darüberhinaus auch noch die 80 Töne. Müsste man mal hin. Franz?

[image]

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

friedemannw @, Gießen, Mittwoch, 12. März 2025, 13:59 (vor 545 Tagen) @ fluteceleste

Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine 16'-Oktave im SW gibt, die dann bei Aktivierung der Subkoppel erklingt, bei den 4'-Registern gibt es ja ähnliche Register bereits in der 8'-Lage. Wäre interessant zu erfahren, wie es wirklich ist!
Elektronisch wird es heutzutage schon gelegentlich gebaut, wie ich es oben beschrieben habe. Ist ja auch programmiertechnisch nicht sehr kompliziert bei einer SPS-Anlage, soweit ich mitbekommen habe.

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

fluteceleste @, Mittwoch, 12. März 2025, 14:09 (vor 545 Tagen) @ friedemannw

wenn man jetzt einfach einen Blick reinwerfen könnte, wärs prima...
Leider gibt es in der Kirche nur noch 1x im Jahr Gd, zum Patrozinium..
https://de.wikipedia.org/wiki/Heilig-Geist-Kirche_(Landshut)

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

elias.orgel, Mittwoch, 12. März 2025, 14:25 (vor 545 Tagen) @ fluteceleste

wenn man jetzt einfach einen Blick reinwerfen könnte, wärs prima...
Leider gibt es in der Kirche nur noch 1x im Jahr Gd, zum Patrozinium..
https://de.wikipedia.org/wiki/Heilig-Geist-Kirche_(Landshut)


ich habe Jeni Böhm
angeschrieben - die ist auch bereit weitere Informationen zu schicken, aber erst nach Ostern...

wäre es nicht eher logisch, dass für die SubOktave auf die bereits vorhandenen 16' Register zugegriffen wird
immerhin gibt es bereits drei davon
Violon 16'
Subbass 16'
Bordun 16'
und ein Geigen Prinzipal 8' zB lässt sich bestimmt gut durch einen Violon ergänzen...

--
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Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

fluteceleste @, Mittwoch, 12. März 2025, 14:32 (vor 545 Tagen) @ elias.orgel

wenn man jetzt einfach einen Blick reinwerfen könnte, wärs prima...
Leider gibt es in der Kirche nur noch 1x im Jahr Gd, zum Patrozinium..
https://de.wikipedia.org/wiki/Heilig-Geist-Kirche_(Landshut)

ich habe Jeni Böhm
angeschrieben - die ist auch bereit weitere Informationen zu schicken, aber erst nach Ostern...

wäre es nicht eher logisch, dass für die SubOktave auf die bereits vorhandenen 16' Register zugegriffen wird
immerhin gibt es bereits drei davon
Violon 16'
Subbass 16'
Bordun 16'
und ein Geigen Prinzipal 8' zB lässt sich bestimmt gut durch einen Violon ergänzen...

Aber dann wärs auch nicht schwellbar.
Meine Idee wäre, man hat vllt. einen gedeckten 8' in der Kontraoktave im II. gemacht, dann hat man auch 80 Töne, aber eben nur einmal..

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

elias.orgel, Mittwoch, 12. März 2025, 15:09 (vor 545 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 12. März 2025, 15:58

Meine Idee wäre, man hat vllt. einen gedeckten 8' in der Kontraoktave im II. gemacht, dann hat man auch 80 Töne, aber eben nur einmal...


Essen Holsterhausen Maria Empfängnis
hat etwas ähnliches (ist aber eine "neue" Orgel 2005)
mit ausgebautem Cor de Nuit 8' und Trompette harm 8' (im SW) für die Sub Koppel

--
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Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

Gast @, Mittwoch, 12. März 2025, 23:50 (vor 544 Tagen) @ elias.orgel

Essen Holsterhausen Maria Empfängnis
hat etwas ähnliches (ist aber eine "neue" Orgel 2005)
mit ausgebautem Cor de Nuit 8' und Trompette harm 8' (im SW) für die Sub Koppel

Das reicht ja auch aus - das wichtigste ist ja einfach nur, dass in der 16-Lage überhaupt irgendwas rumgrummelt :-)

Diese Orgel von 2013 hat sogar 4 ausgebaute Register im SW.
Hier ging es aber tatsächlich eher um den Platz - vor allem aber auch für das dadurch gewonnene «Pianopedal».

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

Gast @, Donnerstag, 13. März 2025, 00:06 (vor 544 Tagen) @ elias.orgel

wäre es nicht eher logisch, dass für die SubOktave auf die bereits vorhandenen 16' Register zugegriffen wird
immerhin gibt es bereits drei davon
Violon 16'
Subbass 16'
Bordun 16'
und ein Geigen Prinzipal 8' zB lässt sich bestimmt gut durch einen Violon ergänzen...

Da Pedalregister in dieser Lage idr. Nach unten changieren, ist das eine ziemlich dumme Idee :)

Es gibt allerdings durchaus Orgeln, die Register der 8ˋ-Lage bereits im Bereich C-F zusammenführen, da sich dort quasi Eigencharakteristik und Dynamik so weit nivelliert, dass es schon nicht mehr auffällt.
(Mein letzte - historisch englische - Dienstorgel hatte die tiefe Oktave des eigenständigen SW-16ˋ-Labials außerhalb des Schwellwerkes stehen. Ich habe das überhaupt nicht Problem wahrgenommen!)

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

elias.orgel, Sonntag, 16. März 2025, 13:38 (vor 541 Tagen) @ Gast
bearbeitet von elias.orgel, Sonntag, 16. März 2025, 13:59

wäre es nicht eher logisch, dass für die SubOktave auf die bereits vorhandenen 16' Register zugegriffen wird
immerhin gibt es bereits drei davon
Violon 16'
Subbass 16'
Bordun 16'
und ein Geigen Prinzipal 8' zB lässt sich bestimmt gut durch einen Violon ergänzen...


Da Pedalregister in dieser Lage idr. Nach unten changieren, ist das eine ziemlich dumme Idee :)


gerade erreicht mich eine Mail von Gerhard Walcker-Mayer mit folgenden Inhalt:

"Nach unten wurde so gut wie nie ausgebaut, die Sub-Koppeln beginnen beim c mit C, oder man holt vom Pedal eine tiefere Lage ins Manual."

bei der Opus Liste der Walcker Orgeln scheint mir bei den dort aufgeführten Orgeln

https://walcker.com/opus/0001_0999/0432-leipzig-krystallpalast-eb.html

die Orgel in Leipzig (OP 432 Krystallpalast von 1887) die erste mit Oktavkoppeln zu sein (für das Manual I und das Pedal)

Die nächste große Orgel für den Stephansdom in Wien hat keine...
Und auch Ulm nicht...

Herr Walcker Mayer schreibt:
"Ich denke, Leipzig war eine Ausnahme, erst rund 500 Orgeln später hat man öfters mal Super und dann später Sub-Koppeln eingebaut. Eberhard Friedrich stand der Sache nicht freundlich gegenüber. Bei Kleinorgeln wurde es im „Pneumatischen“ und „Elektrischen“ sowieso dann die Regel."

okay...
Soest (OP 676 mit den mir bekannten Sup I/I und P/P) ist jetzt nicht wirklich 500 Orgeln später, aber wie bereits erwähnt, ist es recht riskant die eigene Wahrnehmung oder Erfahrung zum Maßstab zu nehmen...

--
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Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

elias.orgel, Montag, 17. März 2025, 23:00 (vor 539 Tagen) @ elias.orgel

Und da ist sie

Tatsächlich habe ich gerade eine Orgel mit dem Vermerk "durchg."
Bei einer Sub-Oktavkoppel (III) entdeckt:
https://walcker.com/opus/1000_1999/1328-hamburg-laeisz-musikhalle.html

Wie aus den Beschreibungen kleiner Instrumente "vorher" ersichtlich ist, bedeutet "durchg." in diesem Zusammenhang durchgehend oder durchgeführt
https://walcker.com/opus/1000_1999/1305-helsingfors.html

Leider habe ich bisher noch keine Antwort von Herrn Walcker Mayer bekommen was das genau in diesem Fall bzgl der einzelnen Register / Pfeifenreihen und ExtraPfeifen bedeutet
Entlehnung aus dem Pedal
"nur" 12 ExtraPfeifen 16' für alle 8' Reihen...
etwas ganz anderes?

Oder weiß es jemand genauer?

--
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Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

MCVL @, Montag, 17. März 2025, 23:05 (vor 539 Tagen) @ elias.orgel

Und da ist sie

Tatsächlich habe ich gerade eine Orgel mit dem Vermerk "durchg."
Bei einer Sub-Oktavkoppel (III) entdeckt:
https://walcker.com/opus/1000_1999/1328-hamburg-laeisz-musikhalle.html

Wie aus den Beschreibungen kleiner Instrumente "vorher" ersichtlich ist, bedeutet "durchg." in diesem Zusammenhang durchgehend oder durchgeführt
https://walcker.com/opus/1000_1999/1305-helsingfors.html

Leider habe ich bisher noch keine Antwort von Herrn Walcker Mayer bekommen was das genau in diesem Fall bzgl der einzelnen Register / Pfeifenreihen und ExtraPfeifen bedeutet
Entlehnung aus dem Pedal
"nur" 12 ExtraPfeifen 16' für alle 8' Reihen...
etwas ganz anderes?

Oder weiß es jemand genauer?

Schau dir doch das betreffende Walcker-Opusbuch an, die sind alle online gestellt worden durch das Wirtschaftsarchiv des Landes Baden-Württemberg

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

elias.orgel, Montag, 17. März 2025, 23:35 (vor 539 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 18. März 2025, 00:01

Schau dir doch das betreffende Walcker-Opusbuch an, die sind alle online gestellt worden durch das Wirtschaftsarchiv des Landes Baden-Württemberg


DANKE das wusste ich nicht

Allerdings ist der Effekt fast gleich "Null" da ich den entsprechenden Abschnitt
(Opus Buch 20, S. 96) kaum lesen kann...

--
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... für Gott

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

MCVL @, Montag, 17. März 2025, 23:46 (vor 539 Tagen) @ elias.orgel

Schau dir doch das betreffende Walcker-Opusbuch an, die sind alle online gestellt worden durch das Wirtschaftsarchiv des Landes Baden-Württemberg

DANKE das wusste ich nicht

Allerdings ist der Effekt fast gleich "Null" da ich den entsprechenden Abschnitt (
Opus Buch 20, S. 96) kaum lesen kann...

Ich mache es demnächst... ;)

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

elias.orgel, Dienstag, 18. März 2025, 00:59 (vor 539 Tagen) @ MCVL

DANKE das wusste ich nicht

Allerdings ist der Effekt fast gleich "Null" da ich den entsprechenden Abschnitt (
Opus Buch 20, S. 96) kaum lesen kann...


Ich mache es demnächst... ;)


Das wäre echt klasse !!!

Was ich erkennen kann:
Ursprünglich war "nur" eine
SuperOktavkoppel II zu I
sowie
SuperOktavkoppel III und
SubOktavkoppel III
geplant

Bei den letzten beiden wurde (später?)
"durchgehend" direkt "obendrüber" ergänzt
und rechts (auf der linken Seite) ein Text eingefügt

so construiert, daß sie wenn gekoppelt, auch im I.u II. Manual und im Pedal wirken
Laut Brief von Sittard
müssten auch Coppeln... (das kann ich nicht erkennen)
SuperOktavkoppel III z II und III z I
SubOktavkoppel III z II und III z I

Auf der rechten Seite steht

Laut Brief von Sittard dat... Wünscht er einen (doppelt unterstrichen) Ausschalter für die Sub / Super III z II und III z I
... So daß dadurch die Wirkung der beiden Koppeln, falls sie im III. Man gezogen, doch aufgehoben wird
Dieser Ausschalter lässt sich noch über dem III. M. anbringen.

Oder so ähnlich...

Wie genau das "durchgehend" gemeint oder gebaut ist
Kann ich da leider nicht erkennen

--
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Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

MCVL @, Dienstag, 18. März 2025, 10:53 (vor 539 Tagen) @ elias.orgel

DANKE das wusste ich nicht

Allerdings ist der Effekt fast gleich "Null" da ich den entsprechenden Abschnitt (
Opus Buch 20, S. 96) kaum lesen kann...


Ich mache es demnächst... ;)

Das wäre echt klasse !!!

Was ich erkennen kann:
Ursprünglich war "nur" eine
SuperOktavkoppel II zu I
sowie
SuperOktavkoppel III und
SubOktavkoppel III
geplant

Bei den letzten beiden wurde (später?)
"durchgehend" direkt "obendrüber" ergänzt
und rechts (auf der linken Seite) ein Text eingefügt

so construiert, daß sie wenn gekoppelt, auch im I.u II. Manual und im Pedal wirken
Laut Brief von Sittard
müssten auch Coppeln... (das kann ich nicht erkennen)
SuperOktavkoppel III z II und III z I
SubOktavkoppel III z II und III z I

Suboctavkoppel durchgehend im III. Manual.
10. Superoctavcoppel durchgehend im III. Manual

so construirt, daß sie wenn gecoppelt auch im I. & II. Manual & im Pedal mitwirken. Laut Brief v. Sittard 20/11.07 müssen diese Coppeln so ausgeführt werden, fürs Pedal können sie ev. weg bleiben, also noch
Superoctavcoppel III-II
Superoctavkoppel III-I
Suboctavcoppel III-II & III-I

Auf der rechten Seite steht

Laut Brief von Sittard dat... Wünscht er einen (doppelt unterstrichen) Ausschalter für die Sub / Super III z II und III z I
... So daß dadurch die Wirkung der beiden Koppeln, falls sie im III. Man gezogen, doch aufgehoben wird
Dieser Ausschalter lässt sich noch über dem III. M. anbringen.

Laut Brief von Sittard dat. 1. 12. 07, wünscht er einen Ausschalter für Sub & Superoctavkoppel III-I III-II ohne daß dadurch die Wirkung der beiden Koppeln, falls sie im III Man. gezogen, dort aufgehoben wird. Dieser Ausschalter läßt sich noch über dem III M. anbringen

So wie ich das verstehe, waren auf jeden Fall die 4'-Register in der Suboktavkoppel III ausgebaut, die gemischten Stimmen hatten in der Suboktavkoppel jeweils nur einen Chor.
Vielleicht war für die 8'-Stimmen tatsächlich nur eine Reihe vorhanden.

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

elias.orgel, Dienstag, 18. März 2025, 12:08 (vor 539 Tagen) @ MCVL

erstmal vielen Dank für die genaue "Übersetzung"...

obwohl ich Sütterlin in der Schule gelernt habe (sonst hätte ich das wahrscheinlich nicht einmal im Ansatz entbuchstaben können) finde ich diese handschriftlichen Einträge und Ergänzungen teils extrem schwer zu erkennen...

für Marten habe ich drei Seiten des original Walcker Vertrages mit Schreibmaschine und wenigen handschriftlichen Änderungen

daher sind mir viele Begriffe / Worte hier sehr vertraut
Probzinn, Stimmschlitz, Expressionsschlitz etc
andere ergeben sich natürlich aus dem Zusammenhang
Zunge aus Messing, Stiefel und Schallbecher uvam

aber gerade bei der Frage, was denn hier konkret die "durchgehende" SubOktavKoppel im III. Manual für die Anzahl der Pfeifen bzw welche Pfeifen / Register in der unteren Oktave erklingen
bedeutet, habe ich nichts entsprechendes gefunden
.

So wie ich das verstehe, waren auf jeden Fall die 4'-Register in der Suboktavkoppel III ausgebaut, die gemischten Stimmen hatten in der Suboktavkoppel jeweils nur einen Chor.
Vielleicht war für die 8'-Stimmen tatsächlich nur eine Reihe vorhanden.


wie kommst Du darauf bzw
wo hast Du das gelesen ?

--
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... für Gott

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

MCVL @, Dienstag, 18. März 2025, 12:20 (vor 539 Tagen) @ elias.orgel

So wie ich das verstehe, waren auf jeden Fall die 4'-Register in der Suboktavkoppel III ausgebaut, die gemischten Stimmen hatten in der Suboktavkoppel jeweils nur einen Chor.
Vielleicht war für die 8'-Stimmen tatsächlich nur eine Reihe vorhanden.

wie kommst Du darauf bzw
wo hast Du das gelesen ?

Bei der Disposition des III. Manuals sind bei den 4-Füßern und den gemischten Stimmen Anmerkungen zur Suboktave gemacht, bei den 8'-Registern dagegen nicht.

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

elias.orgel, Dienstag, 18. März 2025, 17:43 (vor 539 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 19. März 2025, 02:20

Bei der Disposition des III. Manuals sind bei den 4-Füßern und den gemischten Stimmen Anmerkungen zur Suboktave gemacht, bei den 8'-Registern dagegen nicht.


nochmal danke
ich bin einfach zu blind - bzw sehe den Text vor lauter Sütterlin nicht mehr ;-)
.

47. Prinzipal 4' von Probzinn mit Stimmschlitzen
G Mensur C-H ... (???) C-E gedeckt
.

48. Flauto dolce 4' von Holz, schöne, klare Flöte
... (???) C-H gedeckt G Mensuren
.

49. Salicet 4' von Probzinn mit Stimmschlitzen, schwächster 4'
C-F gedeckt C-H 3 halbe Töne enger als Salicion (?)
.

50. Flautino 2' von Probzinn mit Stimmschl. enge Mensur, weich
.

51. Sexquialtera 2 2/3' u 1 3/5' von Probzinn mit Stimmschlitzen C-a"' C-C nur 2 2/3'
.

52. Cymbel 2' 2-3fach von Probzinn mit Stimmschlitzen C-a"' von C-C nur 2'
.

das sind, soweit ich das gesehen habe, die einzigen Stellen, an denen von der SubOktave
(C-C) die Rede ist...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

MCVL @, Dienstag, 18. März 2025, 10:55 (vor 539 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von MCVL, Dienstag, 18. März 2025, 11:02

Übrigens habe ich die Tage in der "Musica Sacra" von 1905 oder 1906 einen interessanten Beitrag eines Organisten Meier aus dem Kanton Solothurn in der Schweiz gefunden. Dort wird auch der Sinn und Zweck einer ausgebauten Suboktavkoppel besprochen und Meier hält eine solche für völlig überflüssig und musikalisch wenig Sinn ergebend.

Gefunden... Eine Ausgebaute Sub ?

elias.orgel, Mittwoch, 19. März 2025, 07:31 (vor 538 Tagen) @ MCVL

Übrigens habe ich die Tage in der "Musica Sacra" von 1905 oder 1906 einen interessanten Beitrag eines Organisten Meier aus dem Kanton Solothurn in der Schweiz gefunden. Dort wird auch der Sinn und Zweck einer ausgebauten Suboktavkoppel besprochen und Meier hält eine solche für völlig überflüssig und musikalisch wenig Sinn ergebend.


ja ja ja, der Herr Meier, aus Solothurn...

also ich kenne den Herren nicht ;-)
auch den Beitrag kenne ich nicht

aber

wahrscheinlich bin ich da einfach zu formalistisch (wenn es schon musikalisch keinen Sinn macht)
ich finde es sehr "logisch", dass sich eine Klangfarbe nicht aprupt zwischen zwei Tasten ändert
und dass es zumindest versucht wird solche "Brüche" zu vermeiden (SuperOktavAusbau)

Cornetto ab c oder g oder d1 oder ab OBI

--
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Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

Florian-L @, Mittwoch, 12. März 2025, 17:14 (vor 545 Tagen) @ fluteceleste

wenn man jetzt einfach einen Blick reinwerfen könnte, wärs prima...

FranzS., bitte melden! ;-)

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Freitag, 14. März 2025, 15:28 (vor 543 Tagen) @ fluteceleste

Ich hab noch vom letzten Besuch vor drei Jahren dieses Foto gefunden. Leider war damals nur eine kurze Stimmung und Reparatur Thema, sonst hätte ich vielleicht noch genauer in Erinnerung, was die Subkoppel in der großen Oktave macht.
Jedenfalls existiert an der Hinterseite des Schwellkastens über der Pedallade eine Oktave gedeckter 16'-Pfeifen, die vermutlich bei gezogener Subkoppel und einem oder mehreren registierten 8' Registern in der großen Oktave mitklingen.
Viele Grüße, Uli
[image]

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

fluteceleste @, Freitag, 14. März 2025, 23:45 (vor 542 Tagen) @ Uli Skriwan

...oh, dann hätte meine These gestimmt ;-)

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

friedemannw @, Gießen, Samstag, 15. März 2025, 00:38 (vor 542 Tagen) @ fluteceleste

...oh, dann hätte meine These gestimmt ;-)


Ich denke, meine Vermutung kam etwa eine halbe Stunde früher ;)

Aber es muss ja auch Sieger der Herzen geben, lieber fluteceleste :)

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

fluteceleste @, Samstag, 15. März 2025, 07:24 (vor 542 Tagen) @ friedemannw

oh das hatte ich nicht gesehen.. Ehre wem Ehre gebührt!

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

friedemannw @, Gießen, Samstag, 15. März 2025, 00:40 (vor 542 Tagen) @ Uli Skriwan

Spannend - danke für die (teilweise) Aufklärung. Wäre interessant zu wissen, was mit den 4'-Registern passiert.

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Samstag, 15. März 2025, 13:34 (vor 542 Tagen) @ friedemannw

Spannend - danke für die (teilweise) Aufklärung. Wäre interessant zu wissen, was mit den 4'-Registern passiert.

Leider hab ich es beim dortigen Besuch nicht ausprobiert.
In Salzburg, St.Peter gab es in der Mertel-Orgel von 1917 (die von Max Dreher und damit indirekt auch von H.Koulen beeinflusst wurde) folgendes Gimmick im SW: in einem seitlichen Verschlag standen 12 Töne C-H eines gedeckten 16' und 12 Töne C-H eines offenen 8'. Beide Reihen aus Holz. Bei eingeschalteter Subkoppel wurde bei den 8' Registern die 16'-Reihe aktiv, bei 4' Registern die 8'-Reihe.
Seit der Versetzung des Orgelwerks in den Vitalischor wurde die 16'-Reihe zu einem eigenständigen Register auf einer Zusatzlade ergänzt.

Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

elias.orgel, Samstag, 15. März 2025, 14:02 (vor 542 Tagen) @ Uli Skriwan

In Salzburg, St.Peter gab es in der Mertel-Orgel von 1917 (die von Max Dreher und damit indirekt auch von H.Koulen beeinflusst wurde) folgendes Gimmick im SW: in einem seitlichen Verschlag standen 12 Töne C-H eines gedeckten 16' und 12 Töne C-H eines offenen 8'. Beide Reihen aus Holz. Bei eingeschalteter Subkoppel wurde bei den 8' Registern die 16'-Reihe aktiv, bei 4' Registern die 8'-Reihe.


Also gibt es wahrscheinlich gar keine Orgel (irgendwelche amerikanischen Monster ausgenommen) bei denen eine ausgebaute Sub-Oktave, im gleichen Sinne wie bei den ausgebauten Super-Oktaven, existiert...

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Eine Ausgebaute Sub ? - v Reiz der Superkoppel (Steinmeyer Landshut)

FranzS., Samstag, 15. März 2025, 00:54 (vor 542 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von FranzS., Samstag, 15. März 2025, 01:13

Das ist tatsächlich ungewöhnlich. Es gibt aber zumindest eine Beschreibung in der Musica Sacra aus 1908, die das bestätigt (daher stammt der Vermerk im Oindex auch). Ob es tatsächlich so ist, oder nur ein Druckfehler (oder gar Desideratum des Revidenten [image] ) weiss ich aber nicht. Auffällig ist allerdings, dass das Kontra-C sogar zweimal erwähnt wird, und darüberhinaus auch noch die 80 Töne. Müsste man mal hin. Franz?

[image]

Oh je, diese Orgel ist leider nicht komplett spielbar, zumindest ist das mein jüngster Stand (späte 2000er). Die pneumatische Setzeranlage funktioniert allerdings wie ein moderner Setzer. Ob die Koppeln ausgebaut waren, weiß ich jetzt nicht mehr so genau. Interessant ist ein Register das mit "Symmetrie" beschriftet ist, hab lange gerätselt was das soll. Es war wirklich nur ein Schalter, der der Symmetrie zu Liebe da ist.
Das Klangbild der Orgel ist eher zurückhaltend und muffig, hat mich nicht überzeugt. Schöne Einzelstimmen gibt es natürlich.
Ob das II. Manual überhaupt ein Schwellwerk ist, kann ich auch nicht zu 100% sagen. Ich tendiere dazu, dass es möglicherweise keinen Schwellkasten gibt. Das Crescendo ist glaube ich ein Tritt, soweit ich mich erinnere.
Eine spannende Steinmeyer von 1936 gibt es in der frühbarocken Jesuitenkirche. Genau an dem Tag, an dem ich die Orgel besuchen hätte können, wurde die Kirche wegen Baufälligkeit gesperrt; war 2006, glaube ich. Den genauen Stand dieser Orgel kenn ich leider nicht zur Zeit.
Die mit Abstand wertvollste Orgel dieser Zeit in Landshut ist die schon erwähnte Weise-Orgel in Seligenthal!

Beispiele für Sub Ausbau ? - Weise in Pfarrkirchen

elias.orgel, Mittwoch, 12. März 2025, 13:46 (vor 545 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 12. März 2025, 13:54

Aber reale Ausbauten begegneten mir meist nur in Nebenwerken, und fast immer nur nach oben, selten auch mal nach unten (ohne 16').


selten bedeutet aber, dass der Ausbau "nach unten" durchaus mal auftaucht...

gibt es ein paar Beispiele ? Ich habe bisher nämlich noch kein einziges gefunden (von Landshut abgesehen) und ich habe tatsächlich fast alle Datensätze (mit oktav Koppeln) im organindex durch...

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Beispiele für Sub Ausbau ? - Weise in Pfarrkirchen

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 12. März 2025, 17:15 (vor 545 Tagen) @ elias.orgel

Aber reale Ausbauten begegneten mir meist nur in Nebenwerken, und fast immer nur nach oben, selten auch mal nach unten (ohne 16').

selten bedeutet aber, dass der Ausbau "nach unten" durchaus mal auftaucht...

gibt es ein paar Beispiele ? Ich habe bisher nämlich noch kein einziges gefunden (von Landshut abgesehen) und ich habe tatsächlich fast alle Datensätze (mit oktav Koppeln) im organindex durch...

Also, ich hab sie gesehen :D. Beschrieben, nicht live. Ich denke auch schon intensiv nach, welche Orgel(n) das war(en). Der Hamburger Michel (Walcker) war ein Kandidat, aber da gibt es auch nur den Ausbau nach oben. Trondheim wohl auch nicht. Hm...

Was ist mit den Mega-Dingern wie Atlantic City? Hm.

Beispiele für Sub Ausbau ? - Weise in Pfarrkirchen

JSBach @, Mittwoch, 12. März 2025, 18:54 (vor 545 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

In Atlantic City ist das erste und zweite Manual von C1 - c5 (85 Tasten) ausgebaut, das dritte von G1 bis g4 (73 Tasten) und die restlichen mit den üblichen C - c4 (61 Tasten).

Von daher sind die Subkoppeln schon in den Tasten ausgebaut, es gibt aber noch zusätzlich alle möglichen Subkoppeln als Register...

Beispiele für Sub Ausbau ? - Weise in Pfarrkirchen

elias.orgel, Mittwoch, 12. März 2025, 19:20 (vor 545 Tagen) @ JSBach

In Atlantic City ist das erste und zweite Manual von C1 - c5 (85 Tasten) ausgebaut, das dritte von G1 bis g4 (73 Tasten) und die restlichen mit den üblichen C - c4 (61 Tasten).

Von daher sind die Subkoppeln schon in den Tasten ausgebaut, es gibt aber noch zusätzlich alle möglichen Subkoppeln als Register...


Dieses Monster würde ich jetzt nicht als Beispiel bezeichnen ;-)

Aber es gab auch andere Orgeln mit erweiterten Manualen:
Berlin Halensee Friedenstempel (Synagoge)
(2x 82 Tasten C1-a4)

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Beispiele für Sub Ausbau ? In Planung

oHo, Samstag, 15. März 2025, 18:30 (vor 542 Tagen) @ elias.orgel

gibt es ein paar Beispiele ? Ich habe bisher nämlich noch kein einziges gefunden (von Landshut abgesehen) und ich habe tatsächlich fast alle Datensätze (mit oktav Koppeln) im organindex durch...

Beschlossen und derzeit in der Detailplanung befindlich ist dieses Instrument für eine kleinere katholische Kirche, die für Hochzeiten sehr beliebt ist und deren Instrument auch als Übungsinstrument für C-Kurs-Teilnehmer dienen soll. Die Überschrift "Frühromantisch" bezieht sich auf die gewünschte Intonationscharakteristik.

[image]

berichtet, fröhlich grüßend,
Oliver

Beispiele für Sub Ausbau ? In Planung

friedemannw @, Gießen, Samstag, 15. März 2025, 21:11 (vor 542 Tagen) @ oHo

Liest sich interessant!

Was ich nicht ganz verstehe:

- Man. I Salicioline coelestis 8'
- Man. II Salicioline 8'
-> Der passende Partner zum gemeinschaftlichen Schweben nicht im selben Manual?

Trompete 8', ausgebaut bis Kontra-C, aber nicht verfügbar als eigenständiger 16' im Pedal. Würde ich auf eine Kastenlade stellen, nach oben noch 12 Pfeifen extra, schon hätte ich eine feine Zungenbatterie.

Beispiele für Sub Ausbau ? In Planung

elias.orgel, Samstag, 15. März 2025, 21:17 (vor 542 Tagen) @ friedemannw
bearbeitet von elias.orgel, Samstag, 15. März 2025, 22:30

Liest sich interessant!

Was ich nicht ganz verstehe:
- Man. I Salicioline coelestis 8'
- Man. II Salicioline 8'
-> Der passende Partner zum gemeinschaftlichen Schweben nicht im selben Manual?

Trompete 8', ausgebaut bis Kontra-C, aber nicht verfügbar als eigenständiger 16' im Pedal. Würde ich auf eine Kastenlade stellen, nach oben noch 12 Pfeifen extra, schon hätte ich eine feine Zungenbatterie.

.
.

"interessant" habe ich zu meiner Großmutter* gesagt, wenn mir das Essen nicht geschmeckt hat... ;-)

aber wenn ich die Disposition mit den Farben richtig verstehe, dann ist die Trompete sogar um 12 Töne (nach oben) bis f4 ausgebaut...
(Edit: das kommt davon wenn mann nicht richtig hingucken kann...
die Trompete ist "nur" nach unten ausgebaut)


für mich klingt es ein wenig nach
"nicht Fisch, nicht Fleisch"
ich hätte wahrscheinlich eher etwas in Richtung Amsterdam Utopa Orgel geplant
also Einzeltonsteuerung mit klassischen Windladen kombiniert
.
.
.

*sie ist heute, vor 103 Jahren geboren worden

--
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Beispiele für Sub Ausbau ? In Planung

oHo, Samstag, 15. März 2025, 21:50 (vor 542 Tagen) @ friedemannw

Liest sich interessant!

Was ich nicht ganz verstehe:

- Man. I Salicioline coelestis 8'
- Man. II Salicioline 8'
-> Der passende Partner zum gemeinschaftlichen Schweben nicht im selben Manual?

Trompete 8', ausgebaut bis Kontra-C, aber nicht verfügbar als eigenständiger 16' im Pedal. Würde ich auf eine Kastenlade stellen, nach oben noch 12 Pfeifen extra, schon hätte ich eine feine Zungenbatterie.

Die Salicioline besteht aus nur einer Pfeifenreihe. Die Windführung im Stock ist - wie bei Wechselschleifen üblich und sinnvoll - symmetrisch von beiden Schleifen zur mittig stehenden Pfeife. Auf einer Seite sind allerdings Madenschrauben da, die in die Windbahn gedreht werden können, und den Wind von dieser Schleife zur Pfeife reduzieren. So lässt sich ohne großen Zusatzaufwand dieses Register als Schwebung nutzen. Das geht natürlich nur als Schwebung zu einem anderen Register. Hier sind Liebl. Gedackt und Gamba denkbar.

Grundforderung der Orgelplanung war eine mechanische Spieltraktur. Alle zusätzlichen Funktionen durften diese zwar ergänzen, aber nie reduzieren. (Der Raum für die Orgel ist auch beschränkt.)

Somit kam eine zusätzliche Lade - gar elektrisch - nicht in Frage. Die 16´-Lage der Trompete ist ja im Pedal über die Koppel "Sub II/P" verfügbar, ebenso wie die Tiefaliquoten 5 1/3 und 3 1/5.

berichtet, freundlich grüßend,
Oliver

Beispiele für Sub Ausbau ? In Planung

friedemannw @, Gießen, Dienstag, 18. März 2025, 09:32 (vor 539 Tagen) @ oHo

Liest sich interessant!

Was ich nicht ganz verstehe:

- Man. I Salicioline coelestis 8'
- Man. II Salicioline 8'
-> Der passende Partner zum gemeinschaftlichen Schweben nicht im selben Manual?

Trompete 8', ausgebaut bis Kontra-C, aber nicht verfügbar als eigenständiger 16' im Pedal. Würde ich auf eine Kastenlade stellen, nach oben noch 12 Pfeifen extra, schon hätte ich eine feine Zungenbatterie.


Die Salicioline besteht aus nur einer Pfeifenreihe. Die Windführung im Stock ist - wie bei Wechselschleifen üblich und sinnvoll - symmetrisch von beiden Schleifen zur mittig stehenden Pfeife. Auf einer Seite sind allerdings Madenschrauben da, die in die Windbahn gedreht werden können, und den Wind von dieser Schleife zur Pfeife reduzieren. So lässt sich ohne großen Zusatzaufwand dieses Register als Schwebung nutzen. Das geht natürlich nur als Schwebung zu einem anderen Register. Hier sind Liebl. Gedackt und Gamba denkbar.

Aha. Und das soll funktionieren? Da hätte ich große Bedenken! Man bekommt kein sauber "verstimmtes" Register durch Windreduzierung einer vorhandenen Streicherreihe (die sowieso sensibel sind). Das wird gerade im Diskant schwierig!
Solche Sachen funktionieren gerade akzeptabel bei einem Zartbass im Pedal, dort sind aber die Frequenzen auch deutlich tiefer und man spielt meist keine Akkorde :)

Grundforderung der Orgelplanung war eine mechanische Spieltraktur. Alle zusätzlichen Funktionen durften diese zwar ergänzen, aber nie reduzieren. (Der Raum für die Orgel ist auch beschränkt.)

Somit kam eine zusätzliche Lade - gar elektrisch - nicht in Frage. Die 16´-Lage der Trompete ist ja im Pedal über die Koppel "Sub II/P" verfügbar, ebenso wie die Tiefaliquoten 5 1/3 und 3 1/5.

Das stimmt - man hat sich dann aber das Man. II mit der Trompete "blockiert" - finde ich eher unpraktisch. Zudem wird vermutlich die 16'-Oktave der Trompete eh auf einer elektrisch angesteuerten Lade stehen - wenn es eh schon eng ist? Dann bleibt die Orgel trotzdem nach wie vor mechanisch traktiert.

Beispiele für Sub Ausbau ? In Planung

oHo, Dienstag, 18. März 2025, 21:48 (vor 539 Tagen) @ friedemannw

Liest sich interessant!

Aha. Und das soll funktionieren? Da hätte ich große Bedenken! Man bekommt kein sauber "verstimmtes" Register durch Windreduzierung einer vorhandenen Streicherreihe (die sowieso sensibel sind). Das wird gerade im Diskant schwierig!
Solche Sachen funktionieren gerade akzeptabel bei einem Zartbass im Pedal, dort sind aber die Frequenzen auch deutlich tiefer und man spielt meist keine Akkorde :)

Ein Zartbass ist das genaue Gegenteil: Hier wird meistens der Wind der gesamten Registerkanzelle so weit zurückgenommen, das die Lautstärke deutlich sinkt. Das ist eigentlich immer mit Verstimmungen verbunden.

Bei einer Schwebung mit feinjustierbarer Windreduktion für jede einzelne Pfeife erreicht man eine Hz-genaue Verstimmung weit bevor die Lautstärke merklich abnimmt. Das ist ist schon vielfach bewährt gebaut worden.

Das stimmt - man hat sich dann aber das Man. II mit der Trompete "blockiert" - finde ich eher unpraktisch. Zudem wird vermutlich die 16'-Oktave der Trompete eh auf einer elektrisch angesteuerten Lade stehen - wenn es eh schon eng ist? Dann bleibt die Orgel trotzdem nach wie vor mechanisch traktiert.

Ja, die große Oktave 16` wird wahrscheinlich auf eine elektrische Zusatzlade kommen. Aber das spricht nicht dafür, die gesamte 8´- und 4´-Lage von der mechanischen Lade zu nehmen und zu elektrisieren - weder musikalisch, noch von den Zusatzkosten her.

meint, fröhlich grüßend,
Oliver

Weise in Marktschellenberg

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Freitag, 21. Februar 2025, 14:28 (vor 564 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von Uli Skriwan, Freitag, 21. Februar 2025, 16:40

Auf eine der ersten Orgeln von Ignaz Weise bin ich kürzlich in meiner Heimat gestoßen: die Orgel von Marktschellenberg wurde 1903 auf pneumatischen Kegelladen erbaut ist, bis auf die Prospektpfeifen und den Motor noch unverändert erhalten. Die Klaviaturbackenform hat Weise hier noch von seinem Lehrmeister Maerz übernommen.
[image]
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Das Sterbebild unten links ist schon 15 Jahre alt und betrauert die Schellenberger Zitherlegende Franz Schwab.

Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Freitag, 21. Februar 2025, 17:00 (vor 564 Tagen) @ Uli Skriwan

Auf eine der ersten Orgeln von Ignaz Weise bin ich kürzlich in meiner Heimat gestoßen: die Orgel von Marktschellenberg wurde 1903 auf pneumatischen Kegelladen erbaut ist, bis auf die Prospektpfeifen und den Motor noch unverändert erhalten. Die Klaviaturbackenform hat Weise hier noch von seinem Lehrmeister Maerz übernommen.

Danke, sehr interessant. Auf der Liste ist die nämlich als Membranlade gekennzeichnet, aber ich war eben immer der Meinung, daß Weise die Laden mit "Haubenmembranen" (wie er und auch Koulen das nannten) erst um 1910 eingeführt hat.

Hast du dort mal einen Blick in den Spieltisch geworfen? Was hat die Orgel denn für ein Koppelsystem?

Weise in Marktschellenberg

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Freitag, 21. Februar 2025, 17:53 (vor 564 Tagen) @ MCVL

Auf eine der ersten Orgeln von Ignaz Weise bin ich kürzlich in meiner Heimat gestoßen: die Orgel von Marktschellenberg wurde 1903 auf pneumatischen Kegelladen erbaut ist, bis auf die Prospektpfeifen und den Motor noch unverändert erhalten. Die Klaviaturbackenform hat Weise hier noch von seinem Lehrmeister Maerz übernommen.


Danke, sehr interessant. Auf der Liste ist die nämlich als Membranlade gekennzeichnet, aber ich war eben immer der Meinung, daß Weise die Laden mit "Haubenmembranen" (wie er und auch Koulen das nannten) erst um 1910 eingeführt hat.

Hast du dort mal einen Blick in den Spieltisch geworfen? Was hat die Orgel denn für ein Koppelsystem?

Die Liste hab ich (noch) nicht, aber vielleicht hat Weise zu dieser Zeit auch schon beide Systeme parallel benutzt. Die Freilassinger Membranen erinnern tatsächlich ein wenig an Koulen, besitzen aber im inneren eine Kartonscheibe und eine Feder. (Bei Koulen funktioniert es glaub ich ohne Feder, richtig?)
[image]
Der Spieltisch in Schellenberg besitzt ein gut zugängliches Auslasssystem. Auffallend sind die langen Drähte bis zur gemeinsamen Spielwindlade, die leider dazu führen, dass die Traktur des oberen Manuales in der Heizperiode wenig gang hat, weil die seitlichen Querträger dann schwinden. In die Koppelkästen hab ich nicht geschaut, aber ich vermute darin die weitverbreiteten Membranen aus Darmleder.

Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Freitag, 21. Februar 2025, 23:48 (vor 563 Tagen) @ Uli Skriwan
bearbeitet von MCVL, Samstag, 22. Februar 2025, 00:02

Vielen lieben Dank!

Die Liste hab ich (noch) nicht, aber vielleicht hat Weise zu dieser Zeit auch schon beide Systeme parallel benutzt. Die Freilassinger Membranen erinnern tatsächlich ein wenig an Koulen, besitzen aber im inneren eine Kartonscheibe und eine Feder. (Bei Koulen funktioniert es glaub ich ohne Feder, richtig?)

Jep, bei Koulen sind keine Federn vorhanden. Der auffälligste Unterschied ist zwischen Koulen und Weise ansonsten die Form der "Haubenmembranen". Bei Koulen sind sie rechteckig, bei Weise (zumindest bei den mir bekannten) achteckig zugeschnitten. Und wie du schreibst, mit einer innenliegenden Kartonscheibe und Spiralfeder.
Was auch ein Unterschied zwischen Koulen und Weise darstellt, ist die Kanzellenhöhe. Bei Weise ist sie sehr gering, die Stöcke besitzen an der Unterseite kurze Pappröhren, Koulen hat dort weitaus längere kegelstumpfartige Holzstücke mit Bohrungen angebracht, was eine weitaus größere Höhe der Kanzelle erfordert.

[image]

Der Spieltisch in Schellenberg besitzt ein gut zugängliches Auslasssystem. Auffallend sind die langen Drähte bis zur gemeinsamen Spielwindlade, die leider dazu führen, dass die Traktur des oberen Manuales in der Heizperiode wenig gang hat, weil die seitlichen Querträger dann schwinden. In die Koppelkästen hab ich nicht geschaut, aber ich vermute darin die weitverbreiteten Membranen aus Darmleder.

Ach schau an, das ist im Prinzip eine "umgepolte" Weigle-Technik, wie sie zu dieser Zeit auch von Siemann verwendet worden ist.
Nur hat Weigle bei seinem patentierten System ausschließlich Zustrom-Spieltische verwendet. Genau so sind die Manual-Spielapoarate bei Weigle ausgeführt, nur sind die liegenden und mit Augenfedern fixierten Ventile in einem Windkasten untergebracht, als "Pulpeten" an der Durchführung der Abzugsdrähte an der Windkastenoberseite sind bei Weigle Messingbleche kombiniert mit in das Holz eingesetzten Führungen aus Celluloid vorhanden. Ansonsten ist das Funktionsprinzip dasselbe, nur bei Weise öffnet das Ventil eine Ausstrombohrung und bei Weigle eine Zustrombohrung.

Ich habe deshalb nach den Koppeln gefragt, weil ich den Verdacht hatte, daß dort womöglich Stecherkoppeln System Weigle vorhanden sind, aber dazu sind die Koppelkästen zu schmal. Ich vermute deshalb auch die bekannten Absperrmembranen.

Weise in Marktschellenberg

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Samstag, 22. Februar 2025, 08:51 (vor 563 Tagen) @ MCVL

Mit Weigle hatte ich trotz Lehre im Schwäbischen bislang nur wenig Berührungspunkte (bei der Diskussion Weigle-Weise fällt mir auf, dass es hier auch Verwechslungpotential gibt - so wie Meidinger - Meisinger, Eisenschmid - Eisenbarth;-)).
Muss man sich die Weigle-Koppeln so vorstellen, wie bei Siemann? In Schönberg wirken die Koppelmembranen über Hebe-Plättchen direkt auf die Trakturdrähte ein, wenn ich mich recht erinnere. Da kommt einiges an Masse in Bewegung...

Die niedrigen Registerkanzellen bei Weise sind mir in Freilassing auch aufgefallen. Dabei wären höhere Kanzellen wegen der standardisierten Kartonrohre ein leichtes gewesen. So kommt die Windversorgung bei Benutzung der Oktavkoppeln schon an ihre Grenzen, so dass man bei einer Restaurierung einen Bypass legen müsste...

Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Samstag, 22. Februar 2025, 10:44 (vor 563 Tagen) @ Uli Skriwan

Mit Weigle hatte ich trotz Lehre im Schwäbischen bislang nur wenig Berührungspunkte (bei der Diskussion Weigle-Weise fällt mir auf, dass es hier auch Verwechslungpotential gibt - so wie Meidinger - Meisinger, Eisenschmid - Eisenbarth;-)).
Muss man sich die Weigle-Koppeln so vorstellen, wie bei Siemann? In Schönberg wirken die Koppelmembranen über Hebe-Plättchen direkt auf die Trakturdrähte ein, wenn ich mich recht erinnere. Da kommt einiges an Masse in Bewegung...

Nein, die Bauform von Weigle ist ein völlig anderes System. Das System, wie es in Schönberg vorhanden ist, geht meines Wissens auf Walcker zurück. Von Walcker wurde es seit Einführung der Pneumatik um 1892 bis in die 1930er Jahre hinein benutzt. Wenn ich mich richtig erinnere, halten in Schönberg über die ganze Länge der Koppelapparate reichende Keilbälge die Membranen bei nicht eingeschalteter Koppel. Bei Walcker sind anstelle der Membranen kleine Keilbälge vorhanden, die auf der Oberplatte gabelförmige Holzleisten besitzen, welche in die Hebe-Plättchen eingreifen. Walcker verwendet zum Fixieren der Keilbälge Flacheisen-Profile, welche auf der einen Seite in einer Führung laufen, auf der anderen Seite über einen Draht von einem größeren, am Einschaltapparat, welcher am Spieltischwindkanal angebracht ist, montierten Keilbalg etwas in die Höhe gezogen wird.

Das Weigle-Koppelsystem möchte ich anhand dieser Funktionsskizze aus der seinerzeitigen Patentschrift vorstellen (die einzelnen Bestandteile sind darauf aber sehr vereinfacht dargestellt):

[image]

Oben ist der Manual-Spielapparat erkennbar, man muß ihn sich vorstellen, wie die Ausführung von Markt Schellenberg, nur daß die Ventile in einem Windkasten liegen.

Die oberste Koppel ist die Manualkoppel II-I. Die Koppelapparate bei Weigle bestehen aus verschiedenen "Schichten". Zuerst ist ein Deckel abzunehmen, welcher auf der Zeichnung auch erkennbar ist und in welchen auf der Innenseite eine Kammer eingefräst ist. Dann folgt eine Art Rahmen, der mit einer ausgebauchten, über die ganze Länge des Koppelapparats reichenden Membrane bespannt ist, die aus starkem Schafleder besteht. In diese Membrane sind in derselben Teilung, wie die Ventile im Spielapparat angeordnet sind, Stecher aus Messingdraht eingearbeitet, welche in der Membrane beidseitig durch Muttern aus Sohlleder fixiert sind. Als nächste "Schicht" folgt ein massiver Block (gewöhnlich aus Eiche), der die Stecher führt. In diesen Block sind Bohrungen (ebenfalls in der Teilung der Spielventile) angebracht, in welchen sich Celluloidführungen für die Stecher befinden. Die Innenseite dieses Blocks ist vollständig beledert. Danach folgt quasi der "Kern" des Koppelapparats, welcher ebenfalls aus einem massiven Holzblock gearbeitet ist. Wiederum in der Teilung der Spielventile sind in diesen "Kern" Kanzellen eingearbeitet, die in horizontaler Richtung verlaufen und welche oben von den Spielventilen abgeschlossen sind. In diesen Kanzellen befinden sich genau an der Stelle, wo die Stecher in sie münden, vertikale Bohrungen zu den Kanzellen des anderen Manuals. Diese Bohrungen sind mit einer Art Rückschlagklappen aus belederten Holzplättchen (als Scharnier dient das Leder) versehen, auf welche die Koppelstecher drücken. Ist die Koppel ausgeschaltet, dann ist die Kammer des Deckels (auf der Zeichnung als X markiert) mit Wind gefüllt und die Membrane drückt mit Hilfe des Winddrucks die Stecher auf die Klappen in den Kanzellen. Wird die Koppel eingeschaltet, entlastet sich die Kammer X und die Stecher können die Klappen nicht mehr fixieren. Nun kann, wenn auf dem ersten Manual gespielt wird, der Wind durch die vertikalen Bohrungen in die jeweilige Kanzelle des zweiten Manuals gelangen.
Pedalkoppeln und Oktavkoppeln funktionieren nach demselben Prinzip.

In Bayerisch Schwaben ist das System bei vielen der frühen pneumatischen Hindelang-Orgeln anzutreffen (Hindelang hat die Spieltische bis etwa 1906 bei Weigle bezogen). Größere Firmen, die dieses Koppelsystem ebenfalls verwendet haben, sind beispielsweise Strebel und Späth. Sowohl Strebel als auch Späth haben aber die Spielventilkästen mit den liegenden Ventilen und den von den Klaviaturen kommenden langen Abzugsdrähten durch kleinere Kegelapparate ersetzt. Die Ventile werden bei Strebel und Späth mittels an den Tastenenden befestigten Blattfedern von unten angehoben.

Weise in Marktschellenberg

Stimmeisen, Samstag, 22. Februar 2025, 19:24 (vor 563 Tagen) @ MCVL

Membranenlade von Weise. Dieses Ladensystem hat bei auch bei seinen Kegelladenorgeln bis in die 1960er Jahre hinein im Pedal Verwendung gefunden.

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Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Samstag, 22. Februar 2025, 21:40 (vor 563 Tagen) @ Stimmeisen

Erstmal ein ganz herzliches Dankeschön für alle, die den Weise-Thread am Laufen halten.

Genau so kenne ich die Laden auch, es gibt aber auch Exemplare (ich meine aus den 1920er Jahren), bei denen die Membranen achteckig zugeschnitten sind.
Der Grund dafür hat sich mir nicht wirklich erschlossen.

Weise in Marktschellenberg

FranzS., Samstag, 22. Februar 2025, 21:45 (vor 563 Tagen) @ MCVL

Erstmal ein ganz herzliches Dankeschön für alle, die den Weise-Thread am Laufen halten.

Genau so kenne ich die Laden auch, es gibt aber auch Exemplare (ich meine aus den 1920er Jahren), bei denen die Membranen achteckig zugeschnitten sind.
Der Grund dafür hat sich mir nicht wirklich erschlossen.

Ich kenne von Weise vor 1950 (später gab es diesen Ladentyp nur noch im Pedal) nur die achteckigen "Stoppschildmembranen" mit der Feder darunter und wenn ich mich nicht ganz täusche, hat die der Ignaz Weise schon gebaut.
Ich kenne eine kleine Dorforgel, die wurde von Ignaz Weise um 1910 als "Translationslade" mit diesen Membranen gebaut, aber bereits in den 30ern umgerüstet. Vielleicht wurden bei dieser Maßnahme auch neue Laden angefertigt, das kann natürlich auch sein.

Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Samstag, 22. Februar 2025, 21:57 (vor 563 Tagen) @ FranzS.

Erstmal ein ganz herzliches Dankeschön für alle, die den Weise-Thread am Laufen halten.

Genau so kenne ich die Laden auch, es gibt aber auch Exemplare (ich meine aus den 1920er Jahren), bei denen die Membranen achteckig zugeschnitten sind.
Der Grund dafür hat sich mir nicht wirklich erschlossen.


Ich kenne von Weise vor 1950 (später gab es diesen Ladentyp nur noch im Pedal) nur die achteckigen "Stoppschildmembranen" mit der Feder darunter und wenn ich mich nicht ganz täusche, hat die der Ignaz Weise schon gebaut.
Ich kenne eine kleine Dorforgel, die wurde von Ignaz Weise um 1910 als "Translationslade" mit diesen Membranen gebaut, aber bereits in den 30ern umgerüstet. Vielleicht wurden bei dieser Maßnahme auch neue Laden angefertigt, das kann natürlich auch sein.

Aldersbach besitzt definitiv die "Stoppschild"-Membranen; irgendwo in der Prärie zwischen Dorfen und Vilsbiburg haben wir auch einmal eine Weise überholt, aber aus der Zeit vor dem I. Weltkrieg, die besitzt diese runden Haubenmembranen (mir fällt gerade der Ortsnamen nicht ein).

Weise in Marktschellenberg

FranzS., Samstag, 22. Februar 2025, 22:03 (vor 563 Tagen) @ MCVL

Ich kenne von Weise vor 1950 (später gab es diesen Ladentyp nur noch im Pedal) nur die achteckigen "Stoppschildmembranen" mit der Feder darunter und wenn ich mich nicht ganz täusche, hat die der Ignaz Weise schon gebaut.
Ich kenne eine kleine Dorforgel, die wurde von Ignaz Weise um 1910 als "Translationslade" mit diesen Membranen gebaut, aber bereits in den 30ern umgerüstet. Vielleicht wurden bei dieser Maßnahme auch neue Laden angefertigt, das kann natürlich auch sein.


Aldersbach besitzt definitiv die "Stoppschild"-Membranen; irgendwo in der Prärie zwischen Dorfen und Vilsbiburg haben wir auch einmal eine Weise überholt, aber aus der Zeit vor dem I. Weltkrieg, die besitzt diese runden Haubenmembranen (mir fällt gerade der Ortsnamen nicht ein).

Die Dorforgel, die ich meine steht in Seyboldsdorf und die wurde tatsächlich mal überholt (gegen meinen Rat, weil bis auf zwei oder drei Grundstimmen war das Ding unbrauchbar...). Die Gegend würde passen.

Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Samstag, 22. Februar 2025, 22:11 (vor 562 Tagen) @ FranzS.

Seyboldsdorf hieß das nicht, irgendwo in der Nachbarschaft war aber ein Organist ansässig (er hat nicht in der Ortschaft gespielt, aber öfters einen Besuch abgestattet und die Arbeiten interessiert verfolgt), der gelernter Orgelbauer war. Er hat sich aber kurz nach der Ausbildung beruflich unorientiert und ist ins Kunstrasengeschäft eingestiegen.

Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Samstag, 15. März 2025, 23:04 (vor 541 Tagen) @ FranzS.

Ich kenne von Weise vor 1950 (später gab es diesen Ladentyp nur noch im Pedal) nur die achteckigen "Stoppschildmembranen" mit der Feder darunter und wenn ich mich nicht ganz täusche, hat die der Ignaz Weise schon gebaut.
Ich kenne eine kleine Dorforgel, die wurde von Ignaz Weise um 1910 als "Translationslade" mit diesen Membranen gebaut, aber bereits in den 30ern umgerüstet. Vielleicht wurden bei dieser Maßnahme auch neue Laden angefertigt, das kann natürlich auch sein.


Aldersbach besitzt definitiv die "Stoppschild"-Membranen; irgendwo in der Prärie zwischen Dorfen und Vilsbiburg haben wir auch einmal eine Weise überholt, aber aus der Zeit vor dem I. Weltkrieg, die besitzt diese runden Haubenmembranen (mir fällt gerade der Ortsnamen nicht ein).


Die Dorforgel, die ich meine steht in Seyboldsdorf und die wurde tatsächlich mal überholt (gegen meinen Rat, weil bis auf zwei oder drei Grundstimmen war das Ding unbrauchbar...). Die Gegend würde passen.

Es war in Haunzenbergersöll

Weise in Marktschellenberg

Stimmeisen, Sonntag, 23. Februar 2025, 10:32 (vor 562 Tagen) @ MCVL

Die Membranen bis 40 mm Durchmesser sind rund, also ausgestanzt. Größere Membranen sind dann achteckig, vermutlich weil das Ausschneiden leichter ging und man sie auf enger Ladenteilung (versetzt) etwas näher zusammenrücken konnte.

Weise in Marktschellenberg

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Montag, 24. Februar 2025, 09:02 (vor 561 Tagen) @ Stimmeisen

Die laut Liste 1961 gelieferte Weise für St. Eligius Saarbrücken-Burbach besitzt im Pedal auch die runden Membranladen.

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Das Instrument, das sich bis 2023 in der Apsis befand, wird derzeit durch Mayer umgebaut und voraussichtlich 2026 (nach Abschluss der Kirchenrenovierung) auf der (riesigen) Empore wiederaufgestellt.
Kleiner Teaser vorab: Zu gegebener Zeit werde ich hier mal einen ausführlichen Bericht über den Umbau des Instrumentes schreiben, da ich in die Planung des neuen Konzeptes involviert war.
Besonders interessant ist der hohe Anteil historischen Pfeifenmaterials von Koulen 1896.

Weise-Stoppschild-Membranen - war: Weise in Marktschellenberg

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Donnerstag, 27. Februar 2025, 12:53 (vor 558 Tagen) @ Cmcmcm1
bearbeitet von Cmcmcm1, Donnerstag, 27. Februar 2025, 12:56

Nachtrag zu meiner vorherigen Antwort zu den Weise-Membranladen im Pedal der 1961 erbauten Orgel von St. Eligius in Saarbrücken!

Entgegen der weiter oben geäußerten Vermutung, dass die späteren Weise-Membranladen mit runden Membranen versehen wurden, kam nach Entfernen der runden Membran ein deutlicher achteckiger Abdruck zum Vorschein, der belegt, dass die Orgel zumindest früher auch achteckige Membranen im Pedal hatte:

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Weise-Stoppschild-Membranen - war: Weise in Marktschellenberg

FranzS., Donnerstag, 27. Februar 2025, 18:49 (vor 558 Tagen) @ Cmcmcm1

Nachtrag zu meiner vorherigen Antwort zu den Weise-Membranladen im Pedal der 1961 erbauten Orgel von St. Eligius in Saarbrücken!

Entgegen der weiter oben geäußerten Vermutung, dass die späteren Weise-Membranladen mit runden Membranen versehen wurden, kam nach Entfernen der runden Membran ein deutlicher achteckiger Abdruck zum Vorschein, der belegt, dass die Orgel zumindest früher auch achteckige Membranen im Pedal hatte:

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Möglicherweise waren die Stoppschilder Zeugen einer Zeit in der Material teurer war als Arbeit. Mit den Runden hat man schon viel Verschnitt. Stoppschilder sind da schon ökonomischer. Man achte auch darauf, wie knapp die ausgeschnitten waren.

Weise-Stoppschild-Membranen - war: Weise in Marktschellenberg

fluteceleste @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 19:17 (vor 558 Tagen) @ FranzS.

Weise-Stoppschild-Membranen - war: Weise in Marktschellenberg

MCVL @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 19:24 (vor 558 Tagen) @ fluteceleste

Gibbet noch alles als Ersatzteile:
https://www.orgelbau-weise.de/orgelverkauf/orgelbau-material/membranen-u-sonstiges.html

Mit allen Stücken der Garnitur: die eigentliche Stoppschild-Membrane, die Pappscheiben, die Kartonröhren für die Stöcke und die Spiralfedern. : -)

(die Stoppschild-Membranen habe ich selbst schon zugeschnitten)

Weise-Stoppschild-Membranen - war: Weise in Marktschellenberg

FranzS., Donnerstag, 27. Februar 2025, 19:29 (vor 558 Tagen) @ fluteceleste

Gibbet noch alles als Ersatzteile:
https://www.orgelbau-weise.de/orgelverkauf/orgelbau-material/membranen-u-sonstiges.html

wer schmeißt eigentlich den Laden zur Zeit? Die Orgel im Hompagehintergrund müsste eigentlich die alte Hausorgel von Michael Weise sein, also noch eine Hausorgel. Zudem schenkte Weise in den 30ern der Kirchenmusikschule in Regensburg eine größere "Barockorgel". Die Disposition ist im Kraus, habs aber zurzeit nicht zur Hand.

Weise-Stoppschild-Membranen - war: Weise in Marktschellenberg

Florian-L @, Donnerstag, 27. Februar 2025, 19:41 (vor 558 Tagen) @ FranzS.

wer schmeißt eigentlich den Laden zur Zeit?

Das habe ich mich auch schon gefragt. Im Impressum ist Reinhard Weise als Geschäftsführer angegeben, der bereits 2020 verstorben ist.

Gruß, Florian

Weise in Marktschellenberg

jori @, Freitag, 21. Februar 2025, 17:09 (vor 564 Tagen) @ Uli Skriwan

Sehe ich da links an der Klaviaturbacke Schimmel?

Weise in Straubing

French Horn @, Freitag, 21. Februar 2025, 16:16 (vor 564 Tagen) @ MCVL

Wie ich es mir dachte, überwiegend Orgeln kleiner als 15 Register; wenn man es genau betrachtet, sind von den großen Instrumenten tatsächlich überraschend viele erhalten, viel mehr als die in dem verlinkten Wikipedia-Artikel waren das auch nicht, die über 30 Register erhielten.

In Straubing gibt es noch zwei größere Weise-Orgeln aus den 50ern:
St. Michael mit 44 Registern (vor kurzer Zeit durch Sandtner renoviert).
Klanglich kein gutes Instrument: Grobe Principale und Zungen. Eine grausame HW-Mixtur.
Nur einige Flöten sind schön. Sehr windstößig. Der gewaltige Nachhall verbessert zumindest einiges...
St. Josef mit 34 Registern (etwa auf dem gleichen Niveau. Principale aber etwas besser).
Dort wird ein Neubau geplant.

Weise in Straubing

ThoFi, Freitag, 21. Februar 2025, 16:55 (vor 564 Tagen) @ French Horn

In Straubing wäre dann noch eine der raren, vlt. einzigen "evangelischen" Weises in der Christuskirche (Bahnhofstraße.), 1959 III/??
Thomas

Weise in Straubing

MCVL @, Freitag, 21. Februar 2025, 17:01 (vor 564 Tagen) @ ThoFi

In Straubing wäre dann noch eine der raren, vlt. einzigen "evangelischen" Weises in der Christuskirche (Bahnhofstraße.), 1959 III/??
Thomas

In Plattling stand in der evangelischen Kirche auch eine. Aus den 1930er Jahren.

Weise in Straubing

French Horn @, Freitag, 21. Februar 2025, 17:50 (vor 564 Tagen) @ ThoFi

In Straubing wäre dann noch eine der raren, vlt. einzigen "evangelischen" Weises in der Christuskirche (Bahnhofstraße.), 1959 III/??

Wohl 34 Register in toter Akustik.

Weise in Straubing

MCVL @, Freitag, 21. Februar 2025, 16:57 (vor 564 Tagen) @ French Horn

Wie ich es mir dachte, überwiegend Orgeln kleiner als 15 Register; wenn man es genau betrachtet, sind von den großen Instrumenten tatsächlich überraschend viele erhalten, viel mehr als die in dem verlinkten Wikipedia-Artikel waren das auch nicht, die über 30 Register erhielten.


In Straubing gibt es noch zwei größere Weise-Orgeln aus den 50ern:
St. Michael mit 44 Registern (vor kurzer Zeit durch Sandtner renoviert).
Klanglich kein gutes Instrument: Grobe Principale und Zungen. Eine grausame HW-Mixtur.
Nur einige Flöten sind schön. Sehr windstößig. Der gewaltige Nachhall verbessert zumindest einiges...
St. Josef mit 34 Registern (etwa auf dem gleichen Niveau. Principale aber etwas besser).
Dort wird ein Neubau geplant.

Ja, nach dem II. Weltkrieg waren die sehr gut im Geschäft, dann auch mit größeren Orgeln und in einem überregionalen Arbeitsgebiet (Rheinland - Saarland - viele Orgeln für katholische Kunden in Nordwürttemberg und Baden). Selbst in den 1990er Jahren haben die jährlich sicher nicht weniger neue Orgeln ausgeliefert als beispielsweise Sandtner.

Weise im Saarland

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Montag, 24. Februar 2025, 09:28 (vor 561 Tagen) @ MCVL

Die auffällige Häufung von Weise an der Mosel und im Saarland soll angeblich auf die Verbindung zu Hermann Schroeder, einem erklärten Weise-Fan zurückgehen. Die saarländischen Weise-Orgeln der Nachkriegszeit gehen nach einer Info, die ich mündlich bekommen hatte, alle auf Schroeder-Schüler auf den jeweiligen Stellen zurück.
(N.B. Unser Forenmitglied Martin (Solcena) hat vor kurzem eine hörenswerte Einspielung verschiedener Werke Schroeders auf Youtube veröffentlicht.)


Im Saarland gibt's folgende Weise:

- Saarbrücken, St. Josef (1955, III/31): Zungenloses Positiv, aber die Orgel profitiert sehr von der extremen Akustik. Vor dem Krieg gab's dort übrigens eine stattliche Weigle mit HD-Stimmen.

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- Saarbrücken St. Albert (1956, III/30): Pedal ohne offenen 16'

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- Saarbrücken, St. Eligius (1961, III/34) - wird derzeit umgebaut:

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- St. Wendel, St. Anna (1955, III/37): Eine optisch wie klanglich wirklich sehr schöne Weise-Orgel. Den Prospekt mit den großen 16'-Kübeln, den sich fortsetzenden Linien und dem Oberwerk, dessen Form sich im Gitterwerk wiederspiegelt, finde ich einfach genial! Die Werkaufteilung ist etwas ungewöhnlich: In der Mitte Schwellwerk (III), darüber offen aufgestellt das Oberwerk (II), das Hauptwerk (I) steht auf Sturz hinter dem ganz rechten Pfeifenfeld, Pedal auf Sturz hinter dem linken Pfeifenfeld.
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-Werbeln, St. Antonius (1962 erbaut für Saarbrücken St. Helena, 2009 umgesetzt nach Werbeln mit neuem Freipfeifenprospekt, II/16)

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Unten ein Foto am originalen Standort in St. Helena Saarbrücken:
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- Niederlosheim St. Hubertus (1956, III/24): Die doch etwas spezielle Spar-Disposition dieser Orgel wurde sogar nachweislich von Hermann Schroeder geplant. Aufgestellt ist das Instrument an der Stirnwand des Querhauses, bzw. das Positiv hängt als "Schwalbennest" an der Seitenwand und war ursrünglich auf der Westempore aufgestellt.

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- Bierfeld, St. Wendalinus (1964, II/14): Nicht gerade eine Schönheit steht die jüngste saarländische Weise ebenerdig vorne links in einer tiefen Nische. Bei meinem letzten Besuch vor über 10 Jahren sah das Kirchengebäude bereits nicht mehr wirklich sehr "lebendig" aus, wird aber m.W. auch derzeit noch bis heute bespielt. Fragt sich natürlich wie lange noch...

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Eine Rarität auf YouTube, Wolfgang Stockmeier an der Weise Orgel von 1927 in Niederaltaich

Florgel @, Dienstag, 18. Februar 2025, 10:28 (vor 567 Tagen) @ FranzS.

Vielen Dank für diesen Hinweis.
Gefällt mir sehr gut! Freut mich, dass zumindest dieses Instrument klanglich dokumentiert wurde.
Gibt es eigentlich noch weitere Aufnahmen von Weise-Orgeln aus dem Zeitraum 1919-1969?
Als langjähriger Bespieler einer (viel kleineren) Weise-Orgel von 1927 kann ich die Fähigkeiten von Michael Weise nur bestätigen.
Schwebung und Prinzipale erinnern mich auch sehr an unser Instrument in Plößberg.
Auch hier hatte er u.a. den Subbass (als einzig vorhandenen 16‘) wunderbar hinbekommen.

Beste Grüße,
Florian

Weise-Orgel: Aufnahme aus Oberschwarzach

French Horn @, Samstag, 22. Februar 2025, 23:43 (vor 562 Tagen) @ Florgel

Gibt es eigentlich noch weitere Aufnahmen von Weise-Orgeln aus dem Zeitraum 1919-1969?

Ja: St.Peter und Paul in Oberschwarzach (Kreis Schweinfurt). Orgel mit 45 Registern von 1954
mit Chororgel.
Aufnahme aus dem Jahr 1969 mit Franz Erasmus Spannheimer (1946-2019) u.a. mit Max Reger op.135b
und Stephan Franke (1851-1907)- völlig unbekannter Komponist.
Seit 2019 auf CD.

Eine existente nicht ganz kleine Weise aus 1937..

fluteceleste @, Samstag, 22. Februar 2025, 16:28 (vor 563 Tagen) @ FranzS.
bearbeitet von fluteceleste, Samstag, 22. Februar 2025, 16:33

wäre diese:
https://orgelbau-muehleisen.de/de/projekt/landshut-kloster-seligenthal/
Wie Franz schon an anderer Stelle bemerkt hat, ist sie sehr beeindruckend (30 Register mit Tuba 16 im Schwellwerk und pneum. Notspieltisch)...

Eine existente nicht ganz kleine Weise aus 1937..

FranzS., Samstag, 22. Februar 2025, 21:10 (vor 563 Tagen) @ fluteceleste

wäre diese:
https://orgelbau-muehleisen.de/de/projekt/landshut-kloster-seligenthal/
Wie Franz schon an anderer Stelle bemerkt hat, ist sie sehr beeindruckend (30 Register mit Tuba 16 im Schwellwerk und pneum. Notspieltisch)...

Die ist toll, kenne sie nur vor der Renovierung und hab davon sogar noch uralte Aufnahmen auf dem Rechner, die ich Anfang der 2000er noch mit meinem Motorola Handy gemacht habe. Vielleicht finde ich die noch.

Weise-Orgel Landshut, schlechte Aufnahme von 2005 (?)

FranzS., Samstag, 22. Februar 2025, 21:23 (vor 563 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von FranzS., Samstag, 22. Februar 2025, 21:36

Hier kann man die gewaltige Kraft der Orgel etwas erahnen. Wie schon vorher erwähnt, von mir mit 18 oder 19 ca. 2004/2005 gespielt und mit einem Motorolaklapphandy aufgenommen. Besser als nichts....
Umso mehr freut es mich, dass die Orgel gemacht wurde! Muss mir fast mal diesen Sommer den Schlüssel von der Organistin Schwester Pia abholen.

VG Franz

Leute, vielen Dank für diesen massiven Thread! Wie in alten Zeiten, owt.

FranzS., Samstag, 15. März 2025, 00:59 (vor 542 Tagen) @ FranzS.

alles oben gesagt

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